DE79187C - Doppelbogenschläger (Doppellade) für Bandwebstühle - Google Patents
Doppelbogenschläger (Doppellade) für BandwebstühleInfo
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- DE79187C DE79187C DENDAT79187D DE79187DA DE79187C DE 79187 C DE79187 C DE 79187C DE NDAT79187 D DENDAT79187 D DE NDAT79187D DE 79187D A DE79187D A DE 79187DA DE 79187 C DE79187 C DE 79187C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D35/00—Smallware looms, i.e. looms for weaving ribbons or other narrow fabrics
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Description
'"f KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1894 ab.
Durch vorliegende Erfindung wird bezweckt, in eine Lade eines Bandstuhles auf gleiche
Länge der bisher üblichen Bauart eine wesentlich gröfsere Anzahl Spulen bezw. Schützen
einzulegen, also mehr Bänder in demselben Stuhl anfertigen zu können, sowie die Anwendung
gröfserer Spulen und bessere Zugänglichkeit der Schützen. Hand in Hand damit gehend
ist eine wesentliche Vereinfachung des Schützenantriebes, durch welche die zuerst genannten
Vortheile bedingt und ermöglicht sind.
Die Vortheile der Erfindung treten am besten hervor bei einer Nebeneinanderstellung der
neuen Ladenanordnung mit bisher bekannt gewordenen bewährten älteren Einrichtungen.
Es ist deshalb auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. ι eine Vorderansicht, theilweise im
Schnitt, eines Theiles der neuen Lade als Bogenschläger gebaut, in Fig. 2 und 3 bezw.
je ein Schnitt nach I-1 und II-II und in Fig. 4 das zugehörige Schiffchen gezeigt.
Fig. 5 und 6 sind bezw. Vorderansicht und Querschnitt eines Schlägers alter Art mit geradlinig
parallel laufenden Schützen.
Fig. 7 ist das hierzu gehörige Schiffchen.
Fig. 8 und 9 sind zwei entsprechende Ansichten eines Bogenschlägers alter Construction
und
Fig. 10 ist das hierzu gehörige Schiffchen.
Nach alter Bauart (Fig. 5 und 6) wird, wenn der Schläger als sogen. Doppelläufer construirt
ist, für jeden Schützenlauf eine besondere Zahnstange A A' angeordnet, deren Antrieb
von einer Seite aus in bekannter Weise erfolgt, der für die Beurtheilung des vorliegenden Erfindungsgedankens
aber von keinem Belang, deshalb nicht näher verzeichnet ist.
Diese Zahnstangen treiben jeweils die Räderpaare B B and B' B\ deren je ein Paar für
ein Schiffchen C C erforderlich ist, welche mittelst derselben hin- und hergetrieben werden.
Bei der Anordnung für Bogenschläger (Fig. 8, 9 und 10) wird mit einer Zahnstange D ebenfalls
je nur eine Schiffchenreihe bethätigt. Wegen der nahezu lothrechten Stellung der Schiffchen
aufserhalb des Faches und weil sie sich auf ihren Bahnen kreuzen können, ergiebt aber der
Bogenschläger dem Parallelaufschläger gegenüber immerhin eine Raumersparnifs und es
können dabei auf gleiche Schlägerlänge mehr Bänder eingesetzt und gewebt werden als bei
dem letzteren. Der Raumgewinn ist aber wegen der Einzelanordnung wieder gering gegenüber
der Anordnung Fig. 5.
Durch das Patent Nr. 38616 von W. Brand in Barmen ist nun eine Einrichtung bekannt
geworden, bei welcher zwar durch eine Zahnstange zwei Schützen getrieben werden können,
aber die Doppelketten liegen über einander, die untere ist also nicht zu übersehen; aus
diesem und anderen Gründen konnte sich diese Anordnung nicht einführen trotz der
damit erzielten Raumersparnifs.
Die vorliegende Erfindung erzielt nun eine erhebliche Raumersparnifs bei voller Uebersichtlichkeit
der einzelnen Ketten oder Bahnen und bei wesentlich .vereinfachter Einrichtung
durch die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Construction.
