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Maschine zum Ernten und Auflockern 1'on Baumwolle.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Ernten und Auflockern von Baumwolle. Es sind bereits Maschinen dieser Art bekannt, in welchen Bürsten in einem Kopf am Ende der Saugleitung gedreht werden, um die Wolle von den Stauden abzurufen und in die Saugleitung zu befördern. Im Zusatz zu diesen Bürsten ist nun nach der Erfindung eine Abstreifvorrichtung vorhanden, die ebenfalls im Innein des Kopfes angeordnet ist und die durch ihre Drehung die den Bürsten anhaftende Baumwolle abreisst, Um den Eintritt von Schmutz, Blättern und Stengeln in den Saugkopf zu verhindern, sind vor den Bürsten haarnadelförmige Schutzdrähte angebracht, die wohl das Aufdrücken der Bürste auf die Pflanzen ermöglichen, die Unreinigkeiten jedoch nicht eintreten lassen.
Die Abstreifvorrichtungen arbeiten mit grösserer Geschwindigkeit als die Bürsten, so dass die Baumwolle sehr lose von den Bürsten abgerissen wird, um durch den Unterdruck in der Leitung zu einer Sammelstelle befördert zu werden. Diese Beförderung wird noch dadurch ermöglicht, dass der Kopf selbst in der Nähe der Bürsten sehr breit gehalten ist,
Fig. 1 der Zeichnungen zeigt eine der Erfindung gemäss eingerichtete Baumwollerntemaschine in der Seitenansicht. Fig. 2 ist eine Oberansicht derselben, wobei einzelne Teile entfernt sind. Fig. 3 zeigt den Kopf der Maschine in grösserem Massstabe in der Seitenansicht. Fig. 4 ist eine Oberansicht und Fig. 5 eine Vorderansicht desselben. Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch den Kopf. Fig. 7 ist eine Oberansicht desselben, wobei ein Teil des Gehäuses entfernt ist.
Fig. 8 zeigt in gleicher Darstellung eine abgeänderte Ausführungsform.
Der Rahmen 10 der Maschine, der aus den mit einem Drahtnetz überspannten Gliedern 11 und 19 besteht, trägt den Betriebsmotor 14 und stützt sich auf Füsse 21 und Räder 18, die auf einer festen Achse 19 montiert sind. Die ganze Maschine kann mittels eines oder zweier Griffe 20 von Hand fortbewegt werden.
Der die Baumwolle aufnehmende Behälter 25 ist aus Stangen 26 und Drahtnetzen 27 aufgebaut und wird an dem Glied 28 des Rahmens durch Haken 29 gehalten.
Der Auslesekopf 35 ist mit dem Vorderende eines biegsamen Leitrohres 36 verbunden, das an eine
Saugvorrichtung 37 angeschlossen ist, deren Austrittsrohr 38 in den Aufnahmsbehälter mündet. Die Saugvorrichtung wird durch einen Riemen 40 od. dgl. von der Motorwelle angetrieben. Eine Anzahl von Ausleseköpfenkannin dieser Weise ein einziges Gebläse bedienen, um die Aufnahmsfähigkeit der Maschine zu erhöhen.
Der Mechanismus des Auslesekopfes umfasst zwei in der Gehäusemündung 52 (Fig. 6) angeordnete Bürsten 45, deren parallele Achsen 46 in Lagern 47 der Wände 48 laufen und deren Büschel 50 zusammenwirken, um die Welle zwischen ihnen hindurchzuziehen. Der Hals 54 des Gehäuses steht mit dem biegsamen Rohr 36 in Verbindung. Der Oberteil des Gehäuses kann abnehmbar sein und mittels durch die Ösen 56 gesteckter Bolzen 57 in Stellung gesichert werden.
Hinter den zusammenwirkenden Bürsten 45 und diesen gegenüber ist eine Abnehmevorrichtung angeordnet, die die Baumwolle zwangsweise abnimmt, sie nach erfolgter Abnahme kämmt oder auflöst, wobei diese Abnehmevorrichtung mit grösserer Geschwindigkeit arbeitet als die Bürsten. Die von den Bürsten abgenommene Baumwolle wird einem geeigneten Führungsmittel, etwa einem Luftstrom übergeben, um die Baumwolle nach hinten durch das Rohr 36 in den Behälter 25 zu führen.
Senkrecht zu den Achsen der Bürsten ist in einem langen Lager 61 eine mit einem exzentrischen Kopf 63 versehene Spindel 60 montiert, die eine drehbare Hülse 62 trägt. Letztere trägt eine Anzahl
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durchkämmen und sodann wieder in den Becher zurücktreten, um die Baumwolle freizugeben und abzustreifen, wenn sie sich auf der andern Seite der Vorrichtung befindet.
