DE811490C - Vorrichtung zum Zufuehren des schmelzfluessigen Giessgutes in die Giessform beim Stranggiessen - Google Patents
Vorrichtung zum Zufuehren des schmelzfluessigen Giessgutes in die Giessform beim StranggiessenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/10—Supplying or treating molten metal
- B22D11/106—Shielding the molten jet
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Description
- Vorrichtung zum Zuführen des schmelzflüssigen Gießgutes in die Gießform beim Stranggießen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen des schmelzflüssigen Gießgutes in die Gießform leim Stranggießen, insbesondere von metallischen \L'erkstoffen höheren Schmelzpunktes, wie ?Messing, Bronze, Kupfer, Eisen oder Stahl. Bekanntlich muß beim Stranggießen die Zuführung der Schmelze regelbar sein und mit großer Gleichmäßigkeit erfolgen. Es sind deshalb schon viele Vorrichtungen vorgeschlagen worden, die zum Teil eine willkürliche, teilweise aber auch eine selbsttätige Regelung des Zuflusses erlauben. Diese Regelung geschieht meist durch Veränderung des freien Querschnittes eines Zuführungsrohres.
- Für das absatzweise Stranggießen von Leichtmetallen hat sich eine sehr einfache Art der Zuführung bewährt, die darin besteht, daß der Schmelzofen durch regelbares Kippen in unbeheizte Rinnen entleert wird, die die Schmelze der Gießform zuführen. Auf diese Weise können jedoch nur Metalle oder Legierungen mit großem Wärmeinhalt stetig gegossen werden, weil sonst die Schmelze in den Rinnen zu stark abgekühlt oder sogar erstarren würde. Die vorgenannten verwickelteren Vorrichtungen mit einer selbsttätigen Regelung sind zu fein, als daß sie für Metalle mit hohem Schmelzpunkt, wie Eisen oder Stahl, angewandt werden könnten.
- Die Erfindung betrifft nun eine einfache Vorrichtung, die auch die geregelte Zuführung von Metallen mit hohen Schmelzpunkten zuläßt. Sie besteht im wesentlichen darin, daß zwischen Schmelzofen und Gießform ein dreh- und schwenkbares Gießgefäß angeordnet ist, von dem aus ein oder mehrere Gießrinnen 3 das Gießgut durch einen in der Auslauföffnung eingesetzten Einsatzring leiten.
- Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung hervor, in der an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel näher erläutert ist. In der Zeichnung zeigt Abb. i die Seitenansicht mit teilweisem Schnitt des Ausführungsbeispieles, Abb. 2 dieselbe Vorrichtung in Draufsicht.
- In den Abbildungen bedeutet i die Gießschnauze eines nicht dargestellten Schmelzofens, z. B. eines Niederfrequenzofens, aus dem das Gießgut durch Kippen des Ofens in das wärmeisolierte Gießgefäß 2 übertritt. Dieses ist so bemessen, daß das Gießgut während einiger Minuten aus dem Schmelzofen mit eingestellter Geschwindigkeit auch dann übertreten kann, wenn kein Abfluß in die Stranggießform stattfindet. Es weist eine seitliche Verlängerung auf, die die Gießrinde 3 darstellt. Gießgefäß 2 und Gießrinne 3 bilden also eine Einheit. Es ist vorteilhaft, wenn die Gesamtbreite der Rinne 3 nur einen Teil der Gießform 4 abdeckt, so daß letztere leicht zugänglich bleibt. Am Ende der Rinne 3 befindet sich die Auslauföffnung 5, in die ein leicht auswechselbarer Einsatz 6 eingesetzt ist, der zweckmäßig schmelzebeständig ist. Das unter der Auslauföffnung 5 angeordnete Schutzrohr 7 soll bei oxydationsempfindlichem Gießgut den Gießstrahl vor Oxydation schützen, während die Oxydation des flüssigen Gießkopfes 16 des in bekannter Weise über den Querschnitt erstarrten und durch den Tisch 14 absenkbaren Stranges 15 durch den auf der Gießform 4 angeordneten Ring 12 verhindert wird, aus dem z. B. Leuchtgas austritt und sich an dem flüssigen Gießkopf entzündet. Das Schutzrohr 7 kommt aber mit dem Gießstrahl selbst zweckmäßig nicht in Berührung. Das Gießgefäß 2 ist dreh- und schwenkbar gelagert" nämlich über das Kugelgelenk 8, das auf den Stützen 9, io ruht, so daß im gefüllten Zustand der der Gießform zunächst liegende Teil des Gefäßes 2 ein geringes übergewicht besitzt. An der Gießrinne 3 ist ein Handhebel i i befestigt, durch welchen die Rinne mit dem Gefäß 2 waagerecht und senkrecht um das Gelenk 8 geschwenkt werden kann. Die Menge der in der Zeiteinheit in die Gießform fließenden Schmelze ist in gewissen Grenzen schon durch die Wahl des Offnungsquerschnittes des Einsatzringes 6 festgelegt, eine Feinregelung von Hand ist jedoch weiterhin durch Heben und Senken der Rinne 3 möglich. Diese Feinregelung kann auch selbsttätig in bekannter Weise durch Gewichtsausgleich, Schwimmerregulierung usw. erfolgen. Der Schmelzzufluß kann durch Anheben des Gefäßes leicht und schnell unterbrochen werden, was insbesondere beim Vergießen kleinerer Mengen vorteilhaft ist. -In diesem Falle tritt das flüssige Gießgut aus dem Schmelzofen mit eingestellter Geschwindigkeit in das Gießgefäß 2 über, so daß an dem Ofen selbst nichts geregelt zu werden braucht. Durch stärkeres Anheben kann aber auch das Gefäß schnell nach rückwärts in bereitgestellte Pfannen entleert werden, so daß es sofort wieder zu einem neuen Gießvorgang, gegebenenfalls mit anderem Gießgut, benutzt werden kann, ohne daß das neue Gießgut darin einfriert oder von Resten des alten Gießgutes gereinigt werden muß.
