DE815359B - Transportgetriebe für Isolierrohr-Wickelmaschinen - Google Patents

Transportgetriebe für Isolierrohr-Wickelmaschinen

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DE815359B
DE815359B DE1949P0031905 DEP0031905 DE815359B DE 815359 B DE815359 B DE 815359B DE 1949P0031905 DE1949P0031905 DE 1949P0031905 DE P0031905 DEP0031905 DE P0031905 DE 815359 B DE815359 B DE 815359B
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DE
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gear
hollow shaft
transmission according
feed rollers
transport
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Application number
DE1949P0031905
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English (en)
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Oerlenbach bei Bad Kissingen Wilhelm Hegler
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Description

Isolierrohre, wie sie zum Verlegen elektrischer Leitungen verwendet werden, werden auf den bekannten Wickelmaschinen in der Weise hergestellt, daß aus einem Papierstreifen ein Schlitzrohr geformt S wird, welches dann mit weiteren Papierstreifen schraubenförmig bewickelt wird. Bei diesem Bewickeln muß also das über einem Dorn geformte Schlitzrohr sich gleichzeitig in der Längsrichtung bewegen und rotieren, wobei die das Schlitzrohr
ίο formende Einrichtung einschließlich der Rolle, von welcher der Papierstreifen abläuft, an der Rotation teilnimmt. Es sind Wickelmaschinen zur Herstellung solcher Papierrohre bekannt, bei denen die Bewegung in der Längsrichtung der Rohre durch zwei gegeneinanderlaufende Zugschlitten, die abwechselnd das Rohr fassen, bewirkt wird. Diese Maschinen haben den Nachteil, daß sich die hin und her gehende Bewegung der Zugschlitten nicht über eine gewisse Geschwindigkeit steigern läßt und dadurch die Leistungder Maschine begrenzt ist. Essind auch Wickel- ao maschinen bekannt, bei denen die Bewegung in der Längsrichtung durch Vorschubrollen bewirkt wird. Diese Vorschubrollen müssen an der Rotation des Papierrohres teilnehmen. Der Antrieb der Rollen erfolgte bei den bekannten Maschinen durch Gestänge und Triebwerke, welche gleichfalls an der Rotationsbewegung teilnehmen. Die Getriebeköpfe dieser Maschinen waren deshalb sehr groß.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein Transportgetriebe für Isolierrohr-Wickelmaschinen, das auf Grund seines einfachen Aufbaues einen kleinen Getriebekopf ergibt. Gemäß der Erfindung werden die an der Drehung des Papierrohres teilnehmenden Vorschubrollen durch ein Planetengetriebe angetrieben, dessen Sonnenrad mit einer von der Drehzahl des Papierrohres abweichenden, zu dieser in einem
festen Verhältnis stehenden Drehzahl angetrieben wird, während die Lager der Planetenräder mit der gleichen Drehzahl umlaufen wie das Papierrohr und die Vorschubrollen. Vorteilhaft wird dabei die Drehung des Maschinenteiles und der Hohlwelle, die zum Formen des Schlitzrohres dienen, durch eine zu dieser Hohlwelle parallele Welle mit Zahnrädern gleicher Größe und Zahnzahl auf eine Hohlwelle des Transportgetriebes übertragen, welche mit dem Gehäuse des Planetengetriebes, das die Lager der Planetenräder trägt, fest verbunden ist und durch ein zweites, auf der erstgenannten Welle sitzendes Zahnrad anderer Größe und Zahnzahl eine zweite in der ersten Hohlwelle befindliche Hohlwelle angetrieben wird, mit welcher das Sonnenrad des Planetengetriebes fest verbunden ist.
Da die Achsen der Vorschubrollen quer zu der Achse des Papierrohres stehen müssen, die Achsen der Planetenräder aber parallel zu der Achse des Papierrohres liegen, werden die. Vorschubrollen vorteilhaft über Kegelradgetriebe von den Planetenrädern angetrieben. Die Antriebsrollen selbst sind in Böckchen gelagert, welche um die Planetenradwelle schwenkbar und durch eine Feststellschraube feststellbar sind, so daß die
as Antriebsrollen leicht den verschiedenen Rohrstärken angepaßt werden können. Damit die Antriebsrollen dabei stets gleich weit von der Drehachse entfernt sind, wird ihre Stellung vorteilhaft durch einen Plannachstellring fixiert, dessen Gangzahl der Zahl der Böckchen und der Vorschubrollen entspricht. Da bei dieser Drehung sich auch die Radkränze der Vorschubrollen seitlich verschieben, werden, um mit ein und derselben Maschine Papierrohre mit stark verschiedenen Durchmessern formen zu können, vorteilhaft die Vorschubrollen leicht auswechselbar gemacht, so daß beim Übergang auf eine andere Rohrdimension die Vorschubrollen ausgewechselt werden können.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in den Abbildungen dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι schematisch die Anordnung der Getriebeteile, Fig. 2 einen Schnitt durch "das Getriebegehäuse und Fig. 3 die Vorderansicht des Getriebegehäuses.
