DE51775C - Fernthermometer - Google Patents
FernthermometerInfo
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- DE51775C DE51775C DENDAT51775D DE51775DA DE51775C DE 51775 C DE51775 C DE 51775C DE NDAT51775 D DENDAT51775 D DE NDAT51775D DE 51775D A DE51775D A DE 51775DA DE 51775 C DE51775 C DE 51775C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01K5/00—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
- G01K5/02—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a liquid
- G01K5/18—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a liquid with electric conversion means for final indication
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. September 1889 ab.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur sofortigen Ermittelung der Temperatur eines
entfernt vom Beobachter gelegenen Ortes.
Die beiden Haupttheile sind das eigentliche Thermometer T und der Meldeapparat M. Sowohl
Thermometer wie Meldeapparat bestehen im wesentlichen aus zwei feinen Platindrähten
AA1 und BB1, welche in einen elektrischen
Stromkreis derartig parallel eingeschaltet werden können, dafs der Strom durch die Drähte A
und B, sowie A1 und B1 gleichzeitig hindurchgeht.
Die Drähte A und B sind bezüglich ihrer Länge unveränderlich und setzen dem
Durchgang des Stromes einen constanten Widerstand entgegen; die wirksame Länge der Drähte A1
und B1 hingegen ist veränderlich. Zwischen A und B, sowie A1 und B1 ist ein Telephon
eingeschaltet, welches im allgemeinen bei jeder Stromunterbrechung einen Ton hören läfst,
aufser wenn das Verhältnifs der Widerstände AB.
—jy- = -=y- ist. In letzterem Falle macht sich
in der Telephonleitung ein Strom nicht wahrnehmbar. Die als Widerstand wirksame Länge
des Drahtes A1 kann auf folgende Weise den Temperaturschwankungen entsprechend verändert
werden.
Das Rohr C ist oben geschlossen und mit Quecksilber gefüllt, über welchem sich im
Falle der Ausführung nach Fig. ι eine Flüssigkeit befindet, deren Verdampfungstemperatur
bei Atmosphärendruck etwas höher liegt als die Maximaltemperatur, für welche der Apparat
gebraucht werden soll.
Für Temperaturen bis zu 300C. z. B. eignet
sich hierzu Aether, bis 70° Weingeist und bis 950 Wasser. Das Rohr taucht mit seinem unteren
Ende in das Quecksilber des geschlossenen Gefäfses L ein, und es wird nun die Höhe der
Quecksilbersäule stets dem Unterschiede zwischen Dampfdruck im Rohr C und Luftdruck
im Rohr L entsprechen. Mit steigender Temperatur sinkt daher das Quecksilber, während es
mit sinkender Temperatur steigt.
Anstatt die dampfbildende Flüssigkeit über dem Quecksilber in C stehen zu lassen, empfiehlt
es sich auch, dieselbe im Gefäfs L1, Fig. 2, unterzubringen, über dem Quecksilber aber,
wie beim bekannten Barometer, eine Luftleere herzustellen. Dann entspricht die Höhe H der
Quecksilbersäule immer dem Dampfdrucke in L1 und dieser hängt von der Temperatur der
umgebenden Luft ab.
Bei solcher Einrichtung wird eine gröfsere Bewegung der Quecksilbersäule erzielt und vermag
eine störende Beeinflussung der Höhe der Quecksilbersäule durch Erwärmung des Platindrahtes
von Seiten des elektrischen Stromes nicht in dem Mafse Platz zu greifen, wie im
Falle der Einrichtung nach Fig. 1.
Der Platindraht A1 in der Röhre C kommt immer nur als elektrischer Leitungswiderstand
mit derjenigen Länge in Betracht, welche sich aufserhalb des Quecksilbers befindet.
Der Draht B] am Meldeapparat M wird von
einem Zeigerschieber D so gefafst, dafs bei jeder Stellung, welche diesem auf einer starken
Messingstange gegeben wird, leitende Berührung zwischen D und B1 herrscht, und es wirkt
hauptsächlich nur der zwischen dem Schieber D und der Eintrittsstelle E liegende Theil des-
selben als Widerstand. Jedem Quecksilber-
A B
stände entspricht nach der Gleichung —τγ = —jry-
nur eine bestimmte Stellung des Schiebers D. Man kann demzufolge den jeweiligen Stand der
Quecksilbersäule bezw. die Temperatur des Raumes, in welchem sich das Thermometer
befindet, dadurch unmittelbar an dem Meldeapparat ermitteln, dafs man den Schieber D
einfach so lange verschiebt, bis in dem Telephon bei Stromunterbrechungen kein Geräusch
mehr zu vernehmen ist. An der betreffenden Schieberstellung ist die Temperatur direct verzeichnet.
Die Stromunterbrechungen können durch einen selbstthätigen Apparat F bewirkt
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Ein Fernthermometer, gekennzeichnet durch zwei in ihrer als elektrischer Widerstand wirksamen Länge nach Mafsgabe der Temperaturschwankungen veränderbare Platindrähte, deren einer (A1) durch eine Quecksilberschicht hindurchgeht, welche dem Druck einer dampfbildenden und der Erwärmung durch die umgebende Luft ausgesetzten Flüssigkeit unterliegt, während an dem anderen (B1) die dem ersten entsprechende, jeweilig wirksame Länge mittelst Zeigerschiebers (D) festzustellen bezw. an dem Stromloswerden einer an die parallel geschalteten Leitungen (AA1BB1) angeschlossenen Telephonleitung zu erkennen ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51775C true DE51775C (de) |
Family
ID=326525
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT51775D Expired - Lifetime DE51775C (de) | Fernthermometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51775C (de) |
-
0
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