DE77864C - JacquardvorrichtungfürStickmaschinen zwecks Verstellung des Rahmens in waagrechter und senkrechter Richtung - Google Patents

JacquardvorrichtungfürStickmaschinen zwecks Verstellung des Rahmens in waagrechter und senkrechter Richtung

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DE77864C
DE77864C DENDAT77864D DE77864DA DE77864C DE 77864 C DE77864 C DE 77864C DE NDAT77864 D DENDAT77864 D DE NDAT77864D DE 77864D A DE77864D A DE 77864DA DE 77864 C DE77864 C DE 77864C
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J. B. BASTIE u. A. BASTIE, St. Etienne, 23 rue Denis Epitalon, Dep. Loire
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    • D05C9/00Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines
    • D05C9/02Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines in machines with vertical needles
    • D05C9/04Work holders, e.g. frames
    • D05C9/06Feeding arrangements therefor, e.g. influenced by patterns, operated by pantographs

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Description

und senkrechter Richtung.
Der vorliegenden Jacquardvorrichtung zur Bewegung des Stoffrahmens von Stickmaschinen liegt -der Gedanke zu Grunde, durch eine geringe Anzahl der mit einer Jacquardkarte zusammenwirkenden Nadeln eine grofse Anzahl genau bestimmter Einstellungen des Stoffrahmens zu erhalten. So kann man z. B. in waagrechter oder senkrechter Richtung durch nur 17 Nadeln auf eine Strecke von 80 mm den Rahmen auf halbe Millimeter genau einstellen, demselben also, vom Nullpunkt ausgehend, 160 verschiedene Einstellungen geben.
Dieser Erfolg wird erreicht durch eine besondere Eintheilung der Rahmenverschiebung und durch die Uebertragung dieser Eintheilung auf Maschinentheile, welche gemäfs derselben die Verschiebung des Rahmens bewirken. Da die Kenntnifs der' Eintheilung für das Verstä'ndnifs der Maschine unerlässlich ist, so soll dieselbe zunächst erläutert werden. Wir behalten das oben angeführte Beispiel bei, weil da'sselbe auch der zeichnerischen Darstellung der Maschine zu Grunde gelegt ist.
Eine 80 mm lange Strecke soll der gröfsten verlangten Verschiebung des Stoffrahmens in beispielsweise waagrechter Richtung entsprechen. Auf dieser Strecke sollen 160 Einstellungen möglich sein: man erhält dann als kleinste Entfernung zweier Stiche von einander 0,5 mm, wobei die Erzeugung sehr zarter und feiner Stickereien möglich ist.
Die angenommene Strecke wird nun zunächst in vier gleiche Theile zerlegt; jeder dieser Theile erster Ordnung mifst 20 mm. Jetzt wird jeder Theil wieder in fünf gleiche Theile zweiter Ordnung zu je 4 mm getheilt und endlich erhält man aus diesen durch weitere Theilung in je acht gleiche Theile dritter Ordnung die verlangte Eintheilung der gesammten Strecke in halbe Millimeter.
Nehmen wir nun an, es solle in der Entfernung von 36,5 mm vom Nullpunkt, der entstandenen Scala ein Stich hervorgebracht werden, "so ist der Ort des Stiches im 2. Theil I. Ordnung, hier im 5. Theil II. Ordnung zu suchen und stellt sich hier endlich als der i. Theil III. Ordnung heraus. Um vom Nullpunkt zu diesem Punkt zu gelangen, mufs also der Rahmen um
ι Theil I. Ordn. + 4 Theile II. Ordn. + 1 Theil
III. Ordnung
verschoben werden.
Würde nun die Einstellung der angenommenen Verschiebung durch eine Jacquardnadel erfolgen sollen, so würde man 160 Jacquardnadeln haben müssen, um auf die Strecke von 80 mm jeden halben Millimeter einstellen zu können. Die Einstellung erfolgt aber bei der neuen Maschine durch drei Nadeln, welche drei besonderen Gruppen angehören. Eine davon stellt die Theile der I. Ordnung, eine zweite die Theile der II. Ordnung, eine dritte diejenigen der IH. Ordnung ein, und zwar so, dafs nach der obigen Formel die einzelnen Einstellungen summirt werden. Man bedarf deshalb nur derjenigen Anzahl Nadeln, welche
der Summe der Divisoren bei der erläuterten Eintheilung entspricht, also
4 + 5 + 8 = 17 Nadeln.