Die Antriebsscheibe 1 sitzt fest auf der Hohlwelle 13, in welcher über einen Dorn 26 das Schlitzrohr 27 geformt wird. Auf der Hohlwelle 13 ist wiederum fest ein Zahnrad 2 angebracht, welches über das Zahnrad 3 die Welle 14 antreibt, deren Achse parallel zur Achse der Hohlwelle 13 liegt. Die Welle 14 trägt zwei weitere festsitzende Zahnräder. Von diesen Zahnrädern hat das Zahnrad 4 dieselbe Größe und Zahnzahl wie das Zahnrad 3 und treibt das Zahnrad 6 an, das wieder die gleiche Größe und Zahnzahl hat wie das Zahnrad 2 auf der Hohlwelle 13. Das Zahnrad 6 ist auf einer Hohlwelle 16 befestigt, deren Achse mit der Achse der Hohlwelle 13 zusammenfällt. Die Hohlwelle 16 wird also mit der gleichen Umdrehungszahl umlaufen wie die Hohlwelle 13. Innerhalb der Hohlwelle 16 befindet
. sich eine weitere gleichachsige Hohlwelle 15, welche von dem Zahnrad 5 auf der Welle 14 über das Zahnrad 7 auf der Hohlwelle 15 angetrieben wird. Das Zahnrad 5 hat eine andere Größe und Zahnzahl als das Zahnrad 4, und entsprechend hat das Zahnrad 7 eine andere Größe und Zahnzahl als das Zahnrad 6. Die Hohlwelle 15 läuft also mit einer anderen, vorteilhaft größeren, Umdrehungszahl als die Hohlwelle 16. Das Verhältnis der Umdrehungszahlen der beiden Hohlwellen ist durch das Verhältnis der Zahnzahlen der Zahnräder 4, 6 und 5, 7 festgelegt. Die Hohlwelle 16 ist mit dem Getriebegehäuse 17, in welchem sich das Planetengetriebe befindet, verbunden. Die Planetenräder 9 sind in diesem Gehäuse gelagert und nehmen an seiner Umdrehung teil. Auf der inneren Hohlwelle 15 sitzt das Sonnenrad 8 des Planetengetriebes, das auf Grund seiner abweichenden Drehzahl die Planetenräder antreibt. Über die Kegelradgetriebe 10,11 werden die Vorschubrollen 12 angetrieben, von denen mehrere, vorteilhaft drei, vorgesehen sind. Die Vorschubrollen 12 sind vorteilhaft in Böckchen 23 gelagert, welche um die Spindeln 18 der Kegelräder 10 schwenkbar und durch. Feststellschrauben 25 feststellbar sind. Damit das Papierrohr 27 stets genau zentriert ist, müssen die Böckchen stets genau die gleiche Lage zur Drehachse des Getriebes einnehmen. Um dies zu erreichen, ist ein Plannachstellring 24 vorgesehen, dessen Gangzahl der Zahl der Antriebsrollen und Böckchen entspricht, in diesem Falle also ein dreigängiger Plannachstellring. Zur Einstellung der Böckchen werden die Befestigungsschrauben 25 gelöst, der Plannachstellring 24 nach links gedreht und die Böckchen in die äußerste Stellung geschwenkt. Dann wird der Plannachstellring so weit nach rechts gedreht als erforderlich ist, um den zur Vorschubbewegung erforderlichen Quetschdruck der Vorschubrollen 12 auf den Wickeldorn 26 zu erzielen. Bei dieser Stellung der Böckchen werden dann die Feststellschrauben 25 wieder angezogen. Für die Nachstellung innerhalb einer bestimmten Rohrdimension hat die geringe seitliche Verschiebung am Umfang der Vorschubrollen, die bei der Schwenkung der Böckchen eintritt, keine Bedeutung. Beim Übergang auf eine andere Rohrdimension können die Vorschubrollen 12 leicht gegen Vorschubrollen mit entsprechend geänderten Naben ausgewechselt werden.
Der Gegenstand der Erfindung hat gegenüber den bekannten Maschinen mit Gleitschlittenantrieb den Vorteil, daß durch den kontinuierlichen Antrieb mittels Vorschubrollen die hin und her gehenden Bewegungen vermieden sind und dementsprechend die Tourenzahl der ganzen Maschine wesentlich gesteigert werden kann, was eine Leistungssteigerung der Maschinen auf etwa die dreifache Leistung bedingt. Durch den Quetschdruck der Vorschubrollen wird eine Festigkeitssteigerung des frisch gewickelten Rohres erzielt, wodurch weiterhin erreicht wird, daß die bei den Maschinen mit Gleitschlitten erforderliche Flammentrocknung des frisch gewickelten Rohres entbehrlich ist. Gegenüber den bekannten Anordnungen mit Vorschubrollen hat die erfindungsgemäße Maschine den Vorteil, daß der Getriebekopf kleiner und leichter ist iao als bei den bekannten Anordnungen, was auch hier eine Erhöhung der Tourenzahl und eine Leistungssteigerung bedingt. Dazu ist eine einfache und schnelle , Anpassung an andere Rohrstärken möglich, so daß durch einfaches Auswechseln des Wickeldorns und der Vorschubrollen alle praktisch vorkommenden Papier-
rohrstärken auf dieser Maschine hergestellt werden können.

