DE2811546A1 - Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen giessen von stahl - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen giessen von stahl

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DE2811546A1 DE19782811546 DE2811546A DE2811546A1 DE 2811546 A1 DE2811546 A1 DE 2811546A1 DE 19782811546 DE19782811546 DE 19782811546 DE 2811546 A DE2811546 A DE 2811546A DE 2811546 A1 DE2811546 A1 DE 2811546A1
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Yoshiharu Fukushima
Tsuneaki Kobayashi
Hajime Nashiwa
Masashi Takano
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Sumitomo Metal Industries Ltd
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    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D41/00Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like
    • B22D41/14Closures
    • B22D41/22Closures sliding-gate type, i.e. having a fixed plate and a movable plate in sliding contact with each other for selective registry of their openings
    • B22D41/42Features relating to gas injection
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    • B22D41/00Casting melt-holding vessels, e.g. ladles, tundishes, cups or the like
    • B22D41/50Pouring-nozzles
    • B22D41/58Pouring-nozzles with gas injecting means

Description

ρ,^,Λβ NeueTeL-Nr. n^/??n^i
Bin: M -ι η r. h f. η 2 2 ■ Steinsdorfstraße 21 - 22 · Telefon 089 / 29 84 62
SUMITOMO METAL INDUSTRIES, LTD., 5-chome, Kitahamaj Higashi-ku, Osaka / JAPAN
Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Gießen von Stahl
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Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Gießen von Stahl
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Gießen von Stahl und insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zum automatischen und betriebssicheren Öffnen einer verschiebbaren Düse, welche am Boden eines Behälters vorgesehen ist und welche die Flotation innerer Einschlüsse im geschmolzenen Stahl fördert.
Beim Gießen von geschmolzenem Stahl aus einer Gießpfanne in einen Trichter wird bei einer herkömmlichen Vorrichtung zum kontinuierlichen Gießen,während der geschmolzene Stahl in den Trichter fortlaufend aus der Gießpfanne eingegossen wird, Schlacke, welche auf der Oberfläche des geschmolzenen Stahls im Trichter schwimmt, häufig in den geschmolzenen Stahl gezogen, was aufgrund des geschmolzenen Stahlstromes, der aus der Gießpfanne strömt, geschieht. Es kann dann vorkommen, daß die Schlacke im geschmolzenen Stahl verbleibt, welcher anschließend beispielsweise zu einer Platine verarbeitet wird. Es können dann in der Oberfläche der Platine Schlackenflecke entstehen.
Demzufolge war es bisher notwendig, ein Rohr mit einer bestimmten
des Trichters Länge aus beispielsweise rostfreiem Stahl am Ausgußjvorzusehen, so daß verhindert wurde, daß der geschmolzene Stahl, welcher bei Beginn des Arbeitsablaufes in den Trichter durch den Stahlpfannenausguß gelangte, sofort in die Gußform geflossen ist. Es wurde dadurch erzielt, daß der geschmolzene Stahl zunächst im Trichter zurückgehalten wurde, bis das Rohr geschmolzen war. Bei diesem herkömmlichen Verfahren, welches ein Rohr aus rostfreiem Stahl verwendet ,hängt die Zeit, welche man benötigte bis der geschmolzene
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Stahl in die Gußform einfloß, von der Zeit ab, welche zum Schmelzen des Rohres notwendig und daher nicht so ohne weiteres festgelegt war. Demzufolge war die Tiefe der Stahlschmelze in dem Trichter unterschiedlich und betrug beispielsweise 150 mm bis 300 mm.
Untersuchungen haben gezeigt, daß zwischen der Tiefe der Stahlschmelze im Trichter und der Anzahl der Schlackenflecke, welche sich auf der Oberfläche von Platinen bilden, in Beziehung miteinander gebracht werden können. Die Anzahl der Schlackenflecke auf der Oberfläche der Platinen ist groß, wenn die Tiefe der Stahlschmelze im Trichter 300 mm oder weniger beträgt. Die Anzahl der Schlackenflecke kann jedoch stark reduziert werden, wenn die Tiefe der Stahlschmelze 400 mm oder mehr beträgt.
