DE844771C - Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe

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DE844771C
DE844771C DEP27979A DEP0027979A DE844771C DE 844771 C DE844771 C DE 844771C DE P27979 A DEP27979 A DE P27979A DE P0027979 A DEP0027979 A DE P0027979A DE 844771 C DE844771 C DE 844771C
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azo
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DEP27979A
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Hans Dr Mayer
Henri Dr Riat
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Ciba Geigy AG
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/01Complex metal compounds of azo dyes characterised by the method of metallisation

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Description

  • Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe Es wurde gefunden, daß metallhaltige Azofarbstoffe in vorteilhafter Weise hergestellt werden können, wenn man sulfonsäuregruppenhaltige o-Alkoxy-o'-oxyazofarl>stoffe, die mindestens zwei Azogruppen im Molekül enthalten, in Gegenwart von oxygruppenhaltigen aliphatischen Aminen mit metallabgebenden Mitteln behandelt, bis die Alkoxygruppen aufgespalten sind.
  • Die dem vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe dienenden o-Alkoxy-o'-oxyazofarbstoffe enthalten z. B. an mindestens einer Stelle des Moleküls die Gruppierung: worin der Alkylrest vorteilhaft ein niedrigmolekularer aliphatischer Rest ist, also z. B. eine Methyl-oder Äthylgruppe bedeutet. Eine große Zahl solcher Farbstoffe, die die genannte Gruppierung an zwei Stellen des Farbstoffmoleküls enthalten, können durch Kuppeln eines tetrazotierten 4, 4 -Diamino-3, 3'-dialkoxydiphenyls, insbesondere von tetrazotiertem 4, 4 =Diamino-3, 3'-dimethoxy-,diphenyl mit in o-Stellung zu einer Oxygruppe kuppelnden Azokomponenten erhalten werden, wobei die beiden Azokomponenten unter sich gleich oder verschieden sein können. Als Beispiele solcher Azokomponenten seien Oxynaphthalinsulfonsäureii genannt, wie i-Oxynaphthalin-3-, -4- oder -5-sulfonsäure, 2-Oxynaphthalin-4- oder -6-sulfonsäure, i-Oxynaphthalin-3, 6-, -3,8- sowie -4, 8-disulfonsäure, 2-Oxynaphthalin-3, 6- sowie -5, 7-disulfonsäure sowie insbesondere Aminonaphtholsulfonsäugen und deren .Substitutionsprodukte, wie i _Alminö-8=oxyüaphthalin=4-sürförisäure,°- i=Ainino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure, i-Amino-5-oXy= naphthalin - 7 - sulfonsäupe,, :9-, Amino.- 5.-. oxynaphthalin - 7 -, sulfonsäure und insbesondere i-Amino-8-oxynaphthalindisulfonsäuren, in denen die Sulfonsäuregruppen z. B. die Stellungen a, 4, ,3, 6 und 4,, 6, einnehmen können.
  • Zu wertvollen metallhaltigen Farbstoffen gelangt man ferner nach dem vorliegenden Verfahren, wenn man von Disazofarbstoffen ausgeht, welche erhalten werden, indem man ein tetrazotrertes 4, 4 -Diamino-3, 3'-dialkoxydiphenyl einerseits 'mit einer der genannten Oxynaphthalinsulfonsäuren und anderseits mit einer anderen in o-Stellung:,zu einer Oxygruppe kuppelnden Azokomponente, _z.B. mit einem i-Sulfohlienvl-3-methyl-5-pyrazolon v&einigt.
  • Azofarbstoffe,_ die die genannte Gruppierung; mindestens 'au einer Stelle im Molekül enthalten, können dadurch erhalten werden, daß man beliebige Diazokomponenten mit in 1)-Stellung zu einer Aminogruppe kuppelnden Azokomponenten, die in o-Stellung zur die Kupplung bestimmenden Aminogruppe eine Alkoxygruppe aufweisen, kuppelt und daß man die erhaltenen Farbstoffe weiter diazotiert und die Diazoverbindung mit einer in o-Stellung zu einer O`ygruppe kuppelnden Azokomponente vereinigt. Als Beispiel sei der Azofarbstoff der Formel genannt. Als metallabgebende Mittel können gemäß vorliegendem Verfahren solche verwendet werden, deren Metalle zur Komplexbildung mit, o, ö -Dioxyazofarbstoffen geeignet sind, d. h. insbesondere Verbindungen- von .Metallen mit einer .Ordnungszahl von 24 bis 30 (Chrom, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink). In vielen Fällen. erhält man besonders günstige Resultate bei Verwendung eines Metalles mit einer Ordnungszahl von 27 bis 29 (Kobalt, Nickel, Kupfer), und. insbesondere bei Verwendung von Kupferverbindungen.
