DE78446C - Neuerungen an Salzreinigungsapparaten - Google Patents

Neuerungen an Salzreinigungsapparaten

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DE78446C
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salt
standpipe
washing
washing liquid
shaft
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DENDAT78446D
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Original Assignee
TH. CRANEY, Bay City, Michigan, V. St. A
Publication of DE78446C publication Critical patent/DE78446C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/14Purification
    • C01D3/18Purification with selective solvents

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 62: Salinenwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. Mai 1893 ab.
Die Erfindung betrifft einen Apparat zum Reinigen von Kochsalz und hat den Zweck, chemisch reines Salz aus dem als Marktwaare bekannten und in üblicher Weise erzeugten Salz herzustellen. Dieses Salz enthält häufig 2 bis' 5 pCt. Verunreinigungen, welche zumeist aus verschiedenen in Wasser löslichen Chloriden, wie Calcium- und Magnesiumchlorid, und unlöslichen Stoffen bestehen, welch letztere wieder entweder erdige Substanzen, wie sie in der Salzsoole enthalten waren, oder fremde, durch Zufall während der Erzeugung beigemengte Stoffe sein können. . ■
Zur Beseitigung dieser Verunreinigungen dient ein Apparat, in welchem das Salz einer mechanischen Behandlung unterworfen wird, die zumeist genügt, um alle im Salz gewöhnlich gefundenen Unreinigkeiten zu entfernen, und . mittels welchem bei geringem Kostenaufwand nahezu chemisch reines Salz hergestellt werden kann.
Gleichzeitig ermöglicht dieser Apparat, aus den grofsen Mengen durch Farbstoffe oder fremde Verunreinigungen minderwerthigen und daher nur für landwirtschaftliche und ähnliche Zwecke brauchbaren Salzes eine gut verkaufsfähige Marktwaare herzustellen.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Apparat beruht auf der Thatsache, däfs die im gewöhnlichen Salz gefundenen Verunreinigungen nicht in den Salzkrystallen enthalten sind, sondern blos mechanisch an der Oberfläche der Krystalle haften und durch einen Waschprocefs, mechanisches Umrühr.en und Trennung durch das Gewicht entfernt' werden können. . ,
In den beiliegenden. Zeichnungen ist Fig. 1 eine Ansicht des Apparates,. Fig. 2 ein Verticalschnitt durch den Reinigungsbehälter mit der Rührvorrichtung, Fig. 3 ein waagrechter Schnitt nach der Linie x-x in Fig. 2 und Fig. 4 ein Schnitt nach der Uirne.jr-y in Fig. 2 in gröfserem Mafsstabe.
Wie ersichtlich, ist A das vortheilhaft aus Eisen in mehreren über einander gesetzten und verschraubten Theilstücken hergestellte Standrohr, welches einen dichten Behälter zur Aufnahme von Flüssigkeit bildet. B ist eine in der Rohrachse angeordnete Welle, welche in, in entsprechenden Entfernungen von einander eingesetzten Armkreuzen C gelagert ist, von welchen das unterste diese Welle mittelst eines Spurzapfenlagers trägt. Am oberen Wellenende ist aufserhalb des Standrohres eine Riemscheibe D aufgekeilt, um die Welle in Umdrehung zu versetzen. Seitlich ist die Einlafsöffnung E angebracht, durch welche das zu reinigende Salz eingetragen wird, und etwas oberhalb befindet sich die Ausflufsöffnung F, durch welche die Flüssigkeit in dem Standrohr zugleich in der entsprechenden Höhe gehalten wird.
An der Welle B sind reihenweise über einander die aus radialen, in Naben G eingesetzten Armen gebildeten Rührer befestigt; eine dieser Naben ist in, Fig. 4 dargestellt, wobei α einen der Rührarme und b eine Stellschraube zum Feststellen der Nabe auf der Welle bezeichnet.
Zwischen den sich drehenden Rührarmen sind feste Arme H angeordnet, welche aus der Wandung des Standrohres A gegen die Mitte vorstehen und vortheilhaft in gleicher Form und Anzahl
