DE767490C - Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzfaserstoffpressmasse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzfaserstoffpressmasse

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DE767490C
DE767490C DEB179656D DEB0179656D DE767490C DE 767490 C DE767490 C DE 767490C DE B179656 D DEB179656 D DE B179656D DE B0179656 D DEB0179656 D DE B0179656D DE 767490 C DE767490 C DE 767490C
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Norman D Hanson
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Hexion Specialty Chemicals AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/02Cellulose; Modified cellulose
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08L61/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzfaserstoffpreßmasse Die, vorliegende Erfindung bezieht sich, auf Kunstharzfaserstoffpreßmassen, für die, hitzehärtbaree Kunstharze, wie z. B. Phenolald.eih.ydharze, als Bindemittel verwendet werden.
  • Wenn man hitzehärtbarc Harze als Bindemittel verwendet, so erhält man zwei ganz verschiedene Produkte, und zwar je nach der Struktur oder dem physikalischen Charakter des verwendeten Füllstoffes. Das eine Produkt ist als Preßpulver bekannt und enthält den Füllstoff in Form von feinverteilten kleinen Teilchen oder Fasern, und das andere ist als geschichtetes Produkt bekannt und enthält den Füllstoff in Form von Bahnen. Diese beiden Typen. weichen weit voneinander ab in bezug auf die Art der hergestellten Gegenstände und deren Eigenschaften. Aus PreB-pulver geformte Gegenstände kann man in den verschiedensten Gestalten erhalten; während die geschichteten Körper auf die einfachen Formen von Platten und Röhren beschränkt sind. Infolge dr sehr verschie@I:nen Eigenschaften d°r geformten g°preßten und gescliielitz-tzn Produkte hab:n sich zwei ganz. verschiedene Industriezweig e entwickelt. von denen ieder seine eigene Technik und Apparatur hat.
  • Das übliche Verfahren zur Herstellung von g°; ignettn Preßmischungen besteht darin, das bis zu dein richtigen Zustand kondensierte Harz mit den Fasern oder andren feinverteilten FülIstof#,«-en, wie z. B. Holzmehl. auf ]>-.heizten Differentialwalzen zu mischen: man kann auch andere 1,Iiscliverfahreir anwenden, aber der Walzvorgang wird aus dem Grunde fast ausnahmslos angewandt, weil das Harz dadurch erweicht und mit den faserigen Füllstoffen innig vereinigt wird, so daß eine Mischung von größerer Homogenität erhalten wird, als es nach den anderen -Mischmethoden möglich ist. Das Material verläßt die Walzen in Form eines spröden, brüchigen Felles, das gebrochen und zu Pulver vermahlen wird. Es ist eine wesentliche Eigenschaft eines Preßpulvers, dali es unter der Einwirkung von Hitze und Druck in einer geschlossenen Form schmilzt und gleichmäßig nach allen Richtungen fliaßt. um die Formen der Preßforin anzunehmen und eitle harzartige Oberfläche von poliertem Aussehen zti bilden. Beim Pressen dieser Pulver werden Drücke von etwa id.o bis 21o kg je Quadratzentimeter und Temperaturen zwischen i.lo und 1651C verwendet, und die Preßdauer beträgt durchschnittlich i bis 3 'Minuten für Gegenstände von einer Dicke von 3 his 5 mm.
  • Bei der Herstellung von geschichteten Produkten wird gewöhnlich das Verfahren angewandt, Stoff- oder Papierbahnen mit einem Lack zu überziehen, der durch Dispersion eines Kunstharzes in einem Lösungsmittel hergestellt wird. Das Lösungsmittel wird durch Verdunstung entfernt, und die überzogene Bahn wird' in Stücke von geeigneter Größe zerschnitten, die dann in der gewünschten Anzahl aufeinandergelegt und zwischen beheizten Platten hohem Druck ausgesetzt werden. Die Formgebung ist hierbei deshalb auf so einfache Formen wie Platten beschränkt, weil die harzüberzogenen Faserstoffhalinen keine nennenswerte Fließfähigkeit infolge der Verfilzung der Fasern besitzen und dalicr nicht eitler -umformenden Einwirkung aus-e:etzt werden können. Für diese ist cs notwendig, dalß die Substanz fließt. ohne daß hi-rbei die Bahnen zerrissen w;rden.