- Das Gießgefäß 2 hat eine möglichst geringeWärmekapazität, und außerdem ist sein Form- und Fassungsvermögen den Abstrahlungsverhältnissen des zu vergießenden metallischen Werkstoffes möglichst angepaßt, so daß ein Bruchteil des Wärmeinhalts des in ihm enthaltenen Gießgutes genügt, das ganze Gefäß auf die Temperatur des zu vergießenden Werkstoffes aufzuheizen. Gleichzeitig ist aber auch die abstrahlende Fläche des Gießgutes so klein gehalten, daß selbst höher schmelzende Metalle und Metallegierungen nicht mehr in der Zuführungsvorrichtung einfrieren, die trotzdem leicht zugänglich und übersichtlich ist.
- Natürlich kann das Gießgefäß 2 statt mit nur einer Rinne 3 auch mit mehreren solchen Rinnen ausgestattet sein, so daß man mit ihm mehrere Stränge gleichzeitig gießen kann.
- Es ist zweckmäßig, die Höhe der Gießrinne mindestens doppelt so groß zu halten wie ihre Breite.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Zuführen des schmelzflüssigen Gießgutes in die Gießform beim Stranggießen, insbesondere von metallischen Werkstoffen höheren Schmelzpunktes, wie Messing, Bronze, Kupfer, Eisen oder Stahl, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Schmelzofen und Gießform ein dreh- und schwenkbares Gießgefäß (2) angeordnet ist, von dem aus eine. oder mehrere Gießrinnen (3) das Gießgut durch einen in der Auslauföffnung (5) eingesetzten Einsatzring (6) leiten, der gegebenenfalls von einem Schutzrohr (7) umgeben ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gießgefäß (2) mit der Gießrinne (3) eine bauliche Einheit bildet und durch Hebel (ii) heb- und senkbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Gießrinne (3) mindestens doppelt so groß ist wie ihre Breite.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW1330D DE811490C (de) | 1945-03-09 | 1945-03-09 | Vorrichtung zum Zufuehren des schmelzfluessigen Giessgutes in die Giessform beim Stranggiessen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEW1330D DE811490C (de) | 1945-03-09 | 1945-03-09 | Vorrichtung zum Zufuehren des schmelzfluessigen Giessgutes in die Giessform beim Stranggiessen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE811490C true DE811490C (de) | 1951-08-20 |
Family
ID=7591186
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEW1330D Expired DE811490C (de) | 1945-03-09 | 1945-03-09 | Vorrichtung zum Zufuehren des schmelzfluessigen Giessgutes in die Giessform beim Stranggiessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE811490C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1120642B (de) * | 1958-11-12 | 1961-12-28 | Rheinstahl Eisenwerke Gelsenki | Kippbare Staurinne zum Zufuehren und Verteilen des Giesswerkstoffes beim Stranggiessen |
| FR2281186A2 (fr) * | 1974-08-05 | 1976-03-05 | Buhrer Erwin | Cuve de passage pour la coulee dans un moule |
| DE2908711A1 (de) * | 1978-03-08 | 1979-09-13 | Voest Ag | Einrichtung an einer stranggiessanlage |
-
1945
- 1945-03-09 DE DEW1330D patent/DE811490C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1120642B (de) * | 1958-11-12 | 1961-12-28 | Rheinstahl Eisenwerke Gelsenki | Kippbare Staurinne zum Zufuehren und Verteilen des Giesswerkstoffes beim Stranggiessen |
| FR2281186A2 (fr) * | 1974-08-05 | 1976-03-05 | Buhrer Erwin | Cuve de passage pour la coulee dans un moule |
| DE2908711A1 (de) * | 1978-03-08 | 1979-09-13 | Voest Ag | Einrichtung an einer stranggiessanlage |
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