Das beschriebene EintheÜungssystem kann man natürlich auch auf andere als die angenommenen Gröfsen anwenden. Die Zahl der Ordnungen kann schwanken; die Divisoren können mit Rücksicht auf die jeweils vorliegenden Gröfsen verschiedene sein.
Es handelt sich nun darum, das gewonnene Eintheilungssystem auf geeignete mechanische Mittel zu übertragen, welche dem Rahmen die jeweils, verlangte, durch die Jacquardnadeln bestimmte Einstellung geben. Der Rahmen mufs sowohl in vjjaagrechter, wie in senkrechter Richtung verschoben werden können; es müssen demgemäfs die Nadelreihen und die mit ihnen zusammenwirkenden Maschinentheile doppelt vorhanden sein, doch genügt für beide Einstellungen eine mit zwei Löchersystemen versehene Jacquardkarte, die als endloses Band gedacht ist.
Jeder Ordnung im Sinne der voraufgegangenen Erläuterung entspricht ein abgestuftes Organ; die Stufenzahl entspricht der Anzahl Theile, welche die betreffende Ordnung enthält. Diese Organe sind entweder (schwingend) beweglich und arbeiten mit relativ unbeweglichen Mitnehmern zusammen, oder sie sind relativ unbeweglich und wirken im Verein mit verschiebbaren Mitnehmern. Durch die Nadeln bezw. Platinen des Jacquardgetriebes werden nun die Organe bezw. Mitnehmer derart eingestellt, dafs sich den letzteren eine bestimmte Stufe gegenüberstellt. Nun sind die Organe weiter an sich gegen einander verschiebbar. Wird das letzte Organ durch eine zwangläufig Wirkende Betriebskraft gegen die anderen hin verschoben, so trifft es vermöge seiner Abstufung gemäfs der jeweiligen Stellung früher oder später auf den Mitnehmer; dieser nimmt nun an der Bewegung Theil und trifft früher oder später auf das zweite Organ; jetzt wird auch dieses vorwärts bewegt und mit ihm ein zweiter Mitnehmer, welcher entsprechend der Einstellung früher oder später auf das dritte Organ trifft und dasselbe, mit ihm aber auch den Rahmen, für den Rest des zwangläufigen Vorschubes mitnimmt. Es wird also für die Verschiebung des Rahmens je nach der Einstellung der Organe bezw. Mitnehmer ein gröfserer oder geringerer Bruchtheil des für die gröfste verlangte Verschiebung ausreichenden zwarigläufigen Vorschubes nutzbar gemacht, während der Rest im Leergang erfolgt. Da nun der Rahmen im Sinne jeder Bewegungsrichtung (waagrechte, senkrechte) nach zwei Seiten (links und rechts, oben und unten) verschiebbar sein mufs, und damit nach jeder Seite diese Bewegung zwangläufig erfolge, so ist eines- der Organe nach beiden Seiten verschiebbar und mit zwei Reihen von Abstufungen versehen, und sind die übrigen Organe mit Zubehör doppelt vorhanden. Ein solches System ist sowohl für die waagrechte, wie für die senkrechte Verschiebung vorhanden.
Die beiden Organe jedes Paares werden gegen einander und gegen das mittlere, nach beiden Seiten verschiebbare Organ hin bewegt. Je zwei ein Paar bildende.Organe werden von einer Platine gleichzeitig und derart eingestellt, dafs, wenn das eine dem Mitnehmer seine innerste Stufe entgegenkehrt, das andere seine äufserste Stufe in die Bahn seines Mitnehmers richtet. So viel die Stufen auf einer Seite hervortreten, so viel treten sie auf der anderen Seite zurück und um so viel wird der Rahmen nach dieser Seite hin verschoben.
Hiernach wird die zeichnerische Darstellung der Erfindung unschwer zu verstehen sein. Fig. ι giebt eine Gesammtansicht der Stickmaschine , in der mit A der Stoffrahmen, mit B das Jacquardgetriebe und mit C die Einrichtung zum Verschieben des Rahmens bezeichnet ist. Letztere soll, weil sie sich eng an die voraufgegangenen Erläuterungen anschliefst, zuerst beschrieben werden.