  • Uin die 1-@crwenduiig eines Lösungsmittels auszuschalten. ist ein anderes Verfahren entwickelt worden. hei dem die Fasern in Form eine: nassen Cellulosebreies mit pulverisiertem oder flüssigem Harz vermischt werden. die erltalteii: -lasse auf eine Siebvorrichtung geleitet und das Wasser abgetrennt wird, um di.: -lasse zii einer Bahn zu formen. In einer so l::rgatcllten Bahn ist das Harz durch die ganze 'lasse verteilt und unterscheidet sich in dieser Beziehung von lacküberzogenen Bahnen. hei denen sich das Harz auf der Oberfläche konzentriert. \ ach dem Harz-Faserstoftbrel-Verfahren können Bahnen oder Platten bis zu einer Dicke von etwa 12 mm mit Hilfe einer l-,undsi°t>niascliine hergestellt werden. Der -Mangel an nennenswerter Fließfähigkeit bleibt ahr ];.:i nach dem Naßverfahren hergestellten Bahnen bestehen, so daß auch hier nur einfache Formen gebildet «-erden können.
  • Bei einer anderen bekannten Arbeitsweise werden gegebenenfalls erwärmt, Kunstharze mit Füllstoffen. z. B. mineralischen Füllstoffen. gemischt. und alsdann wird diese Mischung mit angefeuchtetem. aber nicht fließendem Fas°rstoff verarbeitet, worauf der wäßrige ßr: i nach 1-erdütinen mit Wasser auf der Pappen- oder Papiermaschine weiterverarl;eitet wird. Derartige -Massen zeigen zwar gute Fließfähigkeit, die daraus gepreßten Gegenstände besitzen aber eine mangelhafte Wasserfestigkeit, weil die livgroskopischen Fasern während der Herstellung der Preßinassen im wesentlichen nur mechanisch mit dem Bindemittel gemischt sind und auch während des Heißpressens nicht genügend von den Harzen umhüllt oder durchtränkt «-erden.
  • Dieser Mangelwird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch beseitigt, daß der wäßrigen Dispersion des langfaserigen Füllstoffes eine in an sich bekannter Weise aus hitzehärtbarem Harz und kurzfaserigen oder pulverförmigen Fiillstoffen durch Behandlung auf beheizten Walzen od. dgl. hergestellte Preßmasse und außerdem ein flüssiges hitzehärtbares Kunstharz zugesetzt werden. Die Gesaintinischung wird mit Wasser verrührt, bis sie homogen ist, dann läßt man sie über Siebe laufen, um das Wasser auszuscheiden, und die so geformten Bahnen «-erden auf Kalander«-alzen oder in Trockenöfen getrocknet. Die bahnförmige 'Mischung kann auch auf Zvlindermaschinen zu der gewünschten Dicke geformt werden, im allgemeinen weniger als 23 mim stark, und die so erhaltene Platte wird durch Aufhängen in einem Raum getrocknet, durch den warme, trockene Luft zirkuliert. Es hat sich gezeigt, daß durch das Verniisclieii von Cellulosebrei mit dem flüssigen Kunstharz und der verpreßbaren Harz-Füllstoft-llischung Gemische erhalten werden, die im X--ergleich mit üblichen Preßmisehungen holte Schlagbiegefestigkeit und dazu eine derarti-e Fließfähigkeit besitzen. daß man daraus auch komplizierte Formkörper pressen kann, was anscheinend auf das Vermengten von verschlungenen Langfasern und kleinen Teilchen der leicht fließendem Preßmischung zurückzuführen ist. Gegenüber den durch Vermischen von langfaserigen Füllstoffen in Gegenwart von Wasser mit. einem Gemisch aus feistem hitzehärtbarem Harz und Füllstoffen hergestellt,en Preßmassen zeichnen .sich, die Preßmischungen gemäß der Erfindung auch bei gleichem Gesamtharzgehal.t infolgee der B.ehantdlung der Fasern mit tränkfähigen, flüssigen Kunstharzen durch wesentlich verbesserte Wasserfestigkeit aus. Sie gleichen in dieser Hinsicht den bekannten, in der Einleitung beschricbenen pulverförmigen und bahnförmigen Preßstoffem.
