DE815359B - Transportgetriebe für Isolierrohr-Wickelmaschinen - Google Patents
Transportgetriebe für Isolierrohr-WickelmaschinenInfo
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Description
Isolierrohre, wie sie zum Verlegen elektrischer Leitungen verwendet werden, werden auf den bekannten
Wickelmaschinen in der Weise hergestellt, daß aus einem Papierstreifen ein Schlitzrohr geformt
S wird, welches dann mit weiteren Papierstreifen schraubenförmig bewickelt wird. Bei diesem Bewickeln
muß also das über einem Dorn geformte Schlitzrohr sich gleichzeitig in der Längsrichtung
bewegen und rotieren, wobei die das Schlitzrohr
ίο formende Einrichtung einschließlich der Rolle, von
welcher der Papierstreifen abläuft, an der Rotation teilnimmt. Es sind Wickelmaschinen zur Herstellung
solcher Papierrohre bekannt, bei denen die Bewegung in der Längsrichtung der Rohre durch zwei gegeneinanderlaufende
Zugschlitten, die abwechselnd das Rohr fassen, bewirkt wird. Diese Maschinen haben
den Nachteil, daß sich die hin und her gehende Bewegung der Zugschlitten nicht über eine gewisse
Geschwindigkeit steigern läßt und dadurch die Leistungder Maschine begrenzt ist. Essind auch Wickel- ao
maschinen bekannt, bei denen die Bewegung in der Längsrichtung durch Vorschubrollen bewirkt wird.
Diese Vorschubrollen müssen an der Rotation des Papierrohres teilnehmen. Der Antrieb der Rollen
erfolgte bei den bekannten Maschinen durch Gestänge und Triebwerke, welche gleichfalls an der Rotationsbewegung
teilnehmen. Die Getriebeköpfe dieser Maschinen waren deshalb sehr groß.
Der Gegenstand der Erfindung ist ein Transportgetriebe für Isolierrohr-Wickelmaschinen, das auf
Grund seines einfachen Aufbaues einen kleinen Getriebekopf ergibt. Gemäß der Erfindung werden
die an der Drehung des Papierrohres teilnehmenden Vorschubrollen durch ein Planetengetriebe angetrieben,
dessen Sonnenrad mit einer von der Drehzahl des Papierrohres abweichenden, zu dieser in einem
festen Verhältnis stehenden Drehzahl angetrieben wird, während die Lager der Planetenräder mit der
gleichen Drehzahl umlaufen wie das Papierrohr und die Vorschubrollen. Vorteilhaft wird dabei die
Drehung des Maschinenteiles und der Hohlwelle, die zum Formen des Schlitzrohres dienen, durch eine zu
dieser Hohlwelle parallele Welle mit Zahnrädern gleicher Größe und Zahnzahl auf eine Hohlwelle des
Transportgetriebes übertragen, welche mit dem Gehäuse des Planetengetriebes, das die Lager der
Planetenräder trägt, fest verbunden ist und durch ein zweites, auf der erstgenannten Welle sitzendes Zahnrad
anderer Größe und Zahnzahl eine zweite in der ersten Hohlwelle befindliche Hohlwelle angetrieben
wird, mit welcher das Sonnenrad des Planetengetriebes fest verbunden ist.
Da die Achsen der Vorschubrollen quer zu der Achse
des Papierrohres stehen müssen, die Achsen der Planetenräder aber parallel zu der Achse des Papierrohres
liegen, werden die. Vorschubrollen vorteilhaft über Kegelradgetriebe von den Planetenrädern angetrieben.
Die Antriebsrollen selbst sind in Böckchen gelagert, welche um die Planetenradwelle schwenkbar und durch
eine Feststellschraube feststellbar sind, so daß die
as Antriebsrollen leicht den verschiedenen Rohrstärken
angepaßt werden können. Damit die Antriebsrollen dabei stets gleich weit von der Drehachse entfernt sind,
wird ihre Stellung vorteilhaft durch einen Plannachstellring fixiert, dessen Gangzahl der Zahl der Böckchen
und der Vorschubrollen entspricht. Da bei dieser Drehung sich auch die Radkränze der Vorschubrollen
seitlich verschieben, werden, um mit ein und derselben Maschine Papierrohre mit stark verschiedenen Durchmessern
formen zu können, vorteilhaft die Vorschubrollen leicht auswechselbar gemacht, so daß beim Übergang
auf eine andere Rohrdimension die Vorschubrollen ausgewechselt werden können.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in den Abbildungen dargestellt, und zwar
zeigt
Fig. ι schematisch die Anordnung der Getriebeteile,
Fig. 2 einen Schnitt durch "das Getriebegehäuse und Fig. 3 die Vorderansicht des Getriebegehäuses.
