DE808205C - Spielgewehr - Google Patents
SpielgewehrInfo
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Classifications
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- F41—WEAPONS
- F41B—WEAPONS FOR PROJECTING MISSILES WITHOUT USE OF EXPLOSIVE OR COMBUSTIBLE PROPELLANT CHARGE; WEAPONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- F41B11/642—Compressed-gas guns, e.g. air guns; Steam guns characterised by the supply of compressed gas having a piston effecting a compressor stroke during the firing of each shot the piston being spring operated
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- F41A21/00—Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
- F41A21/10—Insert barrels, i.e. barrels for firing reduced calibre ammunition and being mounted within the normal barrels
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Description
- Spielgewehr Das nachfolgend beschriebene Kinderspielgewehr stellt insofern eine Neuerung dar, als mit diesem sowohl mit Korkpfropfen oder Gummipfropfen u. dgl. als auch mit Bolzen oder Bleikugeln u. dgl. geschossen werden kann. Zu diesem Zweck hat die Neuerung einen Vorstecklauf vorgesehen, der auf oder in den Lauf bzw. Luftzylinder des bereits bekannten Kinderkorkgewehrs gesteckt wird. Das hintere Ende des inneren Laufröhrchens des Vorstecklaufs ragt aus der Ummantelung heraus, um die Möglichkeit zu geben, aus Kartoffelscheiben u. dgl. Pfropfen auszustechen, mit denen ebenfalls geschossen werden kann.
- Der Vorteil gegenüber dem Bekannten besteht darin, daß wahlweise entweder mit Korken oder mit Bolzen und Kugeln oder auch Ausstechpfropfen geschossen werden kann.
- Eine weitere Neuerung ist die Art der Spannung der den Luftkompressionsdruck erzeugenden Kolben-Feder. Bei den bekannten Korkgewehren wird die Kolbenfeder direkt, also ohne jegliche Übersetzung gespannt. Die Neukonstruktion sieht zur Erleichterung des Spannens einen Spannhebel mit Übersetzung vor. Neu ist hierbei für alle Arten von Federgewehren, also für Korkgewehre sowie für Bolzen- oder Kugelgewehre, daß der Spannhebel beim Spannen des Gewehrs seitlich des Luftzylinders bzw. Laufs ausgeschwenkt wird und dieser während des Spannvorgangs derart gesichert ist, daß ein Zurückschlagen desselben beim Nachlassen des Handspanndrucks oder bei Betätigung des Abzugs verhindert wird und die Sicherung erst dann aufgehoben ist, wenn die Spannelemente in die Ausgangsstellung zurückgebracht sind. Der Vorteil gegenüber den bekannten Korkgewehren mit direkter Spannung ist der, daß i. mit Hebelübersetzung gespannt und dadurch Spannerleichterung erzielt wird, die Spannelemente sind dabei gesichert, und 2., daß alle bei der Entspannung der Kolbenfeder vorschnellenden Teile innerhalb des Gewehrs, also gedeckt liegen. Prellungen und Verletzungen durch vorschnellende Teile beim Schießen sind dadurch ausgeschlossen.
- Gegenüber den bekannten Bolzen- und Kugelgewehren bestehen bei der Neuerung die Vorteile, daß i. durch die Anordnung des seitlichen Ausschwenkens des Spannhebels die Hebelübersetzung beliebig groß gewählt werden kann, da räumliche Begrenzungen nicht beachtet zu werden brauchen. Die aufzuwendende Spannkraft wird somit möglichst gering gehalten, 2. daß die Spannelemente während des Spannens des Gewehrs nicht zurückschlagen können und dadurch Verletzungen vermieden werden.