  • Der Anteil der aus Harz und n:ichtverfilzbaren Füllstoffen hergestellten Preßmischung, der dem Cellulosebrei hinzugefügt wird, braucht nur i o % zu betragen und zeigt dabei doch schon einen merklichen Einfluß auf die Fließbarkeit des Gesamtgemisches. Es können j.e:doch bis zu 75 % hinzugefügt werden, um ein Material von hoher Fließfähigkeit zu erhalten, das trotzdem eine beträchtliche Sch,lagbiegefestigkeit besitzt. Eine geringere Zusatzmen:ge an Preßmischung Ist für Cellulosemassen geeignet, die größere Mengen von mechanisch aufgeschlossener oder kurzfaseriger Cellulose enthalten, während man größere. Zusatzmengen an Preßmischung verwenden muß, wenn die Callulosemasse einen höheren Gehalt an chemisch aufgeschlossener oder langfaseriger Gellulose aufweist. Im allgume.inlen weist ein Zusatz von 2o bis 25 0/0 Preßmischung zu einem Material, welches aus @ine:m wasserhaltigen Gemisch von einem Teil langfaseriger, einem Teil kurzfaseriger Ceellulo@e und einem Teil flüssigem Kunstharz besteht, den besten Ausgleich zwischen Schlaglyieg.festiglc-ei.t und Fließfähigkeit auf.
  • Als langfaserige Cellulase kann man beliel>ige chemisch aufgeschlossene Fasern verwenden, wie z. B. Subfit- oder Sulfatcellulose oder mit Soda aufgeschlossene. Cellulose, wobei man zu einem gewissen Anteil auch mechanisch aufgeschlossene Faserstoffe, z. B. Zeitunigspapierfasern oder Holzmeihl, hinzufügen kann. Im allgemeinen is.t es vorzuziehen, einen Nvasserhaltib n, ganz oder zum größten Teil aus chemisch aufgeschlossener Cellulose i>eisteli"eiid-en C.ellulos,eb-rei zu verwenden, obgleich auch die Verwendung von zwei oder drei Teilen chemisch aufgeschlossener Cellulose auf einten Teil mechanisch aufgeschlossener Gellulose zufriedenstellende Resultate gezeitigt hat, -ebenso wie das bei gleichen Teilen chemisch, aufgeschlossener und mechanisch aufgeschlossener Cellulose der Fall war: Für manche Zwecke kann es auch erwünscht sein, i Teil chemisch aufgeschlossener auf z bis 3 Teeile; mechanisch aufgeschlossener Collulose zu verwenden. Ganz. allgemein kann man sagen, daß ein Cellulosebrei, der größere Mengenanteile an chemisch aufgeschlossener Cellulose enthält, :Mischungen mit der größten Schlagbiegefestigkeit liefert, während durch das Hinzufügen mechanisch aufgeschlossener Cellulose die Sch.lagbiegefestigkeit vermindert, aber ein leichter fließbares Material erzeugt wird.
  • Für den Zusatz von verpreßbarer Harz-Füllstoff-Mischung kann man jede beliebige übliche Preßmischung aus Holzmehl, Sägespänen oder ähnlichen kurzfaserigen Füllstoffen und hitzehärtbarem Kunstharz verwenden.
  • Schon durch Zugabe von etwa io% flüssigem Harz, bezogen auf die Gesamtmenge des Bindemittels in der fertigen Masse, wird eine merkliche Verbesserung der Wasserfestigkeit erreicht, Man kann jedoch auch wesentlich größere Anteile flüssiges Harz. verwenden. Dies sind gewöhnlich bei Gegenwart alkalischer Katalysatoren hergestellte Phenodaldehydharze oder soggenannte Resole, d. h.. Harze, zu deren Herstellung Phenol mit einer äquimolekularen oder etwas höheren Gewichtsmenge Forrnaldehy d in Gegenwart eines Kondensationsmittels, wie z. B. Natrium-oder Bariumhydroxyd' oder Ammoniak, zur Reaktion gebracht wird. Daneben können auch noch feste, Kunstharze in feinverteilter Form dem Faserbrei zugesetzt werden.