Die Antriebsscheibe 1 sitzt fest auf der Hohlwelle 13, in welcher über einen Dorn 26 das Schlitzrohr 27 geformt wird. Auf der Hohlwelle 13 ist wiederum fest ein Zahnrad 2 angebracht, welches über das Zahnrad 3 die Welle 14 antreibt, deren Achse parallel zur Achse der Hohlwelle 13 liegt. Die Welle 14 trägt zwei weitere festsitzende Zahnräder. Von diesen Zahnrädern hat das Zahnrad 4 dieselbe Größe und Zahnzahl wie das Zahnrad 3 und treibt das Zahnrad 6 an, das wieder die gleiche Größe und Zahnzahl hat wie das Zahnrad 2 auf der Hohlwelle 13. Das Zahnrad 6 ist auf einer Hohlwelle 16 befestigt, deren Achse mit der Achse der Hohlwelle 13 zusammenfällt. Die Hohlwelle 16 wird also mit der gleichen Umdrehungszahl umlaufen wie die Hohlwelle 13. Innerhalb der Hohlwelle 16 befindet
Die Antriebsscheibe 1 sitzt fest auf der Hohlwelle 13, in welcher über einen Dorn 26 das Schlitzrohr 27 geformt wird. Auf der Hohlwelle 13 ist wiederum fest ein Zahnrad 2 angebracht, welches über das Zahnrad 3 die Welle 14 antreibt, deren Achse parallel zur Achse der Hohlwelle 13 liegt. Die Welle 14 trägt zwei weitere festsitzende Zahnräder. Von diesen Zahnrädern hat das Zahnrad 4 dieselbe Größe und Zahnzahl wie das Zahnrad 3 und treibt das Zahnrad 6 an, das wieder die gleiche Größe und Zahnzahl hat wie das Zahnrad 2 auf der Hohlwelle 13. Das Zahnrad 6 ist auf einer Hohlwelle 16 befestigt, deren Achse mit der Achse der Hohlwelle 13 zusammenfällt. Die Hohlwelle 16 wird also mit der gleichen Umdrehungszahl umlaufen wie die Hohlwelle 13. Innerhalb der Hohlwelle 16 befindet
. sich eine weitere gleichachsige Hohlwelle 15, welche
von dem Zahnrad 5 auf der Welle 14 über das Zahnrad 7 auf der Hohlwelle 15 angetrieben wird. Das
Zahnrad 5 hat eine andere Größe und Zahnzahl als das Zahnrad 4, und entsprechend hat das Zahnrad 7 eine
andere Größe und Zahnzahl als das Zahnrad 6. Die Hohlwelle 15 läuft also mit einer anderen, vorteilhaft
größeren, Umdrehungszahl als die Hohlwelle 16. Das Verhältnis der Umdrehungszahlen der beiden Hohlwellen
ist durch das Verhältnis der Zahnzahlen der Zahnräder 4, 6 und 5, 7 festgelegt. Die Hohlwelle 16
ist mit dem Getriebegehäuse 17, in welchem sich das Planetengetriebe befindet, verbunden. Die Planetenräder
9 sind in diesem Gehäuse gelagert und nehmen an seiner Umdrehung teil. Auf der inneren Hohlwelle
15 sitzt das Sonnenrad 8 des Planetengetriebes, das auf Grund seiner abweichenden Drehzahl die Planetenräder
antreibt. Über die Kegelradgetriebe 10,11 werden die Vorschubrollen 12 angetrieben, von denen mehrere,
vorteilhaft drei, vorgesehen sind. Die Vorschubrollen 12 sind vorteilhaft in Böckchen 23 gelagert,
welche um die Spindeln 18 der Kegelräder 10 schwenkbar
und durch. Feststellschrauben 25 feststellbar sind. Damit das Papierrohr 27 stets genau zentriert ist,
müssen die Böckchen stets genau die gleiche Lage zur Drehachse des Getriebes einnehmen. Um dies zu erreichen,
ist ein Plannachstellring 24 vorgesehen, dessen Gangzahl der Zahl der Antriebsrollen und Böckchen
entspricht, in diesem Falle also ein dreigängiger Plannachstellring. Zur Einstellung der Böckchen werden
die Befestigungsschrauben 25 gelöst, der Plannachstellring 24 nach links gedreht und die Böckchen in
die äußerste Stellung geschwenkt. Dann wird der Plannachstellring so weit nach rechts gedreht als erforderlich
ist, um den zur Vorschubbewegung erforderlichen Quetschdruck der Vorschubrollen 12 auf den
Wickeldorn 26 zu erzielen. Bei dieser Stellung der Böckchen werden dann die Feststellschrauben 25 wieder
angezogen. Für die Nachstellung innerhalb einer bestimmten Rohrdimension hat die geringe seitliche
Verschiebung am Umfang der Vorschubrollen, die bei der Schwenkung der Böckchen eintritt, keine Bedeutung.
