DE374031C - Farbwerk mit abwechselnd hin und her gehendem Farbwagen und zwei nebeneinanderliegenden Einfaerbewalzen fuer Druckmaschinen mit auf und ab bewegter flacher Druckform - Google Patents
Farbwerk mit abwechselnd hin und her gehendem Farbwagen und zwei nebeneinanderliegenden Einfaerbewalzen fuer Druckmaschinen mit auf und ab bewegter flacher DruckformInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F1/00—Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
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- B41F1/40—Inking units
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Description
3740S1
Die Erfindung bezieht sich auf ein Farbwerk für Druckmaschinen mit auf und ab gehendem
Druckkasten und auswechselbaren Druckstöpseln. Bei diesen Flachdruckmaschinen (Patent
291273 und Patent 340709) wurde bisher entweder mit Farbband gedruckt, oder aber es
wurde der Drucksatz in der angehobenen Stellung vor jedem Druck mittels einer bzw.
zwei durch einen Seilzug o. dgl. unter dem Satz hin und her bewegter Einfärbewalzen mit
Druckfarbe eingefärbt.
Die Erfindung betrifft ein besonderes Farbwerk für derartige Flachdruckmaschinen, welches
sich im Gegensatz zu den Farbwerken der großen Buchdruckmaschinen durch besondere
Einfachheit auszeichnet, während trotzdem eine weitgehende Regelbarkeit der Farbgebung
und vor allen Dingen eine einwandfreie und kräftige Einfärbung des Drucksatzes gewährleistet
ist. Das Farbwerk besteht aus vier hintereinanderliegenden Walzen, von denen die lose drehbar in einer Blechmulde liegende,
zum Auftragen der Farbe dienende Walze nur vor jedem Druck durch kurze Berührung mit
der zweiten dauernd angetriebenen Walze an diese etwas Farbe abgibt, die von den nachfolgenden
Walzen verteilt und verrieben wird. Die beiden letzten Verreibewalzen sind nach der Erfindung senkrecht untereinander und
gegeneinander federnd angeordnet, derart, daß sich die beiden wagerecht nebeneinanderliegenden
Einfärbewalzen des Farbwagens in dessen Endstellung zwischen diese beiden senkrecht
untereinanderliegenden Farbwerkswalzen hineinschieben. Da sämtliche Verreibewalzen
jetzt dauernd rotieren, werden die beiden Farbwagenwalzen, solange der Farbwagen im
Farbwerk steht, kräftig eingefärbt. Außerdem wird die Endstellung des Farbwagens gut gesichert,
so daß ein Versetzen des letzteren nicht vorkommen kann.
In den Abb. 1 bis 4 der Zeichnung ist die Flachdruckmaschine mit dem den Gegenstand
der Erfindung bildenden Farbwerk in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Abb. 1
zeigt die ganze Maschine in einem Längsschnitt, während in den Abb. 2 bis 4 das eigentliche Farbwerk für sich vergrößert veranschaulicht
ist.
Der zur Aufnahme des eigentlichen Drucksatzes dienende Druckkasten d wird durch die
auf der Maschinenwelle α sitzenden beiden Exzenter δ abwechselnd auf und ab bewegt.
Seine Führung erhält der Druckkasten durch die an seiner Unterseite angebrachten, in Hülsen
c des Maschinengestelles lotrecht geführten vier Bolzen 10. Das zu bedruckende Papier
11 läuft von einer Rolle über den festen, mit einer Gummiplatte g versehenen Drucktisch f
und wird auf diesem in der tiefsten Stellung des Druckkastens durch den vorher eingefärbten
Drucksatz bedruckt. Die absatzweise Fortschaltung des Druckstreifens wird durch ein hier nicht näher zu erläuterndes Schaltgetriebe
bewirkt.