  • Im allgemeinen ist ein,. Harz-Ce:llulose-Mischung zu bevorzugen, die 45 bis 500/0 Harz, berechnet auf das Trockengewicht, enthält, wovon 8 bis 12% aus hitzehärtendem flüssigem Resol und 30 bis 45'/o aus Novolak bestehen, der eine zum Härten genügende Menge an Hexamethylentetramin enthält. Dieser Mi.schüng gibt man eine harzhaltige Preßmisch,ung zu, die etwa 5o % Resol oder Novolak unter Zusatz von Härtungsmittel enthält. Es ist als praktisch befunden worden, die, Menge, des Resodharzes in der Harz-Cellulose-Mischungproportional zu der Erhöhung de:r Zugabe an harzhaltiger Preßmischung zu der Harz-Cellulose-Mischung zu steigern.
  • Bei, der praktischen Verwendung dieser Harz-Faser-Gemische benutzt man gewöhnlich Scheiben, Vierecke oder andere geeignete Formstücke aus der getrockneten Bahn in Größen von z. B. 12 nun Durchmesser, und derartige gestanzte Stücke werden dann in geeignete Stahlpressen eingefüllt und unter Druck und Hitze gepreßt. Man kann auch die Bahn durch. Mahlen oder einen anderen Vorgang mehr oder weniger zu Pulver zerkleinern, erhält aber hei einer derartigen Bethandlung gewöhnlich ein Fertigprodukt von en-t-
    sprechend geringerer Schlagbieg:festigkeit.
    Die ,formten G, geiistäiid e werdelf gewöhn-
    lich heiß aus der Form genommen und er-
    fordern wenig oder gar heineNachhehandlung
    mit Ausnahme der Entfernung der Grate an
    den Kanten. -
    -Nachstehend werden einige Beispiele für
    die gemäß der vorliegenden Erfindung zum
    -erpressen geeigneten Gemische angeführt.
    Beispiel i
    Aus äquimolekularen 1lengeti Kr sol und
    .Io'loig-er Formaldehrdlösttng wird in Gegen-
    wart voll -atritim- oder Bariumlivdroxvd in
    einer Menge, die etwa o.8 bis i1lo der 1lenge
    an Phenol entspricht, ein Harz hergestellt,
    indem male die Reaktion so lange: durchfiihrt,
    bis eine :ntnommene und abgekühlte Probe
    sieh in zwei Schichten trennt. Die Reaktions-
    masse wird dann entwässert, bis matt ein vis-
    koses. flüssiges Harz mit einem Gehalt Zoll
    etwa ;o'lo an festen Bestandteilen erhält.
    60o Teile des wass-Lrlialtigen. viskosen Harzes
    werden in einer Knetmaschine finit Zoo Teilen
    Zeitungspapiertasern Lind Zoo Teilen langen
    Cellulosefasern zu einer homogenen und
    gleichmäßigere Masse vermischt, die dann in
    ein Rührwerk zusammen mit 40o- Teilen :zitier
    Preßmiscliung eingefüllt wird, welche zu
    einer Siebmaschengröfle von etwa ioo ver-
    mahlen worden ist und z. B. aus et« -a gleichen
    T°_ilen ,eines hitzehärtbareli Plieiiolliarzes und
    eines Holztiiehlftlllstoffes eiergestellt Ist. Es
    können auch Farbstoffe oder andere Bestand-
    teile nach Wunsch hinzugefügt w, rden. Diese
    Mischung leitet man dann nach -,Iltslirei'lietlder
    @;'erdünnung mit Wasser auf eine Papier-
    maschine. auf welcher Bahnen von etwa 6 iniii
    Dicke hergestellt werden, und läl:lt dann die
    so erhaltenen Bahnen oder Platten durch Auf-
    lian°2ii in eiIi2Iii Riatlnl, in dein trockene Luft
    bei .Io bis @o-J C zirkuliert, i dis Tage trock-
    nen. Sobald die Bahnen trocken sind, glättet
    male sie durch Walzen. Der Harzgehalt der so
    hergestellten Bahrten beträgt etwa .lo his
    30'1o und ihre Dichte etwa o,;.