Ein Trichter, welcher beim kontinuierlichen Stahlgießen zur Anwendung kommt, besitzt an seinem Boden eine verschiebbare Ausgußanordnung. Die verschiebbare Ausgußanordnung besitzt einen oberen Ausguß, welcher der Bodenöffnung des Trichters entspricht, einen unteren Ausguß, der der Öffnung des oberen Ausgußes entspricht ein Gleitstück, welches zwischen dem oberen und dem unteren Ausguß verschiebbar ist und einen Rahmen, welcher den oberen und den unteren Ausguß trägt.
Beim kontinuierlichen Gießen, bei welchem eine derartige Ausgußanordnung verwendet wird, hat man bisher bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen, bevor man mit dem Gießen des Stahls begonnen hat. Diese Maßnahmen dienten zur Verhinderung der Verfestigung des zu gießenden geschmolzenen Stahls an den Ausgußwänden, um ein Anfüllen des oberen Ausgußes von seinem unteren zu seinem oberen Ende hin mit Stoffen, wie beispielsweise Silicasand, Graphitpulver und/oder Chrompulver zu verhindern. Auch sollte dabei die Entstehung
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einer Abdeckung aus Stahl am oberen Teil der Öffnung des oberen Ausgußes vermieden werden. Diese Vorsichtsmaßnahmen benötigten jedoch einen relativ hohen Zeit- und Arbeitsaufwand. Darüberhinaus sind diese Vorsichtsmaßnahmen nicht allzu erfolgreich und die Einstellung der Öffnungszeiten der verschiebbaren Ausgußanordnung ist schwierig.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Gießen von Stahl zu schaffen, bei dem es vermieden wird, daß innere Einschlüsse in der Stahlschmelze beim Gießen aus dem Gießtrichter in die Gießform vermieden werden, wobei die Schlacke und andere Stoffe, welche innere Einschlüsse bilden können, in der Stahlschmelze, die aus der Gießpfanne in den Gießtrichter eingegossen ist, nach oben schwimmen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird auf die Merkmale des Anspruches 1 verwiesen, wobei in den Unteransprüchen Ausgestaltungen der Erfindung angegeben sind.
Insofern kommt bei der Erfindung ein Gießtrichter beim kontinuierlichen Gießen zur Anwendung, welcher an seinem Boden mit einem verschiebbaren Ausguß versehen ist. Die Handhabung der Ausgußöffnung wird betriebssicher durchgeführt und das Schwimmen von inneren Einschlüssen in der Stahlschmelze wird unterstützt, indem die Tiefe der Stahlschmelze im Gießtrichter bei 400 mm und mehr gehalten wird, daß die Zeit, welche zum Öffnendes verschiebbaren Ausgußes dient, auf 1,5 see oder weniger bemessen ist und inertes Gas durch bzw. unmittelbar neben der Öffnung des Ausgusses in die Stahlschmelze eingebracht wird.
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Ein Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß ein automatisches und betriebssicheres Öffnen der mit einem Schieber versehenen Ausgußanordnung, welche verwendet wird, möglich ist.
