DE767553C - Verfahren zur Rueckgewinnung und Wiederverwendung von Viskose aus benutzten, mit Viskose behafteten Filtertuechern - Google Patents
Verfahren zur Rueckgewinnung und Wiederverwendung von Viskose aus benutzten, mit Viskose behafteten FiltertuechernInfo
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Description
- Verfahren zur Rückgewinnung und Wiederverwendung von Viskose aus benutzten, mit Viskose behafteten Filtertüchern Bei der Herstellung von Viskosekunstfasern wird die Viskose vor dem Verspinnen einer mehrmaligen Filtration unterworfen, die im allgemeinen mittels Filterpressen durchgeführt wird. 'Eine sorgfältige Filtration der Viskose ist zum guten Gelingen des Spinnprozesses erforderlich, da ein teilweises Verstopfen der Spinnöffnungen zur Herstellung von flusiger Seide, ein vollständiges Verstopfen einzelner Düsenlöcher zu einer Änderung des T'iters des Kunstseidenfadens führt, da ja durch die Spinnpumpe stets die gleiche Menge Viskose durch die Düse hindurchgedrückt wird. Derartige Spinnstörungen verursachen später Unterschiede im Farbaufna'hmevermögen des Fadens.
- Die Filtertücher dier Pressen verstopfen sich im Laufe der Filtration in zunehmendem Maße und müssen daher nach geraunter Zeit von den Filterpressen abgenommen «-erden. Um sie für weitere Filtrationen benutzen zu können, werden die Tücher einem Waschprozeß unterworfen. Beim Waschen der Tücher ist darauf zu achten, dar die Viskosz nicht durch vorzeitiges Koagulieren auf den Fäden des Ge-«-ebes fixiert wird. Die Tücher werden beispielsweise durch Ausquetschen zwischen «Talzen mit entsprechenden -Mengen verdünnter -; atronlauge von der anhaftenden Viskose befreit und durch AbpressenmitlzaltemWasser gründlich gesäubert. .Nach vollständigem Herauslösen der anhaftend°n Viskose werden die Tücher mit -verdünnter Schwefelsäure abgesäubert und nach Auswaschen der Säure für die weitere Filtration wieder eingesetzt.
- Bei dem beschriebenen Waschprozeß gehen erhebliche Mengen den Filtertüchern anhaftender Viskose verloren. Die hierdurch entstehenden Zellstoffverluste sind beträchtlich und betragen beispielsweise bei einer Tagesproduktion von ; o t Zellwolle und bei normalen Filtrationsleistungen etwa il/I# bis 2 t Zellstoff. Eine Rückgewinnung und Wiederverwendung der an den Filtertüchern haftenden Viskose wurde bisher nicht vorgesehen. Es bestanden erhebliche Bedenken für den Fachmann, diese Viskose wieder in den Fabrikationsprozeß zurückzuführen, da eine Verschlechterung der Faserqualität infolge der fortgeschrittenen Reife und vielleicht auch infolge salzartiger Verunreinigungen der Viskose befürchtet «-erden mußte.
- Überraschenderveise zeigt es sich aber, daß es möglich ist. dine Schädigung der Faserqualität die an den Filtertüchern haftende Viskose wieder in den Fabrikationsvorgang zurückzuführen, wenn man die mit Wasser oder Lauge von den Filtertüchern abgelöste Viskose nach einer Filtration der Löselauge für das Cellulosexanthogenat zusetzt. Um dabei eine zu starke Verdünnung der Löselauge zu vermeiden und auch ein Ausfallen von Viskose auf den Filtertüchern zu verhindern, wird bei der Wäsche der Filtertücher zur Entfernung der anhaftenden Viskose nur so viel Wasser oder Lauge zugegeben, daß eine auf höchstens o,3 11i10 Celluloäegehalt verdünnte Viskose entsteht. Wie festgestellt wurde,.reifeil die bei dieser Art der Filtertuchwäsche anfallenden, stark verdünnten Viskosen zum Unterschied von Viskosen üblicher Zellstoff-und Alkalikonzentration nur sehr langsam nach, so daß ihre Wiederverwendung auch die Reifelage der erhaltenen Viskose nicht ungünstig beeinflußt.
- Auf die beschriebene Weise gelingt es, die den Filtertüchern noch anhaftende Viskose fast restlos der Löselauge zuzuführen und gleichzeitig dabei die Filtertücher so zu reinigen, daß sie für eine Wiederverwendung bestens geeignet sind. Zweckmäßig geht man bei der Reinigung der Filtertücher so vor, daß man die Tücher in der Waschmaschine mit nur so viel Wasser oder verdünnter Lauge behandelt, daß die anfallend° Waschlauge noch i bis -;% Cellulose enthält. Die Waschlauge wird vor ihrer Verwendung zum Auflösen von Cellulosexanthogenat einer Filtration unterzogen, die wegen der verringerten Viskosität der Viskoselösung infolge der starken Verdünnung gut vonstatten geht. Der nach Ablassen der verdünnten Viskoselösung mit mehr als 0,3010 Cellulosegehalt aus der U"aschmaschine noch an den Filtertüchern verbleibende Rest von Viskose kann nunmehr durch kontinuierliches Durchströmenlassen von Wasser aus den Filtertüchern entfernt werden. Da beim ersten Waschprozeß die Tücher von der Hauptmepge der anhaftenden Viskose befreit wurden, so besteht keine Gefahr mehr, daß wesentliche Anteile an Cellulose die Filterporen verlegen können.
- Als Waschmaschinen können bei dem Verfahren der Erfindung die bekannten üblichen Vorrichtungen verwendet «-erden, beispielsweise drehbare Siebtrommeln, die sich in einer mit Wasser gefüllten Wanne bewegen.
- Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird nicht nur die den Filtertüchern anhaftende Viskose fast vollständig einer nutzbringenden Vertvertung zugeführt, sondern es wird auch verhindert, daß nennenswerte Mengen an Celluloae und Alkali in das Abwasser gelangen. so daß dadurch auch die Reinigung und Klärung der Abwässer ivesetitl#'.cli erleichtert werden.
- Zur Erläuterung wird folgendes Beispiel gegeben: 72 viskosehaltige Filtertücher einer Filterpresse von insgesamt -.o m= Filterfläche werden in einer Waschmaschine mit 6oo 1 Wasser während 30 -Minuten behandelt. Die ärafallende Waschlauge hat einen a-Cellulosegehalt von i,g% und einen \aOH-Gehalt von 1,5%. Sie wird abgelassen, filtriert und wieder zum Lösen von Cellulosexantliogenat verwendet, wobei der NaOH- und a-Cellulosegehalt bei Berechnung der -Menge der noch zuzugebenden Löselauge berücksichtigt wird. Die von der Hauptmenge d°r `-lSkose befreiten Filtertücher werden dann noch weitere 30 'Minuten durch kontinuierlichen Wasserstrom in der Waschmaschine heliandelt, wonach die Tücher absolut frei von Viskose sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Rückgewinnung undWiederverwendung von Viskose aus benutzten, mit Viskose behafteten Filtertüchern, dadurch gekennzeichnet, daß die Tücher mit nur so viel Wasser oder Lauge behandelt werden, daß eine auf höchstlens 0,3'/0 Cellulosegehalt verdünnte Viskoselösung erhalten wird, die nach Filtration derLöselauge für Cellulosexanthogenat zugesetzt wird. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist ini Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Eggert, »Die Herstellung und Verarbeitung der Viskose«, 1934 S. 76.
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1941
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Non-Patent Citations (1)
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