DE78656C - Flaschenverschlufs mit Sicherungsvorrichtung gegen Wiederfüllen - Google Patents

Flaschenverschlufs mit Sicherungsvorrichtung gegen Wiederfüllen

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DE78656C
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Germany
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bottle
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stopper
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safety device
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DENDAT78656D
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W. B. RAND, 220 Devonshire Street, Boston, Mass., V. St. A
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Anticipated expiration legal-status Critical
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D55/00Accessories for container closures not otherwise provided for
    • B65D55/02Locking devices; Means for discouraging or indicating unauthorised opening or removal of closure
    • B65D55/06Deformable or tearable wires, strings or strips; Use of seals

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sicherheit gegen das Wiederfüllen einer ihres ursprünglichen Inhalts beraubten Flasche zu bieten, damit nicht in betrügerischer Absicht eine mit minderwerthiger Waare gefüllte Originalflasche als eine solche mit Originalfüllung ausgegeben werden kann. Dieser Zweck wird zunächst dadurch erreicht, dafs durch das Oeffnen der ursprüngliche Zustand der Flasche in nicht wieder herzustellender Weise verloren geht; des Weiteren kann aber auch die Erfindung dahin ausgebildet werden, dafs nach einmaliger Entleerung eine Wiederfüllung der Flasche überhaupt nicht mehr möglich ist.
Es sind schon verschiedene Vorrichtungen gleichen Zweckes vorgeschlagen worden; aber diese leiden einestheils an dem Uebel, dafs sie den Preis der Flasche, die doch nur der Behälter für das eigentlich Werthvolle, die Flüssigkeit, sein soll, wesentlich erhöhen, anderentheils wird durch die bisher bekannt gewordenen Vorrichtungen die Handhabung der Flasche beim Füllen und Oeffnen in unliebsamer Weise erschwert. Diesen Vorrichtungen gegenüber zeichnet sich die vorliegende durch Einfachheit und Wohlfeilheit aus.
Die Vorrichtung kann in verschiedenen Formen zur Ausführung gelangen; allen diesen ist aber gemeinsam, dafs ein Festkörper, das »Siegel«, bei und nach dem erstmaligen Verschliefsen der Flasche durch Drähte oder dergl. unter einem Vorsprung des Flaschenhalses gehalten wird, bis bei Entfernung des Verschlusses das Siegel herabfällt. Man kann demnach an der Lage des Siegels erkennen, ob die Flasche seit der erstmaligen Füllung unberührt geblieben oder ob sie etwa wieder gefüllt worden ist,
In Fig. ι bis 5 der beiliegenden Zeichnung sind verschiedene Formen des Siegels 3. gezeichnet, während die Fig. 6 bis 12 die Anwendung des Siegels, also die ganze Vorrichtung in verschiedenen Ausführungsbeispielen erläutern.
In Fig. 6 bis 12 sind nur die oberen, bei Betrachtung der Vorrichtung allein in Frage kommenden Theile 1 der Flaschen verschiedener Form dargestellt. Mit 2 sind die Flaschenhälse bezeichnet. 3 bezeichnet in allen Figuren das Siegel. Es besteht aus einer einfachen Platte oder Scheibe (Fig. 1 und 2) oder aus einer Kugel (Fig. 3 bis 5 und 7) oder aus einem ähnlich gestalteten Festkörper, da es auf die Form nur in einem Falle (Fig. 8 und 9) ankommt. Das Siegel kann auch aus zwei durch den Draht verbundenen Theilen bestehen (Fig. 12), welche sich beim Zerreifsen des Drahtes von einander lösen. Als Material für das Siegel soll in erster Linie Glas oder Porcellan verwendet werden. Bedingung ist, dafs das Siegel durch den Flaschenmund nicht aus- oder eingeführt werden kann, es mufs deshalb bei der Anfertigung der Flasche, wenigstens dann eingebracht werden, ehe der Flaschenhals die sein Entweichen verhindernde Einschnürung 13 erhält.
Das Siegel 3 ist mit Durchbohrungen 4 versehen, vermöge welcher an demselben ein Draht 5, ein Faden oder ein schmaler Blechstreifen oder dergl. in geeigneter Weise dauernd oder vorübergehend verbunden wird. Nach Fig. ι bis 3 und 11 ist durch den Festkörper 3 der Draht 5 hindurchgezogen; nach Fig. 1 bis 3 sind beide Drahtenden frei, nach Fig. 11 mit einander vereinigt. Nach Fig. 4 wird der durch
Zusammendrehen verdoppelte Draht nur durch die Reibung in dem Loch 4 gehalten, damit sich die Verbindung bei Zug leicht löse. Nach Fig. 5 und 8 ist der Draht 5 in .3 eingeschmolzen. Mittelst dieses Drahtes wird nun das Siegel mit dem Stopfen derart verbunden, dafs die Verbindung beim Entfernen des Stopfens sich löst und das Siegel herabfällt, wie dies an der Hand der Fig. 6 bis 12 in folgendem beschrieben werden soll.