Claims (6)

Patentansprüche: 5
1. Transportgetriebe für Isolierrohr-Wickelmaschinen, bei welchen auf einen zu einem Schlitzrohr geformten Papierstreifen weitere Papierstreifen schraubenförmig aufgewickelt werden, wobei das
ίο Schlitzrohr sich gleichzeitig in der Längsrichtung bewegt und dreht, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub durch mehrere, an der Drehung des Schlitzrohres teilnehmende Rollen erfolgt, welche durch ein Planetengetriebe angetrieben werden, dessen Sonnenrad mit einer von der Drehzahl des Papierrohres abweichenden, zu dieser in einem festen Verhältnis stehenden Drehzahl angetrieben wird, während die Lager der Planetenräder mit der gleichen Drehzahl umlaufen wie das Papierrohr
ao und die Vorschubrollen.
2. Transportgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der Hohlwelle, in welcher das Schlitzrohr geformt wird, durch eine Welle mit Zahnrädern gleicher Größe und Zahnzahl
s5 auf eine Hohlwelle des Transportgetriebes übertragen wird, welche mit dem Gehäuse des Planetengetriebes, das die Lager der Planetenräder trägt, fest verbunden ist und durch ein zweites, auf der erstgenannten Welle sitzendes Zahnrad anderer Größe und Zahnzahl eine zweite, in der ersten befindliche Hohlwelle angetrieben wird, mit welcher das Sonnenrad des Planetengetriebes fest verbunden ist.
3. Transportgetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubrollen über Kegelradgetriebe von den Planetenrädern angetrieben werden.
4. Transportgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrollen in Böckchen gelagert sind, welche um die Planetenradwellen schwenkbar und durch Feststellschrauben feststellbar sind.
5. Transportgetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen Plannachstellring, dessen Gangzahl der Zahl der Böckchen entspricht, diese in genau gleiche Lage gebracht werden können.
6. Transportgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch leicht auswechselbare Vorschubrollen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1975 10.5Ϊ
DE1949P0031905 1949-01-19 Transportgetriebe für Isolierrohr-Wickelmaschinen Pending DE815359B (de)

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DE815359B true DE815359B (de) 1951-08-02

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