DE77525C - Maschine zur Herstellung von Spiralbohrern durch Ziehen im Drall - Google Patents
Maschine zur Herstellung von Spiralbohrern durch Ziehen im DrallInfo
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- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
- B21K5/00—Making tools or tool parts, e.g. pliers
- B21K5/02—Making tools or tool parts, e.g. pliers drilling-tools or other for making or working on holes
- B21K5/04—Making tools or tool parts, e.g. pliers drilling-tools or other for making or working on holes twisting-tools, e.g. drills, reamers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Spiralbohrer werden meistens hergestellt, indem man die beiden Spiralnuthen einzeln
in den rohen Rundstahl auf Specialmaschinen ' einfrä'st, alsdann, um einen freien Schnitt der
Bohrer zu erzielen, beide Schneiden mit Hülfe von Schleifscheiben entsprechend anschleift.
Es ist bei dieser Methode die Herstellung, besonders von ganz feinen Nummern, schwierig
und entspricht derselben der hohe Preis der Spiralbohrer. Das der vorliegenden Einrichtung
zu Grunde gelegte Verfahren besteht darin, die Spiralbohrer vollständig fertig zu
ziehen, und zwar mit Hülfe von zwei Specialmaschinen mit eigenartiger, selbstthätig arbeitender
Zahn- oder Stichelanordnung. Die erste dieser Maschinen zieht beide Spiralnuthen
gleichzeitig fertig auf erforderliche Tiefe und Breite. Die zweite zieht beide Schneiden des
Bohrers zugleich frei, d. h. nimmt den dazwischen befindlichen Stahl so weit hinweg,
dafs der Bohrer gut und ohne Klemmung beim Gebrauch arbeiten kann.
In der Zeichnung sind die beiden zu der neuen Herstellungsmethode der Bohrer dienenden
Specialmaschinen dargestellt, die durch Motor und Handbetrieb bewegt werden können.
Die Maschine mit Motorbetrieb, welche zum gleichzeitigen Einschneiden beider Spiralnuthen
dient, ist dargestellt in den Fig. 1 bis 5, und zwar zeigt:
Fig. ι die Ansicht der Maschine von oben, Fig. 2 den Seitenaufrifs im Durchschnitt,
Fig. 3 den Aufrifs des Aufsatzes von vorn, welcher die selbstthätig arbeitende Zahnstichelanordnung zum Einziehen der Spiralnuth enthält.
Fig. 3 den Aufrifs des Aufsatzes von vorn, welcher die selbstthätig arbeitende Zahnstichelanordnung zum Einziehen der Spiralnuth enthält.
Die beiden Deckelschieber des Stichelgehäuses, ■welche zum bequemen Herausnehmen der
Stichelhalter dienen, sind beiderseitig zurückgeschoben.
Fig. 4 zeigt die Zahnstichelanordnung und ihre Halter, sowie den die Stichelhalter verstellenden
Verticalschieber.
Fig. 5 ist ein Detail der Zahnstichel- und Verstellvorrichtung.
An dem einen Ende der Wange der Maschine ist die Riemscheibe α angeordnet, welche
die auf gleicher Welle befindliche Schraube ohne Ende al dreht. Diese greift in ein
Zahnrad b ein, durch das die beiden Kurbelscheiben c1 und die daran befindlichen, in
Ganglänge verstellbaren Pleuelstangen c2 getrieben werden. Letztere setzen einen Schlitten
d in gleichmäfsig langsam hin- und hergehende Bewegung.
In dem Aufsatzbock dieses Schlittens dl ist
ein centrisch durchbohrter Drehbolzen g angeordnet, der in seinem vorderen Theil eine
Spannvorrichtung gi trägt, in welcher der zum Bohrer umzuarbeitende Rundstahl eingeschoben
und festgehalten wird. An seinem hinteren Ende dagegen ist auf g ein tiefes steiles Gewinde
g'2 aufgeschnitten.