Die Einfärbung des Drucksatzes wird unter Zuhilfenahme eines besonders ausgebildeten
Farbwerks in folgender Weise bewirkt. In den beiden seitlich an der Maschine angebrachten
wagerechten Schienen 8 läuft vor jedem Druck der Farbwagen k mit den beiden Einfärbewalzen
I, m bei angehobenem Druckkasten einmal unter dem Drucksatz hin und her. Zur
Erzielung dieser Farbwagenbewegung dient ein entsprechendes Zahn- und Kettenradgetriebe
12 und der am Färb wagen angreifende, über
Rollen geführte endlose Kettenzug i. Das hier nicht näher zu beschreibende Getriebe 12
wird von der Maschinenwelle α aus mittels des Zahnrades h in Bewegung gesetzt.
Das eigentliche Farbwerk hat, wie insbesondere aus Abb. 2 bis 4 ersichtlich ist, eine
halbkreisförmige Farbmulde o, in deren Seitenwänden s eine lose, drehbare Stahlwalze 13
(Auftragswalze) gelagert ist. Diese Mulde wird abnehmbar von zwei miteinander fest verbundenen
runden Traversen p, q getragen, die mit ihren äußeren Enden in wagerechten Schlitzen r
der festen Seitenteile η der Maschine um wenige
Millimeter verschiebbar gelagert sind. Zwei
kleine Federn 14 ziehen die ganze Farbmulde mit der Stahlwalze für gewöhnlich nach links.
An der die beiden Seitenteile s verbindenden Querstange 4 hängt das Farbabstreichmesser 2,
welches mittels der Schrauben 3 zwecks Regelung der Farbgebung mehr oder weniger gegen
den Umfang der Stahlwalze angepreßt werden kann.
Beim Arbeiten der Maschine hebt eine am Zahnrad 15 sitzende kurze Nase 16 vor jedem
oder vor jedem zweiten Druck die Farbmulde kurz um wenige Millimeter an, so daß die in
der Farbmulde liegende Auftragswalze 13 kurz mit der Massewalze (Gelatine) u in Berührung
kommt und an diese etwas Farbe abgibt. Die genannte Massewalze wird von der
Maschinenwelle aus dauernd angetrieben und verreibt die vorher abgenommene Farbe mit
einer zweiten Stahlwalze w, die sie durch Reibung mitnimmt. Letztere- Stahlwalze w ist in
einem Hebelgelenk ν gelagert, das um die Achse 17 der Massewalze u drehbar ist. Senkrecht
unter der Walze r ist eine zweite Stahlwalze * angeordnet, die von einer Feder y
nach oben gedruckt wird.
Der die Walze u tragende Hebelarm legt sich infolge des Gewichtes dieser Walze (oder
unter Einwirkung einer Feder) für gewöhnlich gegen den festen Anschlagstift 18. Sobald jedoch
der Farbwagen in seine linke Endstellung geht, drücken die beiden Einfärbewalzen I, m
die Stahlwalzen w, χ nach oben und unten etwas auseinander und legen sich in die Lücke
zwischen beide Einfärbewalzen. Da die Walze 11 dauernd umläuft, werden jetzt alle
übrigen Walzen (außer Walze 13) durch Reibung mitgenommen, und es findet eine kräftige
Farbverreibung und eine ausgiebige Einfärbung der beiden Farbwagenwalzen statt.
Die untere Stahlwalze # bewirkt gleichzeitig auch eine seitliche Verreibung. Zu diesem
Zweck ist die genannte Walze auf ihrer Achse g undrehbar, aber achsial verschiebbar angebracht.
Eine Schraubenfeder ζ drückt die Walze χ in der eingezeichneten Pfeilrichtung
derart, daß die abgeschrägte Stirnfläche 7 dieser Walze stets mit dem festen Stift 6 in Berührung
bleibt. Hierdurch wird erreicht, daß die untere Stahlwalze x, die für gewöhnlich
stehenbleibt und nur bei der gezeichneten Endstellung des Farbwagens durch Reibung
mitgenommen wird, sich beim Rotieren gleichzeitig auf der Achse um einige Millimeter
dauernd hin und her verschiebt, so daß auch eine gute seitliche Farbverreibung stattfindet
und beim Drucken von Klischees usw. eine Streifenbildung ausgeschlossen ist.
