DE80491C - - Google Patents

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DE80491C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C8/00Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C8/60Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using solids, e.g. powders, pastes
    • C23C8/62Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using solids, e.g. powders, pastes only one element being applied

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Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 48: Chemische Metallbearbeitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1894 ab.
Wenn man auf Eisen oder Gufseisen metallische, aber nicht beständige Oxyde, wie z. B. Manganoxyd, aufträgt und diese Oxyde der Einwirkung von Hitze unterwirft, so eignen sich dieselben die nöthigen Mengen Sauerstoff so lange an oder aber geben so.lange Sauerstoff ab, bis sie in ein beständiges Oxyd übergegangen sind; das Eisen oder Gufseisen, auf . welches ein solches Oxyd angewendet worden ist, folgt also, indem es selbst oxydirt, genau denselben Veränderungen.
Angenommen, eine Eisenplatte werde mit Mangandioxyd Mn O2 bedeckt und in einem geeigneten Ofen der Hitze ausgesetzt, so verwandelt sich bei einer Temperatur von 400 bis 5000C. das Manganhyperoxyd Mn O2 in Manganoxyd Mn2 O3 und in demselben Augenblick ist auch die Eisenplatte mit einem Ueberzug von Eisenoxyd Fe2 O3 versehen. Wird die Hitze noch mehr bis auf etwa 800 bis iooo0 G. gesteigert, so geht das Manganoxyd Mn2 O3 in Manganoxyduloxyd Mn3 O4 über, welches das beständigste der Manganoxyde ist; bei dieser Temperatur wird die Eisenplatte noch weiter oxydirt und es entsteht magnetisches Oxyd.
Dem soeben beschriebenen Vorgang, welcher die Grundlage für die vorliegende Erfindung bildet, sind nicht nur die Manganoxyde, sondern auch alle anderen nicht beständigen Oxyde unterworfen. Es lassen sich ferner auch leicht oxydirende OeIe zu demselben Zweck verwenden. In diesem Falle verfährt man wie folgt:
Man kocht zunächst Mangandioxyd in OeI, bis man Manganoxyd erhält; diese Behandlung liefert einen Trockenfirniis und verhindert, dafs im Ofen eine Umwandlung von Superoxyd zu Oxyd stattfindet. Nachdem der zu oxydirende Eisengegenstand gereinigt ist, überzieht man denselben mit dem erhaltenen Trockenfirnifs, der erforderlichenfalls mit etwas OeI verdünnt sein mag, läfst den Ueberzug antrocknen und setzt dann den Gegenstand in einem Ofen der Einwirkung einer Temperatur von 800 bis iooo0 C. aus. Nach ungefähr 20 Minuten verwandelt sich das Manganoxyd in Manganoxyduloxyd, und es bildet sich auf dem betreffenden Eisenstück magnetisches Oxyd Fe3 O4. Ein etwas längeres Verweilen des letzteren in dem Ofen kann nur für die Bildung des magnetischen Oxydes von Vortheil sein.
Es ist noch zu erwähnen, dafs man zu dem angegebenen Zweck auch andere Körper als Manganoxyde und andere Auflösungsflüssigkeiten als OeI verwenden kann. So läfst sich z. B. mit Erfolg eine Lösung von Manganacetat anwenden; auch die Kobaltoxyde liefern gute Resultate.
Man erhält sogar durch den Gufs selbst einen Ueberzug von magnetischem Oxyd, wenn man die Form für das Gufsstück mit Manganoxyd ausstreicht; jedoch bleiben in diesem Falle infolge des späteren Beschneidens und Putzens des Gufsstückes immer einige Stellen unbedeckt und der Schutz ist ein unvollkommener.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Schutzüberzuges von magnetischem Oxyd auf Eisen, darin bestehend, dafs der zu schützende Gegenstand mit . einem beim Erwärmen unbeständigen Metalloxyd bedeckt und dann erhitzt wird.
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