DE765668C - Verfahren zum Verhueten des Zutritts von Wasserdampf bei der Umwandlung plastischer Kunstharzgemische aus festen Polymerisaten und fluessigen polymerisierbaren Stoffen durch Waermebehandlung zu Zahnersatz in Hohl-formen aus Gips od. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Verhueten des Zutritts von Wasserdampf bei der Umwandlung plastischer Kunstharzgemische aus festen Polymerisaten und fluessigen polymerisierbaren Stoffen durch Waermebehandlung zu Zahnersatz in Hohl-formen aus Gips od. dgl.

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DE765668C
DE765668C DEH161175D DEH0161175D DE765668C DE 765668 C DE765668 C DE 765668C DE H161175 D DEH161175 D DE H161175D DE H0161175 D DEH0161175 D DE H0161175D DE 765668 C DE765668 C DE 765668C
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synthetic resin
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Max Burkhardt
Theo Mueller
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WC Heraus GmbH and Co KG
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WC Heraus GmbH and Co KG
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C9/00Impression cups, i.e. impression trays; Impression methods
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/849Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising inorganic cements
    • A61K6/858Calcium sulfates, e.g, gypsum
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C39/00Shaping by casting, i.e. introducing the moulding material into a mould or between confining surfaces without significant moulding pressure; Apparatus therefor
    • B29C39/003Shaping by casting, i.e. introducing the moulding material into a mould or between confining surfaces without significant moulding pressure; Apparatus therefor characterised by the choice of material
    • B29C39/006Monomers or prepolymers