Die Vorrichtung C ist an einem besonderen Gestell C1 gelagert, welches laut Fig. 1, senkrecht am Hauptgestell der Stickmaschine angebracht ist. In den Fig. 2 und 3 ist in einem wesentlich gröfseren Mafsstabe die Vorrichtung für sich , jedoch aus Gründen der Raumbeschränkung in waagrechter Lage dargestellt. Eine Folge hiervon ist, dafs in letzteren Figuren die Jacquardnadeln b unmittelbar an die die Einstellung der besprochenen Organe ,bewirkenden Platinen angreifen, während laut Fig. ι und 9 die Einstellung der Platinen durch Hülfsplatinen und Winkelhebel erfolgt. Fig. 4 giebt einen Querschnitt durch die Vorrichtung zur Rahmenbewegung im Mafsstabe der Fig. 2 und 3, aber in der durch Fig. 1 bestimmten Lage zu den Jacquardnadeln b. Einstweilen werde ' angenommen, dafs die Jacquardnadeln laut Fig. 2 und 3 unmittelbar auf die Platinen wirken.
Die zweischenkligen Jacquardnadeln b ruhen mit ihrem einen, längeren Schenkel auf der Jacquardkarte, durch deren Löcher sie nach Mafsgabe des Musters hindurchtreten. Die kürzeren Schenkel aber sind in den Fig. 2, 3 und 10 ersichtlich und haben den Zweck, auf die drei Platinen einzuwirken. Entsprechend der oben erläuterten Eintheilung sind drei Nadelgruppen für ,die drei Ordnungen vorhanden und denselben entsprechend mit I, II und III bezeichnet. Unter diesen Nadelgruppen bewegen sich die Köpfe der Platinen α1α2 αΆ für die durch die Ziffer gekennzeichnete Ordnung. Durch Federn nach rechts im Sinne der Fig. 2 und 3 bewegt, legen sich die Pia-
tinenköpfe an diejenige Nadel ihrer Ordnung an, welche vermöge eines Loches in der Jacquardkarte herabgefallen ist. Hierdurch wird die Einstellung der Organpaare bestimmt.
Rechts und links von der Symmetrieachse in Fig. 2 und 3 liegen nun die Organgruppen für das Hin- und Hergehen des Rahmens in beispielsweise waagrechter Richtung. Dahinter liegen die Organgruppen für die senkrechte Verschiebung, zu denen natur'gemäfs besondere Platinen und besondere Jacquardnadeln gehören. Die die Rahmenverschiebung veranlassende zwangläufige Hin- und Herbewegung wird νρη der Hauptwelle ι der Maschine aus durch excentrische Scheiben 2 auf die Schlitten 3 übertragen. Da die Bewegung dieser Schlitten für die waagrechte und senkrechte Verschiebung des Rahmens in gleichem Sinne und gleichförmig erfolgt, so kann man laut Fig. 4 je zwei solcher Schlitten aus einem Stück fertigen und durch ein Excenter antreiben. Die Excenter 2 sind derart zu einander gestellt , dafs sich die Schlittenpaare 3,3 abwechselnd nach der Mitte hin und nach aufsen, also auf einander zu und von einander fort bewegen. " .
