DE78491C - Uebertragung der durch das Patent 48615 in die Schleudertrommel eingebauten Scheidewände auf Schleudermaschinen mit Tlanetenbewegung - Google Patents

Uebertragung der durch das Patent 48615 in die Schleudertrommel eingebauten Scheidewände auf Schleudermaschinen mit Tlanetenbewegung

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DE78491C
DE78491C DENDAT78491D DE78491DA DE78491C DE 78491 C DE78491 C DE 78491C DE NDAT78491 D DENDAT78491 D DE NDAT78491D DE 78491D A DE78491D A DE 78491DA DE 78491 C DE78491 C DE 78491C
Authority
DE
Germany
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centrifugal
shaft
drum
milk
drums
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT78491D
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English (en)
Original Assignee
C. A. HULT, Carlavagen 14, Stockholm, Schweden
Publication of DE78491C publication Critical patent/DE78491C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B5/00Other centrifuges
    • B04B5/02Centrifuges consisting of a plurality of separate bowls rotating round an axis situated between the bowls

Landscapes

  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Milchschleuder nach vorliegender Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dafs eine in Drehung versetzte stehende Welle seitlich vortretende Arme oder Rahmen trägt, welche zur Aufnahme einer liegenden Welle mit Schleudertrommeln dienen, die bei Drehung der stehenden Welle zugleich auf einer um letztere herumführenden Bahn rollen. Dadurch wird bezweckt, einerseits eine genügende Drehungsgeschwindigkeit der Trommeln bei verhältnifsmäfsig langsamer Drehung der stehenden Welle zu erreichen, andererseits durch die Wirkung der doppelt auftretenden Schleuderkraft eine verhältnifsmäfsig grofse Entfernung zwischen den Sammelräumen für die Milch und die Sahne in den Trommeln herbeizuführen.
Fig. ι zeigt den senkrechten, Fig. 2 den waagrechten Schnitt durch die Schleuder und Fig. .3 bis 5 zeigen Einzelheiten.
In dem feststehenden Gehäuse A sind auf der liegenden Welle C die beiden Schleudertrommeln B angebracht. Die Welle C ist in einem Rahmen D gelagert, der an' der stehenden Welle E- festsitzt, und diese Welle wird von einer Welle F aus mittelst Kegelräder G und H getrieben. Am ä'ufseren Ende der Trommeln B sitzt ein Kranz L, welcher auf dem ringförmigen Kranze K der Wand / des festen Gehäuses A rollt. Damit der Kranz L an K immer anliegt, ist das die Trommel tragende Wellenende in einem Lager angebracht, welches im Rahmen D gleiten kann, so dafs die Trommeln mit vollem Gewicht auf die Bahn K drücken. Das innere Wellenende wird vom Rahmen D selbst unmittelbar getragen. ■
Das mitten über der stehenden Welle E liegende Gefäfs M trägt unten zwei Rohre N, von welchen je eines nach einer Trommel B führt. Der vom Gehäuse A getragene Behälter O, aus welchem die Milch zugelassen wird, besitzt im Boden eine über M liegende Auslafsöffnung P, und innen am Gehäuse A sind zwei ringsum laufende Rinnen R1 und R, eine über der anderen, für Aufnahme der aus den Trommeln strömenden Milch und Sahne angebracht.
Die Trommeln B, Fig. 5, sind mit dem Mantel 1, dem etwas einwärts gebogenen Boden 2 und dem Deckel 3 versehen, welcher am Mantel 1 abgedichtet ist. Deckel und Boden besitzen je eine Nabe mit einer der Welle C entsprechenden Oeffnung, welche die Welle genau umschliefst. Die Welle ist am Deckel 3 etwas konisch und der Deckelöffnung entsprechend geformt, so dafs, wenn die aufserhalb des Trommelbodens liegende Mutter, Fig. 3, angezogen wird, die Trommel auf der Welle verschoben und ihr Deckel 3 auf den konischen Theil aufgeprefst wird, wobei er an der Kante des Mantels 1 gut abschliefst.
Der Deckel besitzt einen Ringkanal 4, welcher sich gegen den Mantel 1 erstreckt, im Boden eine Anzahl Löcher 5 enthält, gegen die stehende Welle E hin aber offen ist, so dafs die Rohre N des Gefäfses M in die Oeffhung des Kanals 4 ausmünden können.
Das die Welle C umgebende Rohr 6, ungefähr von der Länge des Trommelmantels, ist an der Bodennabe, welche die Welle umschliefst, befestigt, und radiale oder nahezu radiale Löcher 7, Fig. 3 und 5, neben der inneren Kante der Nabe reichen bis zur Wellenmitte und münden in einen vom Wellenende eingebohrten Kanal 8. Ein die Welle entlang führender Kanal 9 am Boden liegt mit einem Ende innerhalb und mit dem anderen Ende aufserhalb des Bodens, und ein Loch 10 innerhalb des Trommelbodens schliefst an ein nahe am Mantel ausmündendes Rohr 11 an. Nahe an dem aufserhalb des Bodens liegenden Ende des Kanals 9 befindet sich ein Loch 12 in der vom Boden ausgehenden und der Mutter zur Anlage dienenden Nabe, und dieses Loch sowohl wie Rohr 11 können gleichzeitig über dem Kanal 9 eingestellt werden.
Das rund um die Welle führende, am Rahmen D befestigte Gefäfs 13, Fig. 3, reicht über den aufserhalb des Bodens 2 liegenden Nabentheil, so dafs sich das Loch 12 innerhalb der Kante des unten mit Ablafs 14 versehenen Gefäfses 13 befindet.