  • Als oxygruppenhaltige aliphatische Amine können nach vorliegendem Verfahren insbesondere' solche Amine verwendet werden, deren Alkylgruppe nur wenige. C-Atome, beispielsweise nur 2 C-Atome, aufweist. Als Beispiele von technisch leicht zugänglichen Aminen der genannten Art seien Mono-, Di- und Triäthanolamin genannt.
  • Die Behandlung der im vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe dienenden Azofarbstoffe mit metallabgebenden Mitteln in Gegenwart der genannten Amine kann zweckmäßig in wässerigem Mittel bei erhöhter Temperatur vorgenommen werden. Dabei kann die Reaktionslösung z. B. so angesetzt werden, daß man der Lösung des Azofarbstoffes eine komplexe Lösung des betreffenden Me; talls hinzufügt, die erhalten wurde durch Versetzen einer wässerigen Metallsalzlösung, z. B. Kupfersulfatlösung, mit der erforderlichen , (s. unten) Menge eines Äthanolamins. In vielen Fällen ist es jedoch zweckmäßig, ails den Verbindungen, z. B. den Salzen der verwendeten Metalle, vorerst mit Ammoniak eine in , alkalischem Mittel lösliche Aminkomplexverbindung herzustellen, da die Hydroxyde dieser Metalle in alkalischem Mittel sonst unlöslich sind, und diese mit der Lösung, welche den Farbstoff und (las Äthanolamin enthält, zu vereinigen.
  • Die Metallkomplexl)ilfiung wird zweckmäßig bei erhöhter Temperatur, z. B. bei 8o bis go°, oder unter Rückflußkühlung vorgenommen, oder auch unter Druck bei ioo° überschreitenden Temperaturen durchgeführt. 1)ie lzeaktion ist als beendet anzusehen, wenn die Aufspaltung der Alkoxygruppen erfolgt ist, was daran ersichtlich ist, daß sich der Farbton der Reaktionslösung hei weiterer Behandlung bei der für die Reaktion erforderlichen Temperatur nicht mehr ändert.
  • Zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens benötigt man im allgemeinen mindestens die für die Überführung des Metallsalzes in den Metallaminkomplex erforderliche, Menge an Äthanolamin. In manchen Fällen kann eine Steigerung der Äthanolaminmenge noch eine Verbesserung des Resultats herbeiführen, wobei auch ein größerer Überschuß keineswegs schädlich ist.
  • Der Reaktionsverlauf und die günstige Wirkung des vorliegendenVerfahrens ist vorläufig noch nicht restlos geklärt. Es scheint aber, daß die beim Zusammenbringen vonAusgangsfarbstoff undMetallisierungsmittel primär entstehende Metallverbindung in Gegenwart von Äthanolamin überraschenderweise eine bessere l-,öslichkeit zeigt, als die nach bekannten Verfahren erhaltene, wobei dahin gestellt sein kann, ob die Ätliaiiolamine an der primär entstehenden Metallverbindung teilnehmen oder in anderer @Veise als Lösungsvermittler dienen.
  • Das vorliegende Verfahren erlaubt die Herstellung der Metallkomplexverbindungen von o, ö -Dioxyazofarbstoffen unter Aufspaltung der in den Ausgangsfarbstoffen enthaltenen Alkoxygruppen hei weitgehender Schonung des Farbstoffmoleküls ohne zusätzliche Vorsichtsmaßregeln, während dies in Abwesenheit von oxygruppenhaltigen aliphatischen Aminen mit anderen Kupfertetraminsalzen (Kupferoxyd-Ammoniak) oft nicht gelingt. Man erhält in vielen Fällen reinere Produkte und/oder eine bessere Ausbeute als nach den bekannten Verfahren.
