DE79960C - - Google Patents

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DE79960C
DE79960C DENDAT79960D DE79960DA DE79960C DE 79960 C DE79960 C DE 79960C DE NDAT79960 D DENDAT79960 D DE NDAT79960D DE 79960D A DE79960D A DE 79960DA DE 79960 C DE79960 C DE 79960C
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naphthylamine
methyleurhodine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
; Durch. Einführung einer Alkylgruppe in das ct-Phenyleurhodin wird, wie in der Patentschrift Nr. 66361 beschrieben, das Indulin C24 H19 N3 erhalten, aus welchem durch Sulfurirung werthvolle rothe Wollfarbstoffe hervorgehen. In der ,Patentschrift Nr. 77226 wurden sodann zwei weitere von dem Eurhodin C17H13N3 abstammende Farbstoffe, das α ß-Dimethyleurhodin und das ß-Methyleurhodin, beschrieben, welche mit dem Indulin C24 H10 N3 das gemeinsam haben, dafs sie am Azinstickstoff eine Alkylgruppe tragen.
; Das Verfahren zur Darstellung dieser Farbstoffe besteht darin, dafs man entweder in das fertig gebildete Eurhodin eine Alkylgruppe am 'Azinstickstoff einführt, oder dafs man mit der Bildung des Eurhodins gleichzeitig die Einführung dieser Alkylgruppe bewirkt. Zu letzterem Zweck bedient man sich eines geeigneten o-Amidoazokörpers, z. B. der durch Combination von Diazosulfanilsäure mit Monomethyl-ptoluidin entstehenden Verbindung, welche z. B. mit dem a-Naphtylamin verschmolzen zum ß-Methyleurhodin führt.
Es hat sich gezeigt, dafs in dieser Reaction der o-Amidoazokörper mit gleichem Erfolg durch einen entsprechenden o-Nitroamidokörper, also z. B. die obige Verbindung durch das Nitromethyltoluidin
C6 H3CH3N O2 NHCH9,
ersetzt werden kann, und dafs diese Reaction einer grofsen Verallgemeinerung fähig ist, so dafs ganz im allgemeinen durch Verschmelzen von a-Naphtylamin, sowie von monoalkylirten und phenylirten a-Naphtylaminen mit monoalkylirten o-Nitraminen am ß-Stickstoff alkylirte Eurhodine entstehen.
Beispiel I.
14 Gewichtstheile a-Naphtylamin, 10 Gewichtstheile a-Naphtylaminchlorhydrat, 16 Gewichtstheile Nitromethyltoluidin
C6H3CH3NO2NHCH3
und 5 Gewichtstheile Chlorzink werden gemischt und etwa 4 Stunden auf 170 bis i8o° bezw. so lange erhitzt, bis die von Zeit zu Zeit gezogenen Proben eine weitere Abnahme an dem mit gelber Farbe in Aether löslichen Nitrokörper nicht mehr erkennen lassen. Die Schmelze wird mit 1 proc. Salzsäure ausgekocht, filtrirt und aus dem kalten Filtrat das ß-Methyleurhodin mit Kochsalzlösung gefällt. Nach dem Abfiltriren der Mutterlauge: preist man den Rückstand. Um denselben von beigemengtem Eurhodin, welches durch Abspalten der Alkylgruppe mitentstanden ist, zu trennen, löst man den Prefskuchen durch Anrühren mit kaltem und Zufügen von heifsem Wasser, filtrirt und übersättigt nach dem Erkalten schwach mit Ammoniak. Nach halbstündigem Rühren wird filtrirt und mit heifsem Wasser nachgewaschen. Auf dem Filter befindet sich
das Eurhodin , im ammoniakalischen Filtrat das ß-Methyleurhodin, welches durch Fällung mit Kochsalzlösung als Chlorhydrat gewonnen wird.
Ersetzt man in diesem Verfahren das Nitromethyltoluidin durch die äquivalente Menge Nitroäthyltoluidin, wobei es sich empfiehlt, die Schmelze mit '/4 proc. Salzsäure auszukochen und die Fällung des Farbstoffes mit Chlorzinklösung vorzunehmen, so erhält man das ß-Aethyleurhodinchlorhydrat; dasselbe steht in der Nuance dem ß-Methyleurhodin nahe, es unterscheidet sich von demselben durch gröfsere. Löslichkeit.