    Beispiel
    Aus etwa i 30o Teilen Plietiol und
    87o Teilelf .1o'!oiger Foriiialdmelivdlösutig wird
    unter einen: Druck von etwa io kg/cm= ein
    Harz vom Z;ovolalztvpus hergestellt. Solzald
    die Reaktion beendet ist. wird die wäßrige
    Schicht dekantiert und das wasserhaltige
    Harz vom Wasser befreit, so doll ein hartes.
    sprödes Harz entsteht, das hei etwa 93= C
    schmilzt. Das Harz -wird zti einer @leh-
    niaschengrUe von etwa ioo vertnahlen, und
    .L40 Teile des Harzes werden zu einer
    Mischung gegeben. die etwa i5oo Teile
    Wasser. .4.I Teile 1-le---,aine@tlivlentetramin und
    etwa 50o Teile I_an@@-i'a@:rn enth eilt. Dann
    werden 210 Teile .fite-, flüssigen Harzes
    (;o'.`o feste Bestandteile;. das gemäß 11ei-
    spiel i hergestellt ist. finit der Mischung \,er-
    knetet und das Ganz.- zusammen mit .mwa
    57o Teilen einer liitzeliärtbar-eti. zu einer Sieh-
    maschengröl3e von etwa ioo vermahlenen
    Pi-eßiiiiscliutig in in P#iilirwerk -#iiigefüllt und
    finit genügend Wasser ceriniseht, uni eine
    5 his 81foige Harzfas,--rsusl)ensioti zu erzielen;
    nach dem Verrühren wird die Mischung ge-
    nügend entwässert. damit Sie in (ler vorher
    liescliriehenen Weise zu einer Bahn geformt
    werd,cti kann.
    Beisl)ieI 3
    Es wird gemäß Beispiel 2 ein ` Mischung
    hergestellt. die atis etwa 3c)0 Teilen eine-,
    -Nocolal;liarzes, 3y'1'-eilen I-lexain:tlivletitetra-
    ini27 tind -2y0 Teilen :'dies geinal3 13-'Ispiel 1
    eiergestellten viskosen. fleissigen Harzes he-
    steht. Zu dieser Mischung fügt man etwa
    i i.Io Teile einer vermahlenen Preliinischuilg
    in einem Rührwerk hinzu und formt die er-
    haltene Masse getnäl3 Beispiel i zu einer Bahn.
    In den angeführten Beispielen besteht das
    Preßmaterial. das man der Mischung in dem
    Rührwerk hinzufügt, aus einem liit7ehärt-
    baren kesolharz, das aus einem Phenol, wie
    z. B. Kresol, mit im wesentlichen äquimole-
    kulareiiMengen 4o°/oiger Fornialdeliydlösung
    in Gegenwart eines alkalischen Katalysators
    hergestellt ist. Die Reaktion wird fortgesetzt,
    bis man nach Entziehung des "'assers ein
    sprödes Harz erhält, und (las Harz wird mit
    einem Füllstoff, wie z. B. Holzmehl in Men-
    geit von i Teil Harz auf etwa i Teil Holz-
    inelil, heiß gewalzt. Es kann auch ein aus
    \ovolak. Hexa.inethclentetraniin und Füllstoff
    bestehendes Prel3tnaterial in äquivalenten
    Mengen daftir benutzt werden, tim die ange-
    gebetien Resultate zu erzielen.