  • Besonders vorteilhaft im Vergleich zu den bekannten Verfahren ist das vorliegende Verfahren dann, wenn der Ausgangsstoff eine gegen Erhitzen in alkalischem Mittel empfindliche Gruppierung, z. B. eine zu einer -O H-Gruppe in peri-Stellung befindliche N H2-Gruppe enthält, wie dies beispielsweise bei Azofarbstoffen der Fall ist, welche eine i-Amino-8-oxynaphthalinsulfonsäure, z.B. i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-, -4, 6- oder 2, 4-disulfonsäure als Azokomponente enthalten. Unter den Farbstoffen dieser Art sind wiederum in erster Linie diejenigen zu erwähnen, welche aus einem tetrazotierten :4, l'-l)iamino-3, 3'-(lialkoxydiphenyl hergestellt sind.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Metallkomplexverbindungen von o, o'-Dioxyazofarbstoffen sind zum Teil bekannt. Sie stellen metallhaltige, sulfonsäuregruppenhaltige Azofarbstoffe dar, welche mindestens zwei Azogruppen und die wahrscheinliche Atomgruppierung mindestens einmal enthalten, worin Me ein Metall mit einer Ordnungszahl von 27 bis 29 bedeutet, und zeichnen sich in der Regel gegenüber den entsprechenden Farbstoffen derselben Zusammensetzung, welche nach bekannten Verfahren erhältlich sind, dadurch aus, daß sie sich bei der Kapillaranälyse von grau gefärbten Verunreinigungen praktisch vollkommen frei erweisen. Sie eignen sich in der Regel zum substantiven Färben von cellulosehaltigen Fasern, wie Baumwolle, Leinen, Kunstseide und Zellwolle aus regenerierter Cellulose und ergeben aus dem angegebenen Grunde besonders reine Farbtöne. Besonders günstige Eigenschaften weisen in vielen Fällen die Kupferverbindungen auf. Die Herstellung der komplexen Zinkverbindungen ist unter Umständen dann von Vorteil, wenn aus den erhaltenen Farbstoffen das komplexgebundene Metall wieder abgespalten werden soll, .weil der metallfreie o, ö ,Dioxyazofarbstoff gewünscht wird.
  • Die nachstehenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung. Die Teile bedeuten dabei Gewichtsteile.
  • Beispiel i plan löst ioo Teile des Natriumsalzes des Disazofarbstoffes, welchen man durch Kuppeln von einem Mol tetrazotiertem 3, 3'-l)imethoxv-4, 4 -diaminodiphenyl mit zwei Mol i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure in natriumcarbonatalkalischem Mittel erhält, in 40oo Teilen Wasser unter Zusatz von 4oo Teilen Diäthanolamin. Hierauf fügt man Zoo Teile einer ammoniakalischen Kupfersulfatlösung (entsprechend 50 Teilen Cu S 04 . 5 H20 und 13,6 Teilen NH3) hinzu und erwärmt 14 Stunden auf 8o bis 9o°. Man kühlt auf 40° und isoliert den Farbstoff unter Zugabe von Natriumchlorid. Nach dem Trocknen erhält man ein dunkelblaues Pulver, welches sich in Wasser mit grünlichblauer Farbe löst und Baumwolle in reinen grünstichigblauen lichtechten Tönen färbt.
