DE807086C - Verfahren und Vorrichtung zum Mustern von Stoffbahnen durch Handflachdruck - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Mustern von Stoffbahnen durch HandflachdruckInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Mustern von Stoffbahnen durch Handflachdruck Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Mustern von Stoffbahnen beliebiger Länge durch Handdruck mit Hilfe einer Rasterschablone.
- Bisher wurden Stoffbahnen, selbst solche von mehreren Metern Länge, von Hand in der Weise bemustert, daß der gesamte Stoff auf einen entsprechend langen Arbeitstisch aufgeklebt wurde, um ein Verschieben desselben während des Arbeitens zu vermeiden. Hierauf wurde ein der Größe des Schablonenrahmens entsprechendes Stück der Stoffbahn mit einem Teil des aufzudruckenden Musters bedruckt, hierauf unter Freilassen eines gleich großen Stückes der Schablonenrahmen versetzt, um das Verwischen der vorher aufgetragenen Farbe zu vermeiden. War der gesamte aufgeklebte Stoff in dieser Reihenfolge teilweise bemustert, so wurden auch die bisher unbemusterten Stoffbahnteile in gleicher `'eise behandelt. Hierauf mußte die ganze Bahn vorsichtig vom Arbeitstisch abgelöst und evtl. ein weiteres Stück aufgeklebt werden. Die Ausübung dieses Verfahrens ist in hohem Maße umständlich und zeitraubend, hauptsächlich bedingt durch das Aufkleben, Antrocknen und vorsichtige Abnehmen der Stoffbahn, ferner durch das wiederholte Versetzen des Einfärbrahmens und Zurückbringen desselben nach den ersten teilweisen Druckmustern der Stoffbahn. Außerdem beanspruchte dieses Verfahren zum Aufstellen des oder der langen Arbeitstische einen sehr großen Arbeitsraum, der die Betriebskosten sowohl durch die winterliche Beheizung als auch Beleuchtung bedeutend erhöhte. Durch das ständige Hinundhergehen des Bedienungspersonals wurde Arbeitszeit verloren, was eine erhebliche Herabsetzung der Leistung und Erhöhung des Lohnaufwandes zur Folge hatte.
- Diese Nachteile sollen durch die vorliegende Erfindung in der Weise behoben werden, daß die beliebig lange Stoffbahn absatzweise über einen als Druckunterlage dienenden Arbeitstisch geführt wird, dessen Größe derjenigen des Schablonenrahmens entspricht, und die jeweils auf dem Tisch liegenden Teile der Stoffbahn in ununterbrochener Folge bemustert werden. Das Spannen und Festhalten des Stoffbahnteiles geschieht durch Festklemmen desselben an den beiden in der Führungsrichtung der Stoffbahn einander gegenüberliegenden Rändern des Arbeitstisches. Das Einfärben erfolgt mit Hilfe des über dem Arbeitstisch heb-und senkbar angeordneten, das Muster enthaltenden Rasterrahmens. Das neue Verfahren ermöglicht in einfacher Weise und kürzester Zeit einen ununterbrochen fortlaufenden Arbeitsprozeß auf engstem Raum unter erheblicher Steigerung der Arbeitsleistung.
- Die zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dienende Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem als Druckunterlage dienenden, mit einer weichen Auflage aus Filz oder Gummi versehenen Tisch, dessen Tischplatte größer ist als der zum Einfärben des Musters dienende Rasterrahmen. An dem Tisch sind Klemmvorrichtungen in Form .von Schlitzen für die Stoffbahn angeordnet, die in der Bewegungsrichtung der Stoffbahn nahe den Tischkanten liegend sich über die Stoffbahnbreite erstrecken. Diese Klemmvorrichtungen bedingen unter der Wirkung einer Spannwalze im Stoffbahnlauf vor und von Führungsnadelscheiben hinter dem Arbeitstisch das Spannen und Sichern des jeweils auf der Druckunterlage befindlichen zu bedruckenden Stoffteils. Von Wichtigkeit ist ferner, daß der Rasterrahmen zweckmäßig frei schwingend heb- und senkbar über dem Arbeitstisch hängt. Dies hat nicht nur den Vorteil, daß derselbe stets und in einfacher Weise griffbereit ist und dadurch das Arbeiten sehr beschleunigt, sondern daß das Rastermuster durch Herabfallen oder unvorsichtiges Umgehen mit dem Rahmen auch nicht verletzt werden kann. Eine unter dem Arbeitstisch drehbar angeordnete Walze nimmt die zu bedruckende Bahn, eine auf der Ablaufseite des Tisches vorgesehene Trockenvorrichtung die bedruckte Stoffbahn auf.
- Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in Abb. i im Grundriß, Abb. 2 in einer Seitenansicht mit einem Teilschnitt nach Linie 1-I der Abb. i und in Abb. 3 in einer teilweisen Draufsicht unter Weglassung der Tischplatte.