Auf der Wange ist ferner verschiebbar ein Reitstock e aufgeschraubt, in dessen Kopf e1
sich ein zum Gewinde g2 passendes Muttergewinde befindet. Wird nun die Maschine in
Gang gesetzt, so erhält der Drehbolzen g mit dem zum Bohrer zu machenden Rundstahl
durch die hin- und hergehende Bewegung des Schlittens d bei seinem Durchgleiten des
Schraubengewindes g-2 durch das feststehende
Muttergewinde e1 den nöthigen schraubenartigen Gang (Drall), welchen die einzuziehenden zwei
Spiralnuthen auf den Bohrer erhalten sollen. An dem vorderen Ende der Wange A ist
ferner das Stichelgehäuse / unverschiebbar befestigt, welches die neue Schneidevorrichtung
zum Einziehen der Spiralnuthen enthält. In / ist eine rechteckige Oeffnung ausgespart, in
der sich vertical ein Schieber h auf- und abwärts bewegen kann. Dieser Schieber h wird
durch zwei Federn h1 stets nach unten gedrückt.
In diesem Schieber ist oben eine trapezförmige Oeffnung ausgespart, welche die
in waagrechter Fuge verschiebbaren beiden Theile des Stichelhalters o, Fig. 4,. mit ihren
beiden einander gegenüberstehenden Zahnsticheln i i zwischen sich nimmt. Die einzelnen
Stichel können durch die Stellschräubchen i\ Fig. 5, regulirt werden. Zwischen i i wird der
zum Bohrer umzuarbeitende, durch zwei Führungen gehende Rundstahl hindurchgezogen,
und greifen die Stichel i i bei dem Rückwärtsgang von beiden Seiten gleichmäfsig ein, während
sie beim Vorwärtsgehen den Bohrer frei passiren lassen.
Es wird dies erreicht, indem bei dem Heben des Schiebers h die Schrägen beide Theile des
Stichelhalters ο mit den Sticheln i zusammenführen und zum Einschneiden der Nuthen veranlassen;
bei dem Senken von Schieber h 'können die Stichelhalter frei zurücktreten und
die Stichel gehen leer. Um dieses Heben und Senken des Schiebers h zu bewirken, ist unter
ihm, mit Schlitten d fest verbunden, zunächst eine Gleitzunge I angebracht, welche die hin-
und hergehende Bewegung des Schlittens d mitmachen mufs, sich aber heben und senken
kann.
Bei /' ist die ebene Bahn dieser Gleitzunge abgeschrägt, so dafs, an diesem Punkt angekommen,
der Schieber h eine stark steigende oder fallende Bewegung macht. Es hat dies
den Zweck, den Ausgang oder Auslauf am Ende der Nuth herzustellen.
Um nun diese beiden Nuthen selbsttätig
auf gewünschte Tiefe und Breite einzuziehen, sind unter dem Zugschlitten / zwei Keile m
und η angeordnet, von denen m unverschiebbar eingesetzt, sich aber ebenfalls heben und
senken läfst. Der zweite Keil η ist dagegen auf seinem rückwärtigen unteren Theil n1 so
gezahnt, dafs das Eingreifen der Sperrklinke ρ ihn nach vorn, dem Stichelgehäuse zu verschiebt.
Dadurch wird auch Keil m und der Zugschlitten parallel gehoben, desgleichen auch
Verticalschieber h. Die Stichelhalter und Stichel i nähern sich und ziehen zwischen sich
die Spiralnuthen einen Spahn tiefer und so fort. Zwei Federn /2, auf beiden Seiten bei h1 in
dem Verticalschieber h angeordnet, haben den Zweck, sobald die Tiefe der Nuthen erreicht
und die Sperrklinke ρ ausgelöst ist, durch leichte Pressung der Stichel gegen die gezogene
Nuth das Glätten derselben zu bewirken. Die Verstellvorrichtung des Keiles η ist in bekannter
Weise angeordnet und sei nur kurz erwähnt:
Die Sperrklinke ρ wird in Bewegung gesetzt
durch Anstofs des Gleitschlittens d von r, wodurch ρ einen Zahn weitergreift. Die Spiralfeder
dient dazu, das Abgleiten der Sperrklinke ρ aus dem gefafsten Zahn zu verhindern.