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Description

  • Verfahren zum Verhüten des Zutritts von Wasserdampf bei der Umwandlung plastischer Kunstharzgemische aus festen Polymerisaten und flüssigen polymerisierbaren Stoffen durch Wärmebehandlung zu Zahnersatz in Hohlformen aus Gips od. dgl.
  • In dem Patent 736 620 ist ein Verfahren zum Verhüten des Zutritts von Wasserdampf bei der Umwandlung plastischer Kunstharzgemische aus festen Polymerisaten und flüssigen polymerisierbaren Stoffen durch Wärmebehandlung zu Zahnersatz in Hohlformen aus Gips od. dgl. beschrieben. Bei diesem Verfahren werden zur Vermeidung von Fleckenbildung, Trübung und Verfärbung an dem fertigen Zahnersatzstück die Wandungen der Hohlform mit einem Schutzanstrich aus einer Lösung wasserbindender Salze versehen, worauf die Hohlform mit dem plastischen Kunstharzgemisch gefüllt und dieses anschließend durch Erwärmen auf Temperaturen von etwa I00° zu dem gewünschten Formstück umgewandelt wird. Diese Behandlung des Gipses mit wasserbindenden Salzen kann in verschiedener Weise erfolgen. In dem Patent 736 620 ist als Beispiel das Einpinseln der Gipsform genannt.
  • Es wurde nun gefunden. daß mit besonderem Vorteil die in dem Hauptpatent beschriebene Behandlung des Gipses durch Zusetzen von wasserbindenden Stoffen, insbesondere wasserbindenden Salzen, zum Gips selbst erfolgt.
  • Erfindungsgemäß wird deshalb die den Schutzanstrich bildende lösung wasserbindender Stoffe, insbesondere wasserbindender Salze, dem zum herstellen der Hohlform dienenden Gips od. dgl. oder dem damit zu verischenden Wasser schon vor oder beim Anrühren zugesetzt.
  • Als Stoffe. die dem Gips oder dem Wasser. mit dem er angerührt wird, zugesetzt werden. haben sich wasserbindende Stoffe anorganischer und/oder organischer Natur. z. B.
  • Calciumchlorid, Bariumchlorid, Zinkchlorid, Natriumsulfat, Kupfersulfat. weiterhin wasserlösliche Alkohole, Glykol, Glycerin und andere Stoffe, die mit Wasser mischbar sind und den Dampfdruck der Lösung herabsetzen, als geeignet erwiesen. Die Mengen dieser Zusatzstoffe werden zweckmäßig zwischen 1 und 30%, vorzugsweise zwischen 3 und 10% gewählt. Beispielsweise benutzt man bei Stoffen wie Chlorcalcium eine 6- bis 8%ige wäßrige Lösung. mit der dasGipspulver angerührt wird, während bei Stoffen. wie Glycerin und Glykol, vorteilhaft ein geringerer Zusatz, etwa 3 bis 5%, gewählt wird.
  • Beispiele 1. Eine 8%ige Calciumchloridlösung oder eine 8%ige Zinkchloridlösung wird mit Gipspulver zu Gipsbrei angerührt und hieraus die geforderte zweiteilige Form hergestellt. In diese Form wird ein zäher Teig, der durch Vermischen des festen polymerisierten Methacrylsäuremethylesters und des flässigen. monomeren Methacrylsäuremethylesters gewonnen wird, gestopft; die Formhälften werden zusammengepreßt und anschlieäend in an sich bekannter Weise durch Erhitzen zu dem festen Formstück polymerisiert. Dieses zeigt die natürliche Farbe des Kunstharzes ohne Verfärbung oder Fleckenbildung.
  • 2. Feinstgepulvertes Bariumchlorid wird mit Gips trocken vermischt und mit Wasser zu einem Brei verrührt, aus dem die Form hergestellt wird. In dieser wird wie im Beispiel I die Polymerisation des Kunstharze durchgeführt.
  • 3. Gips wird mit einer Lösung von 5 Gewichtsteilen Glycerin in 95 Gewichtsteilen Wasser zu einem Brei verrührt. aus dem die Form gegossen wird. In dieser wird wie im Beispiel I die Polymerisation des Kunstharzes durchgeführt.
  • 4. Eine 2- bis 3%ige wäßrige Glycerinersatzlösung (60%iges wäßriges Natriumlactat) wird mit Gips zu einem Brei angerührt, aus dem die Form hergestellt wird. In dieser wird wie im Beispiel 1 die Polymerisation des Kunstharzes durchtgeführt. Beim Ausbetten läßt sich der Gips besonders leicht von dem fertigen Kunstharzformstück lösen.
  • Selbstverständlich werden unter den genannten Zusatzstoffen solche ausgewählt, die für den in Frage kommenden Verwendungszweck physiologisch unschädlich sind.
  • Mit dem neuen Verfahren ist eine Trübung, Verfärbung oder Fleckenbildung der Kunstlarzformstücke von vornherein ausgeswchlossen. Es erfordert keinen Zeitaufwand und auch keine Kunstfertigkeit; außedem ist kein besonderer Kostenaufwand mit dem Zumischen der wasserbindenden Stoffe verbunden.
  • Bseondere Fortschritte bringt das neue Verfahren bei der Ausführung von Reparaturn. Mit ihm lassen sich sogar Verfärbungen. die bei unsachgemäß hergestellten Formstückien aufetreten sind, ohne Schwierigheiten entferen. Zu diesem Zweck bettet man die verfärbte Prothese in eien erfindungsgemäß unter Zusatz eines wasserbindenden Stoffes hergestellten Gipsbrei ineiner Küvette ein und erehitzt nach Abblinden und Erhärten des Gipses durch halbstündiges Enlegen in kochendes Wasser. Nach dem Abkühlen und ausbeuten zeigt die Prothese keine Veränderung in der Farbe mehr. Auch später treten keine Nerfärbungen mehr auf.
  • Auch bei der Ausbesserung von Rissen und Bruchstellen ist das neue Verfahren den bisherigen weit überlegen. Prothesen. die Risse oder Bruchstellen haben. werden in der bekannten Weise repariert, indem man die zerstörten Teile in eine Gipsform einhettet und die Bruchesteel selbst mit dem Kunstharz ausfüllt. Durch Wärmebehandlung wird das Kunstharz polymerisiert und die Prothesenteile innig miteinander verbunden. Äleistens werdne die Bruchstellen für die Verbindung etwas vorbereitet. etwa indem man schwalbenschwansförmige Unterschnitte anbringt oder die Bruchstellen aufrauht. Dabei war es bisher nötig. die gehrochenen Teile der Prothese mit Zinnfolie zu umkleiden und die Prothese so einzubetten. daß nur die mit Wachs verklebte Bruchstelle von Gips frei war. Wenn man jedoch ohne Zinnfolie arbeiten wollte, mußte man nach dem Verfahren des Patents 736 620 die Prothese durch Einpinseln der fertigen Gipsform mit einer Calciumchlorid- oder ähnliden Lösung auf ihrer gesamten Oberfläche vor dem die Verfärbungen verursachenden Angriff des Wassers bei der anschließenden Polymerisation schützen. Man mußte'hierbei eine mehrteilige Form aus Gips anfertigen, um den Anstrich mit der Salzlösung zu ermöglichen. Das nunmehr gefundene Verfahren gestattet eine einfachere Lösung der Aufgabe: Erfindungsgemäß wird die Prothese in einen wasserbindende Stoffe, wie z. B. Calciumchlorid, enthaltenden Gipsbrei in einer Küvette eingebettet und nach dem Abbinden und Erhärten des Gipses erhitzt.
  • Das neue Verfahren läßt sich mit Vorteil auch anwenden, wenn man als Ausgangsmaterial für die Formstücke an Stelle eines Gemisches aus einem festen Polymerisat und einem flüssigen, polymerisierbaren Stoff allein einen flüssigen, polymerisierbaren, beispielsweise einen monomeren polymerisierbaren Stoff verwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verhüten des Zutritts von Wasserdampf bei der Umwandlung plastischer Kunstharzgemische aus festen Polymerisaten und flüssigen polymerisierbaren Stoffen durch Wärmebehandlung zu Zahnersatz in Hohlformen aus Gips od. dgl. nach Patent 736 620, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schutzanstrich bildende Lösung wasserbindender Stoffe, insbesondere wasserbindender Salze, dem zum Herstellen der Hohlform dienenden Gips od. dgl. oder dem damit zu vermischenden Wasser schon vor oder beim Anrühren zugesetzt wird.
DEH161175D 1939-12-15 1939-12-15 Verfahren zum Verhueten des Zutritts von Wasserdampf bei der Umwandlung plastischer Kunstharzgemische aus festen Polymerisaten und fluessigen polymerisierbaren Stoffen durch Waermebehandlung zu Zahnersatz in Hohl-formen aus Gips od. dgl. Expired DE765668C (de)

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