DE78656C - Flaschenverschlufs mit Sicherungsvorrichtung gegen Wiederfüllen - Google Patents
Flaschenverschlufs mit Sicherungsvorrichtung gegen WiederfüllenInfo
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- DE78656C DE78656C DENDAT78656D DE78656DA DE78656C DE 78656 C DE78656 C DE 78656C DE NDAT78656 D DENDAT78656 D DE NDAT78656D DE 78656D A DE78656D A DE 78656DA DE 78656 C DE78656 C DE 78656C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D55/00—Accessories for container closures not otherwise provided for
- B65D55/02—Locking devices; Means for discouraging or indicating unauthorised opening or removal of closure
- B65D55/06—Deformable or tearable wires, strings or strips; Use of seals
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sicherheit gegen das Wiederfüllen einer
ihres ursprünglichen Inhalts beraubten Flasche zu bieten, damit nicht in betrügerischer Absicht
eine mit minderwerthiger Waare gefüllte Originalflasche als eine solche mit Originalfüllung
ausgegeben werden kann. Dieser Zweck wird zunächst dadurch erreicht, dafs durch das
Oeffnen der ursprüngliche Zustand der Flasche in nicht wieder herzustellender Weise verloren
geht; des Weiteren kann aber auch die Erfindung dahin ausgebildet werden, dafs nach einmaliger
Entleerung eine Wiederfüllung der Flasche überhaupt nicht mehr möglich ist.
Es sind schon verschiedene Vorrichtungen gleichen Zweckes vorgeschlagen worden; aber
diese leiden einestheils an dem Uebel, dafs sie den Preis der Flasche, die doch nur der Behälter
für das eigentlich Werthvolle, die Flüssigkeit, sein soll, wesentlich erhöhen, anderentheils wird durch die bisher bekannt
gewordenen Vorrichtungen die Handhabung der Flasche beim Füllen und Oeffnen in unliebsamer
Weise erschwert. Diesen Vorrichtungen gegenüber zeichnet sich die vorliegende durch
Einfachheit und Wohlfeilheit aus.
Die Vorrichtung kann in verschiedenen Formen zur Ausführung gelangen; allen diesen ist aber
gemeinsam, dafs ein Festkörper, das »Siegel«, bei und nach dem erstmaligen Verschliefsen
der Flasche durch Drähte oder dergl. unter einem Vorsprung des Flaschenhalses gehalten
wird, bis bei Entfernung des Verschlusses das Siegel herabfällt. Man kann demnach an der
Lage des Siegels erkennen, ob die Flasche seit der erstmaligen Füllung unberührt geblieben
oder ob sie etwa wieder gefüllt worden ist,
In Fig. ι bis 5 der beiliegenden Zeichnung sind verschiedene Formen des Siegels 3. gezeichnet,
während die Fig. 6 bis 12 die Anwendung des Siegels, also die ganze Vorrichtung
in verschiedenen Ausführungsbeispielen erläutern.
In Fig. 6 bis 12 sind nur die oberen, bei
Betrachtung der Vorrichtung allein in Frage kommenden Theile 1 der Flaschen verschiedener
Form dargestellt. Mit 2 sind die Flaschenhälse bezeichnet. 3 bezeichnet in allen
Figuren das Siegel. Es besteht aus einer einfachen Platte oder Scheibe (Fig. 1 und 2) oder
aus einer Kugel (Fig. 3 bis 5 und 7) oder aus einem ähnlich gestalteten Festkörper, da es auf
die Form nur in einem Falle (Fig. 8 und 9) ankommt. Das Siegel kann auch aus zwei
durch den Draht verbundenen Theilen bestehen (Fig. 12), welche sich beim Zerreifsen
des Drahtes von einander lösen. Als Material für das Siegel soll in erster Linie Glas oder
Porcellan verwendet werden. Bedingung ist, dafs das Siegel durch den Flaschenmund nicht
aus- oder eingeführt werden kann, es mufs deshalb bei der Anfertigung der Flasche,
wenigstens dann eingebracht werden, ehe der Flaschenhals die sein Entweichen verhindernde
Einschnürung 13 erhält.
Das Siegel 3 ist mit Durchbohrungen 4 versehen, vermöge welcher an demselben ein
Draht 5, ein Faden oder ein schmaler Blechstreifen oder dergl. in geeigneter Weise dauernd
oder vorübergehend verbunden wird. Nach Fig. ι bis 3 und 11 ist durch den Festkörper 3
der Draht 5 hindurchgezogen; nach Fig. 1 bis 3 sind beide Drahtenden frei, nach Fig. 11 mit
einander vereinigt. Nach Fig. 4 wird der durch
Zusammendrehen verdoppelte Draht nur durch die Reibung in dem Loch 4 gehalten, damit
sich die Verbindung bei Zug leicht löse. Nach Fig. 5 und 8 ist der Draht 5 in .3 eingeschmolzen.
Mittelst dieses Drahtes wird nun das Siegel mit dem Stopfen derart verbunden, dafs die Verbindung beim Entfernen des Stopfens
sich löst und das Siegel herabfällt, wie dies an der Hand der Fig. 6 bis 12 in folgendem
beschrieben werden soll.
