DE77316C - Eisenbahnwagen-Achsbuchse - Google Patents
Eisenbahnwagen-AchsbuchseInfo
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- DE77316C DE77316C DENDAT77316D DE77316DA DE77316C DE 77316 C DE77316 C DE 77316C DE NDAT77316 D DENDAT77316 D DE NDAT77316D DE 77316D A DE77316D A DE 77316DA DE 77316 C DE77316 C DE 77316C
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Classifications
-
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- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Eisenbahnwagen-Achsbuchse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. December 1893 ab.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck:
1. den Achsschenkel gegen den schädlichen Einflufs von Stöfsen möglichst zu schützen,
2. das Lagerfutter möglichst beweglich zu machen,
3. die Abnutzung der Lauffläche zu verringern,
4. jede besondere Schmiervorrichtung (wie z. B. eine mit Schmierpolster, Wolle oder
Docht) überflüssig zu machen,
5. eine Beschädigung des Achsschenkels beim Heifslaufen des Lagers zu verhüten und
6. das Lager staub- und schmutzfrei zu erhalten.
Die Achsbuchse besteht aus dem Achslagergehäuse α b, der Klemmhülse c, dem eigentlichen
Lager d e und der Abdichtungsvorrichtung Fop q.
Das Lagergehäuse, welches so gebaut ist, dafs es sich leicht bei den vorhandenen Eisenbahnwagen
anbringen läfst, besteht aus dem Obertheil α und dem Untertheil b, welche
sorgfältig zusammengepafst und durch Schrauben mit einander verbunden sind.
Ober- und Untertheil sind in ihrer Form sehr einfach und können aus Gufseisen, Stahlgufs
oder durch Pressen hergestellt werden.
In dem Obertheil ist die Führungsnuth g für die ringförmige Wulst h der Klemmhülse c
geformt.
In der Nuth i liegt die Spannvorrichtung Fop für den dichten Abschluss des Schenkels
nach dem Wagenrad zu.
Loch k, welches durch Schraube oder Deckel verschlossen werden kann, dient zum
Einfüllen des Schmiermaterials.
Am Boden des Untertheiles befindet sich ein Loch, welches zum Ablassen des Oeles dient
und durch den ventilartig gebildeten Kopf der Schraube m verschlossen wird.
Um ein seitliches Ausfliefsen des Oeles, sowie
das Eindringen von Staub in das Innere des Lagers zu verhindern, ist der Schenkel
nach dem Rade zu durch den in der Nuth i befindlichen Dichtungsring q, bestehend aus
Hanf, Filz oder Leder, eventuell mit einer kolbenringartig geschlitzten Metallsohle ν abgedichtet.
Die Spannvorrichtung, welche den Dichtungsring q fest gegen die seitlichen Nuthwände
und gegen den Schenkel preist, besteht aus einem federnden Stahlband o, welches an einem
Ende mit dem Gehäuse beweglich verbunden ist, während das andere freie ein Loch hat,
und aus der Schraube ρ mit der Mutter F, welche einen hakenförmigen Ansatz hat.
Dreht man die Schraube, so nimmt der Haken, indem er in das Loch des freien Bandendes
eingreift, das Band mit und dieses preist somit vollständig und gleichmäfsig den Dichtungsring
gegen Nuthenwände und Schenkel.
Das Lagerfutter besteht aus zwei Theilen d und e, welche den Schenkel vollständig umschliefsen
und ihn so gegen schädliche Stöfse schützen.
Gegen Verschiebung gegen einander in der Längsrichtung sind die beiden Theile gesichert
durch einen Ansatz y des einen, welcher in eine entsprechende Aussparung % des andern .
eingreift.