Beim Übergang auf eine andere Rohrdimension können die Vorschubrollen 12 leicht gegen Vorschubrollen
mit entsprechend geänderten Naben ausgewechselt werden.
Der Gegenstand der Erfindung hat gegenüber den bekannten Maschinen mit Gleitschlittenantrieb den
Vorteil, daß durch den kontinuierlichen Antrieb mittels Vorschubrollen die hin und her gehenden Bewegungen
vermieden sind und dementsprechend die Tourenzahl der ganzen Maschine wesentlich gesteigert werden
kann, was eine Leistungssteigerung der Maschinen auf etwa die dreifache Leistung bedingt. Durch den
Quetschdruck der Vorschubrollen wird eine Festigkeitssteigerung des frisch gewickelten Rohres erzielt,
wodurch weiterhin erreicht wird, daß die bei den Maschinen mit Gleitschlitten erforderliche Flammentrocknung
des frisch gewickelten Rohres entbehrlich ist. Gegenüber den bekannten Anordnungen mit Vorschubrollen
hat die erfindungsgemäße Maschine den Vorteil, daß der Getriebekopf kleiner und leichter ist iao
als bei den bekannten Anordnungen, was auch hier eine Erhöhung der Tourenzahl und eine Leistungssteigerung
bedingt. Dazu ist eine einfache und schnelle , Anpassung an andere Rohrstärken möglich, so daß
durch einfaches Auswechseln des Wickeldorns und der Vorschubrollen alle praktisch vorkommenden Papier-
rohrstärken auf dieser Maschine hergestellt werden können.
Claims (6)
1. Transportgetriebe für Isolierrohr-Wickelmaschinen,
bei welchen auf einen zu einem Schlitzrohr geformten Papierstreifen weitere Papierstreifen
schraubenförmig aufgewickelt werden, wobei das
ίο Schlitzrohr sich gleichzeitig in der Längsrichtung
bewegt und dreht, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub durch mehrere, an der Drehung des
Schlitzrohres teilnehmende Rollen erfolgt, welche durch ein Planetengetriebe angetrieben werden,
dessen Sonnenrad mit einer von der Drehzahl des Papierrohres abweichenden, zu dieser in einem
festen Verhältnis stehenden Drehzahl angetrieben wird, während die Lager der Planetenräder mit der
gleichen Drehzahl umlaufen wie das Papierrohr
ao und die Vorschubrollen.
2. Transportgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der Hohlwelle,
in welcher das Schlitzrohr geformt wird, durch eine Welle mit Zahnrädern gleicher Größe und Zahnzahl
s5 auf eine Hohlwelle des Transportgetriebes übertragen
wird, welche mit dem Gehäuse des Planetengetriebes, das die Lager der Planetenräder trägt,
fest verbunden ist und durch ein zweites, auf der erstgenannten Welle sitzendes Zahnrad anderer
Größe und Zahnzahl eine zweite, in der ersten befindliche Hohlwelle angetrieben wird, mit welcher
das Sonnenrad des Planetengetriebes fest verbunden ist.
3. Transportgetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubrollen
über Kegelradgetriebe von den Planetenrädern angetrieben werden.
4. Transportgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrollen
in Böckchen gelagert sind, welche um die Planetenradwellen schwenkbar und durch Feststellschrauben
feststellbar sind.
5. Transportgetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen Plannachstellring,
dessen Gangzahl der Zahl der Böckchen entspricht, diese in genau gleiche Lage gebracht werden
können.
6. Transportgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch leicht auswechselbare
Vorschubrollen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1975 10.5Ϊ
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE815359B true DE815359B (de) | 1951-08-02 |
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