Der Hebel q mit Griff ^1 löst die Sperrklinke,
sobald der Schieber η mit seinem Ansatz n2 an die Stellschraube s bei s1 anstöfst, aus, und
sobald die Spiralnuthen die gewünschte Tiefe erreicht haben, wird der Haken ss zurückgedrängt,
so dafs er Hebelarm q fallen läfst. Die Sperrung ist alsdann ausgeschaltet. Um
die eingezogenen Nuthen zu glätten, läfst man unter leichtem Druck der vorerwähnten Feder/2,
auf die Zahnstichel i i den Schlitten noch einige Mal hin- und hergehen.
Die Zeichnungen Fig. 7 bis 13 stellen die Maschine mit Handbetrieb zum Freischneiden,
Fertigstellung der Spiralbohrer bis zum Härten dar.
Es wird dies bewirkt, indem der Bohrer in gleichem Drall, wie durch die erste Maschine;
zwischen den einander gegenüberstehenden Zahnsticheln hin- und hergezogen wird, die
bei dem Rückgang Spahn um Spahn zwischen den Spiralnuthen auf beiden Seiten gleichzeitig
bis dicht zur Schneidkante hinwegnehmen.
Die Zeichnung zeigt in:
Fig. 6 die Ansicht der Maschine von oben, Fig. 7 einen Durchschnitt derselben,
Fig. 8 den Aufsatz, welcher das Stichelgehäuse mit Sticheln enthält,
Fig. 9 die gleiche Ansicht wie Fig. 8 in gröfserem Mafsstabe, Deckel abgeschraubt,
j, Fig. 10 die Stichelscheibe mit Sticheln in verschiedenen Ansichten,
j, Fig. 10 die Stichelscheibe mit Sticheln in verschiedenen Ansichten,
Fig. 11 die Kapsel in ihren verschiedenen
Theilen, in welche die Stichelscheibe drehbar eingesetzt ist.
Fig. 12 die mit Hand bewegte Umstellvorrichtung
der Stichelscheibe,
Fig. 13 die vor der Stichelscheibe angebrachte
Klemmzange, welche zum genauen Einstellen des mit fertigen Spiralnuthen versehenen
Rundstahls dient, damit die Stichelzähne richtig angreifen können.
Der durch Druck auf beide fertige Spiralnuthen mit Hülfe der Klemmzange (Fig. 13) in
den Klemmkopf g1 passend eingesetzte Bohrer
wird auf dieselbe Weise in gleichem Drall geführt, als wie dies bei der Maschine zum
Ziehen der Spiralnuthen der Fall war, nur besorgt die hin- und hergehende Bewegung des
Schlittens d ein Handhebel, mit Kurbelscheibe fest verbunden, in der die Pleuelstange zur
Bewegung des Schlittens d in Ganglänge ebenfalls verstellbar eingesetzt ist.
Neu ist dagegen die Einrichtung des Aufsatzes f mit der aus zwei Theilen (Fig. 11) zusammengeschraubten
runden Kapsel, dem Stichelgehäuse u, welche eine drehbare
Scheibe r mit den Stichelzähnen i i enthält.
Durch zwei Stellschräubchen, die in ein eingesetztes ovales Futter z1 eingeschraubt sind,
läfst sich die Stellung der Stichelzähne reguliren.
Eine Führungsbuchse r2 in. der Mitte der Scheibe r, Fig. 9 und 10, läfst die Bohrer
zwischen beide Stichel hindurchtreten und dient gleichzeitig als Drehungsachse für r. Weiter
ist an der Scheibe r ein Handgriff eingeschraubt, welcher die Stichelkapsel u, Fig. 11,
durchbricht und Y4 Kreisdrehung von r gestattet.