Beim Verfahren und bei der Vorrichtung der Erfindung wird die Tiefe der Stahlschmelze größer bemessen als dies bei herkömmlichen Verfahren und Vorrichtungen der Fall war. Insbesondere wird die Tiefe konstant auf 400 mm oder höher bemessen. Dadurch wird erzielt, daß die Schlacke, welche in die Stahlschmelze beim Eingießen nach unten gezogen wird, ausreichend Zeit hat, nach oben zur Oberfläche der Stahlschmelze im Gießtrichter zu schwimmen. Dadurch wird vermieden, daß die Schlacke und andere nach unten gezogene Stoffe in die Gießform gebracht werden. Ein inertes Gas wird in Form von Bläschen in die Stahlschmelze in Gießtrichter von der verschiebbaren Ausgußanordnung her ,die am Boden des Gießtrichters vorgesehen ist, eingebracht. Auf diese Weise wird verhindert, daß in der Stahlschmelze vorhandene Schlacke zum Boden des Gießtrichters hin gezogen wird. Außerdem wird dabei erzielt, daß die Schlacke zur Oberfläche der Stahlschmelze hin schwimmt. Man erzielt dabei eine reine Stahlschmelze, welche in die Gießform eingebracht wird. Die verschiebbare Ausgußanordnung gemäß der Erfindung enthält einen oberen Ausgußteil, der der Bodenöffnung des Gießtrichters entspricht, eine Befestigungsplatte für den oberen Ausgußteil, einen unteren Ausgußteil, der der Öffnung des oberen Ausgußteils entspricht und einen Schieber, welcher horizontal zwischen der Befestigungsplatte für den oberen Ausgußteil und den unteren Ausgußteil verschiebbar ist. Außerdem kann ein permeables feuerfestes Material an der Wand der Öffnung der Befestigungsplatte für den oberen Ausgußteil vorgesehen sein. Ein feuerfestes permeables Material kann außerdem in einem geeigneten Teil des Schiebers so vorgesehen sein, so daß der Durchlaß für die Stahlschmelze gestoppt ist und eine Zuleitung für ein inertes Gas
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mit den vorstehend erwähnten permeablen feuerfesten Materialien verbunden ist. Der Schieber kann so aufgebaut sein, daß die Öffnungszeit auf 1,5 see oder kurzer bemessen werden kann.
In den beiliegenden Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Anhand dieser Figuren soll die Erfindung noch näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Form ein Schnittbild eines Aus
führungsbeispiels einer Vorrichtung zum kontinuierlichen Gießen,
Fig. 2 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
der Tiefe der Stahlschmelze im Gießtrichter und der Anzahl der Schlackenflecke auf einer Flächeneinheit der Oberfläche einer hergestellten Platine,
Fig. 3 eine vergrößerte schnittbildliche Darstellung der
verschiebbaren Ausgußanordnung in der Fig. 1, wobei der geschlossene Zustand der Ausgußanordnung dargestellt ist und
Fig. 4 eine ähnliche Darstellung wie in Fig. 3, wobei je
doch die Ausgußanordnung geöffnet ist.
Anhand eines Ausführungsbeispiels wird im einzelnen ein kontinuierliches Gießverfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens gemäß der Erfindung im einzelnen beschrieben. In der Fig. 1 ist schematisch eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Gießen als Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Eine Stahlschmelze, welche in einer Gießpfanne 1 vorhanden ist, wird in einen Gieß-
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trichter 2 gegossen. Am Boden des Gießtrichters 2 ist eine Öffnung 21 vorgesehen, von der aus durch eine verschiebbare Ausgußanordnung 3 die Stahlschmelze in eine Gießform 4 gebracht wird.
Bei Durchführung der Erfindung ist die Tiefe der Schmelze im Gießtrichter 2 größer bemessen als dies bisher der Fall war. Die TiefeH der Stahlschmelze im Gießtrichter 2 wird ständig auf 400 mm oder größer bemessen und bei dieser Höhe gehalten. Ein inertes Gas, beispielsweise Argon, wird in die Schmelze, die sich im Gießtrichter 2 befindet, von der verschiebbaren Ausgußanordnung 3 her eingeblasen. Dies wird unten noch im einzelnen näher beschrieben.
