DE77205C - Verfahren zur Beförderung des Auskrystallisirens des Zuckers aus den Füllmassen der Zuckerfabriken und Raffinerien, genannt Schaum-Krystallisation - Google Patents

Verfahren zur Beförderung des Auskrystallisirens des Zuckers aus den Füllmassen der Zuckerfabriken und Raffinerien, genannt Schaum-Krystallisation

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DE77205C
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Germany
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sugar
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refineries
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DENDAT77205D
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G. HEYDECKE, Meine, Hann
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/02Crystallisation; Crystallising apparatus
    • C13B30/022Continuous processes, apparatus therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

Carl Arndt
Patentaawalt
KAISERLICHES
PATENTAMT
Der Zweck des Verfahrens, welches den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, ist die möglichst vollständige und schnelle Gewinnung des Zuckers aus Zuckerfüllmassen jeder Art durch Auskrystallisiren, wobei es gleichgültig ist, ob in der betreffenden Füllmasse bereits Zuckerkrystalle enthalten sind oder nicht.
Das Verfahren besteht in Folgendem:
Man leitet in die angemessen eingedickte Füllmasse, welche in einem nicht zu niedrigen Gefäfse enthalten sein mufs, während sie noch warm ist, also am besten sogleich nach dem Einkochen, längere Zeit atmosphärische Luft oder ein beliebiges anderes indifferentes Gas in möglichst guter Vertheilung, wobei es gleichgültig ist, ob es die gewöhnliche oder eine etwas höhere Temperatur besitzt.
Nach einiger Zeit beginnt dann an der Oberfläche der Füllmasse eine geringe, jedoch allmälig immer stärker werdende Schaumbildung, welche sich nach längerem Einleiten der Luft auf die ganze Füllmasse ausdehnt, deren Volumen dabei bedeutend zunimmt. Nach stundenlangem Einleiten der Luft (meistens nach 6 bis 8 Stunden) ist endlich, die ganze Füllmasse in eine homogene, aus sehr kleinen Luftbläschen bestehende, äufserst voluminöse .Schaummasse umgewandelt, deren specifisches Gewicht annähernd dem des Wassers gleich, meistens sogar geringer als dasselbe ist, und deren Volumen etwa ι Y2 mal so grofs als das der ursprünglichen Füllmasse ist. Die Operation ist dann beendet. Man erkennt diesen Zeitpunkt leicht daran, dafs die eingeleitete Luft sich nicht mehr in der Masse vertheilt, sondern ohne Wirkung in grofsen, an der Oberfläche zerplatzenden Blasen direct nach oben steigt. Sobald dies der Fall ist, hört man mit dem Einleiten der Luft auf.
Man überläfst nun die Schaummasse zum Zweck des Auskrystallisirens des Zuckers sich selbst. Die Masse sinkt dabei nicht oder nur sehr wenig zusammen, behält also ihr Volumen nahezu bei. Das Auskrystallisiren des Zuckers erfolgt nun gleichmäfsig durch die ganze Masse hindurch, da die einzelnen Zuckerkrystalle, durch die Schaumbläschen getragen, nicht zu Boden sinken können, es erfolgt schneller und vollständiger, weil jeder einzelne Zuckerkrystall von der ihm zukommenden Menge Nährflüssigkeit umgeben ist, also die Bedingungen für sein Anwachsen die denkbar günstigsten sind.
Die Verwandlung der Füllmasse in eine Schaummasse ersetzt vollständig das stetige Rühren. während der ganzen Zeit der Krystallbildung und des Krystallwachsthums. Nach Beendigung der !Crystallisation wird der Zucker in bekannter Weise von dem Syrup getrennt, indem man die Schaummasse (wenn es erforderlich ist, nach Einmaischen mit Syrup) in Centrifugen ausschleudert.
Bei Anwendung des vorbeschriebenen Verfahrens auf Nachproducte können die Füllmassen, welche man sonst 4 bis 5 Monate auskrystallisiren läfst, bereits nach^ 4 bis 5 Wochen geschleudert werden, dabei ist die Ausbeute an Zucker wesentlich höher als sonst.
Die Form der Gefäfse, in welchen die Füllmasse mit Luft behandelt wird, ist eine be-
liebige, ihre' Höhe sollte jedoch nicht unter 2 m betragen.
Die Eintrittsrohre für die Luft, auf deren gute Vertheilung besondere Sorgfalt zu verwenden ist, liegen direct auf dem Boden der Gefäfse. Im übrigen kann die Luft durch die Füllmasse entweder hindurchgedmckt oder hindurchgesaugt werden. Im letzteren Falle müssen die Gefäfse geschlossen sein, damit über der Füllmasse ein luftverdünnter Raum erzeugt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Beförderung des Auskrystallisirens. des Zuckers aus Zuckerfüllmassen, darin bestehend, dafs die angemessen eingedickte, noch warme Füllmasse durch Hindurchleiten von Luft oder einem indifferenten Gase in eine homogene voluminöse Schaummasse, welche nicht wieder zusammenfällt, umgewandelt wird, aus welcher der Zucker, wenn man sie sich selbst überläfst, schneller .und vollständiger als sonst krystallisirt.
DENDAT77205D Verfahren zur Beförderung des Auskrystallisirens des Zuckers aus den Füllmassen der Zuckerfabriken und Raffinerien, genannt Schaum-Krystallisation Expired - Lifetime DE77205C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1300880B (de) * 1964-02-14 1969-08-07 Malek Jean Michel Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Eindicken von Zuckersirup

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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