DE80216C - - Google Patents

Info

Publication number
DE80216C
DE80216C DENDAT80216D DE80216DA DE80216C DE 80216 C DE80216 C DE 80216C DE NDAT80216 D DENDAT80216 D DE NDAT80216D DE 80216D A DE80216D A DE 80216DA DE 80216 C DE80216 C DE 80216C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetoacetic ester
formaldehyde
methylene
vol
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT80216D
Other languages
English (en)
Publication of DE80216C publication Critical patent/DE80216C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Diacylirte Methane des Schemas XC H2Y, wo X und Y negative Gruppen, wie C O O Cn H6, C O · C H3, C 0·- C6 H5,. C O- C 0OC2H11, CN etc., bedeuten, condensiren sich mit Formaldehyd leicht in Gegenwart eines geeigneten Condensationsmittels.
Acetessigester und Malonsäureester wurden bereits mehrfach mit Aldehyden condensirt, wie dies aus den Arbeiten in den Annalen 'der Chemie, Bd. 218, S. 145 bis 185, den Berichten der deutschen ehem. Gesellschaft, Bd. XIX, S. 1054, Bd. XVIII, S. 2579, und Bd. XXVI, S. 1085, hervorgeht. Hierbei wurden zum Theil wasserentziehende Mittel, wie gasförmige Salzsäure oder Essigsäureanhydrid, benutzt, zum Theil primäre Amine. Gasförmige Salzsäure ergab Condensation gleicher Molecule Aldehyd und Diacylmethan, also ungesättigte Verbindungen; Essigsäureanhydrid Gemenge der Condensationsproducte mit 1 und 2 Molecülen Diacylmethan mit 1 Molecül Formaldehyd ; primäre Amine scheinen ausschliefslich Condensation von 1 Molecül Aldehyd mit 2 Molecülen Diacylmethan zu bewirken, wobei Körper entstehen, wie sie auch mit Hülfe von Methylenjodid und Natriumdiacylmethan erhalten wurden (vergl. Berichte d. d. ehem. Ges., Bd. XXI, S. 2234, und Bd. XXVI, S. 876).
Die Herstellung einer ungesättigten Verbindung aus gleichen Molecülen Aldehyd und Acetessigester schien deshalb bei Verwendung des wässerigen Formaldehyds nicht möglich zu sein, da Lösungen von Formaldehyd in Wasser die Benutzung von gasförmiger Salzsäure oder Essigsäureanhydrid im Sinne obiger Literaturstellen ausschliefsen.
Gleichwohl gelingt es, auch bei Anwendung wässerigen Formaldehyds ein ungesättigtes Methylenderivat aus dem Acetessigester zu erhalten in Gegenwart geeigneter Condensationsmittel.
Wenn man eine verdünnte alkoholische Lösung von Acetessigester mit 1 Molecül 40 procentiger Formaldehydlösung bei Gegenwart von essigsaurem Natron versetzt, so scheidet sich nach einigem Stehen ein zähes, nicht unzersetzt destillirendes OeI aus, welches der gesuchte Methylenacetessigester
ist. Die alkoholische Lösung desselben färbt sich (im Gegensatz zu einer alkoholischen Acetessigesterlösung) nicht mit Eisenchlorid. Das in kaltem Wasser suspendirte OeI giebt mit ammoniakalischer Silberlösung auch nach einigem Stehen keine Spiegelbildung; dieselbe tritt alsbald ein, wenn man einen Tropfen Alkali zugiebt oder erwärmt.
Durch Titration überschüssig angewendeten Formaldehyds mit Ammoniak wurde festgestellt, dafs Acetessigester und Formaldehyd im Verhältnifs gleicher Molecule mit einander reagiren, wofür ebenfalls die der theoretischen gleiche Ausbeute spricht. Es entsteht also Methylenacetessigester als alleiniges Product; wenigstens gelang es nicht, Methylendiacetessigester nachzuweisen, denn Einleiten von Salzsäuregas etc. nach dem Verfahren des Patentes Nr. 73793
gab kein Methyl-A2- keto-R-hexen, welches durch sein Verhalten gegen Brom (vergl. Berichte, Bd. XXVI, S. 1951) aufserordentlich scharf zu erkennen ist. Dagegen wurde das Vorhandensein von Methylenacetessigester durch die Additionsfähigkeit von Natriumacetessigester und Natriumacetondicarbonsäureester bewiesen.
Zur Herstellung des Methylenacetessigesters wurden folgende Verhältnisse angewendet:
13 Theile Natriumacetat werden in 1 3 Theilen Wasser und 26 Volumentheilen Alkohol gelöst, 13 Theile Acetessigester zugefügt und die klare Lösung bei Zimmertemperatur mit 7,5 Theilen 40 procentiger Formaldehydlösung versetzt. Die Temperatur steigt hierbei um i8°, man läfst einige Zeit stehen und giebt dann 50 Theile Wasser zur vollständigen Fällung des allmälig sich ausscheidenden Oeles zu. Dasselbe, mit Aether aufgenommen, mit Natriumsulfat getrocknet und im Vacuum vom Aether befreit, hinterbleibt in theoretischer Ausbeute als zähflüssiger farbloser Syrup.
Die Verwendung von Alkohol als Lösungsmittel kann auch unterbleiben; es genügt, ein Gemisch von Acetessigester und Formaldehyd in obigem Verhältnifs mit einer concentrirten wässerigen Lösung von essigsaurem Natron zu schütteln.
Wenn man zu einer Eisessiglösung des Methylenacetessigesters Brom tropfenweise zugiebt, so findet augenblickliche Entfärbung statt. Bildung von Bromwasserstoffsäure ist anfänglich nicht zu beobachten; sie tritt aber bei weiterer Zugabe von Brom allmälig ein. Es scheint also Addition und Substitution bezw. Bromwasserstoffabspaltung in nicht scharf getrennten .Phasen vor sich zu gehen. Das resultirende Product ist ein leicht zersetzlicher öliger Körper. Mit Wasserdampf destillirt der Methylenacetessigester im Gegensatz zu Acetessigester und Methylendiacetessigester nicht, über.
Das Product soll zur Herstellung pharmaceutischer Präparate Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Darstellung von Meth)denacetessigester durch Einwirkung einer wässerigen Formaldehydlösung auf Acetessigester im Verhältnifs gleicher Molecule bei Gegenwart geeigneter Condensationsmittel.
DENDAT80216D Active DE80216C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE80216C true DE80216C (de)