- Auf dem Ständer i ist die aus Holz oder Kunststoff bestehende Tischplatte 2 fest angeordnet. Erforderlichenfalls bedeckt man dieselbe mit einer Auflage aus Filz, Gummi oder einem anderen weichen Stoff. Die Platte 2 hat auf jeder der in der Bewegungsrichtung der Stoffbahn 3 liegenden Seiten als Klemmvorrichtungen für die Stoffbahn wirkende Schlitze 4, die gleichzeitig als Führung für die Stoffbahn dienen. Je nach der Breite der letzteren läuft dieselbe durch die in der Länge gleichen Schlitze an jeder Seite der Tischplatte. Außerdem läßt sich aber die Länge der Schlitze durch lose einsteckbare Keilstücke S ändern, wie sie in Abb. i gezeigt sind. Die Stoffbahn 3 läuft von einer unter dem Tisch zweckmäßig abnehmbar angeordneten drehbaren Walze 6 ab unter einer durch ihr Eigengewicht oder durch Federeinfluß wirkenden, auf und ab beweglichen Spannwalze 7 hindurch zu dem entsprechend breiten Schlitz 4 auf der Einlaufseite des Tisches 2 und von diesem über den Arbeitstisch hinweg zu dem gleich breiten Schlitz 4 der gegenüberliegenden Tischseite. Durch diesen wird alsdann die Stoffbahn 3 hindurch zusammen in haltenden Führungsnadelscheiben io, ii geleitet, wobei der Stoff gespannt und infolge der Kantenwirkung der Schlitze 4 in dieser Stellung gesichert wird. Der auf dem Tisch befindliche Teil der Stoffbahn kann nunmehr in üblicher Weise mit Hilfe des heb- und senkbar über dem Tisch angeordneten Rasterrahmens 8 bemustert werden, ohne daß ein Aufkleben der Stoffbahn oder Versetzen des Rasterrahmens von Hand in der Arbeitsrichtung erforderlich ist. Letzterer wird nach Auftragen des Musters durch einen (nicht dargestellten) Fußtritt hochgehoben. Dieser steht mit einem Seil o. dgl. in Verbindung, das zu den vier Aufhängemitteln 9 des Rasterrahmens läuft. Nunmehr wird die ganze Stoffbahn 3 weitergezogen, wobei darauf zu achten ist, daß sich die noch feuchte Farbe des Musters nicht verwischt. Die Stoffbahn 3 läuft, wie schon erwähnt, nach dem Bedrucken, bemusterte Seite nach oben, über Führungsscheiben io, die am Umfang dünne, spitze Metallstifte (Nadeln) ii tragen, die das Gewebe der Stoffbahn und auch das Muster nicht verletzen. An sich genügt eine solche Scheibe an jeder Seite des Tischständers i, doch können erforderlichenfalls auch mehrere derselben drehbar auf einer durchgehenden Achse vorgesehen sein. Auch kann man diese Scheiben zur Anpassung an die verschiedenen Stoffbahnbreiten seitlich verstell- und feststellbar auf der durchgehenden Achse anordnen. Hierauf gelangt die Stoffbahn zu einer Trockenvorrichtung. Bei dem Ausführungsbeispiel besteht diese aus zwei unter sich verbundenen Schienen 12, die lose und daher abnehmbar in Haltern 13 des Ständers i stecken. In Ausnehmungen 14 der Schienen 12 liegen vorzugsweise aus Holz bestehende Stäbe 1s, auf welche die absatzweise bewegte Stoffbahn in auf- und abgehenden Windungen aufgelegt wird. Sind alle Stäbe belegt, so wird die ganze Trockenvorrichtung mit samt der Stoffbahn abgenommen und zum Fertigtrocknen anderweitig verwahrt. Anschläge 16 dienen zum schnellen und genauen Anlegen des Rasterrahmens.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Mustern von Stoffbahnen durch Handflachdruck, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffbahn absatzweise über einen als Druckunterlage dienenden Arbeitstisch geführt wird und die jeweils auf dem Tisch liegenden Teile der Stoffbahn in ununterbrochener Folge aneinanderstoßend bedruckt werden, wobei der jeweils zu bedruckende Teil der Stoffbahn durch Festklemmen an den in der Arbeitsrichtung liegenden Kanten der Druckunterlage gespannt und in seiner Arbeitslage gesichert wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen als Druckunterlage dienenden Arbeitstisch (2), dessen Tischplattengröße der Größe des größten Rasterrahmens (8) entspricht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Tischplatte des Arbeitstisches (2) als Klemmvorrichtungen für die Stoffbahn in der Bewegungsrichtung der Stoffbahn (3) an den Tischenden quer liegende Schlitze (4) angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Schlitz der einen Tischkante gleiche Länge mit einem solchen der gegenüberliegenden Kante hat.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, gekennzeichnet durch Einsteckklötze (5) zum Verkürzen der Schlitze.
- 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der das Druckmuster enthaltende Rasterrahmen (8) über dem Tisch z. B. über eine Seilrolle laufend heb- und senkbar angeordnet ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß für das Heben des Rasterrahmens ein Fußtritt angeordnet ist. B.
- Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 7, gekennzeichnet durch die Zuordnung einer zum Aufhängen der absatzweise auslaufenden bedruckten Stoffbahn dienenden Trockenvorrichtung (12, 15) auf der Ablaufseite des Arbeitstisches.
- 9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 8, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Walze (6) für die zu bedruckende Stoffbahn unter der Platte des Arbeitstisches. io. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 9, gekennzeichnet durch Führungsscheiben (io) auf der Ablaufseite des Tischständers (i), deren Umfang mit Nadeln (1i) versehen ist. 1i. Vorrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsscheiben (io) seitlich verstellbar sind.
Priority Applications (1)
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| DE807086C true DE807086C (de) | 1951-06-25 |
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1948
- 1948-10-02 DE DEP1601A patent/DE807086C/de not_active Expired
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