DEP0018306DA - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stangen, Rohren u. dgl. aus Glas oder anderen Werkstoffen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stangen, Rohren u. dgl. aus Glas oder anderen Werkstoffen

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Publication number
DEP0018306DA
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DE
Germany
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strand
drum
axis
cut
rods
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Rudolf Rieger
Original Assignee
Rieger, Rudolf, Oberhöchstadt, Taunus
Publication date

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Description

Λ Ρ P-
Deutsche Patentanmeldung ' '*" jl ?r
Rudolf Riege r,Oberhöchstadt i.Ts.,Altkönigstrasse 8
"Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stangen, Rohren und dergl. aus Glas oder anderen Werkstoffen"
Glasstangen, welche aus Ausgangstoff für die Herstellung von Knöpfen,Perlen und anderen Gegenständen verwendet werden, stellt man bis jetzt in der Weise her, daß ein Glasposten mittels einer Pfeife wulstartig ausgebildet, mit Hilfe von Zangen zu einem Strang gezogen und zuletzt in einzelne Stücke, sogenannte Stangen, geteilt wird ο Gegenüber diesem Verfahren wird erfindungsgemäß die Glasschmelze oder ein anderer plastischer Werkstoff zu einer Stange oder einem Rohr vorgeformt, in dieser Gestalt während seiner drehenden und zugleich verschiebenden Bewegung auf Schmelztemperatur oder in ihre Nähe gebracht, hierauf mittels Stangen erfaßt, weiter gezogen und schließlich in einzelne Stücke geschnitten. Die zu diesem Zwecke dienende Vorrichtung besteht aus zwei Teilen, wovon eine Gruppe ein Ziehwerk mit Hilfsmitteln für zunehmende Vorschubgeschwingigkeit und gleichzeitige Drehung und einen daran anschließenden Wärmeofen besitzt. Die zweite Gruppe der Vorrichtung enthält zwei übereinander gleichsinnig laufende Förderbahnen und eine an diese anschließende Abtrennvorrichtung, welche den endgültig gezogenen, verarbeitenden Strang in Stangen gewünschte Länge teilt. Man kann Glas, Kunstharz oder andere plastische Massen diesem Arbeitsgange unterwerfen.
Die beiliegende Zeichnung zeigt die Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel als Gesamtanordnung für die Durchführung des Verfahrens.
Ein an einen Ofen 1 angeschlossenes Gestell 2 trägt ein Rohr oder eine Düse 3, welche geschmoleanes Glas in Form eines Stranges 4 führt. Der Strang wird in der Richtung des Pfeiles A mit zunehmender Geschwindigkeit weiter gezogen und dabei gleichzeitig um seine Längsachse gedreht. Zu dem Zwecke läuft er durch das Rohr 3, dafr seine Drehung von der Welle 5 über Zahnräder 6 und 7 erhält, wobei das Rad 6 auf der Welle 5 mittels einer Gabel 8, die auf einer Leitspindel 9 hin-und her verschoben werden kann, den Weg des jeweiligen Verschiebens des Stranges mit<*-macht. Die Zunahme des Vorschubes wird erreicht mittels der Kegelräder Io und 11, über welche ein Riemen läuft« Diese Verschiebung des Riemens wird von einer an sich bekannten Vorrichtung in Abhängigkeit vom Antrieb vorgenommen. Die Änderung der Verschiebung kann auch in sonst bekannter Weise von der Antriebs-

Claims (1)

  1. seite durchgeführt werden. Der Ofen trägt oben einen Deckel 12. Der gezogene, gedrehte und dabei für leichteres Arbeiten gewärmte Strang 4 gelangt in die anschließende führungs-und Teilvorrichtung. Diese besitzt ein endloses Band 13? das mit seinem oberen Trum über den Tisch 14 läuft. Ein zweites Band 15 ist über dem Band 13 angeordnet w©a?ieHo Beide Bänder laufen im Bereich des Tisches im Sinne des Pfeiles B und führenden,gestreckten, mittels zangen erfaßten und ein-
    gelegten Strang 4 zu einer Schere 16, welche von Hand oder mittels einer Betätigungsvorrichtung 17, die fallweise gleichzeitig die Bänder bewegt, angetrieben wird und den Strang in Stücke 18 von gewünschter länge schneidet β
    Die Vorrichtung, welche den Strang streckt und dreht, wird ebenfalls von einer Antriebsmaschine 19 betätigt.
    Das Band 15 läßt sich um seine längskante hoch schwenken, wodiirch der Strang bequemer in die Teilvorrichtung eingeführt werden kann. An die Teilvorrichtung schließt sich eine drehbare Trommel 2o, die aussen am Maj±el zur Trmmmelachse parallele Fächer 21 trägt und da-OMTGh die abgeschnittene^G-lasstangen 18 ausnimmt und während ihrer Drehung um die eigene Achse 22 in den unten angeordneten Behälter weiter leitet.
    Die beiden Vorrichtungen d.i« die Streckvorrichtung und die Teilvorrichtung laufen auf einem G-eleise 25 und können demnach in ihre^ Entfernung verschieden eingestellt werden, so daß man einen dickeren oder dünneren(schwächeren) Strang an der Schere erhalten kann. Die Aufnahmevorrichtung mit der Trommel 2o kann dabei ebenfalls auf dem Gleise mitlaufen. Ihr Antrieb erfolgt von dem Motor 24. Patentansprüche
    I. Verfahren zur Herstellung von Stangen, Sohretücken beliebiger länge aus Glas oder anderen plastischen Werkstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Y/erkstoff im plastischen Zustand als Strang gezogen, gedreht, sowie gleichzeitig auf seine Schmelztemperatur gebracht und nachher gestückelt wird.
    2 ο Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, ge kennzeichnet durch eine den Strang aufnehmende in seiner Bewegungsrichtung sich verschiebende, um die längsachse drehbare Düse und einen an diese anschließenden Ofen.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eines Transpärtbaim und einen an diese anschließenden ATds clone i&e apparat.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet durch eine Drehtrommel, deren Achse parallel zur Bewegungsrichtung des Stranges verläuft und durch aussen am Irommelmantel parallel zur Drehachse verlaufende Fächer zur Aufnahme der jeweilig abgeschnittenen Stangen,
    welche beim Verdrehen der Trommel abwärts in einen Behälter fallen.
    5. Vorrichtung nach d:en Ansprüchen 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Streckvorrichtung als auch die Teilmaschine oder eine der beiden auf einem Geleise oder dergl. verschiebbar angeordnet sind ο
    6. Vorrichtung nach den vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportbahn in ihren^über dem Strang liegenden Teil ein Förderband besitzt, das um seine zur Bewegungsrichtung des Stranges parallele Seitenkante verschwenkbar angeordnet ist.
    Frankfurt/M.-Höchst,den 12.Oktober 1948
    Rudolf Rieger
    rert] Patentanwalt

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