DE812349C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stangen, Rohren u. dgl. aus Glas oder anderen Werkstoffen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stangen, Rohren u. dgl. aus Glas oder anderen WerkstoffenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B21/00—Severing glass sheets, tubes or rods while still plastic
- C03B21/02—Severing glass sheets, tubes or rods while still plastic by cutting
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
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- C03B17/04—Forming tubes or rods by drawing from stationary or rotating tools or from forming nozzles
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- C03B33/06—Cutting or splitting glass tubes, rods, or hollow products
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- Organic Chemistry (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stangen, Rohren u. dgl. aus Glas oder anderen Werkstoffen Glasstangen, welche als Ausgangsstoff für die Herstellung von Knöpfen, Perlen und anderen Gegenständen verwendet werden, stellt man bis jetzt in der Weise her, daß ein Glasposten mittels einer Pfeife wulstartig ausgebildet, mit Hilfe von Zangen zu einem Strang gezogen und zuletzt in einzelne Stücke, sogenannte Stangen, geteilt wird. Gegenüber diesem Verfahren wird erfindungsgemäß die Glasschmelze oder ein anderer plastischer Werkstoff zu einer Stange oder einem Rohr vorgeformt, in dieser Gestalt während seiner drehenden und zugleich vorschiebenden Bewegung auf Schmelztemperatur oder in ihre Nähe gebracht, hierauf mittels Stangen erfaßt, weitergezogen und schließlich in einzelne Stücke geschnitten. Die zu diesem Zweck dienende Vorrichtung besteht aus zwei Teilen, wovon eine Gruppe ein Ziehwerk mit Hilfsmitteln für zunehmende Vorschubgeschwindigkeit und gleichzeitige Drehung und einen daran anschließenden Wärmeofen besitzt. Die zweite Gruppe der Vorrichtung enthält zwei übereinander gleichsinnig laufende Förderbahnen und eine an diese anschließende Abtrennvorrichtung, welche den endgültig gezogenen, verarbeiteten Strang in Stangen gewünschter Länge teilt.
- Man kann Glas, Kunstharz oder andere plastische Massen diesem Arbeitsgang unterwerfen. Die Zeichnung zeigt die Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel als Gesamtanordnung für die Durchführung des Verfahrens. Ein an einen Ofen i angeschlossenes Gestell 2 trägt ein Rohr oder eine Düse 3, welche geschmolzenes Glas in Form eines Stranges 4 führt. Der Strang wird in der Richtung des Pfeiles A mit zunehmender Geschwindigkeit weitergezogen und dabei gleichzeitig um seine Längsachse gedreht. Zu dem Zweck läuft er durch das Rohr 3, das seine Drehung von der Welle 5 über Zahnräder 6 und 7 erhält, wobei das Rad 6 auf der Welle 5 mittels einer Gabel 8, die auf einer Leitspindel 9 hin und her verschoben werden kann, den Weg des jeweiligen Verschiebens des Stranges mitmacht. Die Zunahme des Vorschubes wird erreicht mittels der Kegelräder io und ii, über welche ein Riemen läuft. Diese Verschiebung des Riemens wird von einer an sich bekannten Vorrichtung in Abhängigkeit vom Antrieb vorgenommen. Die Änderung der Vorschiebung kann auch in sonst bekannter Weise von der Antriebsseite durchgeführt werden. Der Ofen trägt oben einen Deckel 12.
- Der gezogene, gedrehte und dabei für leichteres Arbeiten gewärmte Strang 4 gelangt in die anschließende Führungs- und Teilvorrichtung.
- Diese besitzt ein endloses Band 13, das mit seinem oberen Trum über den Tisch 14 läuft. Ein zweites Band 15 ist über dem Band 13 angeordnet. Beide Bänder laufen im Bereich des Tisches im Sinne des Pfeiles B und führen den gestreckten mittels Zangen erfaßten und eingelegten Strang 4 zu einer Schere 16, welche von Hand oder mittels einer Betätigungsvorrichtung 17, die fallweise gleichzeitig die Bänder bewegt, angetrieben wird und den Strang in Stücke 18 von gewünschter Länge schneidet.
- Die Vorrichtung, welche den Strang streckt und dreht, wird ebenfalls von einerAntriebsmaschine i9 betätigt.
- Das Band 15 läßt sich um seine Längskante hochschwenken, wodurch der Strang bequemer in die Teilvorrichtung eingeführt werden kann.
- An die Teilvorrichtung schließt sich eine drehbare Trommel 2o, die außen am Mantel zur Trommelachse parallele Fächer 21 trägt und dadurch die abgeschnittenen Glasstangen 18 aufnimmt und während ihrer Drehung um die eigene Achse 22 in den unten angeordneten Behälter 23 weiterleitet. Die beiden Vorrichtungen, das ist die Streckvorrichtung und die Teilvorrichtung, laufen auf einem Gleis z5 und können demnach in ihrer Entfernung verschieden eingestellt werden, so daß man einen dickeren oder dünneren (schwächeren) Strang an der Schere erhalten kann. Die Aufnahmevorrichtung mit der Trommel 2o kann dabei ebenfalls auf dem Gleis mitlaufen. Ihr Antrieb erfolgt von dem Motor 24.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Stangen, Rohrstücken beliebiger Länge aus Glas oder anderen plastischen Werkstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff im plastischen Zustand als Strang gezogen, gedreht sowie gleichzeitig auf seine Schmelztemperatur gebracht und nachher gestückelt wird.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine den Strang aufnehmende, in seiner Bewegungsrichtung sich verschiebende, um die Längsachse drehbare Düse und einen an diese anschließenden Ofen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Transportbahn und einen an diese anschließenden Abschneideapparat.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet durch eine Drehtrommel, deren Achse parallel zur . Bewegungsrichtung des Stranges verläuft und durch außen am Trommelmantel parallel zur Drehachse verlaufende Fächer zur Aufnahme der jeweilig abgeschnittenen Stangen, welche beim Verdrehen der Trommel abwärts in einen Behälter fallen.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Streckvorrichtung als auch die Teilmaschinen oder eine der beiden auf einem Gleis o. dgl. verschiebbar angeordnet sind.
- 6. Vorrichtung nach den vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportbahn in ihrem über dem Strang liegenden Teil ein Förderband besitzt, das um seine zur Bewegungsrichtung des Stranges parallele Seitenkante verschwenkbar angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP18306A DE812349C (de) | 1948-10-15 | 1948-10-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stangen, Rohren u. dgl. aus Glas oder anderen Werkstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE812349C true DE812349C (de) | 1951-08-27 |
Family
ID=7366946
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP18306A Expired DE812349C (de) | 1948-10-15 | 1948-10-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stangen, Rohren u. dgl. aus Glas oder anderen Werkstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE812349C (de) |
-
1948
- 1948-10-15 DE DEP18306A patent/DE812349C/de not_active Expired
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