DE8010A - Ofen mit Luftheizrohren - Google Patents
Ofen mit LuftheizrohrenInfo
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Description
1879.
Klasse 36.
RICHARD PAULY in BERLIN. Ofen mit Luftheizrohren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. April 1879 ab.
Fig. ι ist ein Verticalschnitt des vorliegenden
Ofens mit zwei Feuerungen, Fig. 2 Vorderansicht, Fig. 3 obere Ansicht, des Raumes bezw.
Kastens_Jur__Brennmate'rial mit durchlochtem
Boden"und entsprechend durchTochtem, unter
letzterem beweglichen Schieber. Fig. 4 zeigt die im Glutraum liegenden Luftcirculationsrohre,
ferner den gitterförmigen Boden mit Gitterschieber. Fig. 5 Ansicht des Ofens von oben.
A ist der Raum bezw. Kasten zur^Ajdnahme
des Brennmaterials, welches durdTTHin^lind
Herbewegen des Schiebers, Fig. 3, durch die Löcher a, fällt, wodurch eine sehr gl^i^hmäfsige
Vejtheilung und somit vollständige Entzündung
und Ausnutzung des Brennstoffes erzielt wird. B ist der Feuerimgsraum, der entweder nur zum
Heizen (B1) oder zum Heizen, Kochen, Braten
und Backen dienen kann. Für letztere Fälle ist das Aufbringen von Brennmaterial von unten
nöthig, was wie folgt geschieht:
Auf vier Eisenstäben, welche parallel der Seitenwandung des Ofens laufen, ruht der eigentliche
Rost, bestehend aus einer Anzahl Stäben, welche, in 4 cm Entfernung parallel der Frontwand
laufend, zu einem Roste im Rahmen fest verbunden sind. Auf diesen Rost werden die
Kochtöpfe und Bratpfannen etc. gestellt.
Macht die Feuerung ein Bestreuen während des Kochens und Bratens erforderlich, so verfährt
man folgendermafsen:
In der Höhe und parallel mit den vier Rostunterlagsstäben befinden sich unter dem Rost
zwei um etwa 2 '/2 cm gekröpfte Wellen, welche vorn und hinten am Ofen selbst drehbar gelagert
und vorn mit Handgriffen versehen sind. Behufs Bestreuung hebt man den Rost sammt
dem auf demselben stehenden Geschirr durch Drehen vorstehend beschriebener gekröpfter
Wellen um ca. 2 '/2 cm von den vier Unterlagsstäben
ab und schiebt einen extra dazugehörenden Schieber, welcher entweder die ganze oder
halbe Breite des Ofens haben kann, dicht an den Rand der vier "Unterlagsstäbe, bestreut denselben
auf den nöthigen Stellen und schiebt denselben dann, auf den vier Stäben gleitend,
in den durch den gehobenen Rost entstandenen Raum hinein.
Hierauf läfst man durch Drehen der gekröpften Wellen den Rost langsam herab,
welcher sich infolge des auf ihm stehenden Kochgeschirrs in das Brennmaterial eindrückt.
Da der Rost der Länge nach liegt, der Schieber dagegen in die Tiefe des Ofens hineingeschoben
wurde, so erhält jeder Roststab das nöthige Brennmaterial, indem durch das Zurückziehen
des Schiebers das Brennmaterial auf den Rost gestreut wird.
Die Oeffhung g führt die geruchlosen Heizgase in das Abführungsrohr h und das Hauptrohr
i, welches an seinem oberen Ende und etwas über der Mitte der Zimmerhöhe Schieber,
Fig. 6, 7 und 8, trägt, von denen der obere zum Abführen zu heifser Stubenluft, der untere zum
Entfernen von Rauch oder verdorbener Luft aus dem Zimmer dient; der untere Theil k
des Feuerungsraumes wird der Länge nach von Röhren C durchzogen, in denen die Luft direct
erhitzt und vermöge der Form der Rohre zum Circuliren genöthigt wird. Durch den gitterförmigen
Boden I des Feuerimgsraumes wird das ausgenutzte Brennmaterial bezw. die Asche
nach dem Aschkasten m befördert, und die Glut von der sich abkühlenden Asche getrennt, die
dann kalt, ohne Staub zu verursachen, aus dem Ofen entfernt werden kann.
Der Feuerungs- bezw. Kochraum wird durch eine vorgehängte Platte bezw. Thür η und eine
Klappe 0 geschlossen, durch welch letztere der Zutritt der Luft zum Brennmaterial regulirt wird.
L}em Ofen läfst sich jede beliebige Form und Ummantelung anpassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die in der brennenden Grudeschicht liegenden Luftheizungsröhren.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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