DE7777C - Neuerungen an Strickmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Strickmaschinen

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DE7777C
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J. A. st. biernatzki in Hamburg
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1879.
Klasse 25.
JOHANN AUGUST STANISLAUS BIERNATZKI in HAMBURG.
Neuerungen an Strickmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. März 1879 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, auf der Strickmaschine Muster in verschiedenen Farben herzustellen, bei welchen die Breite des einzelnen Musters in jeder Maschenreihe nach Belieben des Strickers geändert werden kann. Die einzelnen Muster der Arbeit kann man infolge dessen beliebig abnehmen, zunehmen, zeitweilig oder dauernd aus derselben verschwinden oder wieder erscheinen lassen.
Diese Wirkung wird durch einen Fadenführerapparat erzielt, welcher unabhängig von der Maschine ist und welcher, dem herzustellenden Muster entsprechend, eine oder mehrere Reihen Fadenführer enthält, deren Fäden vor der Bildung einer jeden Maschenreihe von dem Arbeiter in geeigneter Weise zwischen die geöffneten Nadeln gebracht werden.
Um dieses Einlegen der Fäden in die Nadeln bewerkstelligen zu können, ist diese Maschine mit Schlössern versehen, welche die Nadeln nach dem Anziehen der Maschen sofort wieder heben und in einer bestimmten Höhenstellung stehen lassen. Nach dem Stricken einer Maschenreihe befinden sich die sämmtlichen Nadeln in dieser gehobenen Stellung, und dadurch ist es möglich, mittelst der am unteren Ende zugespitzten Fadenführer die einzelnen Fäden zwischen die Nadeln des äufseren Nadelbettes hindurch auf die geöffneten Klappen zu bringen und dem herzustellenden Muster entsprechend in der Längsrichtung der Maschine zu verschieben und wieder zwischen den Nadeln zurück aus der Maschine zu entfernen.
Durchaus erforderlich für die Maschenbildung ist, dafs die Fäden auf die Klappen der Nadeln und nicht unter dieselben zu liegen kommen und ist daher ein sogenannter Klappenoffenhalter angebracht, welcher verhindert, dafs die Klappen sich schliefsen können.
In beiliegender Zeichnung ist die Vorrichtung, an einer Strickmaschine angebracht, dargestellt, und zwar ist Fig. 1 eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt, und Fig. 3 ein Grundrifs, Fig. 4, 5 und 6 sind Details des Schlosses in den drei wichtigsten Stellungen.
Es ist A der Schlitten einer Strickmaschine bekannter Construction, α und a1 die beiden Nadelbetten derselben mit den zugehörigen Nadelreihen cc1. B ist die Kurbel und D die Lenkstange zum Hin- und Herbewegen des Schlittens.
EE ist das Gestell des Fadenführerapparates, welches unmittelbar hinter der Maschine aufgestellt wird, wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich ist. Die einzelnen Fadenführer η η η η . . werden an zwei Querschienen pp1 befestigt, welche jede mittelst zweier justirbarer Arme h h und k1 hi an einer Stange von Rundeisen r und r' drehbar aufgehängt ist. Die einzelnen Fäden werden von Spulen s s s . . über das Gestell hinweg zu den Fadenführern hingeleitet.
Durch das in nachstehendem noch speciell erläuterte Schlofs, welches an jeder Seite des Schlittens angebracht ist, sind die beiden Nadelreihen beim Vollenden einer Maschenreihe in die in Fig. 2 dargestellte gehobene Stellung gebracht.
Um ein Muster zu stricken, verfährt man folgendermafsen: Auf den Schienen / / ' werden so viele Fadenführer η η befestigt, als man Farbmuster herzustellen beabsichtigt; die Arbeit wird aufgeschlagen, wozu das Schlofs in die Stellung der Fig. 4 gebracht werden mufs, und die Schienen ρ p' nach vorn gezogen, wodurch die unteren Enden der zugehörigen Fadenführer durch die Zwischenräume der Nadelreihe c hindurch schwingen und die Fäden in den Raum zwischen die sich kreuzenden Nadeln bringen. Man verschiebt nun die Schiene p' mit den Fadenführern in der Längsrichtung der Maschine um so weit seitwärts, als Nadeln zur Herstellung der Breite des Farbenmusters nöthig* sind und schwingt dann die Fadenführerschiene /' mit den Fadenführern an dieser Stelle wieder durch die Nadelreihen c zurück. Man verschiebt darauf die Fadenführerschiene p um so viel seitwärts, als Nadeln von Fadenführern ρ * ohne Garn gelassen sind und schwingt die zweite Fadenführerreihe hinter die Nadeln zurück, wo die ersten Fadenführer ρ' ihren Anfang genommen haben. Durch Drehung der Kurbel B strickt man darauf eine Maschenreihe, welche die Fäden der ersten Fadenführerreihe in der Breite der seitlichen Verschiebung der Schiene p f und die Fäden der zweiten Fadenführerreihe in der Breite der seitlichen Verschiebung der Schiene p enthält. Je nachdem