In Fig. 6 ist eine ganz einfache Ausführungsform dargestellt. Man lä'fst beim Füllen der
Flasche die ursprünglich genügend langen Stücke des Drahtes 5 aus dem Flaschenmund
herausragen und befestigt sie gegebenenfalls vorläufig an äUfserlich am Flaschenhals anzubringenden
(nicht gezeichneten) Vorsprüngen. Nach dem Füllen zieht man Siegel 3 gegen die Vorsprünge 13 des Flaschenhalses 2 an und
führt dann den Stopfen 8 ein. Alsdann verknotet man über 8 bei 5a die entsprechend
abgeschnittenen Drahtenden und versiegelt oder verkapselt die Flasche. Beim Herausziehen des
Stopfens 8 zerreifst später die Drahtschlinge und Siegel 3 fällt in die Flasche hinab. Noch
sicherer ist es, unter Verzicht auf die Verknotung 5a die Drahtenden so kurz abzuschneiden,
dafs sie lediglich durch die Reibung zwischen Stopfen und Flaschenhals gehalten werden und nicht über den Stopfen hervorragen.
In derartiger Weise ist z. B. der Draht 5 auch bei der in Fig. 11 dargestellten Ausführungsform
befestigt.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausfühfungsform.
wird der Draht, lose durch die Bohrung 4 des kugelförmigen Körpers 3 gezogen,
nur beim Verschliefsen der Flasche gebraucht. In den Flaschenhals wird ein Korkring 8 eingesetzt,
. durch dessen centrale Längsdurchbohrung ein besonderer Stopfen 9 eingesetzt wird, welcher den Verschlufs bildet und beim
Entleeren der Flasche herausgezogen wird. Mit Hülfe dieses Stopfens 9 wird hier das Siegel 3
gehalten, nachdem dasselbe vermöge des Drahtes gegen Einschnürung 13 angezogen und der
Draht zwischen Korkeinlage 8 und Flaschenhals 2 herausgezogen worden ist. Beim Einführen
des Stopfens 9 (während 3 noch am Draht hängt) tritt nämlich dessen Ansatz 1 1 in
eine mit elastischem Material 10 ausgekleidete Höhlung von 3 und hält nach dem Herausziehen
des Drahtes das Siegel durch Reibung fest. Letzteres mufs natürlich herabfallen, sobald
man Stopfen 9 nur ein wenig lockert.
Die in Fig. 8 in einem Längsschnitt und in Fig. 9 in einem Querschnitt nach Linie 9-9 der
Fig. 8 dargestellte Ausführungsform hat die Eigenschaft, das Wiederfüllen der einmal geleerten
Flasche zu verhindern. Dies geschieht dadurch, dafs Siegel 3 als Ventil gestaltet ist
und sich beim Herabfallen auf einen als Ventilsitz ausgebildeten Theil 12 des Flaschenhalses
auflegt, damit bei aufrecht stehender Flasche der eintretenden Flüssigkeit den Weg in das
Flascheninnere versperrend. Oberhalb 3 ist der Flaschenhals so eng gestaltet, dafs. das
Siegel ohne Zertrümmerung des Halses nicht zugänglich ist. Um bei dem durch Draht 5
angehobenen und dicht unter den Vorsprüng'en 13 liegenden Siegel (Stellung nach Fig. 8,
jedoch ohne Stopfen) die Flasche füllen zu können, nehmen die Vorsprünge 13 nicht den
ganzen Umfang des Flaschenhalses 2 ein, sondern lassen zwischen sich Lücken 14 (s. Fig. 9),
durch welche Flüssigkeit hinein- (bezw. später heraus-) treten kann. Der Draht oder dergl. 5
ist bei dieser wie bei der in Fig. 10 gezeichneten, sonst nichts besonders Bemerkenswerthes
bietenden Ausführungsform einigemal fest um den Stopfen 8 gewunden, bevor dieser in den
Flaschenhals eingeführt wurde. Beim Herausziehen des Stopfens mufs auch hier der Draht
zerreifsen und das Siegel freilassen.
Nach Fig. 12 besteht das' Siegel 3, welches
durch die zwischen Stopfen 8 und Flaschenhals 2 eingeklemmten Enden des Drahtes 5
gehalten wird, aus zwei vermöge der Umschnürung mit dem Draht zusammengehaltenen
Theilen, welche sich aber beim Reifsen des Drahtes trennen.
Von den beschriebenen Ausführungsformen können durch kleine Veränderungen noch
mancherlei weitere Formen abgeleitet werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Flaschenverschlufs mit Sicherungsvorrichtung gegen Wiederfüllen, bestehend aus einem beim und nach dem erstmaligen Verschliefsen der Flasche durch den Stopfen (8) mittelst Drahtes (5) oder dergl. bezw. nach dem Verschliefsen durch einen Stopfen (9) unter Vorsprüngen (13) des Flaschenhalses festgehaltenen Festkörper (3), welcher beim Entfernen des Stopfens unter Zerreifsen des Drahtes bezw. Aufhebung der Verbindung zwischen Stopfen und Festkörper (3) in die Flasche hinabfällt.
- 2. Eine Ausführungsform der zu 1. gekennzeichneten Vorrichtung, welche das Wiederfüllen der einmal entleerten Flasche dadurch verhindert, dafs der Körper (3, Fig. 8) als Ventil ausgebildet ist und sich beim Herabfallen auf einen als Ventilsitz ausgebildeten Theil (12) des Flaschenhalses legt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78656C true DE78656C (de) |
Family
ID=351365
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78656D Expired - Lifetime DE78656C (de) | Flaschenverschlufs mit Sicherungsvorrichtung gegen Wiederfüllen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78656C (de) |
-
0
- DE DENDAT78656D patent/DE78656C/de not_active Expired - Lifetime
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