Bei der Erfindung wird die Tiefe H der Stahlschmelze im Gießtrichter bei 400 mm oder darüber gehalten. Auf diese Weise wird verhindert, daß Schlacke, welche in die Stahlschmelze beim Einfließen der Stahlschmelze aus der Gießpfanne nach unten gezogen wird, im Innern der Schmelze verbleibt. Das in die Schmelze eingeblasene inerte Gas, beispielsweise Argon, fließt in Form von Bläschen nach oben, so daß auch innere Einschlüsse in der Schmelze nach oben fließen. Die Anzahl von Schlackenflecken auf der Oberfläche von kontinuierlich gegossenen Platinen ist beträchtlich verringert. Dies resultiert aus der erhöhten Tiefe der Stahlschmelze imGießtrichter und dem Einblasen der Gasbläschen aus inertem Gas in die Stahlschmelze.
Beim Durchführen von Versuchen beim kontinuierlichen Stahlgießen wurde AISI TYPE 304-Stahl verwendet. Im Gießtrichter wurden verschiedene Tiefender Stahlschmelze eingestellt und beibehalten. Es handelte sich um folgende Tiefen der Stahlschmelze: 100 mm, 200 mm, 300 mm, 400 mm, 500 mm und 600 mm. Bei jedem Versuch wurde entweder Argongas verwendet, das eingeblasen wurde und wodurch ein erheblicher Effekt erzielt wurde, wie
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aus der Fig. 2 zu ersehen ist und es wurden Versuche ohne Argongas durchgeführt. Die Anzahl der Schlackenflecke, welche durch innere Einschlüsse hervorgerufen wurden, wurde bei einer Größe von 50 μτη oder
größer auf einem Flächenbereich (10 m) auf der Oberfläche einer hergestellten Platine in Abhängigkeit von der Tiefe der Stahlschmelze gemessen. Außerdem ist die Wirkung des Argongases im Diagramm dargestellt. In der Fig. 2 bedeutet die Kurve A die Beziehung zwischen den beiden oben genannten Faktoren, wobei kein Argongas eingeblasen wurde. Die Kurve B gibt die Versuche wieder, welche unter Einblasen von Argongas mit einem Druck von 3 atm und einer Geschwindigkeit von 10 Nl/hr von der verschiebbaren Ausgußanordnung 3 her eingeblasen wurde.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, besteht ein deutlicher Unterschied zwischen der Kurve A und der Kurve B. Die beiden Kurvenverläufe besitzen bei der Tiefe 400 mm für die Stahlschmelze im Gießtrichter einen deutlichen Knick. Aus der Fig. 2 ist zu ersehen, daß die Anzahl der inneren Einschlüsse in der Stahlschmelze erheblich verringert werden können, wenn beim Gießen die Tiefe der Stahlschmelze im Gießtrichter auf 400 mm oder höher bemessen wird. Insofern kann man die Anzahl der Schlackenflecken auf der Oberfläche von Platinen erheblich reduzieren, wobei das Einblasen von inertem Gas in Bläschenform in die Stahlschmelze des Gießtrichters diesen Effekt noch unterstützt.
Eine Ausführungsform der verschiebbaren Ausgußanordnung, welche bei der Erfindung zur Anwendung kommen kann, ist im einzelnen in den Fig. 3 und 4 gezeigt. Die verschiebbare Ausgußanordnung 3 ist in der Öffnung 21 des Bodens des Gießtrichters 2 angeordnet. Die verschiebbare Ausgußanordnung 3 enthält im wesentlichen einen oberen Ausgußteil 31 und eine Befestigungsplatte 32 für den oberen
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Ausgußteii. Außerdem besitzt die Anordnung einen Schieber 33 sowie einen unteren Ausgußteil 34. Ferner ist eine Zuleitung 35 für ein inertes Gas sowie eine Antriebseinrichtung 36 für den Schieber vorgesehen (siehe auch Fig. 1).
Ziegelsteine 22 sind in der Öffnung 21 des Gießtrichters 2 vorgesehen. Der obere Ausgußteil 31 ist an der Innenwand der Ziegel 22 bzw. der Ziegelauskleidung vorgesehen. Der obere Ausgußteii 31 wird an seinem unteren Teil durch die Befestigungsplatte 32 gestützt. Der Schieber 33 ist horizontal verschiebbar zwischen der Befestigungsplatte 32 und dem unteren Ausgußteil 34 angeordnet. Der untere Ausgußteil ist mit Hilfe eines Rahmens 37 (siehe Fig. 1) am Boden des Gießtrichters befestigt. Das untere Ende des unteren Ausgußteils ist in die Gießform 4, wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, eingesteckt.