- In der Zeichnung stellt Fig. i einen Längsschnitt durch das gespannte und entsicherte Gewehr dar (entspannte Stellung gestrichelt angedeutet); in Fig. 2 ist das vordere Ende des Kompressionszylinders mit dem vorgesteckten Lauf zum Schießen mit Bolzen und Kugeln im Längsschnitt sichtbar; Fig. 3 ist ein Längsschnitt (Querlage) durch die Spannelemente des Gewehrs; in Fig. 4 sind die Sicherungsteile in vergrößertem Maß sichtbar; das Gewehr ist hierbei gespannt und gesichert. Die Kolbenstange ist weggelassen, um die Sicherungsteile sichtbar zu machen; Fig. 5, 6 und 7 sind Querschnitte hierzu; Fig. 8 zeigt ebenfalls die Sicherungsteile in schußbereitem Zustand des Gewehrs. Auch hierbei ist die Kolbenstange nicht sichtbar; Fig. 9 ist ein Querschnitt zu Fig. B.
- Mit dem Lauf bzw. Luftzylinder i ist ein Ring 2 fest verbunden. Gegen diesen Ring 2 stützt sich die Kolbenfeder 3, welche mit ihrem geraden, axial verlaufenden hinteren Ende 3- (Fig. 4) durch einen Schlitz 2a des Ringes 2 hindurchgreift. Dieser Schlitz 2 a ist in der Breite des Federdrahtdurchmessers gehalten und erweitert sich gegen das Federende, um für dessen Federung Bewegungsfreiheit zu geben. An der Kolbenstange ¢ sind am vorderen Ende die Kolbendichtung 5 und eine Unterlegscheibe 5 a aufgenietet und am hinteren Ende eine Rastscheibe 6 zwischen zwei Muttern 7 und 8 aufgeschraubt. Die Rastscheibe 6 ist durch einen Ansatz 6b in einem Schlitz i b des Rohrs i längs geführt.' Der Abzughaken 9 hält den Kolben in Spannstellung und ist zusammen mit dem Abzug io in einem Halter ii mittels Stiften 12 und 13 gelagert. Teil i1 und mit ihm die Teile 9 und io sind durch einen Stift 14 im Rohr i befestigt. Die Abzugstange 15 ist mit ihrem U-förmig gebogenen hinteren Ende im Abzug io schwenkbar eingehakt und bewirkt am winklig gebogenen vorderen Ende durch Keilwirkung zwischen Abzughaken 9 und Rohr i, daß bei Betätigung des Abzugs io die Kolbenfeder 3 an der Rastscheibe 6 zur Entspannung freigegeben wird. Eine Feder 16 wirkt dem Fingerdruck bei Betätigung des Abzugs 6 entgegen und hält den Abzughaken 9 im Eingriff. Ein Spannhebel 17 ist mittels Schraube 18 in einem Scharnierstück i9 schwenkbar gelagert (Fig. 3). In einem im Querschnitt U-förmigen Mittelstück des Spannhebels 17 ist eine Zugstange 20 mittels Niete 21 o. dgl. an den Spannhebel 17 angelenkt. Eine Feder 22 ist im Hebel 17 befestigt und dient als Sicherung des Hebels 17 in Ruhestellung, indem diese Feder in eine Mulde der Zugstan-e 20 eingreift und somit dieselbe mit dem Spannhebel 17 federnd zusammenhält. Das Scharnierstück i9 dient ferner als hinterer Abschluß des Gewehrs und gleichzeitig als Widerlager für eine Sicherungsschale 23 mit Rastzähnen 23a. Die Sicherungsschale 23 ist zwischen das Scharnierstück i9 und eine Aufschlagscheibe 24 so eingesetzt, daß sie sich im Rohr i leicht drehen kann. Die Aufschlagscheibe 24 hat ebenfalls einen Durchbruch 24a in der Fortsetzung des Schlitzes 2a im Ring 2, damit sich das Federende 3a der Kolbenfeder 3 entlang der inneren Rohrwandung des Rohrs i frei bewegen kann. Eine Feder 25 dient zum Abbremsen des Schlags beim Vorschnellen der Kolbenfeder 3. Mit zwei Schrauben 27 und 28 ist der Abzugbügel 26 befestigt. Die Schraube 29 dient zusammen mit der Schraube 18 zur Befestigung des Gewehrs am Schaft 30.