Claims (1)

  1. man nach Vollendung der Maschenreihe die seitliche Verschiebung der aufs neue zwischen die Nadeln gebrachten Fäden der ersten Fadenführerreihe vergröfsert oder verringert, nimmt das Muster derselben Fäden zu oder ab, während umgekehrt die Verschiebung der Fadenführer der Schiene ρ * entsprechend verringert bezw. vergröfsert werden mufs, wodurch das Muster schmäler oder breiter wird. Man hat es durch die Combination der beiden oder einzelnen Fadenführerreihen und deren seitliche ■\ , Verschiebung ganz in seiner Gewalt, die Farbmuster karrirt, abnehmend oder zunehmend „v ' hervorzubringen und jederzeit schlicht zu stricken, dadurch, dafs man die zweite Fadenführerreihe aufser Thätigkeit setzt und mit einem oder mehreren Fadenführern arbeitet.
    Um die Fäden stets oberhalb der Klappen in die Nadeln einlegen zu können, ist es erforderlich, dafs alle Klappen offen sind und ferner, dafs die Nadeln sich etwas oberhalb der freien Enden der offenen Klappen kreuzen. Würden die Nadeln höher stehen, so würde der. Fall eintreten können, dafs Fäden unter die Klappenenden gelangten, wodurch die Maschenbildung unmöglich würde. Die Schlösser, welche die beiden Nadelreihen bewegen, müssen daher die Stellung der Nadeln auf die erforderliche Höhe genau reguliren, während das Offenhalten der Klappen durch ein Metallprisma / erzielt wird, welches sich mit dem Schlitten fortbewegt und zwischen den kreuzenden Nadeln gelagert ist. Dieses Prisma verhindert, dafs beim Steigen der Nadeln Klappen aufspringen.
    Der Winkelarm k, welcher vermittelst zweier Spiralfedern mit dem Gestell E E verbunden ist, verhindert, dafs die Fadenführer unabsichtlich zwischen die Nadelreihen hindurch schwingen. R R sind Stellschrauben zum Reguliren der Höhenstellung der Fadenführer.
    Das Schlofs, welches sich an jeder Seite des Schlittens angebracht befindet, hat zwei nach Vollendung jeder Maschenreihe automatisch verstellbare Führungen FF' und ein festes Mittelstück H, welches nur zum Fest- und Losestricken justirbar ist. Die Stellung der Theile des Schlosses in Fig. 4 ist diejenige, welche beim Aufschlagen der Arbeit erforderlich ist, während Fig. 5 das Schlofs beim Hingang des Schlittens A und Fig. 6 das Schlofs bei dessen Rückgang zeigt. Die Verschiebung der beiden Nadelftihrungen F F' in1 Verbindung mit den unbekannten Schlofstheilen T T1 ist derart, dafs dadurch die vorherbeschriebenen Bewegungen der Nadelreihen c c ] erzielt werden.
    Patenτ-Anspruch:
    An Strickmaschinen mit geraden Nadelbetten die Anwendung von Schlössern, welche die einzelnen. Nadeln der beiden Nadelreihen nach dem Fertigstellen der Maschen sofort wieder so weit heben, dafs die freien Enden der offenen Klappen der gegenüberstehenden Nadeln sich gerade noch kreuzen, so dafs der arbeitende Faden nicht unter die Nadelklappen schlüpfen kann, in Verbindung mit einem von der Ma^ schine unabhängigen Fadenführerapparat mit einer oder mehreren Reihen Fadenführern, welche so construirt und angeordnet sind, dafs die Enden der Fadenführer durch die Zwischenräume zwischen den Nadeln hindurchschwingen können, während die einzelnen Reihen der Fadenführer in der Längsrichtung der Maschine verschiebbar sind. Alles zu dem Zweck und in der Weise, wie vorstehend beschrieben und durch beiliegende Zeichnung erläutert ist.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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