DE77815C - Farbendruck-Schnellpresse - Google Patents

Farbendruck-Schnellpresse

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Publication number
DE77815C
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DE
Germany
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roller
rollers
color block
cleaning
color
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77815D
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English (en)
Original Assignee
J. L. DAVIES, Chipstead, Grfsch. Surrey, Engl
Publication of DE77815C publication Critical patent/DE77815C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/18Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
    • B41F3/42Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes for multicolour printing on sheets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
. Bei der vorliegenden Farbendruck-Maschine kommen die zu verwendenden Farben in trocknen, compacten Blöcken in der Weise zur Anwendung, dafs vor jedem Abzug von dem Färbeblocke oder den Farbeblöcken mit Hülfe eines Lösungsmittels eine dünne Farbschicht abgenommen und auf die Druckfläche übertragen wird. Die Methode ist bei Buntdruck-Maschinen aller Art, Lithographie-Pressen u. s. w. anwendbar und läfst sich die dazu nöthige Einrichtung mit Leichtigkeit auch an schon bestehenden derartigen Maschinen anbringen.
Der Farbeblock wird mit Terpentin oder einem sich nach der Beschaffenheit der Druckfarben richtenden Lösungsmittel unter Anwendung einer Walze, welche »Abnehmewalze? genannt werden soll, befeuchtet, und zwar so, dafs diese Walze vor jedem Abdrucke einmal mit dem Farbeblock in Berührung kommt. Ihre Oberfläche wird mit dem Lösungsmittel in der Weise befeuchtet, dafs sie periodisch mit dem Umfang von Rollen in Berührung kommt, welchen wiederum das Lösungsmittel durch einen Flanellstreifen zugeführt wird, dessen Ende dochtartig in ein mit dem Lösungsmittel gefülltes Gefäfs taucht. Durch die Praxis hat es sich als nothwendig herausgestellt, die Abnehmewalze nach jeder Farbenübertragung rein zu wischen, was durch ein Tuch geschieht, welches im geeigneten Moment mit der Walze in Berührung gebracht und so bewegt wird, dafs es stets der Walze eine reine Berührungsstelle bietet. Der Farbeblock liegt auf einem Tische, welcher die der Farbeabgabe entsprechende Bewegung macht und den Farbeblock entsprechend seiner Abnutzung der Abnehmewalze näher bringt. Nachdem so: das Princip erläutert, sei die Einrichtung der Vorrichtung an der Hand der beiliegenden Zeichnungen erklärt.
Fig. ι zeigt einen Theil des Längsschnittes einer Lithographie-Presse, bei welcher die Färbevorrichtung zur Anwendung gebracht ist. A ist die Druckwalze, B die Hauptantriebswelle. Das Terpentin oder sonstige Farbenlösungsmittel ist in dem Gefäfs α enthalten; in dasselbe taucht ein Flanellstreifen b, der die Flüssigkeit ansaugt, und welche zunächst auf die Walzen c c1 und von diesen auf die Oberseite der Abnehmewalze d übertragen wird. Das Abwischen dieser letzteren Walze nach jeder Färbung der Druckplatte geschieht durch die an beiden Seiten von d angebrachten Tücher e e welche über die Rollen//1/2/3 geführt sind., Die Achsen dieser Rollen sind in seitlichen Rahmenstücken g g gelagert, welche letzteren oben bei r in Augen der Lagerböcke m aufgehängt sind. Diese Tücher berühren nun, nach erfolgter Färbung der Druckplatte durch die Rolle d, die letztere zum Zweck der Reinigung von beiden Seiten abwechselnd dadurch, dafs auf der Antriebswelle B eine Gurvenscheibe h sich befindet, welche bei ihrer Drehung die auf beiden Seiten des Maschinengestelles befindliche Stange ζ und mit ihr die Bügel// hin- und herbewegt.
An letzteren sind die Rahmenstücke g g, wie aus der Zeichnung ersichtlich, angeschlossen. Wie oben schon bemerkt, soll auch stets eine andere Stelle des Tuches zum Abwischen der Walze d benutzt werden können. Aus diesem
Grunde sind die Tücher e auf die Rollen/3 aufgewickelt, gehen von hier aus über/2 anfi vorbei und sind an der Rolle/ befestigt. Sie erhalten eine periodische Bewegung in ihrer Längsrichtung dadurch, dafs auf den Enden der Zapfen von / Schalträder aufgekeilt sind, während an dem Bügel j oben eine an beiden Enden zu Schaltklinken ausgebildete Schiene η sich befindet, die bei jedem Hin- und Hergang des Rahmens j das rechte oder linke Sperrrad ο um einen Zahn weiterschiebt, so dafs sich die Rollen / drehen und das Band oder Tuch e sich vorwärts bewegt, d. h. von /3 allmälig sich ab- und auf / aufwickelt.
