DE77438C - Selbsttätige Auslösungsvorrichtung für Luftdruckbremsen - Google Patents
Selbsttätige Auslösungsvorrichtung für LuftdruckbremsenInfo
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- DE77438C DE77438C DENDAT77438D DE77438DA DE77438C DE 77438 C DE77438 C DE 77438C DE NDAT77438 D DENDAT77438 D DE NDAT77438D DE 77438D A DE77438D A DE 77438DA DE 77438 C DE77438 C DE 77438C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T7/00—Brake-action initiating means
- B60T7/12—Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
- B60T7/126—Brakes for railway vehicles coming into operation in case of exceeding a predetermined speed
Landscapes
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- Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
Description
CHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. März 1894 a^·
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf selbstthätige Auslösevorrichtugen für pneumatische
Bremsen, wie z.B. Carpenter- oder Westin ghouse-Bremsen,
und hat den Zweck, bei aufsergewöhnlichen Längs- und Seitenschwankungen der Lokomotiven und Eisenbahnwagen,
wie bei Radreifen-, Schienenbrüchen, bei Entgleisungen, Senkungen u. dergl., die Bremsen
selbstthätig in Wirksamkeit zu setzen.
In beiliegender Zeichnung ist die Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 und 3
die Gesammtvorrichtung, während Fig. 2 einen Theil derselben in der Seitenansicht darstellt.
Der Apparat besteht aus einer U-förmigen Wasserwaage a, über welcher eine Balkenwaage b
angeordnet ist, die an ihren Hebelarmen^ c c Schwimmer d d trägt. Diese Schwimmer ruhen
auf der in der Wasserwaage befindlichen Flüssigkeit und nehmen so, da die Wasserwaage starr
mit dem Eisenbahnwagen verbunden ist, an den Niveauschwankungen in den beiden Armen
der Wasserwaage Theil. Der Waagebalken b, welcher auf beliebige Weise, am besten in
seinem Lager, mit dem positiven Pol einer elektrischen Batterie verbunden ist, trägt auf
seinen äufseren Enden Spiralfedern ee; über
diesen befinden sich, starr an dem Wagen befestigt, Contactschrauben ff, welche in beliebigen
Führungen angeordnet sind und vermöge ihres Gewindes in Bezug auf den Abstand von den Spiralfedern e e regulirt werden
können. Die Contactschrauben ff sind mit dem negativen Pol einer elektrischen Batterie
verbunden; geräth nun- der Wagen in gröfsere Schwankungen, so werden sich Spiralfeder und
Contactschraube berühren, wodurch Strotnschlufs hergestellt wird. Dieser Strom wirkt
auf einen Magneten g, Fig. 3, so dafs derselbe den Anker h anzieht. Der Anker h, der bei i
drehbar gelagert ist, hält im Ruhezustand einen Sperrhebel k fest, so dafs dieser eine von einer
Spiralfeder / bethätigte Stange m in gespanntem Zustand erhält. Wird nun der Anker h von
dem Magneten g angezogen, und kommt somit sein oberes Ende mit dem Sperrhebel k aufser
Eingriff, so wird dieser von der Spiralfeder η abwärts gezogen, die Stange m wird frei und
schnellt, von der Feder I getrieben, vor. Die Stange m kann in beliebiger Weise durch Gestänge,
Winkel oder Rollen mit dem Lufthahn der Bremse in Verbindung stehen. Es wird also der Lufthahn der Bremse geöffnet, sowie
in dem Apparat ein Stromschlufs entsteht.
Es ist vortheilhaft, alle Apparate des ganzen Zuges in einen Stromkreis einzuschalten, damit
bei einem Unfall an einem einzigen Wagen sofort alle Bremsen in Thätigkeit treten. Als
Füllflüssigkeit für die Wasserwaage ist zweckentsprechend Glycerin mit Wasser gemischt
oder Quecksilber zu wählen; danach wären denn auch das Material und die Abmessungen zu
nehmen.
Die Spiralfedern ermöglichen auch bei plötzlichen kurzen, heftigen Stöfsen einen genügenden
Stromschlufs, um den Magneten in Wirksamkeit zu setzen; die Contactschrauben müssen
so regulirt sein, dafs bei den gewöhnlichen, normalen Schwankungen des Wagens kein
Schlufs entstehen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum selbsttätigen Ingangsetzen der Bremsen bei gröfseren Schwankungen eines Fahrzeuges, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Balkenwaage, deren Waagebalken (b) mit dem einen Pol einer elektrischen Batterie verbunden ist, vermöge der an ihren Hebelarmen befindlichen Schwimmer (d d) den Schwankungen einer Wasserwaage (a) folgt, so dafs bei heftigen Schwankungen des Wagens der eine oder andere Arm des Waagebalkens mit einstellbaren Contactstücken (f) in Berührung tritt und einen elektrischen Strom schliefst, wodurch die Einrückung der Bremse erfolgt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77438C true DE77438C (de) |
Family
ID=350246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77438D Active DE77438C (de) | Selbsttätige Auslösungsvorrichtung für Luftdruckbremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77438C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10148482B4 (de) * | 2001-10-01 | 2006-08-24 | Rudolf Linsenmeyer | Elektronischer Entgleisungsdetektor |
-
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|---|---|---|---|---|
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