DE7989C - Neuerungen an Dampfkesseln - Google Patents

Neuerungen an Dampfkesseln

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F. MÖRTH in Wien
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B5/00Steam boilers of drum type, i.e. without internal furnace or fire tubes, the boiler body being contacted externally by flue gas

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Claims (1)

1878.
Klasse 13.
FRANZ MÖRTH in WIEN. Neuerungen an Dampfkesseln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. December 1878 ab.
Diese Dampfkesselanlage besteht aus drei durch Rohrstutzen verbundenen, über einander liegenden Kesseln A B und C von gleichen und verhältnifsmäfsig geringen Durchmessern mit entsprechender Einmauerung.
Während die zwei oberen dieser drei Kessel, B und C, durch nur einen Rohrstutzen 0 mit einander verbunden und parallel in waagrechter Lage eingemauert sind, ist der Unterkessel A durch mehrere gleichmäfsig auf der ganzen Länge vertheilte Rohrstutzen m und g mit dem Mittelkessel B dergestalt verbunden, dafs er eine nach hinten geneigte Lage erhält. Die Speisung erfolgt unten an der vorderen Stirnfläche des Mittelkessels B, wie auf der Zeichnung angegeben, und findet sich inmitten dieser Fläche das hierzu nöthige Speiseventil, das Manometer und die beiden Wasserstandszeiger angebracht. Das einströmende Speisewasser umspült in der Pfeilrichtung die im Kessel B über den mittleren Wasserstand hervorragenden Ansatzstutzen α der Verbindungsstutzen m, welche erstere bei der Kesselreinigung entfernt werden können, und gelangt dann durch den hintersten Verbindungsstutzen g abwärts in den Unterkessel A bis nach vorn, wodurch eine möglichst vollkommene Gegenströmung erreicht wird.
Der im Unterkessel A sich entwickelnde Dampf strömt durch die Stutzen m und a in den Dampfraum des Mittelkessels B, ohne mit dem in demselben befindlichen Speisewasser in Berührung zu kommen. Dieser Dampf mischt sich mit dem im Mittelkessel B1 als zweiten, für sich bestehenden Dampferzeuger gebildeten Dampf, und gelangt, noch stark mit Kesselwasser gesättigt, durch den Verbindungsstutzen 0 in den als Dampfsammler dienenden Oberkessel C, in welchem der nasse Dampf durch Einwirkung der abziehenden heifsen Gase des dritten Rauchzuges in trockenen Dampf verwandelt wird.
Der nach hinten stark geneigte Unterkessel A ragt mit seinen Enden an den Stirnwänden der Kesselmauerung etwas hervor und ist daselbst mit Mannlöchern versehen. Das vordere Ende des Mittelkessels B ragt nur vorn aus der Mauerung hervor. Der Oberkessel C liegt frei im dritten Feuerzuge und trägt an seinem hinteren Ende den J)ampij&om D mit Mannloch und den nöthigen Dampfausgangsöffnungen.
Die starke Neigung des Unterkessels A bezweckt nächst dessen vollständiger Entleerung,, die in demselben entwickelten Dämpfe leichter und schneller in den Dampfraum des Mittelkessels B gelangen zu lassen. Zu demselben Zwecke ist am vorderen oberen Ende des Unterkessels A ein schwaches Verbindungsrohr r mit Ausblashahn für den Fall etwaiger Verstopfung angebracht.
Am Ende des ersten Feuerzuges befindet sich eine Aschenfallgrube F, aus welcher zu jeder Zeit die sich ansammelnde Flugasche durch die Ausputzthür d entfernt werden kann.
Die im ersten Feuerzug angebrachten hängenden Feuerbrücken η dienen einerseits zur Einmauerung der Kesselpratzen, andererseits zur Ablenkung der heifsen Gase nach unten. Ueber der oberen Hälfte von A, wie auch zwischen der Abmauerung längs der Wasserstandslinie des Mittelkessels B und dessen Ueberwölbung wird die Luft mehr oder weniger stagniren.
Zu möglichst gröfster Erwärmung des Speisewassers dienen ein oder zwei in dem gemeinschaftlichen Rauchkanal angebrachte Vorwärmkessel G, welche an ihrem einen Ende das kalte Wasser aufnehmen und, ohne Dampfdruck zu erzeugen, von ihrem anderen Ende das vorgewärmte Wasser an die Kesselspeisepumpe abgeben.
Diese Kesselanlage soll folgende Vortheile bieten: Schwache Blechstärken der Kessel und infolge dessen ein billiger Herstellungspreis, sowie billiger und leichter Transport des Kessels zur Baustelle; schnelle Erzeugung des Dampfes bei gleichzeitiger Entwässerung desselben, sowie bequeme Reinigung des Kesselofens während des Betriebes, aus welchen allem endlich eine wesentliche Brennstoffersparnifs resultirt.
Patenτ-Anspuuch:
Eine Dampfkesselanlage, bestehend aus einem Ober-, einem Mittel- und einem Unterkessel, welche mittelst eigenthümlich angeordneter Rohrstutzen dergestalt unter einander verbunden sind, dafs das an dem einen Ende des Mittelkessels eintretende Speisewasser den letzteren der ganzen Länge nach durchströmt, dann durch einen am anderen Ende gelegenen Verbindungsstutzen in den Unterkessel tritt und von dort in entgegengesetzter Richtung sich bewegt, so dafs über dem Roste das heifseste Wasser sich befindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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