DE7771C - Theilbare Laffette mit Sporn und Seitenrichtung für Geschütze - Google Patents
Theilbare Laffette mit Sporn und Seitenrichtung für GeschützeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
1879.
Klasse 72.
HEINRICH und EDUARD EICHWEDE in HANNOVER. Theilbare Laffete mit Sporn und Seitenrichtung für Geschütze.
Patentirt im Deutschen Reiche vom II. Februar 1879 ab.
Die Laffete ist aus folgenden Haupttheilen zusammengestellt: .
1. der Axe mit Rädern,
2. den Laffetenwänden,
3. dem Laffetenschuh,
4. der Richtmaschine für Seitenrichtung,
5. der Richtmaschine für Elevation,
6. den Verbindungsschrauben etc.
Zu i. Die Axe ist aus Stahl vierkantig geschmiedet und hat an den beiden sich verjüngenden
Seiten gedrehte Axschenkel zur Aufnahme der Räder.
Die Axe ist bis auf die gerade gebliebenen Axschenkel im Radius von 2500 mm gebogen
und besitzt rechts- oder linksseitig einen Ansatz zur Befestigung der Seitenrichtmaschine.
Zu 2. Die Laffetenwände sind aus Schmiedeisen oder Stahl gefertigt, indem Platten von geeigneter
Stärke derart ausgehobelt werden, dafs ein Rand in vierkantigem Querschnitt in geeigneter Stärke, die'durch das Hobeln schwächer
gewordene Platte umgiebt.
Die Laffetenwände haben an der vorderen hohen Seite runde, mittelst Bügel geschlossene
Schildzapfenlager und unter denselben ein vierkantiges Loch, worin die Axe liegt und sich
bewegt.
Zwei Laffetenwände sind durch Stehbolzen in geeignetem Abstande von einander mit einander
verbunden und ruhen mit dem hohen Ende auf der Axe, welche durch die vierkantigen
Löcher der Laffetenwände hindurchgeführt ist.
Die der Axe entgegengesetzten Enden der Laffetenwände laufen verjüngt zu und werden
mittelst Mutterschrauben an einen Stahlschuh angeschraubt.
Zu 3. Der Stahlschuh dient zur Feststellung der Laffete auf dem Boden und besitzt daher eine
derartige Form, dafs der nach unten gerichtete Theil, ein breiter Sporn, in den Boden sich
einrammen kann, während der nach oben gerichtete Theil desselben einen Gegenhalt gegen
den Erdboden bildet, um ein zu tiefes Einwühlen des Schuhes in den Boden zu verhindern.
Der Schuh hat an diesem oberen Theile eine Protz-Oese und wird damit das Aufprotzen der
Laffete auf den Protzhaken der Protze bewerkstelligt.
Zu 4. Die Seitenrichtmaschine besteht aus einer flachgängigen Schraube, welche an der, an
der Axe seitlich sitzenden Oese befestigt ist; auf dieselbe schraubt sich eine Hülse, welche äufserlich
ebenfalls flaches Gewinde besitzt und mit diesem Gewinde durch eine an der Laffete befestigte
Mutter hindurchläuft. Diese Hülse besitzt am Ende des Austritts aus der Mutter eine
Handkurbel. Durch Drehen dieser Kurbel bewegen sich die Schrauben der Richtmaschine
derart, dafs sie die durch die Mutter darauf sich hin- - oder herschraubenden Laffetenwände
auf der Axe nach rechts bezw. links hinziehen und dadurch die Seitenrichtung entsteht.
Zu 5. Die Elevationsschraube ist in bereits bekannter Construction ausgeführt.
Zu 6. Die zur Verbindung der Laffetenwände benutzten Bolzen sind Stehbolzen aus Stahl,
welche mittelst Bunde, welche auf der inneren Seite der Laffetenwände anliegen, dieselben in
bestimmtem Abstande erhalten.
Diese Stehbolzen treten durch die Wandungen und sind mit Muttern auf der äufseren Seite
der Laffetenwände festgeschraubt.
Bei Anwendung dieser Laffete für Gebirgsbatterien, Blatt II, wird dieselbe behufs leichterer
Beförderung auf Tragsätteln derart getheilt, dafs die Laffetenwände in Vordertheil und Rücktheil
durch Theilung in der Mitte getrennt werden können; auf dieser Theilungsstelle ist die
Laffetenwand zur Verstärkung verbreitert, voreinandergeschuht und durch Bolzen verbunden.
Soll die Laffete auf Tragsätteln transportirt werden, so wird der Vordertheil sowie Rücktheil
jedes für sich auf einem Sattel verpackt.
Die Anwendung dieser Laffete kann von der kleinsten Gebirgslaffete bis zur schwersten FeIdlaffete
geschehen und sind sämmtliche Dimensionen den gewählten Kalibern und der anzuwendenden
Pulverladung anzupassen.
Der Rücklauf, welcher bei allen bisher gebräuchlichen Laffeten beim Schufs entsteht, findet
bei dieser Construction nicht statt, nachdem sich beim ersten Schusse der Sporn in
den Boden festgesetzt hat.
Da die Laffete im Boden feststeht, kann die Seitenrichtung nicht durch Schwenken des
Laffetenschwanzes geschehen, sondern wird durch die Seitenrichtmaschine derart bewirkt,
dafs die Laffetenwände auf der Axe seitlich bewegt werden.
Der Seitenrichtungswinkel beträgt 15 bis 40 °,
je nach den Anforderungen.
Bei dieser neuen Laifete ist mithin zum Richten nur ein Mann erforderlich, während
bei den bisher angewendeten Laifeten ein Mann Elevation giebt und ein zweiter Mann mittelst
Richtbaum den Laffetenschwanz schwenkt.
Da ein Mann sowohl dem Geschütz Elevation wie Seitenrichtung giebt, ist die Arbeit zuverlässiger
und durch die Art und Weise eine äufserst genaue.
Ist das Geschütz gerichtet und festgestellt, so verändert sich der Stand beim Schiefsen nicht
mehr, was besondere Vortheile bietet.
Die Laffetenwände sind bis auf den Schildzapfendeckel aus Stahl- oder Eisenplatten aus
dem vollen Theil ohne jegliche Nietung gefertigt; hierdurch ist die Laffete allen anderen
Laffetenconstructionen in Bezug auf Solidität bedeutend überlegen und gestattet daher das
Feststellen des Geschützes mittelst Sporn beim Schusse ohne Gefahr des Zerbrechens.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei Laffeten die durch Zeichnung und Beschreibung dargestellte Seitenrichtung auf der Axe.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7771C true DE7771C (de) |
Family
ID=285471
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7771D Active DE7771C (de) | Theilbare Laffette mit Sporn und Seitenrichtung für Geschütze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7771C (de) |
-
0
- DE DENDAT7771D patent/DE7771C/de active Active
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