DE77620C - Vorrichtung zur Steigerung des Bremsdruckes bei Luftdruckbremsen, eine Ausführungsform des unter Nr. 77 181 ertheilten Patentes - Google Patents

Vorrichtung zur Steigerung des Bremsdruckes bei Luftdruckbremsen, eine Ausführungsform des unter Nr. 77 181 ertheilten Patentes

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DE77620C
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DE
Germany
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piston
rod
cylinder
brake
force
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77620D
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English (en)
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New-York Air Brake Company, New-York, Broadway 175
Publication of DE77620C publication Critical patent/DE77620C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/18Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere
    • B60T15/184Railway control or brake valves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
des unter JVr 77181 ertheilten Patentes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. August 1893 ab.
Zweck vorliegender Erfindung ist, eine Einrichtung zu treffen, wonach die Bremskraft bei Wagen durch Anwendung eines zusätzlichen Cylinders eine Vermehrung erfährt und die Kraft nach Anspannung des Bremsgestänges erhöht wird. Bei der Bremsvorrichtung des Patentes Nr. 77181 ist der zusätzliche Cylinder mit der Druckluftleitung verbunden und wird durch Luft aus dieser Leitung bethä'tigt. Bei der vorliegenden Einrichtung wird der zusätzliche Cylinder mit dem Hauptbremscylinder verbunden und durch Luft aus diesem bethätigt.
Fig. ι ist eine Ansicht der Vorrichtung, welche mit dem gewöhnlichen automatischen Bremssystem in Verbindung gebracht wird.
Fig. 2 ist eine Schnittdarstellung des Bethätigungsventils.
Auf der Zeichnung bezeichnet 1 ein Bremsrohr, welches mit geeigneten Vorrichtungen in Verbindung gebracht ist, um ein automatisches Bremssystem zu bethätigen.
Das Dreiwegventil 2, der Hülfsbehälter 3 und Bremscylinder 4 stellen eine bekannte Luftdruckbremse der Einkammerart dar. Die Kraft des Cylinders 4 wird auf das Bremswerk, wie üblich, durch Vermittelung der Stange 5 und des Hebels 6 übertragen. Das Rohr 7 verbindet ein Ventil 8 mit dem Hauptbremscylinder 4. Der Kanal 9 verbindet das Ventil 8 mit einem zusätzlichen Cylinder 1 o. Die Kraft dieses zusätzlichen Cylinders wird dem'Bremswerk durch Vermittelung der Kolbenstange 11, der Gelenkhebel 12,13 und der Zugstange .14 mitgetheilt, welche durch den Bolzen 15 an das Bremsgestänge angelenkt ist. Die Gelenkhebel 12,13 bewegen sich um einen festgelegten Zapfen 16.
Fig. 2 ist eine Schnittdarstellung in gröfserem Mafsstabe durch das Ventil 8; die Oeffnung 17 verbindet das Innere des Ventilgehäuses mit dem Bremscylinder 4 durch Vermittelung des Rohres 7. Die Oeffnung 19 ist mit dem zusätzlichen Cylinder 10 durch den Kanal 9 verbunden; die Bohrung 18 ist nach der Atmosphäre hin offen. Ein Ventil bezw. ein Schieber 20 mit Kolben 21 überwacht den Kanal 19. Eine Feder 22 drängt den Kolben und das Ventil beständig nach der einen Richtung, um den Kanal 19 abzuschliefsen.
Die Wirkung bezw. Arbeitsweise dieser Einrichtung ist folgende:
Unter regelmäfsigen Verhältnissen werden das Gestängerohr 1, Dreiwegventil 2 und der Behälter 3 mit Luft unter erheblichem Druck geladen. Eine Druckverminderung in dem Gestängerohr ist Veranlassung, dafs das Dreiwegventil in Wirkung tritt und die Verbindungen zwischen dem Behälter 3 und dem Hauptbremscylinder 4 eröffnet, wobei die Kolbenstange 5 herausgedrückt wird und die Bremsen angelegt werden in einer Weise, wie dies bei Bremseinrichtungen dieser Art bekannt ist.
Bei der vorstehend beschriebenen ergänzten Einrichtung wird, sobald der Druck in dem Hauptbremscylinder, welcher mit dem Innern des Ventilgehäuses 8 verbunden ist, den Druck der Feder 22 auf den Kolben 21 übersteigt,

Claims (1)

  1. der Kolben 21 veranlafst, den Schieber 20 zu verschieben und einen Kanal durch 19 von dem Bremscylinder 4 nach dem zusätzlichen Cylinder 10 zu eröffnen, worauf die Kolbenstange 11 nach aufsen gedrückt wird, so dafs sich der Arm 12 des Gelenkhebels um seinen Zapfen dreht und die Stange 14 zwischen den beiden Backen des angelenkten Hebels erfafst. Eine weitergehende Bewegung der Kolbenstange 11 erzeugt eine Kraftäufserung auf die Stange 14, die in dem Verhältnifs zu den Entfernungen des Drehzapfens 16 von der Stange 14 bezw. der Kolbenstange 11 steht. Diese Kraftäufserung wird auf das Bremswerk durch Vermittelung der Stange 14 aufser der Kraftäufserung der Hauptkolbenstange 5 übertragen. Die Feder 22 mufs von ausreichender Stärke gewählt werden, um einer Bewegung des Kolbens 21 entgegen zu wirken, wenn der Kolben in dem Cylinder 4 seinen Hub vollendet und das Bremsgestänge in gespannte Lage gebracht hat, damit der Hub des Kolbens in dem Cylinder 10 ergänzt werden kann und deshalb nur wenig Luft erfordert.
    Patent-Ansρrüch:
    Eine Ausführungsform der durch Patent Nr. 77181 geschützten Vorrichtung zur Steigerung des Bremsdruckes bei Luftdruckbremsen, dadurch gekennzeichnet, dafs die zur Bethätigung des Hülfsbremscylinders (1 o) erforderliche Druckluft von dem Hauptbremscylinder (4) entnommen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77620D Vorrichtung zur Steigerung des Bremsdruckes bei Luftdruckbremsen, eine Ausführungsform des unter Nr. 77 181 ertheilten Patentes Expired - Lifetime DE77620C (de)

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