DE77209C - Elektrisch beleuchtete Rettungsboje - Google Patents
Elektrisch beleuchtete RettungsbojeInfo
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- DE77209C DE77209C DENDAT77209D DE77209DA DE77209C DE 77209 C DE77209 C DE 77209C DE NDAT77209 D DENDAT77209 D DE NDAT77209D DE 77209D A DE77209D A DE 77209DA DE 77209 C DE77209 C DE 77209C
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- DE
- Germany
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- lamp
- lifebuoy
- battery
- ring
- electrically illuminated
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- Expired - Lifetime
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63C—LAUNCHING, HAULING-OUT, OR DRY-DOCKING OF VESSELS; LIFE-SAVING IN WATER; EQUIPMENT FOR DWELLING OR WORKING UNDER WATER; MEANS FOR SALVAGING OR SEARCHING FOR UNDERWATER OBJECTS
- B63C9/00—Life-saving in water
- B63C9/08—Life-buoys, e.g. rings; Life-belts, jackets, suits, or the like
- B63C9/20—Life-buoys, e.g. rings; Life-belts, jackets, suits, or the like characterised by signalling means, e.g. lights
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Audible And Visible Signals (AREA)
- Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)
- Battery Mounting, Suspending (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. August 1893 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft elektrisch beleuchtete Rettungsbojen, und besteht in der
eigenthümlichen Anordnung des Schwimmkörpers mit Bezug auf die Beleuchtungsvorrichtung,
welche derart getroffen ist, dafs eine Bewegung des ersteren im Wasser, ohne die
letztere zu beeinflussen, ermöglicht wird. Ferner gestattet die Gesammtanordnung der den Apparat
bildenden Einzeltheile ein dichteres Anliegen an die Schiffswandung der in geheifster Stellung
befindlichen Boje.
Die bisherigen Versuche mit elektrisch beleuchteten Bojen sind nur in beschränktem
Mafse gelungen, und zwar aus dem Grunde, weil man den Beleuchtungskörper mit der
Schwimmtonne stets starr verbünden hat; hierdurch entsteht der Nachtheil, dafs durch
das Gewicht eines sich an .die Boje anklammernden Verunglückten dieselbe verstellt und das Licht
bis auf den Wasserspiegel, sogar unter Umständen unter denselben gezogen werden kann.
Aufserdem aber sind bisher nur Schwimmtonnen und nicht Rettungsbojen mit elektrischem Lichte
versehen worden, an denen es für einen Sinkenden fast unmöglich ist, sich fest zu halten.
Durch vorliegende Erfindung sind diese Nachtheile beseitigt, indem ein Rettungsring
mittelst Cardanischer Aufhängung mit einer die elektrische Lampe, sowie auch die Elektricitätsquelle
tragenden Stange in der Weise verbunden wird, dafs das Gewicht des die Elektricität
erzeugenden Körpers als Gegengewicht für die Lampe benutzt wird, während der Rettungsring
unabhängig von beiden im Wasser bewegt werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 bis 4 eine nach vorliegender Erfindung ausgeführte
Rettungsboje veranschaulicht, während die Fig. 5 bis 9 Einzelheiten der Lampen-.construction,
Fig. 10 bis 12 Details des die Batterie aufnehmenden Kastens und Fig. 13 die
an der Schiffsseite aufgehängte Boje darstellen.
Der Rettungsring A ist mittelst Streben a a a
mit dem änfseren Ring b der Cardanischen Aufhängung b c verbunden. Mit dem inneren
Ring c der letzteren drehbar verbunden ist eine Verticalstange C, welche am oberen Ende die
Lampe B und am unteren Ende den die Batterie enthaltenden Kasten D trägt. Die
Stange C trägt ferner die zum Aufheifsen der Boje dienenden, mit Oesen m1 versehenen
Arme m m, während der Ring A mit Rettungsbällen d und Netz e ausgestattet werden kann.
Das Ganze ist derart eingerichtet, dafs (wenn im Wasser) der Ring A die Stange C mit
Lampe B und Batterie D in verticaler Stellung trägt. Der Ring A kann aus Kork gefertigt
werden oder, zwecks gröfserer Widerstandsfähigkeit, aus Kork mit einer inneren hölzernen
oder metallischen ringförmigen Versteifung versehen werden (Fig. 3), oder aber derselbe
kann hohl aus Blech (Fig. 4) oder sonstigem geeigten Material, wie Papier-Holzfasern hergestellt
werden. Statt Cardanischer Aufhängung c b kann auch ein Universalgelenk angewendet
werden.
