DE807185C - Verfahren zum Auskleiden der Innenwand von Hohlkoerpern - Google Patents
Verfahren zum Auskleiden der Innenwand von HohlkoerpernInfo
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Description
- Verfahren zum Auskleiden der Innenwand von Hohlkörpern Es gibt Gebrauchsgegenstände in Gestalt von Hohlkörpern, bei denen es darauf ankommt, daß die Innenwand an allen Stellen glatt ist. Bei zahlreichen solchen Gegenständen ist die Innenwandung einem erheblichen Verschleiß ausgesetzt. Sie wird dadurch rauh und ungleichmäßig, so daß der Gebrauchswert des Gegenstandes erheblich vermindert wird. Die Gebrauchsfähigkeit eines solchen Gegenstandes kann aber in vielen Fällen wiederhergestellt werden, wenn es gelingt, den Hohlkörper mit einem tragbaren Arbeitsaufwand mit einer seine Innenwand bedeckenden Auskleidung zu versehen. Diese Notwendigkeit ist z. B. gegeben bei Schuhen.
- Es ist allgemein bekannt, daß bei Schuhen nach einiger Benutzung die die Laufsohle festlegenden Holzstifte durch die innere Schutzsohle hindurchdringen und daß ferner das Innenfutter zerreißt. Beides führt zu einem hohen Verschleiß der Strümpfe. Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens, welches es ermöglicht, mit einem geringen Arbeitsaufwand Hohlkörper, und zwar auch solche mit unregelmäßiger Begrenzungsfl;iche, mit einer Innenauskleidung zu versehen, welche die etwa durch Verschleiß entstandenen Unebenheiten beseitigt.
- Diese: Verfahren besteht gemäß der Erfindung darin, daß die vorzugsweise aus einem elastisch oder plastisch nachgiebigen Werkstoff bestehende Auskleidung in Gestalt einer vorgeformten Kappe in den Hohlkörper eingeführt und dann durch einen mit einem flüssigen oder gasförmigen Druckmittel gefüllten Blähkörper an die zweckmäßig vorher mit einem Haftmittel (Klebstoff) überzogene Hohlkörperinnenwand angepreßt wird. Dabei wird erfindungsgemäß die vorgeformte Auskleidung zweckmäßig auf einen den Hohlraum im wesentlichen ausfüllenden Hilfskörper (Leisten) aufgezogen und mit diesem in den Hohlkörper eingeführt. Der Hilfskörper kann dann nach dem Einbringen der Verkleidung entfernt und durch einen Blähkörper ersetzt werden. In manchen Fällen kann es auch zweckmäßig sein, den Hilfskörper mit dem Blähkörper zu einer Einheit zusammenzufassen.
- Im besonderen liegt es im Rahmen der Erfindung, das neue Verfahren zum Auskleiden von Schuhen in Anwendung zu bringen. Dieses Anwendungsbeispiel ist auf der Zeichnung zur Erläuterung der Erfindung dargestellt. Es zeigen Abb. i bis 3 verschiedene Arbeitsabschnitte des Verfahrens nach der Erfindung, Abb. 4 eine besonders zweckmäßige Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
- Gemäß Abb. i wird zunächst die Innenwandung des mit einer Auskleidung zu versehenden Schuhes i von Unregelmäßigkeiten, wie durch die Sohle hindurchgedrungenen Holzstiften oder Resten des zerrissenen Futters, mittels einer rotierenden Drahtbürste 2 befreit und gesäubert. Sodann wird die Innenseite des Schuhes i zur Vorbereitung des Festklebens der neuen Auskleidung 7 ganz oder zum Teil mit einem Haftmittel, etwa einem geeigneten Klebstoff, überzogen. Hierauf wird die aus einem plastisch oder. elastisch nachgiebigen Werkstoff bestehende Auskleidung 7 in die Gestalt einer vorgeformten Kappe gebracht und auf einen Hilfskörper 3 (Leisten) aufgezogen (Abb. 2 a). Falls für die gute Haftung erforderlich, wird die auf den Hilfskörper 3 aufgezogene Kappe ebenfalls mit Klebstoff überzogen und dann mit dem Hilfskörper 3 in den Schuh i eingeführt (Abb. 213).
