DE79190C - Walz-Verfahren - Google Patents
Walz-VerfahrenInfo
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- DE79190C DE79190C DENDAT79190D DE79190DA DE79190C DE 79190 C DE79190 C DE 79190C DE NDAT79190 D DENDAT79190 D DE NDAT79190D DE 79190D A DE79190D A DE 79190DA DE 79190 C DE79190 C DE 79190C
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B13/00—Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories
- B21B13/08—Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with differently-directed roll axes, e.g. for the so-called "universal" rolling process
- B21B13/10—Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with differently-directed roll axes, e.g. for the so-called "universal" rolling process all axes being arranged in one plane
- B21B13/103—Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with differently-directed roll axes, e.g. for the so-called "universal" rolling process all axes being arranged in one plane for rolling bars, rods or wire
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metal Rolling (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Walz-Verfahren.
Bei den bisherigen Walz-Verfahren mit geschlossenem Kaliber sind die Walzenachsen
selbst allseitig wirkender Walzen , wie bei dem unter Nr. 12860 patentirten Universalwalzwerk
von WiIh. Weuström, den Kaliberseiten stets parallel, es wird mithin das
Werkstück einem lothrecht auf die Kaliberseiten wirkenden Druck ausgesetzt. Hierdurch
wird das Metall nur gelängt und , wenn so viel Walzen angewendet werden , als das
,Kaliber Seiten hat, gedichtet.
Ein weit besseres Walzproduct ist erreichbar, wenn das Metall aufser seiner Verlängerung
und Verdichtung auch noch eine seitliche Molecularverschiebung erhalten kann.
Zu dem Zwecke müssen die Kaliberseiten den Walzenachsen nicht parallel sein, und
zwar sowohl bei einem Kaliber eines regulären als auch eines ungleichseitigen Drei - oder
Vieleckes müssen die Walzenachsen stets des anliegenden Kaliberwinkels parallel liegen und
mufs eine Kaliberveränderung nur in der Weise stattfinden, dafs die Walzen in Richtung
ihrer Achsen zusammen - oder auseinandergeschoben werden.
Durch das nachstehend beschriebene Verfahren soll durch Auswalzen in geschlossenem
Kaliber mit konischen Walzen, deren Achsen in eben erwähnter Art zum Kaliber liegen
und verschoben werden, das Metall durch Längung, Verdichtung und seitliche Moleculaturverknetung
auf eine bisher nicht mögliche denkbar höchste Stufe der Veredelung gebracht
werden, indem hierdurch eine spiralisirende Molecularverschiebung erreicht wird,
wobei sowohl die schräge Lage des Kalibers zu den Walzenachsen als auch die an den
Walzenumfängen auftretende verschiedene Geschwindigkeit in Wirkung treten.
Die Zeichnungen einer Walze mit vierkantigem flachen Kaliber (Fig. 1 und 2) und
einer solchen mit dreikantigem, gleichseitigem Kaliber (Fig. 3) zeigen die Principe des Verfahrens
und sollen hierdurch gleichzeitig die Merkmale angedeutet sein, unter deren Berücksichtigung
ebensowohl gleichseitige vier-, fünf-, sechseckige Kaliber herzustellen sind.
Zwischen den Wangen A, Fig. 1 (Durchschnitt) und Fig. 2 (Seitenansicht von der
Steuerseite aus mit hinweggenommenen punktirt angedeuteten äufseren Rädergarnituren), sind in
geeigneten, durch Stellschrauben α nachziehbaren Schleiflagern b die beiden horizontal in entgegengesetzter
Richtung verschiebbaren Achsen B mit ihren fest aufgekeilten, nach zwei Seiten
hin konisch gedrehten Walzen B' gelagert. Die Achsen C der kleinen, ebenfalls doppelt
konischen Seitenwalzen C sind senkrecht in je einer der Wangen A gelagert und können
ebenfalls nur achsial und in entgegengesetzter Richtung verschoben werden. Durch geeignetes
achsiales Verschieben aller Walzen wird vermöge der konischen, in einander ruhenden
Walzenflächen das flache Kaliber verkleinert oder vergröfsert. Als besonderes Merkmal
dieser ■ Einrichtung ist hervorzuheben , dafs wegen der diagonalen Lage des Kalibers zu
den Achsen die beiden Hauptachsen B trotz ihres Verschiebungszweckes viel kürzer gelagert
werden können als bei anderen Einrichtungen, d. h. der Raum zwischen den Lagern einer
Achse B ist geringer als bei mit den Achsen
parallelem Kaliber. Diese Achsen B tragen an der einen Seite die Antriebzahnräder DD\
welche so breit gehalten sind, dafs in jeder seitlichen Verschiebungsstellung die nothwendige
Zahnbreite in Wirkung kommt. Auf der entgegengesetzten Seite gehen die mit breitem
Kopf B" versehenen Achsen mit entsprechendem, Reibung vermeidendem Spielraum durch
die mit den Wangen A fest verschraubten Schraubenhülsen E, auf welche sich Zahn-'
räder mit Mutterhülsen F aufschrauben. Das Gewinde ist in F nur so weit eingeschnitten,
dafs an der äufseren Zahnradfiä'che ein starker Mitnehmerkranz stehen bleibt, auf welchem
der überstehende Kopf B" schleift.