Der Schläger ist als Doppelbogenschläger ge-
baut mit versetzt angeordneten Gängen 1,2, 3,4... Zwischen den verticalen Abstand der zwei horizontalen
Gangreihen 1, 3, 5 ... und 2, 4, 6 ... ist die Antriebszahnstange α gelegt, die an ihrer
oberen und unteren Seite mit Zähnen versehen ist. Ihre Bewegung geschieht in bekannter
Weise mit Rollen und Riemenzug. Je in der Mitte zwischen zwei Gängen 2,4 ... 1,3...,
d. i. vertical über und unter der Kreuzungsstelle zweier Spulenläufe b b . . . und cc...
sind die Schiffchentreibrädchen d d d' d' .. . angeordnet, die in die obere bezw. untere Verzahnung
der Stange α eingreifen und von ihr umgedreht werden und dadurch die mit ihnen
in Eingriff stehenden Schiffchen e e1 hin- und herbewegen.
Mit einer Zahnstange werden also zwei Schiffchenreihen direct bethätigt.
Neben dieser Vereinfachung in der Construction gewährt die neue Anordnung aber
den ferneren Vortheil der .sehr wesentlichen Raumersparnifs. Dies wird am besten ersichtlich
durch einen Vergleich mit den älteren Einrichtungen (Fig. 5 und 8). Die durch alle
drei Schläger gezogene Linie x-x läfst erkennen, dafs die Gangmitten 1,1,1 zusammenfallen.
Die Liniey-y zeigt dagegen, dafs auf sechs Gänge der neuen Einrichtung nicht mehr
wie fünf beim geraden Schläger, Fig. 5, kommen, und dafs beim Bogenschläger Fig. 8 nach alter
Anordnung zwar nach oben knapp sechs Gänge auf die gleiche Länge wie bei Fig. 1 kommen,
dafs dies aber nur auf Kosten der Breite des Bandes möglich geworden und auf Kosten der
Schützengröfse, wie die Fig. 4, 7 und 10, die alle in gleichem Mafsstabe gezeichnet sind, ergeben.
Die Zulässigkeit der gröfsten Schützen hat aber einen ferneren, sehr wesentlichen Vortheil
im Gefolge: Es giebt weniger Stillstände, weniger Ansätze im Gewebe, daher gröfsere
Leistung und besseres Fabrikat.
Fernere Vortheile, die auf den Betrieb sich beziehen, sind: Besserer Schützenlauf und geringerer
Verschleifs, weil gröfsere Arbeitsflächen zur Verfügung stehen. In constructiver Hinsicht
hat die neue Anordnung ferner den grofsen Vortheil, dafs die einzelnen Theile des Schlägers
kräftiger und widerstandsfähiger gehalten werden können, namentlich können die Deckstücke
ff. . . g g . . . gut angeschraubt und so kräftig gemacht werden, dafs sie einzeln ohne Gefahr
abgenommen und wieder angesetzt werden können, wenn ein Schiffchen ausgehoben
werden soll.
Der grofse Unterschied in der Garnaufnahmefähigkeit ist am besten aus den Fig. 4, 7 und ι ο
zu ersehen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Doppelbogenschläger (Doppellade) für Bandwebstühle, bei welchem mit nur einer Zahnstange mit doppelter Verzahnung unter Vermittelung je eines ober- und unterhalb mit derselben in Eingriff stehenden Triebrädchens (d d'J die zu den versetzt angeordneten Gängen (2, 4, 6 . . ., i, 3, 5 . . .) gehörigen Schiffchen (e . . ., e' . . .) bewegt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79187C true DE79187C (de) |
Family
ID=351839
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79187D Expired - Lifetime DE79187C (de) | Doppelbogenschläger (Doppellade) für Bandwebstühle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79187C (de) |
-
0
- DE DENDAT79187D patent/DE79187C/de not_active Expired - Lifetime
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