Um ein leichtes Drehen des Schenkels im Lager zu sichern, ist dasselbe 0,3 bis 0,6 mm
Claims (3)
- gröfser ausgedreht, als der Schenkel stark ist. Aufsen ist das Lagerfutter schwach konisch, nach dem Rade zu stärker werdend, abgedreht, entsprechend der konischen Ausdrehung der Klemmhülse c, so dafs diese fest auf das Lagerfutter aufgeprefst werden kann.Aufserdem wird die Hülse durch Schrauben r r auf dem Lagerfutter festgehalten, oder man macht die Hülse an dem Ende mit dem kleineren Durchmesser etwas kürzer als das Lagerfutter und schraubt auf das vorstehende, dann mit Gewinde zu versehende Ende des Lagerfutters eine ringförmige Mutter auf, die man gegen Lösen sichert.Durch das kugelgelenkartige Auflager des Achslagergehäuses auf der Klemmhülse mittelst Nuth g und Wulst h ist dem Lager eine grofse Beweglichkeit gesichert, wodurch die Reibung zwischen Lagerfutter und Schenkel besonders auch bei einseitig wirkendem Druck auf ein geringes Mafs gebracht wird.Auch wird sich das Lagerfutter mit der Klemmhülse, da beide nicht mit dem Gehäuse fest verbunden sind, bei den Erschütterungen während der Fahrt und bei vorkommenden Stöfsen etwas um den Schenkel drehen, und dementsprechend wird eine gleichmäfsige und nur geringe Abnutzung der Lauffläche eintreten.Ferner wird beim Heifslaufen des Lagers der Schenkel durch die vergröfserte Reibung das Lagerfutter und damit die Klemmhülse mitnehmen, ehe noch der Schenkel von dem warmgelaufenen Lager angegriffen ist und Riefen bekommen hat.Das durch die Reibung zwischen Wulst g und Obertheil des Gehäuses entstehende Kreischen wird das Heifslaufen weithin hörbar anzeigen, so dafs man ihm begegnen kann, ehe es schlimme Folgen für Achse und Lager nach sich gezogen hat.Das nöthige OeI wird durch Loch k eingegossen und füllt das Gehäuse an, so dafs sich der Schenkel ganz in OeI dreht, welches durch entsprechend viele Löcher s s in Futter und Hülse an den Schenkel gelangen kann.Um einer Beschädigung des, Dichtungsflantsches der Nuth i bei seitlich wirkenden Stöfsen vorzubeugen, ist die seitliche Verschiebbarkeit des Achslagergehäuses gegen den Schenkel durch die Verstärkung χ χ des Gehäuses begrenzt, so dafs zwar das Gehäuse mit seiner Verstärkung χ χ gegen die Klemmhülse schlagen kann, nicht aber der Flaritsch von Nuth i gegen den Schenkel.Pa τ ε nt-An SPR O c he:ι . Eine Eisenbahnwagen-Achsbuchse, bei welcher das Lager des Achsschenkels aus einem den Schenkel ganz umschliefsenden, zweitheiligen Lagerfutter (de) besteht, auf welches eine dasselbe zusammenhaltende Hülse (c) geschoben wird, die in dem Achsbuchsgehäuse, so gelagert ist, dafs sich Lagerfutter und Hülse im Achsbuchsgehäuse — bei zu grofser, z. B. durch Erwärmung entstehenden Reibung zwischen Schenkel und Lagerfutter oder bei heftigen Stöfsen des Wagens — mit dem Schenkel drehen können.
- 2. Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Eisenbahnwagen-Achsbuchse, bei welcher die das Lagerfutter (d e) umschliefsende Hülse (c) eine ringförmige Wulst (h) besitzt, welche in einer entsprechenden Nuth (g) des Achslagergehäuses derartig Auflage findet, dafs dem Schenkel Beweglichkeit gesichert ist.
- 3. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Eisenbahnwagen-Achsbuchse, bei welcher das seitliche Ausfiiefsen von OeI und das Eindringen von Staub und Schmutz in das Lager dadurch verhindert wird, dafs der in einer Nuth (i) des Achslagergehäuses liegende Dichtungsring (q) durch ein Band (0) derartig zusammengeprefst wird, dafs er sich dicht gegen die Seitenwände der Nuth (i) und gegen den Achsschenkel legt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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