Fig. 2 und 3 zeigen eine etwas andere Anordnung der Abnehmewalzen, der Putztücher und der verschiedenen Bewegungsmechanismen. Die Abnehmewalze d ist mit ihren seitlichen Endzapfen in den Schlitzlagern der Böcke m gelagert. In horizontalen Schlitzen der seitlichen Böcke to ist je ein Gleitstück r1 einge-. legt, welches in Lageraugen ßj3 die Zapfen der Rollen/1/2 trägt; oben an m sind in entsprechenden Lageraugen die Rollen / und /3 gelagert und die Wischtücher e e in der Weise um diese Rollen geführt, dafs das Tuch in Vorrath auf /3 gewickelt ist, von hier aus um /2 herum- und an /' vorbeigeführt und hierauf oben an der Rolle/ befestigt ist. Die Zapfen von / tragen Schalträder, wie bei Fig. ι beschrieben. Die Zuführung des Farbenlösemittels zur Walze d geschieht von dem Gefäfs α aus unter Vermittelung des Flanelltuches und der Walzen c c1, wie vorher. Das periodische Andrücken der Wischtücher e und deren fortschreitende Bewegung in ihrer Längsrichtung geschieht von der Welle B aus durch die Curvenscheibe h, indem diese den um ix drehbaren Hebel il bei Seite drückt. Ein auf Welle zx befestigter Gegenhebel /' ist an eine Spiralfeder / angeschlossen, die andererseits am Maschinengestell befestigt ist. An dem geschlitzten Ende von i1 ist verstellbar die Stange i angeschlossen und überträgt mittelst der Hebel k k\ der Stange k% und des um j1 drehbaren Hebels j die empfangene Bewegung auf die in den horizontalen Schlitzen von m ruhenden Gleitstücke, welche die Rollen/1/'2 tragen. Diese Gleitstücke sind an j durch einen Bolzen \ angeschlossen, der in einem Schlitz ^1 gleitet; auf diese Weise wird die schwingende Bewegung von j in die hin- und hergehende der Gleitstücke r verwandelt. Der Hebel j läuft oben T-förmig aus, wo an demselben befestigte Zapfen t1 in die Schlitze der um die Zapfen von / schwingenden Hebel η ηλ greifen; bei der hin- und hergehenden Bewegung vonj schieben alsdann die an den Enden von η hängenden Sperrklinken die auf den Zapfen von / befindlichen Sperrräder um einen Zahn weiter, wodurch, eine Längsbewegung der Wischtücher e erfolgt. Durch die Verstellbarkeit, des Stangenendes von i in Schlitzet1 kann die Bewegung der Wischtücher nach beiden Richtungen hin regulirt werden.
Fig. 4 und 5 zeigen, wie der Farbeblock entsprechend seiner allmäligen Abnutzung gehoben wird. An dem fahrbaren, den Lithographenstein tragenden Schlitten der Presse ist an dem einen Ende ein kastenartiger Einsatz ρ eingehängt und in diesem eine den Farbeblock tragende Platte r3 lose eingelegt, welche mit ihren auf der Unterseite befindlichen schrägen Flächen r4 auf den. Schienen 0 ruht; Fig. 5 zeigt die Anordnung im Querschnitt, Fig. 4 im Grundrifs zur Hälfte. In der vorderen Schmalseite des Kastens ρ sind in Lageraugen die Spindeln q gehalten, welche mit Gewinde in die als Muttern dienenden Ansätze der Schienen 0 greifen. Werden also diese Gewindespindeln gedreht, so dafs sich 0 nach rechts hin verschiebt, so gleiten die schrägen Ansätze o1 unter r* hinweg und heben die Platte r3 und den auf ihr liegenden Farbeblock. Dies wird nun nach jeder Entnahme von Farbe von selbst dadurch erreicht, dafs auf den Enden der Gewindespindeln q Schneckenräder s befestigt sind, welche in Eingriff mit den Schnecken t sich befinden, welche letztere auf der horizontal gelagerten Vorgelegewelle t2 befestigt sind; an einem Ende dieser Welle, ist ferner ein Schaltrad u aufgekeilt und hängt vor diesem der doppelarmige Hebel v1 nach unten frei herab. Derselbe sitzt lose auf der Welle t2 und trägt oben die in u eingreifende Sperrklinke ν. Irgendwo am Bett der Presse ist ein Anschlag ul vorgesehen, so dafs, wenn der Schlitten in die Nähe von ul kommt, der Hebel v1 über ul hinweggleitet, hierbei um i2 sich dreht, die Sperrklinke ν das Sperrrad u bethätigt und schliefslich die Spindeln q durch die dadurch verursachte Bewegung die Schienen 0 verschieben, so dafs r3 und der Farbeblock ganz wenig gehoben wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Farbendruck-Schnellpresse, bei welcher die Abgabe der Farben an die zu färbende Druckplatte von einem festen Farbeblock erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dafs der Farbeblock auf einem unterhalb mit geneigten Flächen r4 versehenen Tisch r3 liegt, der auf entsprechend geneigten Flächen o! einer Platte ο ruht, welche bei der Bewegung.des Karrens durch eine geeignete Schaltvorrichtung allmälig verschoben wird, so dafs der Farbeblock entsprechend seiner Abnutzung allmälig steigt.
2. An der unter 1. gekennzeichneten Presse eine Wischvorrichtung zur Reinigung der Farbewalze fdj, bestehend aus den seitlich
zur Farbewalze (d) angeordneten Putztüchern (e), die auf Rollen (f3) aufgewickelt sind und über Führungsrollen f lf2 geführt werden, wobei die Rollen f 1^1 im schwingenden Rahmen (g bezw. r1) gelagert sind, welche nach jeder Einfärbung abwechselnd gegen die Walze d bewegt werden, derart, dafs dadurch das Putztuch an die Walze gedrückt und gleichzeitig durch ein Schaltwerk und eine mit demselben verbundene Aufwickelwalze (f) wischend an der Walze (d) vorübergeführt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT77815D Farbendruck-Schnellpresse Expired - Lifetime DE77815C (de)

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