Ferner sind auf dem halben äufseren Umfang der Stichelscheibe Zähne eingefräst (Fig. 9
und 10), welche vermittelst der mit Hand betriebenen Umstellvorrichtung v, Fig. 9 und 1 2,
die Stichelscheibe r langsam drehend umsetzt, so dafs die Stichel auf den äufseren Umgangsflächen zwischen den beiden eingezogenen
Nuthen nur bei dem Rückgang der Bohrer Spahn neben Spahn wegnehmen bis dicht zur
Schneidkante der Spiralnuth, so dafs diese erhöht stehen bleibt und ' jede Klemmung bei
dem Gebrauch der Bohrer vermieden wird. Die Bohrer sind nun fertig zum Härten.
Claims (5)
- Pate nt-Ansprüche:ι . Eine Maschine zur Herstellung von Spiralbohrern durch Ziehen im Drall, mittels • welcher beide Nuthen zugleich mittels Zahnstichel selbstthätig fertiggestellt, dadurch gekennzeichnet, dafs zwei im Stichelgehäuse ff) seitlich verschiebbare Stichelhalter 0 mit den beiden einander gegenüberliegenden Zahnsticheln (i) in gleicher Bahn so geführt werden, dafs sie zwischen sich in den Rundstahl beide Nuthen beim Rückwärtsgehen einziehen, beim Vorwärtsgehen den Bohrerstahl jedoch frei durchlassen und nur noch die Nuthen glätten, sobald die erforderliche Tiefe erreicht ist.
- 2. Eine Ausführungsform der unter 1. geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs beide Stichelhalter ο mit ihren Sticheln i durch Vermittelung der keilartigen Innenflächen des im Stichelgehäusey angeordneten Schiebers h, welcher vor jedem Rückgang höher gehoben wird, mehr und mehr zusammenprefst und so die Nuthen entsprechend tiefer gezogen werden.
- 3. Eine Ausführungsform der unter 1. und 2. geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs die fortschreitende Hebung des Schiebers h kurz vor dem Rückgang der Maschine und während der Schneidezeit der Stichel i durch Vermittelung der mit dem Schlitten d nach oben beweglich verbundenen Gleitzunge / erfolgt, welche der feststehende Keil m im Verein mit dem verschiebbaren gezahnten Keil η stetig hebt.
- 4. Eine Ausführungsform der unter i. geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs der von den beiden Federn hl beeinflufste Schieber h, welcher fest auf die Gleitzunge / gedrückt wird, bei dem Rückgang an der Abrundung Z1 der Gleitzunge schnell nach oben steigt, dadurch die Stichel i zusammenprefst und so den allmäligen Auslauf der Nuthen in den Schaft des Spiralbohrers bedingt.
- 5. Eine Ausführungsform der unter 1. geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs, sobald die Nuthen ihre normale Tiefe erreicht haben, durch Anstofs eines Ansatzes (ri1) des Keiles (n) an die Stellschraube, fs)- die Auslösung des Hebels ρ erfolgt, durch dessen Niederfallen die Sperrklinke ρ und damit der Vorschub der Stichel aufser Thätigkeit gesetzt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77525C true DE77525C (de) |
Family
ID=350324
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77525D Expired - Lifetime DE77525C (de) | Maschine zur Herstellung von Spiralbohrern durch Ziehen im Drall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77525C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4522893A (en) * | 1981-10-30 | 1985-06-11 | International Business Machines Corporation | Contact device for releasably connecting electrical components |
| DE102005050974A1 (de) * | 2005-10-25 | 2007-04-26 | Keil Werkzeugfabrik Karl Eischeid Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines rotierenden Werkzeugs |
-
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- DE DENDAT77525D patent/DE77525C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4522893A (en) * | 1981-10-30 | 1985-06-11 | International Business Machines Corporation | Contact device for releasably connecting electrical components |
| DE102005050974A1 (de) * | 2005-10-25 | 2007-04-26 | Keil Werkzeugfabrik Karl Eischeid Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines rotierenden Werkzeugs |
| DE102005050974B4 (de) * | 2005-10-25 | 2015-09-03 | Keil Werkzeugfabrik Karl Eischeid Gmbh | Verfahren zur Herstellung eines rotierenden Werkzeugs |
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