Gegebenenfalls kann die Walze w ohne weiteres ebenfalls so ausgebildet werden, daß
auch sie eine seitliche Verschiebung erhält.
Auf der anderen Seite der Maschine sind ebenfalls zwei leicht gegeneinander federnde
Stahlwalzen 9 und 19 angebracht, zwischen die sich in der anderen Endstellung des Farbwagens
dessen beide Einfärbewalzen hineinlegen. Die obere Walze 9 wird von der
Maschinenwelle dauernd angetrieben, so daß auf dieser Maschinenseite ebenfalls eine Farbverreibung
stattfindet. Ebenso kann auch hier eine der Walzen eine seitliche Verreibung besitzen. Ferner kann das Getriebe 12 ohne
weiteres so eingerichtet sein, daß der Farbwagen, wenn er den Drucksatz eingefärbt hat,
sofort wieder in das Farbwerk zurückgeht und dann der Druck erfolgt, während bei der gezeichneten
Ausführung der Farbwagen ebenfalls in seiner rechten Endstellung (Abb. 1)
stehenbleibt und dann wieder ein Druck erfolgt. Bei der gezeichneten Ausführung geht
der Farbwagen also bei jedem zweiten Druck in das Farbwerk.
Die beiden Walzen w, χ auf der einen und
die beiden Walzen 9, 19 auf der anderen Seite der Maschine besitzen eine solche Drehrichtung,
daß sie die beiden Farbwagenwalzen ohne weiteres zwischen sich hineinziehen. Der Weg
des Farbwagens ist durch die auf beiden Seiten der Maschine angebrachten etwas gegeneinander
federnden Walzen ganz genau begrenzt, so daß ein Versetzen des Farbwagens und eine hierdurch bedingte Störung der
Maschine völlig ausgeschlossen ist.
Zwecks staubsicheren Abschlusses des Farbwerks ist das letztere durch einen halbrunden
Scharnierdeckel 20 abgedeckt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Farbwerk mit abwechselnd hin und her gehendem Farbwagen und zwei nebeneinanderliegenden Einfärbewalzen für Druckmaschinen mit auf und ab bewegter flacher Druckform, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Einfärbewalzen (/, m) des unter dem angehobenen Drucksatz (e) hin und her gehenden Farbwagens (k) in dessen Endstellungen sich zwischen zwei senkrecht untereinander angeordnete und gegeneinander federnde, dauernd rotierende Verreibewalzen (w, x) des Farbwerks (n) hinein- no schieben, wodurch einerseits der Farbwagen in seinen Endstellungen, d. h. während des eigentlichen Druckvorganges, genau arretiert und anderseits gleichzeitig beide Farbwalzen (I, m) ausgiebig in dieser Zeit eingefärbt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW58995D DE374031C (de) | Farbwerk mit abwechselnd hin und her gehendem Farbwagen und zwei nebeneinanderliegenden Einfaerbewalzen fuer Druckmaschinen mit auf und ab bewegter flacher Druckform |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW58995D DE374031C (de) | Farbwerk mit abwechselnd hin und her gehendem Farbwagen und zwei nebeneinanderliegenden Einfaerbewalzen fuer Druckmaschinen mit auf und ab bewegter flacher Druckform |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE374031C true DE374031C (de) | 1923-04-19 |
Family
ID=7605638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW58995D Expired DE374031C (de) | Farbwerk mit abwechselnd hin und her gehendem Farbwagen und zwei nebeneinanderliegenden Einfaerbewalzen fuer Druckmaschinen mit auf und ab bewegter flacher Druckform |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE374031C (de) |
-
0
- DE DEW58995D patent/DE374031C/de not_active Expired
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