DE77360C - Selbstthätige Sicherung einer Weiche gegen Umstellung beim Durchfahren eines Zuges - Google Patents

Selbstthätige Sicherung einer Weiche gegen Umstellung beim Durchfahren eines Zuges

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DE77360C
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Germany
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switch
train
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lever
teeth
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77360D
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English (en)
Original Assignee
S. ROGOZEA, Pitesti, Rumänien
Publication of DE77360C publication Critical patent/DE77360C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L11/02Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track
    • B61L11/04Trailable point locks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wenn der Weichensteller aus Muthwillen oder Versehen den Weichenhebel einer Weiche umwirft, nachdem ein Theil des Zuges bereits in die Weiche gelangt ist, so mufs der Zug sich unbedingt theilen, und eine Entgleisung stattfinden.
Um diesen Uebelstand zu beseitigen, wird gemäfs der vorliegenden Erfindung zu der Weiche eine Vorrichtung hinzugefügt, welche die Weiche selbsttätig in ihrer jeweiligen Stellung festhält, bevor der Zug in die Weiche gelangt ist, so dafs ein Umstellen der Weiche von der Centralstelle aus oder durch Umlegen des Weichenstellhebels so lange unmöglich ist, bis der letzte Wagen die Weiche passirt hat.
Auf den beiliegenden Zeichnungen geben die Fig. 1 und ia, von denen Fig. ia die linke Verlängerung der Fig. 1 bildet, einen Grundrifs der neuen Vorrichtung in Verbindung mit der durch das Patent Nr. 63861 geschützten, hier als Beispiel gewählten Sicherheitsweiche. Die übrigen Figuren zeigen Einzelheiten.
Die allgemeine Anordnung der Sicherheitsweiche ist die durch den Anspruch des Patentes Nr. 63861 gekennzeichnete, a, Fig. 1, ist die gewöhnliche Weichenzunge und k die mit der Hülfslauffläche k1 versehene Weichenzunge, die frei auf den Weichenstühlen m lagert. Die neue Vorrichtung ist nun folgende:
An der Spitze jeder der beiden Weichenzungen α und k ist ein Zahn 1 bezw. 2 befestigt, der keilartig spitz ausläuft und seine Spitze dem ankommenden Zuge zukehrt. Die Fig. 2 und 3 zeigen einen dieser Zähne, den an der gewöhnlichen Zunge α angebrachten, in Vorderansicht und in perspectivischer Ansicht. Von der Oberseite dieses Zahnes springt ein Stift 3 senkrecht nach oben vor. Der an der anderen Zunge k sitzende Zahn 2 hat einen gleichen Stift 4, Fig. 1. Gegenüber diesen Zähnen und Stiften, also vor der Weichenspitze, sind auf einer an die vorderste Schwelle der Weiche anstofsenden Schwelle zwei doppelarmige Hebel 5, 6 waagrecht gelagert, die ihren Drehpunkt bei 7 haben. Die den Zähnen 1, 2 zugekehrten Hebelarme 5 sind an ihrem freien Ende senkrecht zu ihrer Längsrichtung so gegabelt, dafs die Enden der Zinken 8,9 nach der Weichenspitze zeigen. Die äufsere Zinke 8 liegt^tiefer als die innere Zinke 9, und zwar um1 s.o^viel^dafs, wenn der Hebelarm 5 gegen die Weiche bewegt wird, die tiefer liegende Zinke 8 nur auf den Zahn 1 oder 2 und die höher liegepde Zinke 9 nur auf den Stift 3 und 4 einwirken kann. Die einander zugekehrten Arme 6 der beiden Hebel 5, 6 sind je durch einen Lenker 10 mit einer gemeinsamen Zugstange 11 verbunden. Bewegt man diese Stange 11 in der Richtung des Pfeiles (Fig. 1), so werden beide Hebelarme 5 nach der Weiche zu geschwungen. War die Weiche vorher wie in Fig. 1 gestellt, so wird infolge dieser Bewegung der Hebel 5, 6 die tiefer stehende Zinke 8 des links gelegenen (in Fig. ι oberen) Hebels 5, 6 gegen die innere Seite des Zahnes 1 und die höher stehende Zinke 9 des rechts gelegenen Hebels 5, 6 gegen die Aufsenseite des Stiftes 4 des Zahnes 2
geprefst. Auf diese Weise werden die Zungen α k in der genannten Lage sicher festgehalten.