    Preßgemische, die gemäß den angegebenem
    Beispielen hergestellt worden sind, wurden
    auf die Weise geprüft, daß aus der getrock-
    neten Bahn Vierecke oder Scheiben von etwa
    i2 iilm Durchmesser gestanzt wurden. Diese
    wurden in eine Becherforin gefüllt und bei
    Drücken von 140 bis 175 4,-/c111= hei einer
    Temperatur von etwa i 5o C gepreßt. Die er-
    forderliche Preßzeit betrug etwa 3 Minuten;
    (iie Becher wurden lieil.l aus der Form ge-
    notnnien. Die Stanzstücke können vors einer
    heliebigeii Größe seid, z. 13. von ei his 25 mm
    Durchrnesser oder litellr-. Die Formstücke
    fielen ausgezeichnet aus ohne Risse oder
    Fließrinnen.
    Riegel, E\'erl;zetiggriffe. Teestil- und Draht-
    spulen, Kamera- und Instruinentetigebäuse,
    Automobillremsschtilte, Steuerräder, Tele-
    phonhörer, Radiogehäuse nsw. konnten sämt-
    lich in zufriedens.tellender Weise aus den in dieser Beschreibung geschilderten Gemischen aus Harz-Faser-Mischungen und PreB-mischungen hergestellt werden. Solche Produkte haben größere mechanische Festigkeit als gewöhnliche Preßmischungen aus Harz und Holzmehl, und infolge der Fließfähigkeit solcher kombinierten Preßmischungen aus Harz und Harzzellstoff haben die fertigen Produlkte dasselbe Aussehen wie die gewöhnlichen Preßmischungen aus Harz und Holzmehl.
  • In der Hauptsache ist die Verwendung von Harzen des Phenolformaldehydtypus beschrieben worden, die sich als äußerst zufriedenste;llend erwiesen hat; es ist aber auch möglich,, wenigstens teilweise andere Kunstharze, wie z. B. Harnstoff-Formaldehyd-Harze, Anilin-Formaldchyd- oder Anilin.-Furfuroll-Harze, Alkydharze usw., an deren. Stelle zu verwenden. An Stelle eines Teils des Kunstharzes k2Lnn man auch Naturharze, wie z. B. Kolophonium oder Accaroidharz, oderdauernd schmelzbare Kunstharze verwenden., wie z.. B. die öllöslichen Phenolformaldehydharze oder mit Ölen modifizierte Alkydharze.
  • Man kann Asbestfasern an Stelle eines Teils der Cellulosefaser verwenden, und. man kann nichtfaserige Füllstoffe, wie z. B. Ton, Talkum, Kieselsäure usw., teilweise dem Mischungen einverleiben unä Farbstoffe, Pigmente, Schmiermittel usw., wie in den Beispielen beschrieben, hinzufügen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzfaserstoffpreßmasse durch Vermischen von langfaserigen Füllstoffen in Gegenwart von Wasser mit eiinem Gemisch aus hitzehärtbarem Harz und. kurzfaserigen oder pulverigen Füllstoffen und Verformung des so erhaltenen Gemisches zu Bahnen unter Verfilzung der Fasern und Abtrennung des Wasseras, dadurch gekennzeichnet, da.ß der wäßrigen Dispersion des langfaserigen Füllstoffes eine in an sich bekannter Weise aus hitzellärtbarem Harz. und kurzfaserigen oder pulverförmigen Füllstoffen durch Behandlung auf beheizten Walzen od.. dgl. hergestellte Preßmasise und ein flüssiges hitzehärtbares Harz zugesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der wäßrigen Dispersion außer den im Hauptanspruch genannten Stoffen noch ein Zusatz von festem, feinverteiltem Kunstharz beigefügt wird. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Österreichische Patentschrift Nr. 52 2g ; deutsche Patentschrift Nr. 602292; französische Patentschrift Nr. 781 340.
DEB179656D 1936-11-19 1937-08-21 Verfahren zur Herstellung einer Kunstharzfaserstoffpressmasse Expired DE767490C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT52291B (de) * 1910-12-02 1912-02-26 Leo H Dr Baekeland Verfahren zur Herstellung von für die spätere Formung geeigneten Massen aus Kondensationsprodukten von Phenolen und Formaldehyd.
DE602292C (de) * 1931-04-06 1934-09-06 Richardson Co Verfahren zur Herstellung von formbarem Papier, Pappe oder aehnlichem Werkstoff

Patent Citations (2)

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