Die Antriebseinrichtung 36 für den Schieber ist, wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, am Boden des Gießtrichters 2 mit Hilfe des Rahmens befestigt. Zwischen dem Gießtrichter und der Antriebseinrichtung ist ein wärme isolierender Aufbau vorgesehen. Die Antriebseinrichtung ist mit einem Ende des Schiebers 33 verbunden. Als Antriebseinrichtung kann ein Flüssigkeitszylinder oder ein Elektromotor verwendet werden. Ein Hydraulikzylinder ist am besten geeignet als Antriebseinrichtung 36 für den Schieber.
Fermeables hitzebeständiges Material 312 und 322, beispielsweise poröse Ziegel sind an den Innenwänden von Öffnungen 311 und 321 des oberen Ausgußteils und der Befestigungsplatte 32 vorgesehen. Ein ähnliches permeables hitzebeständiges Material 332 ist in einem geeigneten Teil des Schiebers 33 neben einer Öffnung 331 im Schieber eingebettet. Das permeable hitzebeständige Material 332 besitzt eine derartige Ausdehnung und Lage, daß die Öffnung 321 der Befestigungs-
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platte 32 für den oberen Ausgußteil versperrt werden kann, wenn der Schieber 33 in der in der Fig. 3 gezeigten Schließstellung sich befindet.
Die Zuleitung 35 für das inerte Gas ist an die permeablen hitzebeständigen Materialien 312, 322 und 323 angeschlossen. Auf diese Weise kann beispielsweise Argongas bei einem Druck von 3 at m und mit einer Fließgeschwindigkeit von beispielsweise 10 Nl/hr in diese hitzebeständigen Materialien geliefert werden.
Wenn der Schieber 33 in seiner geöffneten Stellung sich befindet, wie in der Fig. 4 dargestellt, sind alle Öffnungen der verschiebbaren Ausgußanordnung 3 miteinander in Verbindung und zueinander ausgerichtet, so daß ein Durchlaßkanal für die Stahlschmelze gebildet wird.
Im folgenden soll die Betriebsweise der verschiebbaren bzw. verstellbaren Ausgußanordnung, welche bei der Erfindung zur Anwendung kommt, im einzelnen beschrieben werden.
Zunächst wird die Stahlschmelze aus der Gießpfanne 1 in den Gießtrichter 2 gegossen. Der Schieber 3 befindet sich dabei in seiner geschlossenen Stellung, die aus der Fig. 3 zu ersehen ist. Dabei wird ein inertes Gas in die Zuleitungen 35 geliefert. Das Gas dringt in die hitzebeständigen Materialien 312, 322, 332 durch rundum laufende Kanäle 313, 323 und 333, welche in die hitzebeständigen Materialien eingeformt sind, ein. Das Gas dringt durch die Poren der hitzebeständigen Materialien und wird in die Stahlschmelze, welche sich im Gießtrichter befindet, eingebracht. Dies erfolgt von den inneren Umfangsflächen der Öffnungen 311 und 321, sowie von der oberen und unteren Oberfläche des hitzebeständigen Materials 332. Das Gas,
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welches in die Stahlschmelze im Gießzylinder eingebracht wird, schwimmt heftig sprudelnd in Form von Blasen nach oben.