- Der Vorstecklauf (Fig. 2) besteht aus dem eigentlichen Laufröhrchen 31 zur Aufnahme für Kugeln und Bolzen und ist in einen Ring 32 eingenietet. Das Verkleidungsrohr 33 ist mit dem Ring 32 fest verbunden und besitzt am hinteren Teil eine Ausbeulung 33a, die bajonettverschlußartig in eine entsprechende Quernut mit Eintrittsöffnung i a in den Lauf bzw. Zylinder i eingreift und den Verschluß bildet. Die Quernut i- befindet sich am äußersten vorderen Rand des Laufs bzw. Zylinders i, damit bei eingestecktem Kork die Luft seitlich desselben nicht entweichen kann. Die Teile 34 und 35 sind Lederdichtungsscheiben und dienen als Abdichtung des Vorstecklaufs im Rohr i. Das Röhrchen 31 steht am hinteren Ende über das Mantelrohr 33 etwas vor, so daß mit dem überstehenden Ende aus weichem Material, z. B. aus Kartoffelscheiben, Pfropfen ausgestochen werden können.
- Beim Spannen des Gewehrs wird der Spannhebel 17 seitlich ausgeschwenkt (Fig.3 gestrichelt). Ein das Rohr i in einem Schlitz i b durchgreifender Lappen 20a der beim Spannen axial (nach rechts der Fig. 3) bewegten Zugstange 2o nimmt an der Rastscheibe 6 den gesamten Luftkolben mit und spannt somit die Kolbenfeder 3. Das hintere Ende 3a der Kolbenfeder 3 hat Spannung gegen den Rand 23d der Sicherungsschale 23 und hält die Sicherungsschale 23 dadurch in Sicherungsstellung, indem Rasten 23- der Sicherungsschale 23 an einem Absatz 6a der Kastenscheibe 6 vor dieser eingreifen und somit die Rückbewegung des Kolbens versperren. Die letzte Rast 23b liegt hinter der Eintrittsrast 9a des Abzughakens 9, und die eingehakte Kastenscheibe 6 kommt daher vorerst bei beendeter Spannung der Kolbenfeder 3 mit dem Abzughaken 9 nicht in Berührung. Der Abzug 1o kann deshalb betätigt werden, ohne Gefahr zu laufen, daß sich das Gewehr entspannt. Beim Zurückbewegen der Spannelemente (Spannhebel 17 und Zugstange 20) in die Ausgangsstellung drückt der Lappen 2o° der Zugstange 2o die Sicherungsschale 23 an einer Kurve 23, durch Drehung der Schale entgegen dem Federdruck des Federendes 3 a aus der Endrast 236 heraus, und der gesamte Kolben schnellt infolge Fcderwirkung der Feder 3 bis zur Rast 9a des Abzughakens 9 vor und hakt dort ein. Die Sicherung ist hiermit aufgehoben, und der Kolben wird bei Betätigung des Abzugs zur Entspannung freigegeben.
Claims (3)
- PATENTANSPRCC11E: i. Spielgewehr mit Luftzylinder für Kork- o. dgl. Pfropfen, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen in oder an den Lauf bzw. Luftzvlinder (i) ein-bzw. aufzusteckenden Vorstecklauf (31, 32, 33), welcher das Schießen mit Bolzen, Kugeln oder Ausstechpfropfen ermöglicht.
- 2. Spielgewehr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung zwischen Vorstecklauf und Lauf bzw. Luftzylinder z. B. bajonettverschlußartig (1a, 33a) derart nächst dem Vorderrand des letzteren erfolgt, daß bei Nichtverwendung des Vorstecklaufs der in den Lauf gesteckte Kork- o. dgl. Pfropfen das Austreten von Luft verhindert.