Eine Antliebswelle 69, die in einem durch das biegsame Rohr gehaltenen Lager 691 (Fig. 1) drehbar montiert ist, ist mit einer Welle'70 verbunden, die in einem auf dem Maschinenrahmen angebrachten Lager 71 gehalten ist. Auf dieser Welle ist eine Riemenseheibe 78 befestigt, die durch einen über sie und eine
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ende dieser biegsamen Welle 69 ist mit einem Wellenstumpf 76 (Fig. 6) verbunden, der in einem Lager T7 des Kopfgehäuses montiert ist. Dieser Wellenstumpf bewegt den Becher 65 der Abnehmevorriehtung mittels der Räder 78, 79, 83 und die in Lagern 81 gehaltene Welle 80. Letztere dreht mittels der
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vorrichtung.
Der Gehäusekopf ist hinter den Bürsten mit einer oder mehreren Einströmöffnungen 90 versehen, durch welche in den Hals 54 des Kopfes ein Luftstrom hinter den Bürsten eingeführt wird, die die Baumwolle von der Übertragungsvorrichtung aufnehmen und sie nach hinten in den Bereich der hinter den Einströmöffnungen sich bewegenden Luft führen, wobei die Region innerhalb des Auslesekopfes hinter den Einströmöffnungen einem sich bewegenden Luftstrom unterworfen ist. Der Druckzustand in der Abnehmevoriiehtung in Verbindung mit der Fliehkraftwirkung ist ausreichend die Baumwolle von der Übertragungs-oderAbnehmevorrichtungwegzubefördern.
Um die Bürsten selbst zu verhindern, Bruchteile von Kletten, Stengel oder Blätter in den Kopf zu ziehen, sind geeignete Schutzorgane 92 vorgesehen, die von der oberen und unteren Wand des Gehäuses vorspringen. Wie in Fig. 6 ersichtlich, ist jedes dieser Schutz organe aus einem einzigen im allgemeinen U-förmig gebogenen Draht hergestellt, dessen einer Schenkel an dem Kopf befestigt ist, während der andere Schenkel einen Anschlag bildet, um das Spiel des Organs gegen die Bürsten hin zu begrenzen.
Diese Schutzoigane geben einwärts gegen die Bürsten hin nach u. zw. unter Einwirkung der Kraft der rasch rotierenden Bürsten, wodurch die Baumwolle von den Kapseln abgezogen und zwischen den benachbarten Enden der Schutzorgane in den Kopf eingezogen wird. Die Nachgiebigkeit der Schutzorgane dient auch. wenn die Baumwolle von den Kapseln gelöst ist, dazu die Schutzorgane auswärts zu schnellen, so dass die
Kletten abgeworfen oder zuriiekgesehleudelt werden. Diese Einrichtung dient weiters dazu, die Kletten oder die Teile derselben am Eintritt in den Kopf zu hindein.
Die Bürsten sind gleich weit von einer Ebene entfernt, die mit dem Mittel des Kopfes und Halses zusammenfällt und wirken in dieser Ebene zusammen, um die Baumwolle in den Kopf zu ziehen. Die
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deshalb, weil die Bürstenbüschel die Baumwollflocken durchsetzen, während die Baumwolle zwischen den Bürsten hindurchgeht, sondern auch aus dem Grunde, weil die Bürsten, die sich mit beträchtlicher Geschwindigkeit drehen, relative Bewegung bezüglich der Baumwollfasern besitzen, während die letzteren von den Kletten abgezogen werden. Die Stifte der Abnehmevorrichtung bewirken ein wei1. eres Dmch- kämmen der Baumwolle, weil die Abnehmevorrichtung mit grösserer Geschwindigkeit rotiert als die Büssten.
Durch das so erzielte Kämmen der Baumwolle werden die Flocken geöffnet und die Samenkörner, Samenkapsel-und Blatteilehen von der Baumwolle gelöst. Wenn die Baumwolle aus der Rohrleitung in den Samenbehälter austritt, gehen die Samenkapsel-, Blatteilchen und die Samenkörner, die etwas schwerer als die Baumwolle sind, direkt durch die siebförmige Wand des Korbes oder Behälters, während die reine Baumwolle auf den Boden des Korbes oder Behälters fällt.
Jener Teil der Kammer des Gehäusekopfes, der die Abnehmevorriehtung enthält. ist an den Seiten gegenüber derAbnehmevorriehtung erweitert, um ausreichenden freien Raum für die Baumwolle zwischen der Abnehmvorrichtung und der Gehäusewand zu schaffen, wodurch das Verfilzen der Baumwolle, während sie um dieAbnehmevorriehtung geht, verhindert und hiedurch erzielt wird, dass der aufgelockerte, flockige Zustand der Baumwolle aufrecht erhalten wird, und dieser flockige, lockere Zustand der Luft gestattet. frei zwischen den Fasern hindurehzustreichen, um die letzteren von veiunreinigenden Samenkapsel-und Blätterteilchen zu befreien und die Baumwolle zu trocknen.
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