Beispiel II.
18 Gewichtstheile Methyl - α - naphtylamin, 16 Gewichtstheile Nitromethyltoluidin, 5 Gewichtstheile Salzsäure 32 pCt.. und 5 Gewichtstheile Chlorzink werden langsam unter Rühren zunächst auf 100 bis 105 ° C. erhitzt, um das Wasser der Salzsäure zu vertreiben, und dann so lange auf 170 bis i8o° C, bis der Nitrokörper nahezu verbraucht ist. Die Aufarbeitung der das α ß-Dimethyleurhodin enthaltenden Schmelze geschieht wie bei Beispiel I.
Ersetzt man in diesem Verfahren das Methyla-naphtylamin und das Nitromethyltoluidin durch die äquivalenten Mengen der entsprechenden Aethylkörper unter Berücksichtigung der im Beispiel II genannten Modifikationen der Aufarbeitung, so gelangt man zum α ß-Diäthyleurhodin, welches, rothstichiger als α ß-Dimethyleurhodin, in der Nuance dem ß-Methyleurhodin näher steht als dem α ß-Dimethyleurhodin.
, Beispiel III.
28 Gewichtstheile Phenyl - α - naphtylamin, 16 Gewichtstheile Nitromethyltoluidin, 5 Gewichtstheile Salzsäure 32 pCt und 5 Gewichtstheile Chlorzink werden, um das Wasser der Salzsäure zu vertreiben, zunächst langsam unter Rühren auf 100 bis 1050 C, dann so lange auf 160 bis i8o° C. erhitzt,, bis der Nitrokörper nahezu verbraucht ist. Die Schmelze wird in ]/4 proc. Salzsäure gelöst und filtrirt, aus den erkalteten Filtraten wird mit Natronlauge die Farbbase gefällt. Falls eine Probe derselben mit Essigsäure nicht vollständig löslich ist, so ist Phenyleurhodin beigemengt, welches durch Lösen der Farbbase in 1 proc. Essigsäure und Filtration abgetrennt wird. Aus dem Filtrat erhält man durch Fällen mit Lauge das Indulin C24Jf19AT3 (a-Phenyl-ß-Methyleurhodin).
Ersetzt man in diesem Verfahren das Nitromethyltoluidin durch das entsprechende Nitroäthyltoluidin, so erhält man das dem vorstehenden in der Nuance sehr ähnliche Indulin C25 H21 N3 (a-Phenyl-ß-äthyleurhodin).

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Darstellung am Azinstickstoff alkylirter Induline, darin bestehend, dafs man an Stelle der im Patente . Nr. 77226 verwendeten Amidoazoverbindungen des Monomethyl-p-toluidins hier solche durch die Atomgruppirung
    charakterisirte ο - Nitroamidoverbindungen, in denen R einen Alkylrest bezeichnet, mit α-Naphtylamin oder mit monoalkylirten tt-Naphtylaminen oder mit Monophenyl-anaphtylamin oder dessen Homologen verschmilzt.
  2. 2. Die besonderen Ausführungsformen des im Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahrens, darin bestehend, dafs man zum Zwecke der Darstellung von ß-Methyleurhodin, α ß-Dimethyleurhodin, ct-Phenyl-ß-methyleurhodin, β - Aethyleurhodin , α β - Diäthyleurhodin, α-Phenyl-ß-äthyleurhodin das Nitromethyltoluidin
    C6H3CH3NO2NHCH3
    mit a-Naphtylamin, Monomethyl-a-naphtylamin oder mit Monophenyl-a-naphtylamin bezw. das Nitroäthyltoluidin
    C6 H3 CH3N O2 ATfZC2 JFf5
    mit a-Naphtylamin oder mit Monoäthyl-α - naphtylamin oder mit Monophenyl-anaphtylamin bei Temperaturen von 160 bis i8o° C. verschmilzt, bis eine Probe eine Abnahme an dem in Aether mit gelber Farbe löslichen Nitrokörper nicht mehr erkennen läfst.
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