DE779C - Schwefelkohlenstofflampe zum Einbrennen von Fässern - Google Patents

Schwefelkohlenstofflampe zum Einbrennen von Fässern

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DE779C
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Description

1877.
Klasse 6.
H. WEIDENBUSCH in WIESBADEN. Schwefelkohlenstoff-Lampe zum Einbrennen von Fässern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. September 1877 ab.
Die Erfindung bezweckt die Erzeugung von schwefliger Säure durch Verbrennung von Schwefelkohlenstoff in einer- Lampe,. deren Einrichtung aus der beiliegenden Zeichnung näher ersichtlich ist. Dieselbe hat den Zweck, bei der Behandlung der Weine das sog. Einbrennen der Fässer mittelst Fafsschwefel oder Schwefelspähne durch Anwendung der schwefligen Säure zu ersetzen. Da der Rohstoff, aus welchem diese Säure erzeugt werden soll, höchst flüchtiger und brennbarer Natur ist, so bezweckt die Einrichtung der Lampe sowohl jeden unnöthigen Verlust an Brennstoff durch gasdichten Verschlufs zu verhüten, als auch eine Explosionsgefahr nach Möglichkeit zu vermeiden. Die Lampe besteht aus dem Behälter α für Schwefelkohlenstoff. Derselbe hat seine Oeffnung zum Einfüllen bei b durch eine luftdicht aufgeschraubte Metallkappe verschlossen. Die Oeffnung setzt sich durch ein geschlossenes Rohr, welches einige Millimeter vom Boden von α absteht, nach unten fort. An α angelöthet ist ein cylindrisches Rohr d, in welches die etwas konisch nach unten zulaufende Dochthülse e so eingreift, dafs auch sie einige Millimeter vom Boden absteht und oben luft- und wasserdicht in d schliefst. Das obere Ende der Dochthülse ist durch eine luftdicht abgeschliffene Kappe / von Metall abgeschlossen.
Am Boden des Behälters α befindet sich ein Schieber g, der mittelst des Griffes h um circa 5·—7 cm vorgeschoben werden kann und an dem Ende zwei Spitzen hat, um der Lampe, wo sie am Spundloche eines Fasses steckt, zum festen Anhalt zu dienen.
Die Lampe ist endlich mit vier Füfsen i und einer Handhabe k versehen.
Der wesentliche Theil der Erfindung ist die Weite und Einrichtung der Dochthülse sowohl, als des Rohres c, sowie die luftdichten Verschlüsse der Lampe, da bis jetzt angenommen wurde, es dürfe die Dochthülse zum Brennen von Schwefelkohlenstoff eine gröfsere Dicke, als Federkieldicke, nicht haben. Form und Gröfse der Lampe und des Behälters α sind nur unwesentliche Theile derselben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE779DA 1877-09-08 1877-09-08 Schwefelkohlenstofflampe zum Einbrennen von Fässern Expired - Lifetime DE779C (de)

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