Das Gleiche ist der Fall, wenn die Zunge k an ihre Stockschiene anschliefst und die Zunge a von ihrer Stockschiene absteht, nur wird dann die tiefere Zinke 8 des rechts gelegenen Hebels gegen die innere Seite des Zahnes 2 und die höhere Zinke 9 des links gelegenen Hebels gegen die Aufsenseite des Stiftes 3 des Zahnes 1 geprefst.
Schliefst keine der beiden Weichenzungen an ihre Stockschiene an, so werden beim Einwärtsschwingen der Hebel 5,6 die beiden tiefer stehenden Zinken 8 gegen die Aufsenseite der Zähne 1, 2 geprefst.
In allen Fällen werden also die Weichenzungen, mögen sie stehen, wie sie wollen, nach dem Einwärtsschwingen der Hebel 5, 6 mittelst der Zinken 8, 9 oder 8, 8 in ihrer jeweiligen Lage festgehalten, so dafs, wenn die Verstellung der Hebel 5,6 von dem Zuge selbst bewirkt wird, ehe dieser in die Weiche einfährt, eine Umstellung der Weiche zu der Zeit, wo der Zug sich in der Weiche befindet, von der Centralstelle aus oder durch Umlegen des Weichenstellhebels unmöglich ist.
Das Verstellen der Hebel 5, 6 durch den Zug wird in folgender Weise bewirkt:
Vor der Weiche ist an der Aufsenseite der einen Schiene des Gleises (in Fig. ia der unteren) parallel zu dieser ein langes Flacheisen 12 quer verschiebbar gelagert, das höher als die Lauffläche der Schiene liegt und zu dieser so angeordnet ist, dafs die Reifen der Räder des Zuges mit der inneren Kante des Eisens in Berührung kommen und dieses auswärts schieben müssen. Um die Radreifen richtig gegen die Flacheisen zu führen und von diesem ablaufen zu lassen, sind dessen Enden auswärts gebogen. An der Unterseite des Eisens 12 ist in. der Mitte seiner Länge und an zwei davon weiter abgelegenen Stellen je eine Platte 13 befestigt, die breiter als das Eisen ist. Die innere Kante der Platten 13 schneidet mit der inneren Kante des Eisens 12 ab. " Mit diesen Platten 13 ruht das Eisen auf kurzen Führungsschienen 14, die auf den Schwellen senkrecht zum Gleise angeordnet sind. Jede Platte 13 ruht auf zwei Führungsschienen 14. Die Fig. 4 und 5 zeigen diese Anordnung in gröfserem Mafstabe in Ober- und in Seitenansicht. An der Unterseite jeder Platte 13 ist bei 15, Fig. 4 und 5, ein Seil 16 festgeklemmt, das über zwei zwischen den Führungsschienen 14 gelagerte Rollen 17 und 18 läuft, von denen die der Gleisschiene zugekehrte 17 senkrecht und die am äufseren Ende gelegene waagrecht angeordnet ist; das von der Rolle 18 abgehende Seilende ist mittelst einer Klemme 19 mit einem langen Rohr 20 fest verbunden, das parallel dem Flacheisen 1 2 verläuft und in Führungen 21, Fig. ia, der Länge nach verschiebbar ruht. Das der Weiche zugekehrte Ende dieses Rohres 20, Fig. 1, steht durch einen kurzen Lenker 22 mit dem einen Arm eines Winkelhebels 23 in Verbindung. Der Drehzapfen 24 dieses Winkelhebels ist auf einer zwischen zwei Schwellen angebrachten Platte 25 befestigt. Von dem anderen Arm des Winkelhebels 23 geht eine Zugstange 26 zwischen das Gleise, die an den einen Arm eines zweiten Winkelhebels 27 angreift, dessen anderer Arm mit der vorhin erwähnten Zugstange 11 verbunden ist. Der Drehzapfen 28 des Winkelhebels 27 ist an einer Schwelle befestigt.