Die Stahlschmelze in der Nachbarschaft der Öffnung 21 des Gießtrichters und der Öffnungen 311 und 321 des Ausgußes unterlagen bisher bei bekannten Anordnungen der Gefahr des Wärmeentzugs und der Verfestigung. Dadurch daß bei der Erfindung jedoch inertes Gas in die Stahlschmelze eingeblasen wird, wird diese Gefahr behoben. Sollte sich eine dünne Verfestigungsschale in der Nähe einer der Öffnungen bilden, so wird diese durch die heftig nach oben sich bewegenden Gasblasen zerstört. Außerdem verhindert frischer geschmolzener Stahl mit hoher Temperatur aus der Nachbarschaft, der hinzutritt, eine weitere Verfestigung.
Die heftige nach oben gerichtete Bewegung der Gasblasen bewirkt zwei Effekte. Zum einen wird eine Verfestigung der Gasschmelze im Gießtrichter verhindert und zum anderen wird ein nach oben Schwimmen innerer Einschlüsse erzielt.
Beim Öffnen der verstellbaren Ausgußanordnung 3 wird die Antriebseinrichtung 36 für den Schieber betätigt, so daß der Schieber 33 beispielsweise in den Figuren nach links verschoben wird, so daß er die in der Fig. 4 dargestellte Stellung einnimmt. Der Durchlaßkanal für die Stahlschmelze im Gießtrichter ist nun geöffnet, so daß die Stahlschmelze in die Gießform 4 einströmen kann. Dabei wird die Zufuhr von inertem Gas zu der Leitung 35, welche mit dem hitzebeständigen Material des Schiebers 33 verbunden ist, fortgesetzt oder nicht. Die Zufuhr an inertem Gas zu den Zuleitungen 35, welche mit den hitzebeständigen Materialien 312 und 322 verbunden sind, wird weiterhin fortgesetzt. Auf diese Weise gewinnt man eine heftige nach oben gerichtete Strömung von Gasblasen in der Stahlschmelze, so daß nur noch eine
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äußerst geringe Möglichkeit vorhanden ist, daß innere Einschlüsse mit der Stahlschmelze in die Gießform gelangen.
Die Zeitperiode, welche man benötigt, um den Schieber 33 aus der Schließsteltang (Fig. 3) in die geöffnete Stellung (Fig. 4) ist auf 1,5 see oder kürzer bemessen. Hierzu eignet sich insbesondere ein hydraulischer Zylinder, um den Schieber anzutreiben.
Die Zeitdauer, während welcher der Schieber 33 aus der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung sich bewegt, ist festgelegt durch folgende Formel:
Ls Vc
= 1.5 (sec)
Dabei bedeuten L die Länge (mm) des Kolbenhubs und V die Geschwindigkeit (mm/s) des Kolbens, Das Qffnungsverhäitnis (Prozent angabe der vollen Öffnung ohne jegliche Verstopfung) der Ausgußöffnung betrug 100 %, wenn L = 60 mm und V = 40 mm/s. Dieses nungsverhältnis blieb unverändert bei Erhöhung von V . Das Verhältnis verringerte sich jedoch bei Verringerung des Wertes für V
Hieraus ergibt sich, daß das Verhältnis von L : V bevorzugt 1,5
S C
oder geringer bemessen wird.
Außerdem haben Messungen ergeben, daß der Grad der Verfestigung der Stahlschmelze im Gießtrichter in Abhängigkeit von der Zeit äußerst langsam fortschreitet für die ersten 1,5 see. Nach 1,5 see steigt jedoch die Verfestigungskurve scharf nach oben hin an.