  • Ersetzt man die i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure durch die i-Amino-8-oxynaphthalin-2, 4- bzw. -,4, 6-disulfonsäure, so erhält man ähnliche Farbstoffe. Verwendet man an Stelle des Kupfersulfats Nickelsulfat, so erhält man einen Farbstoff, der auf Baumwolle ähnliche, etwas rotstichigere Färbungen ergibt. ' Beispiel e 98 Teile des Natriumsalzes des Disazofarbstoffes, welcher durch Kuppeln von einem Mol tetrazotiertem 3, 3'-Dimethoxy-4, 4 -diaminodiphenyl mit einem Mol i-Oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure und hierauf mit einem Mol i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure erhältlich ist, werden in 4ooo Teilen Wasser unter Zusatz von 3oo Teilen Triäthanolamin gelöst. Hierauf fügt man eine aus 5o Teilen kristallisiertem Kupfersulfat, 6o Teilen wässerigem Ammoniak (spezifisches Gewicht o,88) und i5o Teijen Wasser bereitete Lösung hinzu und erwärmt mehrere Stunden auf 8o bis 9o° bis zur Beendigung der Metallkomplexbildung. Aus der auf 40° abgekühlten Lösung wird der Farbstoff durch Zugabe von Natriumchlorid abgeschieden, filtriert und getrocknet. Er löst sich in Wasser mit .blauer Farbe und färbt Baumwolle in reinen blauen lichtechten Tönen.
  • Verwendet man an Stelle der i-Oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure z. B. die i-Oxynaphthalin-3, 8-disulfonsäure oder die 2-Öxynaphthalin-3, 6-bzw. -6, 8-disulfonsäure, so erhält man Farbstoffe mit ähnlichen Eigenschaften. Beispiel 3 Man löst ioo Teile des Natriumsalzes des Disazofarbstoffes, welcher durch Kuppeln von einem Mol tetrazotiertem 3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyl mit einem Mol i, 8-,Dioxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure und einem Mol i-Aminö-8-oxyttaphthalin-3, 6-disulfonsäure erhalten wird, in 4ooo Teilen Wasser. Hierauf versetzt man mit 5o Teilen kristallisiertem Kupfersulfat, gelöst in Zoo Teilen Wasser und 6o Teilen Monoäthanolamin und erwärmt 12 Stunden auf 8o bis 9o°. Nach dem Abkühlen wird der Farbstoff ausgesalzen, filtriert und getrocknet. Er löst sich leicht in Wasser mit grünblauer Farbe und färbt Baumwolle in reinen lichtechten grünlichblauen Tönen. 87,5 Teile des Natriumsalzes des durch Kuppeln von einem Mol tetrazotiertem 3, 3'-Dimethoxy-4, 4'-diaminodiphenyl mit einem Mol 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure ünd einem Mol i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure erhaltenen Disazofarbstoffes werden in 40oo Teilen Wasser unter Zusatz von 3oo Teilen Diäthanolamin gelöst. Man versetzt mit einer aus 5o Teilen kristallisiertem Kupfersulfat, 6o Teilen wässerigem Ammoniak (spezifisches Gewicht o,88) und 15o Teilen Wasser hergestellten Lösung und erwärmt mehrere Stunden auf 8o bis 9o°. Hierauf kühlt man auf 40° ab, gibt Natriumchlorid zu und filtriert den Farbstoff ab. Nach dem Trocknen erhält man ein dunkelblaues Pulver; das sich mit blauer Farbe in Wasser löst und Baumwolle aus natriumsulfathaltigem Färbebade in reinen blauen lichtechten Tönen anfärbt. Beispiel s 89 Teile des Natriumsalzes des Disazofarbstoffes, den man durch Kuppeln von einem Mol tetrazotiertem 3, 3'-Dimethoxy-4, 4 -diaminodiphenyl mit einem Mol 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure und einem Mol i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure erhält, werden in 4ooo Teilen Wasser unter Zusatz von 4ooTeilen Diäthanolamin gelöst. Hierauf fügt man Zoo Teile einer amnioniakalischen Kupfersulfatlösung (entsprechend 5o Teilen Cu S 04 - 5 H, O und i3,6 Teilen hT H ) hinzu und erwärmt 16 bis 20 Stunden auf 8o bis gol. Nach dem Abkühlen wird der Farbstoff ausgesalzen, abfiltriert und getrocknet. Er löst sich in Wasser mit grünlichblauer Farbe und färbt Baumwolle in blauen lichtechten Tönen an.
