DE77449C - Anordnung der Stromschlufshebel bei selbsttätigen Feuermeldern - Google Patents

Anordnung der Stromschlufshebel bei selbsttätigen Feuermeldern

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DE77449C
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DENDAT77449D
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GOULD & CO., Berlin N., Chausseestr. 39
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K3/00Thermometers giving results other than momentary value of temperature
    • G01K3/08Thermometers giving results other than momentary value of temperature giving differences of values; giving differentiated values
    • G01K3/10Thermometers giving results other than momentary value of temperature giving differences of values; giving differentiated values in respect of time, e.g. reacting only to a quick change of temperature
    • G01K3/12Thermometers giving results other than momentary value of temperature giving differences of values; giving differentiated values in respect of time, e.g. reacting only to a quick change of temperature based upon expansion or contraction of materials

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Juli 1893 ab.
Der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende selbstthätige Feuermelder soll nur dann melden, wenn eine plötzliche Temperatursteigerung eintritt, wie dies bei einem Feuerausbruch der Fall ist, hingegen nicht melden, wenn die Temperatur langsam steigt, wie dies bei sonst normalen Verhältnissen sehr wohl der Fall sein kann.
Das Wesen der Vorrichtung besteht darin, dafs zwei Röhren infolge ihrer Ausdehnung bei einer Wärmesteigerung auf elektrische Schlufsstücke derart einwirken, dafs letztere bei einer langsamen Temperatursteigerung sich nicht berühren, hingegen bei einer plötzlichen Temperatursteigerung aus einander stofsen, so dafs Stromschlufs eintritt. Erreicht wird dies durch die Umhüllung des einen Rohres mit einem schlechten Wärmeleiter, welcher bei langsamer Temperatursteigerung die Erwärmung des umhüllten Rohres nicht verhindert, hingegen bei plötzlicher Temperatursteigerung das Hindringen der Wärme zu dem Rohr einstweilen unmöglich macht, so dafs ;also das mit diesem Rohr in Verbindung stehende Stromschlufsstück sich nicht oder nur sehr langsam bewegt und infolge dessen das andere, durch das nicht umhüllte Rohr beeinflufste Stromschlufsstück das erste Stromschlufsstück einholt und somit den Stromschlufs herstellt.
Es bezeichnen α α1 die beiden von der Wärme beeinflufsten Röhren, welche neben einander angeordnet sind. Die Röhre al ist mit einem Mantel aus einem die Wärme schlecht leitenden Stoff umhüllt. Die Röhren sitzen fest in dem Gehäuse k, hingegen beweglich in dem Gehäuse kl und legen sich innerhalb des letzteren mittelst besonders befestigter Streifen ρ ρl an die Nasen d d1 der Stromschlufshebel//1 an. Diese Hebel sind innerhalb der Röhren a a1 untergebracht und sind durch die biegsamen Streifen h h1 an den Ständern g gl beweglich befestigt. An den anderen Enden tragen die Hebel//1 die Schlufsstücke für die den Melder enthaltende elektrische Leitung.
Als SchlufsstUck für den Hebel/ dient die Stellschraube i, während das Schlufsstück des Hebels/1 durch eine Schleiffeder z1 gebildet wird. Diese beiden Schlufsstücke sind von dem Gehäuse k umgeben, welches eine gläserne Decke besitzt; das Gehäuse dient zur Fernhaltung von Staub von den Schlufsflächen, sowie zur Verhütung von Explosionsgefahr durch den Schlufsfunken bei verschiedenen Betrieben. Die Ständer g g1 sind mit den beiden Enden der Leitung in Verbindung.
Es wird nun die Stellschraube i so eingestellt, dafs ihre Spitze in geringer Entfernung von der Schleiffeder i1 sich befindet. Tritt nun eine allmälige Erwärmung ein, so wird sich das Rohr α ausdehnen. Dasselbe gilt von dem Rohr α1, da die Wärme Zeit genug hat, durch die Umhüllung dieses Rohres zu letzterem selbst zu dringen. Es wird deshalb eine gleichmäfsige Ausdehnung beider Rohre a a1 stattfinden und infolge dessen auch ein gleichmäfsiges Schwingen der beiden Hebel/und/1. Es . beschreiben demnach Stellschraube i und Feder i1 gleiche Wegstrecken in demselben
Sinne, so dafs sie sich nicht berühren und ein Stromschlufs nicht eintritt, gleichgültig, wie hoch die Temperatur sich allmälig steigert.
Sobald aber eine plötzliche Temperaturerhöhung eintritt, ändert sich das Verhältnifs der beiden Röhren α und α1; während nämlich die erstere, da sie nicht umhüllt ist, sofort vollständig erwärmt wird und infolge dessen ein Vorrücken der Stellschraube i herbeiführt, dehnt sich zunächst die Röhre al nicht aus, weil der sie umhüllende schlechte Wärmeleiter einstweilen die plötzlich auftretende Wärme abhält. Aus diesem Grunde bleibt dann die Feder z1 stehen oder bewegt sich wenigstens sehr langsam, so dafs die Spitze der Stellschraube i die Feder z'1 einholt und somit der Stromschlufs eintritt.
Statt einen Strom zu schliefsen, könnte auch ein beliebiges Organ bewegt werden, wie z.B. ein Wasserhahn oder dergleichen, doch wäre mindestens die Zwischenschaltung einer elektrischen Vorrichtung selbst bei der Bewegung eines Wasserhahnes praktisch nur. von Bedeutung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbsttätiger Feuermelder, welcher durch die Differentialwirkung zweier gegen Wärme verschieden empfindlich gemachter Röhren wirkt, gekennzeichnet durch die Anordnung von Stromschlufshebeln innerhalb der Rohre, welche einerseits von den Röhren beeinflufst werden und andererseits bei ihrer relativen Verschiebung die Oeffnung oder den Schlufs von Stromkreisen herbeiführen, wobei die Röhren beiderseitig in geschlossene Gehäuse einmünden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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