- Da der Hilfskörper 3 im allgemeinen den Hohlraum des Schuhes i nicht vollständig ausfüllt und so nicht die Gewähr bietet, daß die Auskleidung 7 an allen Stellen deichmäßig an die Innenwand des Hohlkörpers (Schuh 1) angedrückt wird, wird nun der Hilfskörper 3 (Leisten) wieder entfernt (Abb. 2c) und an seiner Stelle ein Blähkörper 4, etwa in Gestalt einer Gummiblase (Abb. 3a), in den Schuh i eingeführt (Abb. 3b) und mittels Klammern 5 so an demselben festgelegt, daß er unter der Wirkung eines einzuführenden pneumatischen oder 4draulischen Druckmittels (Druckluft, Druckwasser o. dgl.) nicht herausrutschen kann. Nunmehr wird der am Blähkörper 4 besonders vorgesehene Druckmittelzufuhrstutzen 6 mit einer Druckmittelquelle, z. B. Druckwasserleitung, Luftpumpe o. dgl., in Verbindung gebracht und mit Druckmittel gefüllt. Unter der Wirkung dieses Druckmittels wird der Blähkörper 4 so gedehnt, daß er die in den Schuh i vorher eingebrachte Auskleidung 7 an allen Stellen gleichmäßig gegen die Innenwand festdrückt.
- Für die Durchführung des Verfahrens ist es besonders vorteilhaft, den Hilfskörper (Leisten) und den Blähkörper zu einer Einheit zusammenzufassen. Dies kann gemäß Abb. 4 etwa in der Weise geschehen, daß der von einer strumpfartigen, luftundurchlässigen Hülle gebildete Blähkörper 8 auf den Hilfskörper 9 lose aufgezogen und entlang seinem Rand io flüssigkeits- und gasdicht am Hilfskörper 9 festgelegt wird. Der Hilfskörper 9 ist mit. einem Druckmittelanschlußstutzen ir versehen, welcher sich in Druckmittelkanäle 12, 13, 14, 15 fortsetzt, die in den Hilfskörper 9 eingearbeitet sind und an dessen Oberfläche ausmünden.
- Im Falle der Auskleidung von Schuhen wird zweckmäßig ein Werkstoff verwendet, welcher außer guten Dehnungseigenschaften die Eigenschaft der Luftdurchlässigkeit besitzt.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Auskleiden der Innenwand von Hohlkörpern, insbesondere von solchen mit unregelmäßigen Begrenzungsflächen, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise aus einem elastisch oder plastisch nachgiebigen Werkstoff bestehende Auskleidung in Gestalt einer vorgeformten Kappe (;) in den Hohlkörper (i) eingeführt und dann durch einen mit einem flüssigen oder gasförmigen Druckmittel gefüllten Blähkörper (4) an die vorher zweckmäßig mit einem Haftmittel (Klebstoff') überzogene Hohlkörperinnenwand angepreßt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kappe (7) vorgeformte Auskleidung auf einen den Hohlraum im wesentlichen ausfüllenden Hilfskörper (Leisten 3) aufgezogen und mit diesem in den Hohlkörper (r) eingeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfskörper (3) nach dem Einbringen der Verkleidung (7) entfernt und an seiner Stelle ein Blähkörper (4) (z. B. eine Gummiblase) eingeführt wird, der unter der Wirkung eines Druckmittels die Auskleidung (7) an die Holilraumwand anpreßt.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfskörper (Leisten 3) mit dem Blähkörper (4) zu einer Einheit zusammengefaßt ist und auf die Dauer der Wirksamkeit des Druckmittels in dem Hohlkörper (i) verbleibt.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinigung von Hilfskörper (Leisten) und Blähkörper in der Weise erfolgt, daß der für die Wirkung wesentliche Teil der Oberfläche des Hilfskörpers (9) mit einer ihr lose anliegenden und nach außen dicht abgeschlossenen dehnbaren Haut (8) aus Gummi oder einem ähnlichen Stoff überzogen ist und daß im Hilfskörper (9) Druckmittelkanäle (12, 13, 14, 15) vorgesehen sind, die von einem Druckmittelanschlußstutzen (ii) ausgehen und in der Hilfskörperoberfläche münden.
- 6. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche i bis 5 zum Auskleiden von Schuhen.
- 7. Im Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 5 zu verarbeitende oder zur Durchführung des Anspruchs 6 dienende Auskleidung, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem luftdurchlässigen Werkstoff besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP55231A DE807185C (de) | 1949-09-18 | 1949-09-18 | Verfahren zum Auskleiden der Innenwand von Hohlkoerpern |
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Publications (1)
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| DE807185C true DE807185C (de) | 1951-06-25 |
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ID=7387627
Family Applications (1)
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| DEP55231A Expired DE807185C (de) | 1949-09-18 | 1949-09-18 | Verfahren zum Auskleiden der Innenwand von Hohlkoerpern |
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|---|---|
| DE (1) | DE807185C (de) |
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1949
- 1949-09-18 DE DEP55231A patent/DE807185C/de not_active Expired
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