DE368591C - Einrichtung zur Herstellung impraegnierten, verspinnbaren Zellstoffes - Google Patents

Einrichtung zur Herstellung impraegnierten, verspinnbaren Zellstoffes

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DE368591C
DE368591C DEI21813D DEI0021813D DE368591C DE 368591 C DE368591 C DE 368591C DE I21813 D DEI21813 D DE I21813D DE I0021813 D DEI0021813 D DE I0021813D DE 368591 C DE368591 C DE 368591C
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DE
Germany
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pulp
impregnated
spinnable
sieve
impregnation
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Expired
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DEI21813D
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POSANNER DR BV
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IND VERWALTUNG AKT GES
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B9/00Other mechanical treatment of natural fibrous or filamentary material to obtain fibres or filaments

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Herstellung imprägnierten, verspinnbaren Zellstoffes. Nach der Aufschließung von verspinnbaren Pflanzenfasern hat es sich gezeigt, daß derartige Fasern, falls sie in der für Zellstoff üblichen Weise weiterverarbeitet und mechanisch aufbereitet werden, leicht verfilzen und infolgedessen auf den Baumwollreinigungsmaschinen zerrissen. und im Stapel gekürzt werden. Um diesen Übelstand zu vermeiden, sind besondere Vorrichtungen erforderlich.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung teils neuer, teils. bekannter Vorrichtungen, durch die das aufgeschlossene Fasermaterial im ununterbrochenen Betrieb gewaschen, gereinigt und imprägniert werden kann, ohne daß ein Verfilzen des Materials eintritt. Nachdem das Rohmaterial aufgeschlossen ist, wird es aus den betreffenden Kochgefäßen in die Stoffgrube G geleert, in der die Kochflüssigkeit durch einen Siebboden absickern kann. Aus der Stoffgrube wild das Material durch den Transport T in die Auflösevorrichtung selbsttätig gespeist. Die Auflösevorrichtung besteht aus einem Vorauflöser, in dem das Material mit Wasser, evt1. unter Dampfzufuhr, .gerührt wird, und beim Überlauf durch eine Zupfwalze Z einem Naßauflöser O zugeführt wird. Aus dem Naßöffnerwird das Material auf eine Siebpartie S geworfen, wo der Faserstoff als gleichmäßiges Vlies durch das umlaufende Sieb genommen und von der Berieselungsvorrichtung R berieselt wird. Das Vaservlies passiert dann die Walzenpresse W, durch die die anhaftende Flüssigkeit ausgepreßt und .das Fasermaterial durch den Schaber Sch bzw. eine Bürstenwalze B abgenommen und auf die folgende Siebpartie S übertragen wird, die in gleicher Weise arbeitet. Je nach dem zu erzielenden Aufschließungs- und Reinheitsgrad können beliebig viel solcher Siebpartien hintereinander angeordnet werden, Von der letzten Siebpartie gelangt das nunmehr vollständig gewaschene Fasergut in die Schwemmrinne Schw. Dabei taucht die untere Siebwalze mit dem Sieb in den Wasserzulaufkasten, so daß durch das überschießende Wasser anhaftende Faserflocken losgelöst und in die Schwemmrinne mitgenommen werden. In die Schwemmrinne eingebaut sind ein oder mehrere mechanische Stoffrührer St, die in der Schwemmrinne eine Hin- und Herbewegung nach Art eines Ruders in der Richtung der Strömung vollführen und dadurch eine Auflösung des im Wasser schwimmenden Fasergutes bewirken. Am Ende der Schwemmrinne befindet sich ein Überlauf. Der aufschließende Stoffbrei wird von einem Siebtransport S, aufgenommen. Das Wasser fließt durch das Sieb in den darunter befindlichen Kanal ab und wird von dort durch eine Zirkulationspumpe wieder in den Einlauf der Schwemmrinne zurückgepumpt. Das Fasergut wird vors dem umlaufenden: endlosen Siebe wieder als zusammenhängendes Vlies aufgenommen und weitergeführt und an der oberen Walze auf die folgende Siebpartie SZ abgeworfen. Von dem Siebe der Siebpartie SZ wird das Faservlies horizontal weitergeführt und durch die Berieselungsbottiche R2, R3, R4 durch reichlich herabstürzendes Wasser einer weitgehenden Waschung unterzogen. Durch die mit großer Fallhöhe herabstürzenden Wassermassen wird gleichzeitig eine .Auflockerung des Faservlieses bewirkt. Das durch die Siebe ablaufende Wasser wird in .den unter der Siebpartie befindlichen Kanälen aufgefangen und im Gegenstromprinzip wieder verwendet, indem es durch Zirkulationspumpen den Berieselungsvorrichtungen wieder zugeführt wird. Anschließend an .dieses Waschsieb folgt wiederum eine Abpreßpartie mit endlosem Sieb S3, von der das. Vaservlies durch das umlaufende Sieb der Walzenpresse W zugeführt und nach Passieren der Presse in einen Imprägnierungsbottich I abgeworfen wird,. In diesem Bottich