Insofern verwendet man bei der Erfindung bei der Durchführung des kontinuierlichen Stahlgießens eine verstellbare Ausgußanordnung, bei der inertes Gas kontinuierlich in.die Stahlschmelze des Gießtrichters
It,-
eingeblasen werden kann, wobei dieses Einblasen auch dann erfolgt, wenn die Ausgußöffnung geschlossen ist. Das Einblasen kann durch permeable hitzebeständige Ziegel erfolgen. Der Schieber wird aus der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung während einer Zeitdauer von 1,5 sec oder kürzer gebracht.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß durch die Erfindung eine Reihe von Vorteilen erzielt wird. Beispielsweise werden innere Einschlüsse in der im Gießtrichter befindlichen Stahlschmelze zum nach oben Schwimmen an die Oberfläche der Stahlschmelze gebracht. Das Öffnungsverhältnis der Ausgußanordnung ist beträchtlich erhöht. Verschiedene Materialien, welche bisher in die Ausgußöffnung eingefüllt werden mußten bevor mit dem Stahlgießen begonnen werden konnte, werden überflüssig. Die Zeitdauer für das rasche Öffnen des Ausgußes kann gesteuert werden. Verschiedene Instandhaltungsarbeiten, wie beispielsweise das Ersetzen von zerstörten Ziegeln, kann leicht durchgeführt werden. Das Gießen der Stahlschmelze kann daher äußerst wirkungsvoll bei der Erfindung durchgeführt werden.
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Claims (2)

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1. Verfahren zum kontinuierlichen Gießen von Stahl, bei dem die Stahlschmelze aus einer Gießpfanne in einen Gießtrichter und von dort durch einen Ausguß im Boden des Gießtrichters in Gießformen gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Stahlschmelze im Gießtrichter auf 400 mm oder höher eingestellt und gehalten wird, wobei sowohl bei geschlossenem als auch bei geöffentem Ausguß des Gießtrichters inertes Gas im Bereich des Ausgußes in die im Gießtrichter befindliche Gasschmelze eingeblasen wird und daß zum Einbringen der Stahlschmelze in die Gießform der Ausguß innerhalb einer Zeitperiode von 1,5 see und kurzer geöffent wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als inertes Gas Argongas mit einem Druck von 3 atm und einer Strömungsgeschwindigkeit von 10 Nl/hr in die Gasschmelze eingeblasen wird.
3. Vorrichtung zum kontinuierlichen Gießen von Stahl zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gießtrichter (2) eine Tiefe von 400 mm oder mehr aufweist und daß der Ausguß (3) mit permeablem hitzebeständigen Material zumindest teilweise ausgekleidet ist, an welches Zuleitungen (35) für ein inertes Gas angeschlossen sind und daß der Ausguß innerhalb einer Zeitperiode von 1,5 see oder kurzer geöffnet werden kann.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einem Schieber (33) ausgestattete Ausguß (3) folgende Merkmale aufweist:
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Einen oberen Ausgußteil (31), dessen Innenwand mit dem permeablen hitzebeständigen Material ausgekleidet ist,
eine Befestigungsplatte (32) für den oberen Ausgußteil, auf der der obere Ausgußteil mit seiner Grundfläche aufsitzt und die eine Öffnung aufweist, deren Innenwand mit einem permeablen hitzebeständigen Material (322) ausgekleidet ist,
einen unteren Ausgußteil (34), dessen unteres Ende in die Gießform ragt,
der Schieber (33) ist zwischen der Befestigungsplatte (32) für den oberen Ausgußteil und den unteren Ausgußteil (34) horizontal verschiebbar angeordnet und besitzt einen permeablen hitzebeständigen Teil (332), der in Schließstellung mit der Öffnung des Ausgußes ausgerichtet ist und
der Schieber (33) besitzt außerdem eine Öffnung (331) und ist zwischen einer Schließstellung, bei der der permeable Schieberteil (332) mit der Ausgußöffnung ausgerichtet ist,und einer geöffneten Stellung, bei der die Öffnung (331) mit der Öffnung des Ausgußes ausgerichtet ist, verschiebbar.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der permaeble hitzebeständige Schieberteil (332) an eine Zuleitung (35) für inertes Gas angeschlossen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Antrieb (36) für den Schieber (33) ein Hydraulikzylinder vorgesehen ist.
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7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub (mm) und die Geschwindigkeit (mm/s) des Zylinderkolbens folgende Beziehung erfüllen:
—^— =1.5 (see)
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolbenhub L 60 mm und die Kolbengeschwindigkeit V 40 mm/s betragen.
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