Mit dem die Welle C umschliefsenden Rohre 6 sind Scheiben 15 verbunden (Fig. 3 und 4), welche durch Flügel 16, deren vier dargestellt sind, mit einander verbunden sind. Jede Scheibe ist am Umkreise des Loches für das Rohr 6 mit einer Anzahl kleiner Ausschnitte 17 versehen (Fig. .4).
Bei Drehung der Welle F wird Welle E durch die Räder GH mitgedreht, und mit diesen dreht sich dann Rahmen D mit den beiden Trommeln B, wobei letztere auf dem ringförmigen Kranze K rollen, also eine doppelte Drehbewegung machen. Ist die nöthige Geschwindigkeit erreicht, so läfst man Milch aus dem Behälter. O in das mitrotirende Gefäfs M laufen, und von diesem wird dann die Milch durch Rohr N in die Kanäle 4 geschleudert, aus welchen sie durch die Löcher 5 in die Trommeln -B gelangt.
Die Wirkungsweise der Schleudermaschine ist nach Angabe des Erfinders folgende:
In den Trommeln B nimmt die Oberfläche der Milch eine der doppelten Drehbewegung der Trommeln angepafste Lage ein, d. h. eine zur Trommelachse schiefe Lage, so dafs sie einen Kegel mit am Deckel 3 liegender Basis bildet. Diesem Kegel zunächst liegt die Sahne, deren Oberfläche beim Einführen der Milch dem Deckel 3 sich nähert, bis sie das gegen den Deckel gewendete Ende des Rohres 6 er-' reicht, dann aber da bleibt. Die Sahne durchfliefst nun den Raum zwischen Rohr 6 und Welle C und tritt durch die Löcher 7 und 8 nach dem Wellenende aus.
Die abgerahmte Milch dagegen sammelt sich -am Trommelboden, und zwar die magerste in der Ecke zwischen Boden und Mantel, und wird durch Rohr 11, Loch 10, Kanal 9 und Loch 12 in das Gefäfs 13 geleitet, um durch Auslafs 14 abzuströmen.
Den Durchgang durch Kanal 9 kann man regeln, indem man die Trommel auf der Welle C dreht, so dafs die Löcher 10 und 12 mehr oder minder über die Kante des Kanals 9 treten.
Die aus Kanal 8 strömende Sahne wird in der oberen Rinne R und die abgerahmte, durch Rohr 14 ausströmende Milch in der unteren Rinne R1 aufgefangen. Durch Rohre S1 S werden Milch und Sahne abgeleitet.
Während die Sahne gegen den Trommeldeckel 3 und die Milch gegen den Boden 2 drängt, beide in einer Richtung, die rechtwinklig liegt zur kegelförmigen, gegen den Deckel gewendeten Flüssigkeitsoberfläche, folgen die Sahnetheilchen den Oberflächen der Scheiben 15 in Richtung nach einwärts und treten durch die Ausschnitte 17, Fig. 4, nach der Sahnenschicht über, wogegen die Milchtheilchen den gegenüberliegenden Scheibenflächen in Richtung nacli dem Mantel und Boden 2 der Trommeln folgen. Es findet dadurch eine vollständige Sonderung der Sahne von der Milch statt.
Fig. 5 zeigt die Stellung des Trommelinhaltes während der Arbeit, wobei der Rahm in den Raum zwischen Rohr 6 und Welle C eintreten kann.
Die punktirten Linien deuten an, wie die Flüssigkeit sich während der Arbeit beim Einfüllen stellt. Die Magermilch und der Rahm sammeln sich in einem verhältnifsmäfsig grofsen Abstande von einander innerhalb der Trommel. Die Wanderung der Magermilch und der Sahne erfolgt in verschiedenen Richtungen, d. h. gegen verschiedene Se,iten der Scheiben 1 5 nach ihren Sammelstellen.
Ein wesentlicher Vortheil der beschriebenen Schleuder liegt in der Art der Bewegungsübertragung. Bei gewöhnlichen Schleudern entspricht das die Trommel drehende Rad der festen Bahn K der beschriebenen Einrichtung. Bei solchen Schleudern mufs also das groise Rad bewegt werden, während die Drehungs- · achse fest ist. Im vorliegenden Falle ist dagegen die Bahn fest und die Drehungsachse beweglich. Die Schleuderkraft also, die sonst unnütz am grofsen Antriebsrade verschwendet wird, ist hier praktisch verwerthet.

Claims (1)

  1. Patent-Ansproch:
    An Schleudermaschinen mit Planetenbewegung, also bei welchen die liegenden Schleudertrommeln um ihre horizontalen Achsen sich drehen und aufserdem sich mit ihnen um eine mittlere Verticalachse drehen, die durch Patent Nr. 48615 geschützten Scheidewände in der Schleudertrommel in Form von zur horizontalen Achse der Trommel rechtwinkligen Scheiben, welche auf ein centrales Rohr (6) aufgesetzt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78491D Uebertragung der durch das Patent 48615 in die Schleudertrommel eingebauten Scheidewände auf Schleudermaschinen mit Tlanetenbewegung Expired - Lifetime DE78491C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2005007296A1 (de) 2003-07-11 2005-01-27 Westfalia Separator Ag Zentrifuge mit mehreren schleudertrommeln mit tellerpaketen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2005007296A1 (de) 2003-07-11 2005-01-27 Westfalia Separator Ag Zentrifuge mit mehreren schleudertrommeln mit tellerpaketen
US7419463B2 (en) 2003-07-11 2008-09-02 Westfalia Separator Ag Centrifuge comprising a plurality of centrifugal drums provided with packets of disks

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