Wird das Flacheisen 12 durch die Räder des Zuges auswärts gedrängt, so wird durch die beschriebene Anordnung der Seile 16 das Rohr 20 in der Richtung des Pfeiles (Fig. 1) bewegt. Gleichzeitig werden durch Vermittelung der Winkelhebel 23, 27 und der Zugstangen 26, 11 die Gabelhebel 5,6 so gedreht, dafs deren Zinken gegen die Weichenzungen schwingen und diese feststellen, wie vorhin erläutert wurde.
Hat der Zug die Weiche passirt, so müssen alle beweglichen Theile der Feststellvorrichtung in die Anfangslage zurückgeführt werden. Zu dem Zweck ist das Rohr 20 durch ein Seil 29, Fig. ι a und 6, das über eine zwischen zwei Schwellen gelagerte Rolle 30 läuft, mit einem Gewicht 31 verbunden. Dieses Gewicht wird bei Auswärtsdrängen des Flacheisens 12 gehoben und senkt sich, sobald die Räder des Zuges nicht mehr auf das Flacheisen einwirken, wieder von selbst, wobei es das Rohr 20 zurückzieht, das Flacheisen wieder vorschiebt und die Gabelhebel 5, 6 zurückdreht.
Damit das Flacheisen 12 nicht zu weit nach innen vorgeschoben werde, ist an der Unterseite jeder Platte 13, Fig. 5, ein Stift 32 befestigt, der am Ende des Vorschubes des Flacheisens gegen einen Ansatz der einen Führungsschiene 14 stöfst.
Einer Verschiebung des Flacheisens 12 in der Längsrichtung wird dadurch vorgebeugt, dafs zwei Rollen 33, Fig. 4 und 5, von denen die eine an dem einen Ende einer Platte 13, die^ andere an dem entgegengesetzten Ende einer anderen Platte 13 angebracht ist, an der Aufsenseite der ihnen gegenüberstehenden Führungsschienen 14 anliegen.
Zur Sicherung einer waagrechten Verschiebung wird das Flacheisen noch an den zwischen zwei Platten 13 gelegenen Theilen auf Bügeln 34 von der in Fig. 7 gezeigten Form geführt und ferner nahe jedem äufseren Ende mit einem Kloben 35, Fig. 8, verbunden, der in einer Hülse 36 verschiebbar lagert und unter der Einwirkung einer in dieser untergebrachten Schraubenfeder 37 steht, die das Bestreben hat, den Kloben nach der Schiene hin zu drücken.
Die Federn 37 unterstützen also die Wirkung des mit dem langen Rohr 20 verbundenen Gewichtes 31.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine selbstthätige Sicherung einer Weiche gegen Umstellung beim Durchfahren eines Zuges, dadurch gekennzeichnet, dafs an jeder der beiden Weichenzungenspitzen ein Zahn ι bezw. 2 angebracht ist und vor diesen Zähnen zwei Gabelhebel 5, 6 mit je zwei Zinken 8, 9 in der Weise angeordnet sind, dafs der Zug vor seiner Einfahrt in die Weiche die Gabelhebel 5, 6 mit ihren Zinken gegen die Zähne 1 und 2 der Weichenzuhgen preist und dadurch die Zungen in der ihnen jeweilig gegebenen Lage feststellt.
  2. 2. Eine Sicherung der durch den Anspruch 1. gekennzeichneten Art, bei welcher vor der Weiche eine quer zum Geleise verschiebbare Flachschiene (12) derart angeordnet ist, dafs die Räder des Zuges diese Schiene auswärts drücken und dadurch die mit dieser Schiene verbundenen Gabelhebel gegen die Zähne der Weichenzungen schwingen, nach dem Passiren des Zuges aber Gewichte oder Federn diese Schiene und die Gabelhebel in ihre Anfangslage zurückführen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77360D Selbstthätige Sicherung einer Weiche gegen Umstellung beim Durchfahren eines Zuges Expired - Lifetime DE77360C (de)

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