DE50304C - Neuerung in der Verarbeitung von faserigem Torf zu spinnbarem Material - Google Patents

Neuerung in der Verarbeitung von faserigem Torf zu spinnbarem Material

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DE50304C
DE50304C DENDAT50304D DE50304DA DE50304C DE 50304 C DE50304 C DE 50304C DE NDAT50304 D DENDAT50304 D DE NDAT50304D DE 50304D A DE50304D A DE 50304DA DE 50304 C DE50304 C DE 50304C
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DE
Germany
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drum
innovation
fibers
processing
peat
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Application number
DENDAT50304D
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G. H. BERAUD in Bucklersbury, London
Publication of DE50304C publication Critical patent/DE50304C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/50Obtaining fibres from other specified vegetable matter, e.g. peat, Spanish moss
    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 29: Gespinstfasern.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verarbeitung von faserigem Torf, welcher bekanntlich an vielen Orten, weite Flächen bedeckend, vorkommt, zur Verspinnung für sich oder mit Wolle, Baumwolle u. dergl. Es sind bereits vielfach Versuche gemacht worden, den erwähnten pflanzlichen Faserstoff zu Geweben ähnlich anderen Textilstoffen zu verarbeiten; indessen haben diese Versuche keine zufriedenstellenden Resultate ergeben, weil man nicht auf die Eigenart des zu behandelnden Materials Rücksicht nahm, sondern dasselbe in den allgemein bekannten Maschinen verarbeiten wollte.
Mit Hülfe des im Folgenden beschriebenen Verfahrens und der auf den beigefügten Zeichnungen dargestellten Maschinen ist die Verarbeitung des faserigen Torfs leicht und bequem, und das erzielte Product von bisher noch nicht erreichter Güte.
Das zu verarbeitende Material wird getrocknet in die in Fig. 1 oder 9 dargestellte Schlagmaschine gebracht. Die Maschine, Fig. 1, besteht aus einem starken Gehäuse a, in welchem ein oder mehrere Schlagapparate rotiren. Durch den Trichter a1 oder eine Oeffnung wird das zu bearbeitende Material aufgegeben, und bei α 2 verlSfst ,dasselbe die Maschine wieder. Im unteren Theile des Gehäuses sind unter jedem Schlagapparat leicht zu entfernende Siebe d angebracht, durch welche der Staub und Schmutz in Schiebkästen e fällt und so bequem entfernt werden kann. Die Wellen der Schlagapparate sollen 1000 bis 2000 Umdrehungen in der Minute machen. Die Faser wird in gereinigtem Zustande ausgeschieden.
Oben am Gehäuse α befindet sich eine Oeffnung _/, welche mit Drahtgaze überdeckt ist und durch ein Rohr mit einem Exhaustor in Verbindung steht, so dafs der entwickelte Staub vollständig entfernt wird.
In Fig. 9 ist ein etwas modificirter Apparat dargestellt. Hier ist unter dem Aufgabetrichter noch ein System von Armen c1 angeordnet, mit dessen Hülfe das Material den Schlagapparaten zugeführt wird; ebenso besorgt ein System von rotirenden Armen e2 das Hinausbefördern des gereinigten Materials. Ueber jedem Schlagapparat c ist ein besonderes Sieb f aus Drahtgaze ausgespannt, durch welches der Staub mit Hülfe eines Exhaustors abgesaugt wird.
Nachdem das Material auf die vorbeschriebene Art gereinigt ist, wird es in die sogenannte Schneidmaschine gegeben, welche in Fig. 2 im Schnitt und in Fig. 7 in der Seitenansicht dargestellt ist. Eine in einem Gehäuse mit 1 000 bis 2 000 Touren rotirende Trommel g ist an dem Umfang mit spitzen, 3 cm langen Sfahlzä'hnen in Abständen von 2 mm besetzt. Das Material wird auf ein endloses Tuch h gebracht und durch eine Oeffnung im Gehäuse, vor welcher zwei Speisewalzen i i1 angeordnet sind, der Trommel g zugeführt.
