DE76680C - Verfahren zur Herstellung von Halbton-Gelatinereliefs - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Halbton-GelatinereliefsInfo
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- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S7: Photographie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. April 1893 ab.
Zweck dieser Erfindung ist die Herstellung von Gelatinereliefs in Halbtönen durch Entwickelung
und Auflösung von der belichteten Seite ohne jede Uebertragung.
Bekanntlich konnte man bisher solche Gelatinereliefs in Halbtönen nicht anders herstellen,
als entweder mit Hülfe der Uebertragung oder dadurch, dafs man eine durchsichtige
Unterlage für die Gelatine benutzte, d. h. durch die Unterlage die Chromgelatine
belichtete. Mittels der Leimtypie hatte man zwar Reliefs hergestellt, die von der belichteten
Seite ohne Uebertragung entwickelt wurden, jedoch hatten diese Reliefs keine Höhenabstufungen
oder sogenannte Halbtöne, denn man konnte hierzu nur Negative von Strichoriginalen
verwenden und nach der Entwickelung war nur der w.eifse Grund vertieft, alle Striche und Punkte der eigentlichen Zeichnung
blieben jedoch in einer und derselben Ebene.
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung der Reliefs in Halbtönen, d. h. in Abstufungen
von Tönen, welche je nach der Stärke des Lichtes verschiedene Höhe besitzen, beruht
darin, dafs die Belichtung und die Entwickelung der Chromgelatine von einer und derselben
Seite erfolgt, wie bei der Leimtypie ohne Uebertragung, dafs jedoch sowohl durch
Belichtung von Halbtonnegativen, als auch von Strichnegativen jedesmal ein Relief in Höhenabstufungen
erhalten wird. Das Relief wird im vorliegenden Falle nicht durch Aufquellung, sondern durch Lösung erzeugt.
Die Entwickelung, welche mit einer Bürste durch Reibung vorgenommen wird, kann sowohl
mit warmen Flüssigkeiten, als mit kalten geschehen.
Im letzteren Falle müssen jedoch solche Stoffe im Wasser aufgelöst verwendet werden,
welche die Gelatine kalt und ohne alle künstliche Wärme auflösen, wie beispielsweise Essigsäure,
Valeriansäure, concentrirte Lösungen von doppeltchromsauren Salzen, concentrirte Lösungen
von Chlorzink und Chlorcalcium.
Wenn die Entwickelung lauwarm vorgenommen wird, so braucht man nur Bürste und
warmes Wasser dazu.
Es scheint somit, dafs das vorliegende Verfahren dasselbe ist wie die Leimtypie. Es
unterscheidet sich jedoch von der Leimtypie insofern, dafs Halbtonreliefs oder Reliefs mit
Höhenabstufungen erzielt werden; selbst im Falle der Entwickelung von Strichzeichnungen
liegen die starken Striche höher als die schwachen, oder es können die letzteren auch
ganz aufgelöst werden. Dieses Resultat erzielt man allein durch ein schwaches Sensibilirungsbad
von Bichromatlösung (etwa 1 : 50). Da die Gelatineschicht nicht durch Pigment wie im
Pigmentverfahren gefärbt ist, so kann das Licht durch die ganze, wenn auch dicke
Gelatineschicht bis auf den Grund eindringen. Die Gelatine wird jedoch nicht absolut unlöslich
gemacht wie bei der Leimtypie, so dafs bei der Entwickelung an allen Stellen des
Bildes ein theilweises und der Belichtung proportionelles Auflösen stattfindet.
Gegenüber dem Pigmentprocefs ist hier zwar ein schwaches Sensibilirungsbad nichts Neues,
dagegen aber ist die Entwickelung durch Reibung von der belichteten Seite neu.
Das Relief entwickelt sich nicht allein in den unbelichteten Theilen der Copie, wie es allgemein
bei anderen Processen der Fall ist,
Claims (1)
- sondern auch die belichteten Theile der Gelatinefläche auf der Copie lösen sich auf, und zwar schneller oder langsamer, je nach dem Grad der Belichtung, und wenn man das Reiben lang genug fortsetzen würde, so bliebe nur reines Papier zurück.Bei dem vorliegenden Verfahren können Negative jeder Art verwendet werden, also auch Halbtonnegative.Wird die Chromgelatine unter einem Negativ in Strichmanier, (Federzeichnung, Autotypie, Holzschnitt u. s. w.) copirt, so lösen sich die schwachen Linien früher auf als die starken Linien und diese früher als die massiven Schattenpartien, so dafs wieder ein Relief in Halbtönen herauskommt und nicht in Strichmanier., Selbst bei den höchsten Reliefs, z. B. bei ι mm Höhe, welche bei der Woodburytypie oder dergleichen.. einen Tag zur Entwickelung erfordern, genügen bei dem vorliegenden Verfahren ι bis .4 Minuten. Rasches Arbeiten, grofse Haltbarkeit und sehr geringer Kostenaufwand sind natürliche Vortheile des Verfahrens. Indem die Höhe des Reliefs nur von der Dicke der auf das Papier aufgetragenen Gelatineschicht abhängig ist, so läfst sich das Verfahren auch für Woodburytypie und für Lithophanie, nie aber für Buchdruckercliches verwenden, da es nur Halbtonreliefs liefert.Sollen die Halbton-Gelatinereliefs als Ersatz der Zurichtung hergestellt und gebraucht werden, so hat man keine neuen Negative mehr nöthig, sondern es kann jedes Negativ, welches zur Herstellung eines Cliches diente, sei es für Strichmanier oder Autotypie, hierzu genügen.Nachstehend ist das Verfahren an einem Beispiel erläutert.Man nimmt am besten auf 10 kg weiche Gelatine oder Gelatineleim 35 1 Wasser, 3 kg Glycerin und 2 1 Spiritus.Nachdem, die Gelatine aufgeweicht ist, wird sie im Wasserbad aufgelöst, filtrirt und auf Papiere, die auf horizontalen Glasplatten liegen, je nach Wunsch mehr oder weniger hoch aufgegossen. Nach Erstarren werden die Gelatinebogen zum Trocknen aufgehängt. Man sensibilirt das Gelatinepapier in einem Bad von ι Theil doppeltchromsauren Kali und 40 bis 70 Theilen Wasser, je nachdem die Gelatine weicher oder härter ist, und neutralisirt das Bad mit Aetzammoniak.Dann trocknet man im Finstern, copirt unter Negativen in Halbton-, Strich- oder Autotypiemanier und entwickelt mit einer Bürste und lauwarmem Wasser oder auch kalt, wie angegeben. Die so erhaltenen Reliefs lassen sich von ihrer Papierunterlage nicht mechanisch, abschälen, ohne einen Theil dieser Unterlage mitzureifsen.Patenτ-Ansprüch:Verfahren der Herstellung von Halbton-Gelatinereliefs nach Negativen in Halbtonmanier oder auch in Strichmanier im Wege der Entwickelung durch Reibung und Auflösung von der belichteten Seite aus, gekennzeichnet durch die Anwendung eines schwachen Chromsalzbades zum Sensibilisiren der nicht mit Pigmenten gefärbten Gelatineschicht, damit dieselbe mit Ausnahme der tiefsten Schatten auf allen anderen belichteten Stellen dem Grade der geringeren Belichtung entsprechend löslich bleibt. . .
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