- 3. Spielgewehr nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorstecklauf aus einem inneren Laufröhrchen (31) und einem äußeren, dem Durchmesser des Luftzylinders bzw. Laufs angepaßten Mantel (33) besteht. f. Spielgewehr nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Laufröhrchen (31) über den Mantel (33) vorsteht, so daß mit dem überstehenden Ende zu verschießende Pfropfen aus weichem '.Material ausgestochen werden können. 5. Spielgewehr nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannhebel (17) für die Kolbenfeder (3) seitlich angelenkt ist, so daß er beim Spannen seitlich ausschwenkt. 6. Spielgewehr nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung des Spannhebels (17) in Ruhelage durch Wechselwirkung einer Rastfeder (22) mit einer Rast der von dem Spannhebel gesteuerten, ihre Bewegung auf den Kolben übertragenden Zugstange (2o) erfolgt. 7. Spielgewehr nach Anspruch i bis 6, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Sichern des Spannhebels (17) gegen Rückschlag während der Spannbewegung beim Nachlassen derselben oder bei Betätigung des Abzugs. B. Spielgewehr nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung gegen Spannhebelrückschlag durch Vermittlung der Kolbenfeder (3) erfolgt. 9. Spielgewehr nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rastorgan, vorzugsweise das mit derq Abzughaken (9, 9a) . in Wechselwirkung arbeitende Rastorgan (6) des Kolbens bzw. der Kolbenstange (4), während des Spannvorgangs mit einer Reihe von durch eine Feder, vorzugsweise die Kolbenfeder (3), in Wirkstellung gehaltenen, den Rückschlag verhindernden Gegenorganen (23a) in Wechselwirkung tritt, und daß diese Gegenorgane (23a) nach Beendigung des Spannvorgangs und Rückführung des Spannhebels (17) in die Ruhelage aus der Wirkstellung ausgerückt werden. io. Spielgewehr nach Anspruch i#bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die den Rückschlag verhindernden Gegenorgane (23a) einseitig wirkende und mit einem Ansatz (6a) des Rastorgans (6) in Wechselwirkung arbeitende Zähne (23a) einer in dem Rohr (i) drehbaren Schale oder Hülse (23) sind, welche durch das freie Ende (3 a) der Kolbenfeder (3) während des Spannvorgangs in Wirkstellung gehalten und nach Rückführung des Spannhebels (17) in die Ruhelage entgegen der Wirkung dieser Feder aus der Wirkstellung gedreht wird. i i. Spielgewehr nach Anspruch i bis i o, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausrücken des Trägers (23) der Gegenrastorgane (23a) aus der Wirkstellung in Abhängigkeit von der Rückführung des Spannhebels (17) in die Ruhelage z. B. über einen Steueranschlag (20a) der Zugstange (20) und eine Steuerkurve (23c) des Rastenträgers (23) erfolgt. 12. Spielgewehr nach Anspruch i bis ii, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Spannrichtung letzte Gegenrast (236) hinter dem Abzughaken (9, 9a) liegt, so daß nach Rückführung des Spannhebels (17) und Auslösung des Rastenträgers (23) aus der Wirkstellung der Kolben bzw. dessen Rastorgan (6) durch den Abzughaken (9, 9a) gefangen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP46874A DE808205C (de) | 1949-06-25 | 1949-06-25 | Spielgewehr |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP46874A DE808205C (de) | 1949-06-25 | 1949-06-25 | Spielgewehr |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE808205C true DE808205C (de) | 1951-07-12 |
Family
ID=7382009
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP46874A Expired DE808205C (de) | 1949-06-25 | 1949-06-25 | Spielgewehr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE808205C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069504B (de) * | 1959-11-19 | |||
| DE1293060B (de) * | 1962-06-30 | 1969-04-17 | Anschuetz Gmbh J G | Selbsttaetige und gesteuert ausrueckbare Rueckschlagsperre fuer Spannvorrichtung derLuftpumpe eines Luftgewehres |
-
1949
- 1949-06-25 DE DEP46874A patent/DE808205C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069504B (de) * | 1959-11-19 | |||
| DE1293060B (de) * | 1962-06-30 | 1969-04-17 | Anschuetz Gmbh J G | Selbsttaetige und gesteuert ausrueckbare Rueckschlagsperre fuer Spannvorrichtung derLuftpumpe eines Luftgewehres |
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