  • Verwendet man an Stelle der 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure andere Komponenten, wie die 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure oder. die 1-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure oder die i-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure, so erhält man Farbstoffe mit ähnlichen Eigenschaften. 99 Teile des Natriumsalzes des Disazofarbstoffes, den man erhält durch Kuppeln von einem Mol tetrazotiertem 3, 3'-Dimetlioxy-4, 4'-diaminodiphenyl mit einem Mol i-Amiiio-8-oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure und einem Mol 2-Phenylaminol5-oxynaphthalin-7-sulfOns:iure,werden in 3oooTeien Wasser unter Zusatz Von Zoo Teilen Äthanolamin gelöst. Man fügt eine ammoniakalische Kupfersulfatlösung, bestehend aus 5o Teilen kristallisiertem Kupfersulfat, 8o Teilen 25o/oigem Ammoniak und i5o Teilen Wasser hinzu und erwärmt 16 Stunden auf 8o bis 9o°. Hierauf wird der Farbstoff ausgesalzen, filtriert und getrocknet. Er stellt ein dunkles Pulver dar, welches sich in Wasser mit grünblauer Farbe löst und Baumwolle in reinen grünstichigblauen Tönen färbt. Die Färbungen besitzen neben guten Waschechtheiten eine ausgezeichnete Lichtechtheit.
  • Beisl)iel7 9o,5 Teile des Natriumsalzes des Disazofarbstoffes, den man erhält durch Kuppeln von einem Mol 3, 3'-Dimethoxy-4, 4 -diaminodiplienyl mit einem Mol i-Amino-8-oxynaphthol-3, 6-disulfonsäure und einem Mol i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-4'-sulfonsäure werden in 3000 Teilen Wasser unter Zusatz von 15o Teilen Äthanolamin gelöst. Hinzu fügt man 5o Teile kristallisiertes Kupfersulfat, gelöst in i5o Teilen Wasser und 8o Teilen 25o/oigem Ammoniak, und erwärmt 6 Stunden auf 8o bis 9o°. Hierauf wird die Lösung mit wenig 3oo/oiger Salzsäure neutralisiert, der Farbstoff ausgesalzen, abfiltriert und getrocknet. Er löst sich in Wasser mit rotblauer Farbe und färbt Baumwolle in rotstichigblauen Tönen.
  • Beispiel 8 8,6 Teile des Natriumsalzes des Disazofarbstoffes von der Zusammensetzung werden in Zoo Teilen warmem Wasser gelöst, mit 2o Teilen Triäthanolamin versetzt und nach Zugabe einer ammoniakalischen Kupferlösung; bestehend aus 3Teilen kristallisiertem Kupfersulfat, ioTeilen Wasser und 4 Teilen einer 24°/oigen wässerigen Ammoniaklösung 12 bis 14 Stunden auf 90 bis 95° erwärmt. Hierauf wird die gebildete Kupferverbindung mit verdünnter. Salzsäure ausgefällt, abfiltriert und in üblicher Weise in das Natriumsalz übergeführt. Der Farbstoff stellt in trockenem Zustand ein schwärzliches Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit blaugrüner Farbe löst. Auf pflanzlichen Fasern erhält man blaue lichtechte Ausfärbungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, da8 man sulfonsäuregruppenhaltige o-Alkoxyo '-oxyazofarl>stoffe, die mindestens zwei Azogruppen im Molekül enthalten, besonders von der allgemeinen "Zusammensetzung R,-N = N-R-N = N-R" in welcher R einen in .4- und 4'-Stellung an die Azogruppe gebundenen Diphenylrest, der in S-und 3'-Stellung je eine Alkoxygruppe trägt, R, einen sulfonsäuregruppenhaltigen, in 2-Stellung an die Azogruppe gebundenen Naphthalinrest, der in i-Stellung eine -OH-Gruppe und iti 8-Stellung eine --NH=-Gruppe trägt und 1Z= den Rest einer in Nachbarstellung zu einer Oxygruppe an die Azogruppe gebundenen Azokomponente bedeutet, in Gegenwart von oxygruppenhaltigen aliphatischen Aminen, besonders von der allgemeinen Zusammensetzung in welcher n eine ganze Zahl von i bis 3 bedeutet, mit metallabgebenden Mitteln behandelt, bis die Alkoxygruppen aufgespalten sind.
DEP27979A 1946-10-17 1948-12-30 Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Azofarbstoffe Expired DE844771C (de)

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