. Auf den Schlitten 3 sitzen zunächst die Organe für die IL' Ordnung der Eintheilung in Gestalt schwingender Sectoren 4, welche nach einer Spirallinie stufenartig verzahnt sind. Sie werden durch Federn 4a derart beeinflufst, dafs sie ihre gröfsten Radien waagrecht zu stellen bestrebt sind. Je weiter die Sectoreri 4, welche entsprechend der früheren Annahme mit je fünf Stufen versehen sind, nach oben gedreht werden, desto eher werden beim Vorgang der Schlitten 3 die den Mitnehmern 5 gegenübertretenden Stufen auf die ersteren stofsen, desto eher werden die Mitnehmer an1 dem Vorgang der Schlitten theilnehmen, und desto früher werden sie auf je eine Stufe der Sectoren 6 stofsen. Diese Sectoren, welche sich entgegen den Sectoren 4 infolge ihres Eigengewichtes zu senken streben, stellen die Organe der HI. Ordnung dar und sind demr gemäfs mit je acht Stufen versehen, im Uebrigen aber wie 4 gestaltet. Je tiefer die Sectoren 6 ihre gröfsten Radien kehren, desto eher werden sie — unter sonst gleichen Umständen — von den Mitnehmern 5 getroffen und sie selbst mitgeschleppt werden. Sie sitzen auf Gleitstücken 7, welche in den Schlitten 3 verschiebbar gelagert sind, und diese tragen senkrechte (im Sinne der Fig. 2 und 3) Führungen 8, in welchen die Stäbe 9 gleiten. Auf diesen Stäben sitzen fest die Mitnehmer 10; in der rechten Gruppe wird der Stab 9 durch eine Feder 9a gehoben, in der linken strebt er sich durch sein Gewicht zu senken. Die Mitnehmer 10 sind bestimmt, mit dem Organ 11 der I. Ordnung zusammenzuwirken, welches (auf jeder Seite des Gestelles) nur einmal im constructiven Sinne, aber doppelt der Wirkungsweise nach vorhanden ist, insofern nämlich das Stück 11 mit zwei Reihen von je vier Stufen versehen ist, auf deren je eine gemäfs der Stellung der Stäbe 9 die Mitnehmer 1.0 treffen. 11 sitzt fest auf einer im Gestell der Vorrichtung unabhängig von 3 und 7 nach beiderlei Richtung verschiebbaren Schiene 12, welche in später zu erläuternder Weise die waagrechte Verschiebung des Rahmens bewirkt. In entsprechender Weise ist die auf der anderen Seite des Gestelles gelagerte Schiene zur senkrechten Verschiebung des Rahmens bestimmt.
Die Platinen α2 und aa wirken durch Stifte 4b und 6b auf die Arme der Sectoren 4 und 6 unmittelbar, α1 auf die Stäbe 9 durch Stifte 9b und Winkelhebel gd mittelbar ein. Die Einstellungen zweier zusammengehöriger Organe, z. B. die der Sectoren 4 oder der Stäbe 9 bezw. Mitnehmer 10, stehen immer in einem bestimmten Verhältnifs zu einander, so zwar, dafs das Organ der rechten Gruppe um so viel Stufen gehoben wird, wie dasjenige der linken Gruppe gesenkt wird, und umgekehrt. Dies wird einfach dadurch bewirkt, dafs die Stifte 4b, 6b und 9b auf den Platinen . in bestimmter Stellung von einander festsitzen. Die Platinen führen sich in einem festen Ansatz des Gestelles und aufserdem in einem Ansatz 3 a des rechten Schlittens 3. Hier tragen die Platinen Bunde 3b, welche bei zusammengeschobenen Schlitten (s. Fig. 3) an 3a liegen, indem die Federn die Platinen nach re?hts zu schieben bestrebt sind. Gehen aber die Schlitten aus einander, so werden die Platinen durch die Federn so weit vorgetrieben,. bis sie an die gesenkte Nadel ihrer Gruppe stofsen (s.Fig. 2). Hierbei wird durch die Stifte 4b, 6b und gb den Organen 4, 6 und 9, ro eine bestimmte Stellung gegeben.
Ist dies geschehen, so werden, bevor die Schlitten 3 nach innen gehen, zwischen je zwei Stiften 4c, 6c und 9° auf 4, .6 und 9 die Lineale 13 eingeführt, welche für die Dauer einer Stichbildung die Organe in der durch Nadeln und Platinen bestimmten Stellung erhalten. Die Lineale 13 sind an Hebeln 14 schwingend gelagert, die durch bekannte kinematische Mittel von der sich immer drehenden Hauptwelle 1 aus im passenden Zeitpunkt auf das Gestell hinbewegt werden. Die Lineale gehen erst nach beendeter Einstellung des Rahmens, also nach dem Vorgang der Schlitten 3, zurück. Sie sind aus Fig. 4 in der Kopfansicht erkennbar, in Fig. 2 und 3 nur stückweise dargestellt.
Der Vorgang bei der Einwärtsbewegung der Schlitten 3, also die Verschiebung des Rahmens durch die Schienen 12, wird im Anschlufs an die Einleitung ohne Weiteres verständlich,
wenn man sich vergegenwärtigt, dafs mit den Schlitten .3 zunächst die Sectoren 4 vorgehen, bis sie mit der eingestellten Stufe auf die Mitnehmer 5 stofsen; dafs dann diese an dem Vorgang theilnehmen, bis sie auf die eingestellten Stufen von 6 treffen; dafs dann die Sectoren 6 mit den Gleitstücken 7 und den Stangen 9 vorgehen, bis die Mitnehmer 10 gemäfs ihrer Einstellung auf 11, 12 treffen und für den Rest des Hubes die Schiene und den Rahmen mitnehmen. Nach welcher Richtung, ob nach links oder rechts, nach oben "oder unten, dies erfolgt, hängt davon ab, 'auf welcher Seite die mehr vorspringenden Stufen der Organe auf die Mitnehmer treffen; diese Seite wird die treibende, die Verschiebung erfolgt nach der anderen Seite.