Die Lampe B wird von der in dem Kasten D untergebrachten Batterie gespeist und besteht
aus folgenden Theilen. Ein in der für Seezwecke gebräuchlichen Weise hergestelltes
Kugelglas α1, Fig. 5 und 6, ist oben und unten
mit Deckeln 61C1 verschlossen. Im oberen
Deckel b1 befindet sich die Lampeneinführung, welche wasserdicht durch einen zweiten überklappenden
Deckel dl geschlossen ist. Die Lampe e\ Fig. 6, 7 und 8, besteht aus einer
elektrischen Glühlampe beliebigen Systems mit einem Ausschalter, dessen allgemeine Construction
aus den Fig. 7 bis 9 ersichtlich ist. Der Ausschalter ist auf der Isolationsplatte a\
Fig. 7 bis g, montirt. Der Strom der Batterie wird durch die Klemmen B1 und C1 geleitet,
welche bei Accumulatorenbatterien am einfachsten hohl ausgeführt werden, um die Zuleitungspole
hineinstecken zu können, wobei bl mit dem Lampenträger D1 in fester Verbindung
steht, während die Klemme C1 dagegen mit dem Ring E verbunden ist. Am Lampenträger D1 ist nach unten zu die Lampenfassung
F befestigt, welche sich stets nach dem System des Lampensockels richtet.
Durch die Isolationsplatte G hiervon getrennt liegt der eigentliche Ausschalter, bestehend
aus dem Kolben H, welcher durch die Spiralfeder I gegen den mit der Klemme C1
verbundenen Ring E1 gedrückt wird. Der elektrische Contact mit dem anderen Lampenpol
wird durch die Führungshülse K bewerkstelligt. Durch Niederdrücken des Kolbens H wird
derselbe von dem Ring E entfernt und der Strom unterbrochen. Giebt man den Kolben
frei, so drückt die Feder I denselben nach oben und stellt den Stromschlufs her. Zum wasserdichten
Abschlufs des Ausschalters nach aufsen dient die Stopfbüchse L.
Die beschriebene Construction der Laterne gestattet das Laden der Accumulatorenbatterien
in der Weise, dafs nach Abklappen des obersten kleinen, wasserdicht abschliefsenden Deckels dl
die obere Seite der Isolationsplatte a1 freigelegt
wird, so dafs die Polenden in die Klemmen B und C, Fig. 8, ohne weitere Demontage eingestellt
werden können.
Nach Abschrauben des kleinen Deckels ist ein Herausnehmen des Ausschalters mit Lampe
leicht möglich, so dafs ein Auswechseln der Lampe ohne Schwierigkeit erfolgen kann, nur
müssen zu diesem Zweck die Leitungsdrähte die nöthige Lose haben.
Die Batterie besteht aus einer beliebigen Anzahl beliebig grofser Elemente, je nach Wunsch
von Spannung und Stromstärke.
Die Ausführung des zur Aufnahme der Batterie, dienenden Kastens D zeigen Fig. 10 und 11;
der Kasten besteht aus dem unteren Theile A2
mit dem Flantsch B2 i gegen welchen der
Deckel C'i entweder durch Schellen oder Schrauben wasserdicht angeprefst wird. Ein
centrales Rohr D2 verbindet den Deckel mit dem Boden, wodurch jedes Schwanken dieser
Theile ausgeschlossen ist, und ein Zusammendrücken beim Anziehen der Auflagemutter E1
vermieden wird. In dem Deckel befinden sich die Durchführungen F1 der Leitungsdrähte,
welche durch die kleinen Schutzrohre G G gegen äufsere Beschädigungen geschützt werden.
Eine andere Construction der Verbindung zwischen Accumulator und Verbindungsstange
bezw. Lampe zeigt Fig. 12, wobei die Durchführung eine centrale ist. Die Stange C ist
vortheilhaft hohl ausgeführt, so dafs die Drähte durch dieselbe hindurch (Fig. 10, 12 und 6)
nach der Lampe geführt werden können.
An der Verbindungsstange C, Fig. 1, leicht
erreichbar,' können Hülfsmittel für den sich Rettenden angebracht werden, wie Signalpfeifen,
Feuerwerkskörper, Waffen zum Schutz gegen Haifische, sowie Proviant. Auch können
Vorkehrungen angebracht werden zum Aufstecken einer Flagge- als Tagessignal. Auch
kann ein Handausschalter N, Fig. 1, zwischen Laterne und Batterie eingeschaltet werden, um
Signale zu geben bezw. dem sich Rettenden die Möglichkeit zu verschaffen, falls derselbe
nicht bis Tagesanbruch aufgefunden, die Lampe auszuschalten, um für die nächste Nacht noch
genügend elektrische Energie zurückzubehalten.
So z. B. ist die in Fig. 10 und 11 dargestellte
Accumulatorenbatterie auf 24 Stunden Brennzeit berechnet bei sechs Kerzen Lichtstärke,
so dafs unter Umständen für zwei oder drei Nächte Energie verhanden ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine elektrisch beleuchtete Rettungsboje, bei welcher die in einem Kasten (D) untergebrachte Batterie mittelst Verbindungsstange (C) mit der Lampe (B) verbunden und als Gegengewicht für dieselbe dient, dadurch gekennzeichnet, dafs die Stange an dem Rettungsring (A)1 gelenkig befestigt ist, zum Zweck, die Uebertragung 'der durch Festklammern von Verunglückten verursachten Bewegung des Ringes auf das Licht zu verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77209C true DE77209C (de) |
Family
ID=350037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77209D Expired - Lifetime DE77209C (de) | Elektrisch beleuchtete Rettungsboje |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77209C (de) |
-
0
- DE DENDAT77209D patent/DE77209C/de not_active Expired - Lifetime
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