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Kocheinrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kocheinrichtung, bei der eine mehrere Kochstellen aufweisende Herdmulde mit einer darüber befindlichen Dunstabzugseinrichtung durch seitlich angeordnete Wände verbunden ist.
Kochschränke, die mit einem Dunstabzug ausgestattet sind und die mehrere Kochstellen enthalten, sind bekannt. So wurde bereits vorgeschlagen, einen aus drei übereinander liegenden Teilen (Heiz-, Kochund Rauchkammer) zusammengesetzten Heiz-und Kochofen so auszubilden, dass Rauch-und Kochkammer leicht abnehmbar von der Heizkammer angeordnet sind, derart, dass letztere nach Abnehmen der beiden oberen Kammern als einfacher oder als mit gestürzten Feuerzügen versehener Heizofen zu verwenden ist, oder aber, wenn der Ofen als Koch- bzw.
als Koch- und Heizofen benutzt werden soll, die Feuergase entweder unmittelbar aus dem Feuerraum oder durch eine Anzahl Feuerzüge in der Heizkammer hindurchgehend zur Rauchkammer gelangen und daselbst eine mit dem Kochraum in Verbindung stehende Windturbine betreiben, welche die Dämpfe aus der Kochkammer in den Schornstein abführt und dadurch die Aufstellung des Ofens in jedem Wohnzimmer ermöglicht.
Weiters wurde ein Kochschrank bekannt, bei dem ein Küchenherd für feste Brennstoffe mit Feuerstelle, Backofen und Herdplatte als schrankähnlicher Wärmespeicher mit Vordertüren aufgebaut ist, wobei der die Kochplatte allseitig einschliessende abnehmbare Aufbauteil mit Abzugsrohr, Türen und Bedienungsklappe, einen Koch- und Trockenraum, und der unterhalb des mittleren eigentlichen Kochherdteiles angeordnete Schrankteil einen Vorwärmeraum bildet.
Eine ähnliche Ausführung zeigt ein weiterer bekannter Kochofen mit zwei Feuerungen, wobei jede von zwei getrennten Räumen aus heizbar ist und der vorgesehene Kochraum von beiden Räumen aus zugänglich ist und durch Schliessen einer Zwischentüre in zwei getrennte Kochräume zerlegt werden kann.
Dabei können die Feuergase vermittels einer Zunge sowie einer Klappe entweder unter dem Kochraum der einen oder unter denen der beiden Seiten und von dort entweder zum Heizen des einen Zimmers in einen in der Nähe eines Wärmekastens angeordneten Rauchzug oder direkt nach oben geführt werden, um so die Beheizung entweder des gemeinschaftlichen oder aber eines der beiden getrennten Kochräume entweder vom einen Zimmer oder vom andern Zimmer oder aber gleichzeitig von beiden Zimmern aus bewirken zu können.
Es ist in neuerer Zeit auch üblich, über Kochstellen Dunstabzugseinrichtungen anzuordnen, die in der Regel an der Wand aufgehängt sind, und die die Aufgabe haben, die beim Kochen und Braten entstehenden Dünste anzusaugen und ins Freie zu leiten oder aber diese zu reinigen und zu filtern und wieder in den Raum zurückzuführen. Bei starker Dunstentwicklung sind diese Einrichtungen meist nicht in der Lage, alle beim Kochen entstehenden Wrasen ordnungsgemäss abzuziehen. Herrscht ferner in der Küche Zugluft, so wird die Wirksamkeit der Dunstabzugseinrichtung stark vermindert, da die bewegte Luft die Wrasen mit sich zieht. Wird in der Backröhre des Herdes gegrillt, so können die dabei entstehenden Wrasen von der Dunstabzugseinrichtung in der Regel überhaupt nicht mehr erfasst werden, da der Abstand dieser Einrichtung von der Backröhre viel zu gross ist.
Erfindungsgemäss wird nun vorgeschlagen, dass sich über den regelbar elektrisch oder durch Gas beheizten Kochstellen bei Backrohren bekannte Einschubrillen für ein Wärmeverteilblech und für Backbleche befinden. Die praktischen Vorzüge der Erfindung gegenüber den bekannten Einrichtungen liegen
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auf der Hand, sind doch die einzelnen, vorgesehenen Kochstellen regelbar, so dass gleichzeitig mehrere, unter Umständen durchaus verschiedene Kochgüter jeweils ganz individuell der erforderlichen Wärme ausgesetzt werden können, abgesehen davon ist die die Herdmulde aufweisende Nische nicht nur zum Kochen, sondern ebenso zum Backen geeignet, so dass ein und dieselbe Einrichtung wahlweise als Backrohr oder Kochherd verwendet werden kann.
Gemäss der Erfindung kann in einer nach Form und Funktion einem Backrohr mit Dunstabzug entsprechenden Einrichtung nach Entfernen des Wärmeleitbleches auf mehreren, einzeln regelbaren Kochstellen wie auf jedem andern Kochherd gearbeitet werden, wobei darüber hinaus den Kochdünsten und-wrasen der Eintritt in den Küchenraum verwehrt ist.
