DE76648C - Verfahren zur Herstellung eines Rostschutzmittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Rostschutzmittels

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DE76648C
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Dr. FERD. EVERS & ClE. in Düsseldorf, Ahnfeldstr. 73
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    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C18/00Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating
    • C23C18/16Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating by reduction or substitution, e.g. electroless plating
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zum Schütze des Eisens gegen Rost benutzt man hauptsächlich Mennigfarbe. Da die Verwendung der Mennige kostspielig ist, so sind verschiedene Ersatzmittel in den Handel gebracht worden, welche jedoch theils wegen ihres hohen Preises keinen Vortheil bieten, theils nicht den gestellten Anforderungen entsprechen.
Nach der Patentschrift Nr. 14428 und der amerikanischen Patentschrift Nr. 236216 soll der Kupfergehalt durch seine giftigen Eigenschaften, welche durch Zusatz von Carbolsäure noch verstärkt, werden, das Ansetzen von Muscheln, Algen und Wasserinsecten verhindern. Die Farbe enthält das Kupfer zum gröfsten Theile metallisch, oder als Kupferoxydul und Kupferoxydulhydrat mechanisch vertheilt, zum geringsten Theile als Phenolkupfer. Die amerikanische Patentschrift Nr. 459751 beschreibt ebenfalls eine mechanische Mischung von in OeI fast unlöslichen Kupferverbindungen (Kupferarseniat und Kupferacetat) neben Blei und Zinkverbindungen, welche wiederum durch ihre Giftigkeit wirken. Ebenso ist die nach Patentschrift Nr. 18308 herstellbare Farbe eine mechanische Mischung von fein vertheiltem Kupfe? mit dem Safte des chinesischen OeI-firnifsbaumes (ElaeococcusVemicis Rhuss). Auch die Verfahren der englischen Patentschrift Nr. 928/1854 und der amerikanischen Patentschrift Nr. 446816 bezwecken den Schutz von unter Wasser befindlichen Körpern gegen Seethiere oder Seepflanzen, sowie gegen Fäulnifs durch eine mechanische Mischung von feinvertheilten Kupfer mit trocknenden Oelen. Dafs dadurch nicht der Schutz gegen Rosten bezweckt wird, geht aus der Angabe hervor, dafs etwa vorhandene Eisentheile vor dem Ueberstreichen mit der Farbe mit einer keine galvanischen Erregungen hervorrufenden Masse überzogen werden sollen.
Von den in den vorerwähnten Patentschriften angegebenen Verfahren unterscheidet sich nun das vorliegende dadurch, dafs es die Herstellung einer Lösung bezweckt, welche das Kupfer als ölsaures (leinölsaures) Kupfer enthält und zur Beseitigung von etwa ungelöstem Kupfer oder Kupferverbindungen filtrirt wird.
Dieses Schutzmittel soll nicht durch bereits vorhandenes metallisches Kupfer giftig oder metallschützend wirken, sondern es soll erst durch die Berührung mit den vorher möglichst vom Roste befreiten Eisentheilen auf letzteren eine Kupferhaut bilden. Die Bildung dieser Kupferhaut wird durch den Gehalt an freier trocknender Oelsäure (Leinölsäure) befördert und beruht auf der Eigenschaft des metallischen Eisens, aus Kupferlösungen das Kupfer metallisch auszuscheiden. Der Gehalt an freier trocknender Oelsäure hat ferner den Zweck, etwa noch vorhandenen Rostanflug zu lösen und so das Eisen angriffsfähiger für die Kupferlösung zu machen.
Die beim Gebrauche der Kupferfarbe auf dem Eisen sich bildende schwache Kupferhaut genügt, um Oxydation (Rosten) zu verhindern, da das Kupfer gegen den Sauerstoff der Luft eine grofse Widerstandsfähigkeit besitzt, welche durch die Berührung mit dem metallischen Eisen noch erhöht zu werden scheint.
Das Rostschutzmittel wird entweder für sich oder als Zusatz zu Oelfarbe verwendet, indem man dasselbe oder die Mischung mit Farbe
mittelst eines Pinsels auf die vorher möglichst vom Roste befreiten Eisentheile aufstreicht. Das Verfahren zur Herstellung des Mittels ist folgendes: Leinöl oder.ein anderes trocknendes OeI, z. B. Mohnöl oder Firnifs, oder Harz, ζ. B. Copal, Bernstein, Dammar, werden unter Zusatz von circa io pCt. Leinölsäure oder der Fettsäure eines anderen trocknenden Oeles mit Kupferoxyd, Kupferbenzoat oder mit einer Verbindung von Kupfer und der Fettsäure eines trocknenden Oeles, z. B. leinölsaurem Kupfer, so lange erhitzt, bis das Kupfer oder dessen Verbindung theils oder ganz in dem OeIe oder Harze gelöst ist. Das leinölsaure Kupfer soll zu diesem Zwecke durch Umsetzung von leinölsaurem Alkali (Leinölseife) mit einem Kupfersatze (2: 1 Moleküle), Auswaschen der abgeschiedenen fettigen Masse mit heifsem Wasser und Verdampfen des Wassers hergestellt werden. Die ölige oder harzige Kupferlösung soll alsdann filtrirt und mit einem OeI (z. B. Leinöl) so eingestellt werden, dafs dieselbe einen beliebigen Kupfergehalt, etwa 2 pCt. Cu, hat und eine genügende Menge freier trocknender Oelsäure enthält.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Eisenrost-Schutzmittels, darin bestehend, dafs man Leinöl oder ein trocknendes OeI oder Harz unter Zusatz von circa 10 pCt. freier trocknender Oelsäure (z. B. Leinölsäure) mit Kupferoxyd, Kupferbenzoat oder einer Verbindung von Kupfer mit der Fettsäure eines trocknenden Oeles bis zur gänzlichen oder theilweisen Lösung erhitzt, die Lösung filtrirt und mit dem bezüglichen trocknenden OeIe auf einen beliebigen Kupfergehalt, etwa 2 pCt. Cu, so einstellt, dafs dieselbe noch reichlich freie trocknende Oelsäure enthält.
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