Die Walzen i i1 werden durch Federn oder Gewichtshebel k, Fig. 7, zusammengeprefst, um das Material genügend festzuhalten. Vor der unteren Walze i ist, wie Fig. 3 in vergröfsertem Mafsstabe zeigt, eine scharfkantige Platte hl befestigt, über welche die Fasern von den Drähten der Trommel mit Heftigkeit gezogen werden. Unter der Trommel g ist im Ge-
häuse eine Siebplatte / vorgesehen, so dafs sämmtlicher Staub und Abfall hindurchgelangen kann. Die fertig bearbeiteten Fasern werden in der Drehrichtung der Trommel fortgeschleudert, und es kann diese Wirkung noch durch ein Gebläse m unterstützt werden, wie in Fig. 7 mit punktirten Linien angedeutet ist. Ueber der Trommel g ist ein Sieb ο angeordnet, welches das Exhaustorrohr η von dem Trommelgehäuse trennt, und durch welches der Staub von einem Exhaustor abgesaugt wird. Durch die beschriebene Behandlungsweise erlangen die Fasern die Eigenschaft, zu Garn versponnen werden zu können.
Um das Material in einen feineren Zustand, ähnlich dem der Wolle oder Baumwolle, überzuführen, bringt man es in eine andere Maschine, welche in Fig. 8 oder io dargestellt ist. Dieselbe besteht aus einer rotirenden Trommel r, deren Umfang mit gebogenen Zähnen, wie in Fig. 13 gezeichnet, besetzt ist.
Die Materialzuführung erfolgt hier, wie bei der bereits beschriebenen Maschine, durch Speisewalzen. Die Trommel ist auf einem Gestell gelagert, in welchem eine durchbrochene Trennungsplatte s so angebracht ist, dafs der Abfall und Staub hinter diese Platte fällt, während die Fasern vor derselben herabfallen. In eine in der Platte s angebrachte OefFnung, Fig. 8, mündet ein mit einem Gebläse t1 in Verbindung stehendes Rohr t. Der erzeugte Luftstrom sowie der Schläger y führen das Material in einen langen Raum 11, der in seiner halben Höhe von einer umgebogenen Platte ν getrennt wird, um die Fasern einen möglichst langen Weg zurücklegen zu lassen. Die Wirkung des Gebläses kann noch durch einen Exhaustor n> unterstützt werden.
In Fig. 10 ist eine etwas abgeänderte Maschine dargestellt. Hier ist der Schläger tiefer angeordnet, und das Rohr t vom Gebläse t1 mündet hinter demselben in den Raum u und kann durch einen Exhaustor w unterstützt werden.
Unter dem Schläger ist ein Sieb angebracht, welches den Staub in einen leicht zu entfernenden Kasten fallen läfst. Die vom Luftstrofn mitgerissenen Fasern lagern sich je nach dem Grade ihrer Feinheit an verschiedenen Stellen des Raumes ab. Bei χ ist ein Mannloch angebracht, um die abgelagerten Fasern herausnehmen und den Apparat reinigen zu können.
Das vorstehend beschriebene Verfahren kann ohne Weiteres nur auf trockenen Torf Anwendung finden; soll dagegen nasser Torf verarbeitet und für die Spinnerei und Weberei geeignet gemacht werden, so mufs er zunächst einer chemischen Behandlung unterworfen werden.