Damit sich beim Rückgang die zusammengeschobenen Theile von einander trennen, sind die Mitnehmer 5 an Federn 5a angehängt, welche bestrebt sind, sie von den Stufen der Sectoren 6 zu entfernen; zum gleichen Zweck treffen die Gleitstücke 7 auf Anschläge 7a am Gestell, während die Schlitten noch weiter nach aufsen gehen. Damit wird zugleich die richtige Anfangsstellung für den nächsten Vorgang bei denjenigen Theilen gesichert, welche nicht unmittelbar zwangläufig betrieben werden.
Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, dafs trotz der gemeinsamen und gleichförmigen Bewegung der Zwillingsschlitten 3 die Einstellungen des Rahmens nach waagrechter und nach senkrechter Richtung keineswegs dieselben zu sein brauchen, da wir gesehen haben, dafs sie nach Richtung und Gröfse lediglich von der Stellung der (doppelt vorhandenen) Nadeln abhängen.
Wird nun die beschriebene Vorrichtung senkrecht am Maschinengestell angebracht (Fig. ι und 9), so müssen, da die Jacquardkarte J horizontal läuft, besondere Hülfsplatinen Ia, IIa und IIIa an den Nadeln b vorhanden sein, welche mit den senkrecht liegenden Platinen a1 a2 und λ8 durch Winkelhebel 1 5 zwangläufig verbunden sind. Die Platinen a 1^2 und az werden hier durch ihre Federn in entgegengesetzter Richtung, wie in Fig. 2 und 3, bewegt; Ansatz 3s und die Bunde 3b der Platinen befinden sich demgemäfs hier ah dem bezw. im Bereich des oberen Schlittens 3 (entsprechend dem linken Schlitten in Fig. 2 und 3). Uebrigens könnte die Vorrichtung auch waagrecht auf dem Maschinengestell angebracht sein.
Von den beiden am Gestell C1 verschiebbaren Schienen 12 ist die vordere (Fig. 1) durch die Lenkstangen 16 mit Winkelhebeln 17 verbunden, welche ihrerseits durch Lenkstangen 18 an die Schiene 19 des Stoffrahmens A angreifen, um die mit 19 verbundenen Theile in waagrechter Richtung hin- und herzuschiebenl Es sind dies die durch senkrechte Stangen 20 und waagrechte Stangen 21 unter einander verbundenen Lagerstücke .22, welche vermöge der Rollen 23 (von denen in Fig. 1,5 und 6 nur die oberen ersichtlich sind) auf den Querschienen 24 laufen. Die Querschienen, von denen in den genannten Figuren ebenfalls nur die obere sichtbar ist, führen sich in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise senkrecht im Maschinengestell; die obere davon vermittelt die senkrechte Verschiebung des Rahmens, indem sie durch über Rollen 25 laufende Seile oder Ketten 26 mit der Schiene 12 auf der Rückseite des Gestelles C1 verbunden ist. An das untere Ende von dieser Schiene aber ist ein Gewicht 27 angehängt, durch welches das Gewicht des Rahmens in der Schwebe gehalten wird. Zur Vervollständigung des über den Rahmen Gesagten diene ferner, dafs Fig. 8 die Sonderansicht eines der Lagerstücke 22, von oben gesehen und waagrecht durchschnitten, ist. Der von einer Walze 28 ab- und auf eine weitere Wälze 29 aufgewickelte Stoff wird zwischen den Walzen durch Klemmvorrichtungen 30 gespannt gehalten. Welle 31 und Hebelwerk 32 sind Theile des hier nicht in Betracht kommenden eigentlichen Stickmechanismus, welcher von der Hauptwelle 1 aus durch Curvennuth 33 in der Zeit bethätigt wird, während welcher nach stattgehabter Einstellung des Rahmens A durch die Vorrichtung C der Rahmen stillsteht.