erfolgt die Imprägnierung, um die Isolierung der Fasern auch nach dem Trockenprozeß zu .gewährleisten. Die ImprägnierungSflüssigkeit wird dem Einlaufkasten unter der Walzenpresse zugeführt und der Flüssigkeitsstand so gehalten, daß die Siebwalze oben in die Flüssigkeit eintaucht, so daß- durch die Imprägnierungsflüssigkeit am Sieb anhaftende Faserflocken, losgelöst und über den Überfall in den Imprägnierunggsbottich mitgenommen werden. Im Imprägnierungsbottich werden zweckmäßig mechanische Rührer gleicher Art wie in der Schwemmrinne angebracht. Beim Auslauf aus dem Imprägnierungsbottich läuft der Faserbrei wieder auf eine Siebpartie S¢ mit Walzenpresse W. Die durch das Sieb abfließende Imprägnierungsflüssigkeit wird in dem darunter befindlichen Kanal aufgefangen und durch eine Pumpe in den Einlauf des Imprägnierungsbotticbs zurückgepumpt, während das Fasergut von dem Siebe der Walzenpresse zugeführt wird. Nach Passieren der Walzenpresse wird das Fasergut abgeworfen und von einem Transport b einem Naß'zupfwolf N zugeführt, der das Faservlies, in einzelne Flocken zerteilt, auf den Nadeltransport t mit A-bstreiferetl wirft. Von hier gelangt das Material auf den, kontinuierlichen Bandtrockner B1, wo das Fasermaterial im Gegenstromprinzip getrocknet wird. Nach Passieren des Bandtrockners wird es .durch. ein Transporttuch dem Willow V zugeführt. Im Willow wird das trockene Material von etwa noch anhängenden Holzteilchen gereinigt- und von hier .der Ballenpresse P zugeführt und dort in Ballen von der Größe der Baumwollballen gepreßt und in da's Lager gebracht oder verladen.
  • Die Wirkung der Apparatur - ergibt sich ohne weiteres aus der Beschreibung. Durch den Vorauflöser und Naßöffner wird das im Wasser schwimmende Fasergut in Einzelfasern aufgelöst undJ gleichmäßig auf das folgende Sieb ausgeworfen, ohne daßdadurch Faserbrüche zu befürchten sind. Durch die mehrfache Berieselung und -Abpressung auf den folgenden Siebpartien wird eine -intensive Waschung und Reinigung bewirkt, ohne daß die Fasern ihre Lagerung verändern, so daß also nicht, wie bei anderen Waschapparaten, ein Durchquirlen und Durchrühren des Fasergutes stattfindet, wodurch immer Verfilzung eintritt, die bei dieser Anordnung vermieden wird. In der Schwemmrinne wird das Fasergut in langsamer Strömung vom Wasserstrom fortgeführt und durch die in der Stromrichtung arbeitenden Rührarme aufgelöst, ohne daß .dabei eine Verfilzung auftreten könnte. Dabei haben mitgeführte Holzteilchen, Sand u. dgl.. Gelegenheit, sich bei der langsamen Strömung am Boden dier Schwemmrinne abzusetzen. Durch die Waschapparatur S, wird eine weitere Waschung unter gleichzeitiger intensiver Auflockerung der Fasern vor der Imprägnierung bewirkt. Durch die folgende Walzenpresse wird der Überschuß des Wassers abgepreßt, so daß das Fasergut sich im folgenden Imprägnierbottich vollständig mit der Imprägnierlösung ansaugen kann. Auch hier .wird die Wirkung durch mechanische Rührer verstärkt. Die letzte Walzenpresse dient dazu, den Überschuß der Imprägnierflüssigkeit abzupressen. Durch diese Behandlung gelangt das Fasermaterial vollständig gereinigt und mit der Isolierflüssigkeit imprägniert in den Naßzupfer N. Da das Fasergut in der Hauptsache nur in der Längsrichtung parallel liegende Fasern enthält, die nicht versponnen und verfilzt sind, so wird auch durch den Naßzupfer bei dieser Kombination das Faserm,ate.rial schonend aufgelockert und in Flocken verteilt, ohne daß nerv nenswerte Faserbrüche vorkommen können. Die weitere Apparatur des Bandtrockners und Willows, die aus der Baumwollverarbeitung bekannt ist, muß zweckmäßig sofort angeschlossen werden, um das imprägnierte und gelockerte Fasermaterial in rationeller Weise gleich in einem Arbeitsvorgang zu trocknen und versandfertig fertigzustellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Herstellung imprägnierten, verspinnbaren Zellstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß .das Gut in fortlaufen-,dem Zuge durchläuft: einen Vorauflöser (Z) und Naßöffner (O), mehrere Siebwaschvorrich'tunigen und Abpreßwalzen (S, R, W), eine Schwemmrinne (Schw), einen Siebtransport (S1) und Waschmaschine (S2) mit Berieselungsbottichen (R1 bis R4), einen- Siebtransport (S3) mit Walzenpresse (W), einen Imprägnierungsbottichl (I), einen Siebtransport (S4) mit Walzenpresse (W), einen Naßzupfwolf (N), einen Bandtrockner (B), einen Willolv (V) und evtl. eine Ballenpresse (P).
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744631C (de) * 1942-01-14 1944-01-21 Ulrich Gminder G M B H Verfahren und Vorrichtung zum Aufloesen und weiteren Entholzen nasser Bastfasern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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