Der faserige Torf wird in einer Lösung von kaustischem Natron (2 Gewichtstheilen auf 100 Th. Torf) oder Pottasche (5 Th.) oder Krystallsoda (10 Th.) ungefähr 8 Stunden eingeweicht. Um das Verfahren zu beschleunigen, kann man das Material in dieser Lösung zwei Stunden lang unter Druck kochen, worauf man dasselbe in lauwarmem Wasser gründlich auswäscht. Wendet man Säuren an, so kann bei der späteren Behandlung in den Maschinen eine gröfsere Feinheit der Fasern erzielt werden; man verwendet in diesem Falle ein Bad von 5 Mafstheilen Schwefel- oder Salzsäure auf 100 Mafstheile Wasser. Die Fasern bleiben der Einwirkung dieser Flüssigkeit 12 Stunden lang ausgesetzt. Auch nach dem Säurebad wird das Material in einer grofsen Menge Wasser ausgewaschen und kann hierauf noch gebleicht und in den beschriebenen Schlagmaschinen bearbeitet werden. In den Fig. 14 und 15 ist ein Apparat dargestellt, welcher sich besonders gut zum Waschen und Bleichen der Fasern eignet. 1 ist ein Gefäfs aus geeignetem Material und von entsprechender Gröfse, durch welches eine in Lagern ruhende Welle 2 hindurchgeht. Auf der Welle rotirt eine Trommel 6 aus perforirtem Metall oder Drahtgaze, in welcher sich das zu waschende Material befindet. In der Trommel 6 ist eine zweite Trommel 8 aus Drahtgaze angeordnet, welche mit einem innen verzahnten Zahnrad verbunden ist, welches durch das Zahngetriebe 7, die Riemscheiben 4 und 3 und den Riemen 5 in Rotation versetzt wird.
Der ganze Apparat ist in ein dampfdichtes Gehäuse eingeschlossen, aus dem nur die Wellen-Enden mit der Antriebs-Riemscheibe 10 und den bereits erwähnten Riemscheiben 3 und 4 herausragen. An der Trommel 8 sind Platten 9 und in der Trommel 6 Arme angebracht, welche ein Durchrühren der Masse bei der Rotation der Trommel bewirken. Durch Rohr 11 kann Dampf ins Innere des Apparates eingelassen und durch die unten vorgesehenen Oeffnungen 12 das Wasser, der Dampf oder die Bleichflüssigkeit abgelassen werden. Der Deckel 13 schliefst dampfdicht.
Nachdem das Material auf diese Weise behandelt ist, kann es wie Wolle, Baumwolle, Flachs, Jute oder Hanf weiter verarbeitet werden.
Die anzuwendende Krempel erhält die in Fig. 4 dargestellte Anordnung. Der Trommel -B wird das Fasermaterial zugeführt; die durch das Rohr P mit einem Exhaustor in Verbindung stehende Walze D schafft durch Heben des Materials den Staub fort, die Kammwalze C nimmt der Trommel B das Fliefs ab, der Kamm E schlägt es ab und der erhaltene Pelz wird auf die Trommel F gewickelt und durch die oberhalb derselben angebrachte Druckwalze / angedrückt.
Bei bestimmter Dicke des Pelzes wird derselbe gebrochen und der Feinkrempel, Fig. 5,
zugeführt, welche einen Cylinder J und zwei Walzen K, Fig. 6, mit unterbrochenen Stacheln und besondere Rollen AfAi1 besitzt, welche das Material in die Form eines Seiles bringen, welches auf die Rollen O O1 gewickelt wird. Fig. 11 und 12 stellen diese Rollen M M1 mit Zufuhrungstrichtern 5 S1 dar.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zum schliefslichen Fertigmachen des in Wasch- und ■ Schlagapparaten vorbereiteten faserigen Torfes die Anwendung einer mit Drahtstiften besetzten Trommel g (Fig. 2), deren Gehäuse durch das Rohr η mit Sieb ο mit einem Exhaustor in Verbindung steht, und welcher das Material durch das Tuch ohne Ende h, die Speisewalzen i i1 über die Brechkante h1 (Fig. 3) zugeführt wird, in Combination mit dem durch die umgebogene Platte ν getheilten Raum u (Fig. 8 und 10), den Gebläsen i1 und Schlägern y, zum Zwecke, das vorbereitete Material seinem Feinheitsgrade gemäfs in dem Raum u abzulagern, aus welchem es durch das Mannloch χ zeitweise entfernt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT50304D Neuerung in der Verarbeitung von faserigem Torf zu spinnbarem Material Expired - Lifetime DE50304C (de)

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