Zwischen diesem Mitnehmerkranz an F und einem im Centrum einer mit F fest verbundenen
Klappe G befindlichen starken Kerner wird der Kopf B" gehalten. Es ist hierdurch
die Möglichkeit geboten, durch Steuerung an dem vermittelst eines überwölbten Gufsarmes J
mit den Wangen A verbundenen Steuerzahnrades H die beiden Achsen B mit ihren
Walzen B' und Antriebrädern DD' in entgegengesetzter
Richtung gleichzeitig zu verschieben , da, wie angedeutet, die Gewinde
von EF der unteren Walze entgegengesetzt denen der oberen Hülse und Mutter sind.
Der Zwischenraum zwischen G und B" kann gänzlich mit geeignetem Schmiermaterial gefüllt
werden.
Um in entsprechender Richtung auf die beiden je in einer Wange A senkrecht in
Centrirungslagern C gehenden Achsen C mit
ihren Doppelkonuswalzen C verschieben zu können , ist unter den Walzen C je ein
kleiner Ring auf der Achse mit so viel Entfernung von der Walze angeordnet, dafs in
diesen Zwischenraum die Gabel / pafst. Die Gabeln sind nach unten durch Stangen,
welche bei g in Ausbohrungen dem Gewicht der Walzen gemäfs starke Federn tragen, und
welche bei f gezahnt sind , verlängert, um vermittelst dieser Zahnungen und Zahnwalze K,
welche auf die Zahnstangen f in entgegengesetzter Richtung wirkt, eine Verstellung auch
dieser Walzen C zu ermöglichen, wobei durch die Tragfedern g ein eventuelles Klemmen
vermieden wird. Auf der die Zahnwalze K tragenden Achse h ist an der Vorderseite das
durch auf Achse i sitzende Uebersetzungsräder L L' zu bewegende Zahnrad K' befestigt.
Der Antrieb von F auf L' wird vermittelst der auf der unteren Mutterhülse J befindlichen
Zahnung bewirkt, so dafs also bei Steuerung an H sämmtliche vier Walzen gleichzeitig in
entsprechender Weise verschoben werden können, um solcher Art das Kaliber zu verändern.
Der in Fig. 3 in äufserer Ansicht gezeichnete Walzenstuhl für dreikantiges Profil zeigt
gegenüber dem bisher erläuterten einige durch die Winkel bedingte Modificationen. Das Gestell
A mit seinem angegossenen Bügellagerarm A' und mit seiner angeschraubten Brücke A"
mit Bügelarm A'" ist in seiner Form durch das gewünschte Kaliber bedingt. In dieses
Gestell sind die Achsen B mit ihren fest aufgekeilten Doppelkonuswalzen B', aber mit
durch Nuth und Keil verschiebbaren, die Arbeit vermittelnden Betriebszahnrädern C eingelagert,
welche den Antrieb durch bei α angeordnete Vorkehrungen empfangen. Wie nach Fig. 1 die Verstellung durch Zahnräder H
und F geschieht, welche mit den Mutterhülsen F zu einem Ganzen verbunden sind,
so geschieht sie hier durch Mutterhülsen F, welche mit ihrem Sechskant in den Zahnrädern
F verschiebbar sind und die verdünnt abgedrehten Achsen B vermittelst Ansatzes
und aufsen befindlicher Doppelmutter in der Längsrichtung verschieben, indem sie sich auf
den am Gestell A befestigten Hohlschrauben E drehen..
Die Verschiebung der Walzen erfolgt deshalb gleichzeitig und gleichmäfsig, weil die
Verschiebungsbewegung auf die rechts befindliche, nicht direct durch die Steuerung EFF1
beeinflufste Achse durch auf Brücke A" vermittelst Achse H aufsitzendes Zahnrad G und
in Schleifansätzen α gehende, auf G ruhende, den aufgeschraubten Achsenkopf B" dirigirende
Zahnstangen J übertragen wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Walz - Verfahren , dadurch gekennzeichnet, dafs das Werkstück, auch bei der Kaliberveränderung, welche von einer Stelle aus durch gemeinsame achsiale Verschiebung der Walzen bewirkt wird, zwischen drei und mehr stets ein geschlossenes Kaliber bildenden Doppelkonuswalzen ausgewalzt wird, dessen zu den Walzenachsen nicht parallele Seiten je durch eine Walze gebildet werden, um das zu walzende Metall einem allseitigen schrägen Walzendruck der Art auszusetzen, dafs das Werkstück sowohl durch die Lage des Kalibers zu den Walzenachsen, welche den Halbirungslinien der Kaliberwinkel parallel sind, als auch durch die an den Walzenumfängen auftretenden verschiedenen Geschwindigkeiten eine spiralisirende Molecularverschiebung erleidetHierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79190C true DE79190C (de) |
Family
ID=351842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79190D Expired - Lifetime DE79190C (de) | Walz-Verfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79190C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2495387A (en) * | 1946-01-03 | 1950-01-24 | Richard E Rummins | Mill |
| WO1994027752A1 (en) * | 1993-05-29 | 1994-12-08 | Penny & Giles Blackwood Limited | Workpiece shaping machine |
-
0
- DE DENDAT79190D patent/DE79190C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2495387A (en) * | 1946-01-03 | 1950-01-24 | Richard E Rummins | Mill |
| WO1994027752A1 (en) * | 1993-05-29 | 1994-12-08 | Penny & Giles Blackwood Limited | Workpiece shaping machine |
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