Family

ID=352791

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT80216D Active DE80216C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE80216C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1468529A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Zwischenprodukten fuer Steroide
DE80216C (de)
DE2429935A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2,2,6,6tetramethyl-4-oxopiperidin
DE2154215C3 (de) In 3-Stellung substituierte 2-Alkylcyclopentanone, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Riechstoffe
DE60008278T2 (de) Verbessertes verfahren zur herstellung von trifluorpropanal und seinem oxim
EP0010213A2 (de) Bicyclische Verbindungen, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung
DE708513C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxymethylencarbonsaeureestern durch Kondensation von Ameisensaeureestern mit aliphatischen Carbonsaeureestern
DE850752C (de) Verfahren zur Herstellung von 1,3-Oxido-2-oxymethyl-2-halogenmethylpropan
DE1620564A1 (de) Salze des Bis-(4-hydroxyphenyl)-(chinolyl-2)-methans und Verfahren zur Herstellung
DE949470C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Xanthinderivate
DE2329923B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 5-OxohexannitrU
DE950123C (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1,5,5-Tetraalkoxypentanen
DE227176C (de)
DE111724C (de)
DE2609566C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylheptenon
DE1593807C (de) alpha Äscinmethyl- bzw. -äthy(ester, sowie ein Verfahren zu deren Herstellung
DE2621833A1 (de) Herstellung organischer saeuren
DE923485C (de) Verfahren zur Herstellung von Umsetzungsprodukten aus Methylformamid und Formaldehyd
AT307446B (de) Verfahren zur Herstellung von Glucofuranosiden
DE848354C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlormethylmethylaether
DE1802428C (de)
CH184875A (de) Verfahren zur Darstellung von omega-Methylsulfonsäuren primärer oder sekundärer Pyrazolonamine.
DE1213856B (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 1-Diphenyl-1-alkoxy-3-tert.-aminopropanen
CH232529A (de) Verfahren zur Herstellung von Dimethylamino-(6)-methyl-(2)-heptan.
CH214780A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes.