DE76570C - Control-Vorrichtung für die Dichtheit von Rohrleitungen - Google Patents
Control-Vorrichtung für die Dichtheit von RohrleitungenInfo
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- F17D—PIPE-LINE SYSTEMS; PIPE-LINES
- F17D5/00—Protection or supervision of installations
- F17D5/02—Preventing, monitoring, or locating loss
- F17D5/06—Preventing, monitoring, or locating loss using electric or acoustic means
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. W
Die Vorrichtung dient dazu, ohne jede Stö-Tung des Betriebes eine Controle über das
Dichtsein der gesammten Rohrleitung einer Anlage auszuüben und im Falle einer vorhandenen
Undichtigkeit diese festzustellen, sowie alsdann die Leitung abzusperren; das Absperren
kann auch selbstthätig erfolgen.
Fig. ι veranschaulicht die Vorrichtung in schematischer Darstellung. A ist die Rohrleitung
mit dem Ausflufshahn B, dem Absperrventil O P und dem Contactwerk CD, letzteres
in Verbindung mit dem Stromschlufs- und Signalapparat FQGS.
Findet infolge Oeffhens des Hahnes B oder einer Undichtigkeit eine Wasserströmung in
der Leitung statt, dann wird durch die Drehung des Verbrauchsmessers C an D gebracht und
ein Contact hergestellt, der aber, da die Leitungsdrähte durch die Stromschlüssel offen gehalten
werden, ohne Einflufs auf die elektrische Leitung bleibt und nur für die Controle oder für
das Absperren der Leitung Bedeutung hat.
Für die Handhabung der Controle ist an einem geeigneten Ort der Umschalter F mit der
Signaleinrichtung 5 untergebracht. Der Umschalter hat folgende Functionen: Erstens unterbricht
er durch Einstellen auf den Knopf K mittels des Elektromagneten G den Contact C D,
indem C durch den erregten Elektromagneten G angezogen wird und in dieser Lage verharrt,
wenn die Leitung stromlos ist. Um nun festzustellen, ob in dem Wasserleitungsrohre eine
Strömung vorhanden ist oder nicht, schaltet man durch Einstellen von F auf L die Signalvorrichtung
S ein, welche aufser Thätigkeit bleibt, falls die Leitung dicht ist und auch
sonst kein Ausfiufs aus den Hähnen stattfindet, im anderen Falle aber den Contact C D schliefst
und mithin auch die Strömung anzeigt, welche durch eine Undichtigkeit erzeugt wurde. Dieses
Signal macht nun das sofortige Absperren der Leitung nothwendig. Für diesen Zweck wird
die Kurbel F auf N gedreht und hierdurch eine elektromagnetische Auslösung P eingeschaltet,
welche unter der Wirkung des elektrischen Stromes das Absperrventil in Thätigkeit
setzt und die Leitung für den Zuflufs absperrt. Um zu verhindern, dafs z. B. bei Wasserleitungen
ein nutzloser Verbrauch des Wassers stattfindet, ist in der zu beschreibenden Einrichtung
der Gedanke zur Ausführung gelangt, dafs der freie Wasserflufs nur eine bestimmte
Zeit hindurch stattfindet, worauf die Leitung selbstthätig abgeschlossen wird. Hierbei ist der
Ausflufshahn B (Fig. 2) oder A (Fig. 5) mit einer Contactvorrichtung H versehen, durch
■welche bei dem Oeffnen desselben der Contact C D ähnlich wie durch FKG (Fig. 1)
unterbrochen wird. Das ausströmende Wasser schliefst aber sofort den Contact C D, und um
nun zu verhindern, dafs hierdurch die Auslösung P das Absperrventil O vorzeitig schliefst,
ist in die elektrische Leitung HB AG E1 ein
Elektromagnet M eingeschaltet, der durch Anziehen seines Ankers den Stromkreis für P
unterbricht. Bei dem Anzug des Ankers ist
die mit demselben verbundene Feder V über verschiedene Zähne des Sperrrades U gehoben,
und da letzteres von einer Uhr gedreht wird, kann der Anker erst in seine Ruhelage gelangen,
nachdem die Zeit verstrichen, ist, die U gebraucht, um die Winkelgröfse zu durchlaufen,
welche dem Hub des Ankers entspricht. Läuft das Wasser länger, als diese begrenzte Zeit es
erlaubt, dann wird die. Leitung abgesperrt, weil der nun geschlossene Strom P auslöst.
Fig. 3, 4, 4 a und 4 b veranschaulichen verschiedene Anordnungen für den Contact C D.
A, Fig. 3, ist das Flügelrad z. B. eines Wassermessers, auf dessen Drehachse je ein permanenter
Magnet N S befestigt ist. In der verlängerten geometrischen Drehachse des Flügelrades
ist auf den beiden Aufsenseiten des Wassermessergehäuses ebenfalls je ein permanenter
Magnet drehbar gelagert, dessen Pole N S mit dem im Innern des Gehäuses befindlichen
Magneten in magnetischem Anzug sich befinden und so einen geschlossenen magnetischen Stromkreis
bilden. Während nun der innere Magnet die Umdrehungen mit dem Flügelrade mitmacht,
wird der äufsere Magnet durch den Anschlag T und die Contactfeder D in seinen
Bewegungen gehemmt. Eine jede Umdrehung des Flügelrades wird demnach bei der Näherung
der Pole N N zu SS zuerst den Contacthebel C gegen T legen und hierdurch den
Strom für ein Zählwerk schliefsen, bei der weiteren Umdrehung durch Mitnahme von C
den Strom wieder unterbrechen und C gegen D führen, wo C dann von D arretirt wird,
bis sich der Vorgang bei der nächsten Umdrehung wiederholt.
Fig. 4 stellt ein solches Contactwerk C D in anderer Anordnung dar, welche durch die
Fig. 4 a und 4 b noch näher erläutert wird. Das Contactwerk besteht im wesentlichen aus
einer Schaukel, deren Bewegung benutzt wird, um die Wirkung eines Gewichtes e derart zu
verschieben, dafs die Schaukel durch dasselbe entweder in einer oder der anderen gekippten
Stellung gehalten wird. Mit der Schaukel und um den gemeinschaftlichen Zapfen / bewegt
sich eine Gabel D h, deren Weite so bemessen ist, dafs ein Finger. C die Zinken nicht berühren
kann. Der Finger C, von einer Mefstrommel, z. B. einer Gasuhr, angetrieben, wird, wenn er,
die Zinke D frei passiren kann, auf die Zinke h stofsen und diese zurückdrängen, wobei die
Schaukel gekippt wird und das Gewicht e vermöge seiner Lageveränderung die Schaukelstellung
bis zum nächsten Hub hält. (Fig. 4 b, punktirt gezeichnete Lage der Schaukel.) Durch
weitere Drehung von C wird der Finger die Schaukel in ihre vorherige Lage kippen, indem
C dieselbe durch Anschlag gegen Zinke D kippt. Bei regelrechtem Verbrauch wird daher
der sich drehende Finger C bei jeder halben Umdrehung die Schaukel in Bewegung setzen
und dabei nur die Contactfläche auf D reinhalten. Darf dagegen kein Verbrauch stattfinden
und soll eine Controle geübt werden, dann wird zuerst der Contact^ (Fig. 4 b) geschlossen
(s. FK, Fig. i, auch H, Fig. 2), wodurch
eine zufällige Berührung zwischen C und D vermittelst G aufgehoben wird, indem
der Elektromagnet G seinen auf der Schaukel befestigten Anker g anzieht und die Schaukel
kippt, so dafs C von D entfernt wird. Dann erst wird der Contact \ geschlossen. Ein unrechtmäfsiger
Verbrauch oder eine Undichtigkeit gestattet dem Finger C ein weiteres Drehep.
Das geht jedoch nur so lange vor sich, bis C D berührt und die elektromagnetische Auslösung
P in Thätigkeit setzt, welche die Leitung abschliefst.
Claims (4)
1. Control-Vorrichtung für die Dichtheit von
Rohrleitungen und des Auslaufes aus denselben, dadurch gekennzeichnet, dafs beim
Einstellen eines Umschalters (F) auf einen Contactknopf (K) zuerst ein Contact (C D)
mittels eines Elektromagneten (G) unterbrochen wird, worauf der Umschalter (F)
auf einen zweiten Knopf (L) gedreht wird, welch letzterer einen Signalapparat βϊπτ
schaltet, der in Thätigkeit tritt, sobald die Leitung einen Auslauf gestattet, wodurch
der Contact (C D) geschlossen wird, welcher Contact aber wiederum nothwendig ist,
mittels (FN) oder Q einen Stromkreis zu
schliefsen, damit eine elektromagnetische Auslösung (P) ein Abschlufsventil (O) in
Function zu setzen vermag.
2. A'usführungsform der unter 1. gekennzeichneten
Vorrichtung zum Zwecke der Verhinderung der Wasservergeudung, dadurch gekennzeichnet, dafs beim Oeffnen eines
Ausflufshahnes (B) vermittelst eines Stromschlüssels (H, Fig. 2, oder y, Fig. 5) ein
secundärer Stromkreis geschlossen wird, welch letzterer den unter 1. gekennzeichneten
Auslösungsstromkreis auf elektromagnetische Weise (z. B. durch M, Fig. 2) für
eine bestimmte Dauer vermittelst einer regulirbaren Bremse (U) unterbrochen hält, nach
Verlauf der Dauer aber automatisch schliefst, wobei, wenn die Hähne noch geöffnet sind,
eine elektromagnetische Auslösung (P) in Thätigkeit tritt, durch welche ein Abschlufsventil
(O) ausgelöst wird.
3. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten
Contactes (C D), bei welcher eine Schaukel mittels einer Gabel (D h) durch
einen sich drehenden Finger (C), dann aber auch durch einen Elektromagneten (G) von
der einen in die andere Stellung gekippt wird, zum Zwecke des automatischen Ein-
und Ausschaltens der Contacte (C DJ, wobei ein Gewicht e den Schwerpunkt der Schaukel
derart verlegt, dafs dieselbe in der jeweilig gekippten Lage verharrt.
4. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten
Contactes (C), bei welcher im Innern eine.r Kapsel zwei Magnete (NSJ
mit der Achse eines Verbrauchsmessers rotiren, deren magnetische Wirkung je einen
aufserhalb gelagerten Magneten (N SJ im magnetischen Anzug halten und zwischen der
Begrenzung (D und T, Fig. 2) hin- und herbewegen, zum Zwecke des Oeffnens und
Schliefsens des Stromkreises.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76570C true DE76570C (de) |
Family
ID=349450
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76570D Active DE76570C (de) | Control-Vorrichtung für die Dichtheit von Rohrleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76570C (de) |
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- DE DENDAT76570D patent/DE76570C/de active Active
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