Die schon mehrerwähnte Jacquardkarte J besteht aus einem endlosen Band, welches über Walzen 34 (s. Fig. 1, 9 und 10) läuft. Eine der Walzen dient zum Verschieben des Bandes, in das sie vermöge der Stifte 34s eingreift (s. Fig. 10). Diese Walze steht durch ein Winkelräderpaar 35 mit dem Schaltrad 36 in Verbindung, welches durch eine Schaltklinke 37 vermittelst eines. Hebels 38 und einer Curvennuth 39 weitergedreht wird, wenn die Einstellung der Organe der Vorrichtung C erfolgt ist, und die Nadeln b aus J herausgehoben sind.
Auf der Jacquardkarte J gehören je zwei Querreihen von Löchern insofern zu einander, als die eine der waagrechten, die andere der senkrechten Verschiebung bezw. Einstellung des Rahmens entspricht, welche zu gleicher Zeit vorzunehmen sind. Mit diesen Reihen von Löchern wirken die längeren Schenkel der bügelfölrmigen Nadeln b zusammen, welche in dem vom Band / durchlaufenen Schienenpaar 40 geführt sind (s. Fig. 9 und 10). Fällt eine der Nadeln durch ein Loch in der Jacqüardkarte herab, so tritt ihr kürzerer Schenkel in den Weg der zu ihrer Gruppe gehörigen Hülfsplatine, welche durch die unter Federdruck stehende Platine und den zugehörigen

Claims (1)

  1. ,Winkelhebel 15 nach rechts im Sinne der Fig. 9 vorgeschoben wird. Nach erfolgter Einstellung werden sämmtliche Nadeln durch die von Winkelhebeln 41 getragenen Schienen 42 ausgehoben; beide Schienen 42 werden gemeinsam durch Hebel 43 und Stange 44 von einer Curvennuth ■ aus bethätigt.
    Der Arbeitsgang der Maschine ist, in seinen wesentlichen Zügen zusammengefafst, der folgende:
    Die Jacquardkarte J ist für einen neuen Stich eingestellt. Die Schienen 42 senken sich; eine Nadel aus jeder Gruppe der beiden Reihen (== 6 Nadeln) senkt sich, die übrigen Nadeln ruhen auf der Karte. Die Schlitten 3 gehen aus einander; die auf die Platinen wirkenden Federn kommen zur Geltung und schieben die Platinen bezw·. Hülfsplatinen vor, bis sie an die gefallenen Nadeln anstofsen. Die Lineale 13 greifen zwischen die Stifte der Organe 4, 6 und 9,10 und sichern die durch die Nadeln bestimmte Stellung derselben. Jetzt gehen die Schlitten 3 wieder zusammen, durch die Mitnehmer 5 werden die Organe 6 und deren Gleitstücke 7, mit ihnen die Mitnehmer ι ο vorgeschoben; sie stofsen auf 11, 12, und im letzten Theil des Vorschubes macht der Rahmen die beabsichtigte waagrechte bezw. senkrechte oder eine aus beiden combinirte Bewegung.
    Jetzt kann der Stich erfolgen; während dessen kann aber auch schon nach Ausheben der Nadeln die Jacquardkarte weiter gerückt werden.
    Pateντ-Anspruch:
    J'acquardvorrichtung für Stickmaschinen zwecks Verstellung des Rahmens in waagrechter und senkrechter Richtung, bei welcher eine genaue Einstellung des Rahmens nach kleinsten Theilen unter Verwendung nur weniger Jacquardnadeln dadurch möglich ist, dafs der Hub des Rahmens nach beiden Richtungen in eine kleine Anzahl gleicher Theile zerlegt, diese wiederum in Theile zweiter Ordnung (letztere gegebenenfalls in Theile dritter Ordnung u. s. f.) getheilt sind und jeder Ordnung ein Paar drehbarer bezw. verschiebbarer, von· je einer Nadel (b) durch Platine 1 α2 α3) einzustellender, mit Abstufungen gleich der Anzahl der Theile der Ordnung versehener oder zusammenwirkeader Organe (4, 6, 9, 10) entspricht, welche Organpaare durch die in die Träger (3) des einen Paares eingeleitete zwangläufige Hin- und Herbewegung gemäfs ihrer Einstellung durch Nadeln und Platinen mittelst der Abstufungen urid Mitnehmer (5,7,11,12) eine gröfsere oder kleinere Bewegung auf den Rahmen übertragen. '
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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