In Fig. 6 ist eine ganz einfache Ausführungsform dargestellt. Man lä'fst beim Füllen der Flasche die ursprünglich genügend langen Stücke des Drahtes 5 aus dem Flaschenmund herausragen und befestigt sie gegebenenfalls vorläufig an äUfserlich am Flaschenhals anzubringenden (nicht gezeichneten) Vorsprüngen. Nach dem Füllen zieht man Siegel 3 gegen die Vorsprünge 13 des Flaschenhalses 2 an und führt dann den Stopfen 8 ein. Alsdann verknotet man über 8 bei 5a die entsprechend abgeschnittenen Drahtenden und versiegelt oder verkapselt die Flasche. Beim Herausziehen des Stopfens 8 zerreifst später die Drahtschlinge und Siegel 3 fällt in die Flasche hinab. Noch sicherer ist es, unter Verzicht auf die Verknotung 5a die Drahtenden so kurz abzuschneiden, dafs sie lediglich durch die Reibung zwischen Stopfen und Flaschenhals gehalten werden und nicht über den Stopfen hervorragen. In derartiger Weise ist z. B. der Draht 5 auch bei der in Fig. 11 dargestellten Ausführungsform befestigt.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausfühfungsform. wird der Draht, lose durch die Bohrung 4 des kugelförmigen Körpers 3 gezogen, nur beim Verschliefsen der Flasche gebraucht. In den Flaschenhals wird ein Korkring 8 eingesetzt, . durch dessen centrale Längsdurchbohrung ein besonderer Stopfen 9 eingesetzt wird, welcher den Verschlufs bildet und beim Entleeren der Flasche herausgezogen wird. Mit Hülfe dieses Stopfens 9 wird hier das Siegel 3 gehalten, nachdem dasselbe vermöge des Drahtes gegen Einschnürung 13 angezogen und der Draht zwischen Korkeinlage 8 und Flaschenhals 2 herausgezogen worden ist. Beim Einführen des Stopfens 9 (während 3 noch am Draht hängt) tritt nämlich dessen Ansatz 1 1 in eine mit elastischem Material 10 ausgekleidete Höhlung von 3 und hält nach dem Herausziehen des Drahtes das Siegel durch Reibung fest. Letzteres mufs natürlich herabfallen, sobald man Stopfen 9 nur ein wenig lockert.
Die in Fig. 8 in einem Längsschnitt und in Fig. 9 in einem Querschnitt nach Linie 9-9 der Fig. 8 dargestellte Ausführungsform hat die Eigenschaft, das Wiederfüllen der einmal geleerten Flasche zu verhindern. Dies geschieht dadurch, dafs Siegel 3 als Ventil gestaltet ist und sich beim Herabfallen auf einen als Ventilsitz ausgebildeten Theil 12 des Flaschenhalses auflegt, damit bei aufrecht stehender Flasche der eintretenden Flüssigkeit den Weg in das Flascheninnere versperrend. Oberhalb 3 ist der Flaschenhals so eng gestaltet, dafs. das Siegel ohne Zertrümmerung des Halses nicht zugänglich ist. Um bei dem durch Draht 5 angehobenen und dicht unter den Vorsprüng'en 13 liegenden Siegel (Stellung nach Fig. 8, jedoch ohne Stopfen) die Flasche füllen zu können, nehmen die Vorsprünge 13 nicht den ganzen Umfang des Flaschenhalses 2 ein, sondern lassen zwischen sich Lücken 14 (s. Fig. 9), durch welche Flüssigkeit hinein- (bezw. später heraus-) treten kann. Der Draht oder dergl. 5 ist bei dieser wie bei der in Fig. 10 gezeichneten, sonst nichts besonders Bemerkenswerthes bietenden Ausführungsform einigemal fest um den Stopfen 8 gewunden, bevor dieser in den Flaschenhals eingeführt wurde. Beim Herausziehen des Stopfens mufs auch hier der Draht zerreifsen und das Siegel freilassen.
Nach Fig. 12 besteht das' Siegel 3, welches durch die zwischen Stopfen 8 und Flaschenhals 2 eingeklemmten Enden des Drahtes 5 gehalten wird, aus zwei vermöge der Umschnürung mit dem Draht zusammengehaltenen Theilen, welche sich aber beim Reifsen des Drahtes trennen.
Von den beschriebenen Ausführungsformen können durch kleine Veränderungen noch mancherlei weitere Formen abgeleitet werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Flaschenverschlufs mit Sicherungsvorrichtung gegen Wiederfüllen, bestehend aus einem beim und nach dem erstmaligen Verschliefsen der Flasche durch den Stopfen (8) mittelst Drahtes (5) oder dergl. bezw. nach dem Verschliefsen durch einen Stopfen (9) unter Vorsprüngen (13) des Flaschenhalses festgehaltenen Festkörper (3), welcher beim Entfernen des Stopfens unter Zerreifsen des Drahtes bezw. Aufhebung der Verbindung zwischen Stopfen und Festkörper (3) in die Flasche hinabfällt.
  2. 2. Eine Ausführungsform der zu 1. gekennzeichneten Vorrichtung, welche das Wiederfüllen der einmal entleerten Flasche dadurch verhindert, dafs der Körper (3, Fig. 8) als Ventil ausgebildet ist und sich beim Herabfallen auf einen als Ventilsitz ausgebildeten Theil (12) des Flaschenhalses legt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78656D Flaschenverschlufs mit Sicherungsvorrichtung gegen Wiederfüllen Expired - Lifetime DE78656C (de)

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