wie die Rührarme vorhanden sind; sie sind in gleichen Abständen von einander an senkrechten , an der Innenseite des Standrohres angebrachten Rippen / befestigt. Das untere Ende des Standrohres ist mit einem verticalen Kasten J von kleinerem Durchmesser in Verbindung gebracht, der seinerseits am Boden mit dem geneigt angeordneten Ueberführungsrohr K verbunden ist. Letzteres ragt etwas über den Flüssigkeitsspiegel im Standrohr empor und enthält eine Transportvorrichtung, die das Salz aus dem Kasten J entfernt. Zu dem Ende wird vorteilhaft eine endlose Becherkette L verwendet, die über Kettenräder läuft, von welchen das obere in geeigneter Weise angetrieben wird und mit einer Spannvorrichtung für die Becherkette versehen ist. Eine gleiche Kette ist in der nach entgegengesetzter Richtung geneigten Rinne M angeordnet, um das Salz vom Lagerplatz N in das Einfüllrohr O zu heben, aus dem es durch die Oeffnung E in das Standrohr A fällt. Diese Becherkette ist ebenfalls mit einer geeigneten Antriebsvorrichtung verbunden.
P ist ein Rohr, um Salzsoole oder eine andere zum Waschen dienende Lösung in das Ueberführungsrohr K einzuleiten.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Als Auswaschlösung wird vortheilhaft die gewöhnliche Salzsoole verwendet, wie sie aus den Soolquellen erhalten wird; diese Lösung wird durch Rohr P ununterbrochen eingeleitet und fliefst durch das Ueberführungsrohr K in den Kasten J hinab, aus welchem sie nach aufwärts durch das Standrohr A strömt, um durch die Oeffnung F wieder in ein Sammelgefäfs zu fallen. Gleichzeitig wird das zu behandelnde Salz vom Lagerplatz JV in das Rohr O gehoben, durch welches es in den Obertheil des Standrohres A einfällt, um in der in letzterem bis über die Oeffnung E stehenden Salzsoole suspendirt zu werden. Das Salz bewegt sich zufolge seines Gewichtes gegen den Boden des Standrohres herab, wird jedoch hierbei von der Rührvorrichtung erfafst und dadurch während des Herabsinkens einer gründlichen Waschung unterzogen. Die Rührarme bewirken eine innige Mengung der Salzkrystalle mit der Waschflüssigkeit, wodurch diese die den Salzkrystallen anhängenden löslichen Theile auflöst und die erdigen Bestandtheile und sonstigen Beimengungen suspendirt erhält. Da hierbei das Salz in entgegengesetzter Richtung zu der Waschflüssigkeit bewegt wird, so werden diese anhängenden Bestandtheile oder Verunreinigungen von dem Salze getrennt, durch die Strömung der Waschflüssigkeit mit nach oben genommen und durch das Ausflufsrohr F entfernt, während das von den fremden Beimengungen befreite Salz auf den Boden des Standrohres herabsinkt und durch die Transportvorrichtung herausgehoben wird, hierbei gleichzeitig aber unter der Einwirkung des Gegenstromes der Waschflüssigkeit in dem Ueberführungsrohr K steht. Das Salz wird dann nach und nach über den Spiegel der Waschflüssigkeit gehoben und hat alle seine Verunreinigungen zurückgelassen, so dafs ein Salz von besserer Güte erhalten wird.
• Selbstverständlich kann statt der Salzsoole auch eine andere Waschflüssigkeit genommen werden, da die Art der letzteren von den im Salz enthaltenen Verunreinigungen abhängt und daher der Zusatz gewisser Chemikalien je nach den Verhältnissen vortheilhaft sein kann.
Auch kann die aus dem Standrohr A ausfliefsende Waschflüssigkeit nach entsprechender Behandlung wieder verwendet werden.
Das Standrohr ist am Boden mit geeigneten Auslafsöffhungen P1 versehen, um dasselbe, wenn nöthig,. reinigen und auswaschen zu können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zum Waschen von Salz, gekennzeichnet durch zwei cömmunicirende Waschschächte (AK), in deren einem (A) das Salz dem Strome der die Schmutztheilchen mit sich nehmenden Waschflüssigkeit entgegen frei herabfällt, um dann in dem anderen, die Waschflüssigkeit zuführenden Schachte (K) von einem Förderwerk hochgeschafft und dabei gleichzeitig weiter gereinigt zu werden, wobei in dem ersten Schachte Rührwerke zur besseren Trennung der Schmutztheilchen von den Salzkrystallen angeordnet sein können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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