Es liegt durchaus im Rahmen der Erfindung, die Herdmulde beispielsweise ladenartig ausziehbar zu gestalten, was die Zugänglichkeit der einzelnen Kochstellen und damit die Reinigungsmöglichkeit derselben erleichtert, oder aber die an sich offene Frontseite der Nische mittels einer als oder mit Sichtscheibe ausgebildeten Türe verschliessbar zu gestalten, so dass, selbst beim Kochen mit starker Dunstentwicklung keine Kochgerüche in den Küchenraum gelangen können. Ist dabei diese Türe als Sichtscheibe ausgebildet oder aber wenigstens mit einer solchen ausgerüstet, dann kann von aussen, selbst bei verschlossener Tür der Kochvorgang überwacht werden. Die Türe wird dabei zweckmässig als Schiebetüre oder versenkbar ausgestaltet, so dass sie, soferne sie geöffnet ist, nicht in den Küchenraum ragt.
Zweckmässigerweise wird die Dunstabzugseinrichtung fest mit den seitlichen Wänden verbunden, so dass diese jene tragen und die Dunstabzugseinrichtung nicht eigens an der Wand befestigt werden muss.
Der nischenförmige Raum kann nicht nur zum Backen, sondern auch zum Grillen verwendet werden. Dies ist dadurch möglich, dass die Kochplatten, die zweckmässigerweise als Strahlkochplatten ausgebildet sind, zur Beheizung der Nische herangezogen werden. Die seitlichen Wände weisen an den einander zugewandten Seiten, wie erwähnt, Einschubrillen, Nasen od. dgl. auf zur Aufnahme von einschiebbaren Backblechen oder-rosten. Um die für das Backen erforderliche Wärme gleichmässig verteilt innerhalb der geschlossenen Nische auf das Backgut einwirken zu lassen, ist unmittelbar über den Kochplatten das Wärmeverteilblech einschiebbar angeordnet.
Oberhalb der Kochplatten, vorzugsweise unmittelbar unter der in der Nische liegenden Begrenzungswand der Dunstabzugseinrichtung ist entfernbar ein Grillheizkörper angeordnet, der nicht nur zum Grillen, sondern auch zum Bräunen verschiedener Bratgerichte verwendet werden kann.
Da für das Backen eine hohe Wärmekonzentration innerhalb der Nische wünschenswert ist, sind die Absaugöffnungen der Dunstabzugseinrichtung verschliessbar. Es ist vorteilhaft, die Heizstellen in der Kochmulde nebeneinander liegend anzuordnen.
An Hand der Zeichnungen wird, ohne dadurch die Erfindung einzuschränken, ein Ausführungsbeispiel derselben beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 den Gutbehandlungsraum von vorne und Fig. 2 von der Seite.
Oberhalb der Herdmulde 1 und der ihr zugeordneten Schalterblende 4 ist die Dunstabzugseinrichtung 3 vorgesehen, wobei die Seitenwände 2 Mulde 1 und Dunstabzug 3 nischenartig
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verbinden. Mittels der Türegebaut werden kann. Damit trotz nischenartigem Aufbau die einzelnen Kochstellen 9, 9' und 9" frei zugänglich sind, sind diese auf der Kochmulde in einer Reihe angeordnet. Einschubrillen 2a nehmen
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innewohnende Wärme gleichmässig abgibt. Um im Nischenraum die Wärme beim Backen bewahren zu können, sind die Dunstabzugsöffnungen 3a verschliessbar ausgebildet.
Mit dem im oberen Bereich der Nische vorgesehenen Heizkörper 6 kann gegrillt werden, jedoch kann er auch zum Bräunen verschiedener Bratgerichte herangezogen werden.
Es ist selbstverständlich für die Erfindung belanglos, in welcher Art und wo die Schalter angeordnet werden. Es liegt selbstverständlich im Rahmen der Erfindung, beispielsweise die Schaltergruppe 10 zur Bedienung des Dunstabzuges 3 in der Schalterblende 4 vorzusehen. Auch ist es für die Erfindung nicht wesentlich, elektrisch beheizte Kochplatten 9-9"einzubauen, denn es ist ohne weiteres möglich, gasbeheizte Kochstellen in einem nischenartigen Raum gemäss der Erfindung anzuordnen.
Wesentlich und wichtig ist vielmehr, dass Herdmulde 1 und Dunstabzug 3 durch Seitenwände 2 nischenartig zusammengefasst sind, wobei diese Nische noch durch eine Türe 7 verschliessbar ist, so dass dank dem erfindungsgemässen Vorschlag ein einziger Koch-, Back- und Grillraum entsteht, wobei die darin entstehenden Dünste und Wrasen gereinigt und gefiltert in den Aussenraum abgegeben werden.