DE764458C - Einrichtung zum Aufrechterhalten des Synchronismus der beiden Antriebsmaschinen bei Zweischraubenschiffen - Google Patents
Einrichtung zum Aufrechterhalten des Synchronismus der beiden Antriebsmaschinen bei ZweischraubenschiffenInfo
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- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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Description
- Einrichtung zum Aufrechterhalten des Synchronismus der beiden Antriebsmaschinen bei Zweischraubenschiffen Es ist bekannt, die bei Zweischraubenschiffen zur Herabsetzung der Erschütterungen des Schiffes erwünschte Synchronisierung beider Maschinenanlagen dadurch zu bewirken, daß der Kraftfluß zu den beiden Antriebsmaschinen so. lange verändert wird, bis beide Maschinen die gleiche Drehzahl erreicht haben. Die Drehzahlvergleichsvorrichtung besteht dabei im wesentlichen aus einem Differentialgetriebe, das an die Wellen beider Maschinen angeschlossen ist, die Winkelabweichung der beiden Maschinen gegeneinander ermittelt und durch eine geeignete Verbindung auf die Einstellorgane, z. B. bei Dieselmaschinen die Hebel, durch die die Förderungen der Brennstoffpumpen eingestellt werden, der Maschinen derart überträgt, daß die Leistung der voreilenden Maschine um ein gewisses Maß herabgesetzt und die Leistung der nacheilenden Maschine um ebensoviel erhöht wird.
- Unter gewissen Umständen, insbesondere bei starken Kursänderungen, wird ein verhältnismäßig großer Leistungsunterschied für den Gleichlauf der Maschinen notwendig. Bei der beschriebenen Anordnung entsteht dann eine unerwünscht starke Überlastung der nacheilenden Maschine. Die Erfindung besteht nun darin, daß, um diesen erheblichen Leistungsunterschied ohne zu große Überlastung der nacheilenden Maschine zu erreichen, die J Verbindung der Regelvorrichtung mit den Einstellorganen der -Maschinen so gestaltet wird, daß die Leistungserhöhung der nacheilenden Maschine kleiner ist als die gleichzeitige Leistungsverminderung der voreilenden Maschine.
- Abb. i ist eine schematische Darstellung der bekannten Anordnung. An die Wellen der Antriebsmaschinen a1 und a2 sind durch Kegelräder die Hilfswellen bl und b2 angeschlossen, die zu der Regelvorrichtung c führen. Die Regelvorrichtung stellt den um den Drehpunkt d schwenkbaren doppelarmigen Stellhebel e derart ein, daß er die gezeichnete waagerechte Stellung einnimmt, wenn die beiden Maschinen synchron mit der gewünschten Phasenbeziehung (Winkelabweichung Null) laufen; wenn die Maschine a`2 gegen die Maschine a1 voreilt, ist der Hebel e um so mehr entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn verdreht, je größer der Voreilwinkel ist, und zwar bis zu der durch die gestrichelte Mittellinie angegebenen Grenzstellung el; wenn die Maschine a1 gegen die Maschine a2 voreilt, wird umgekehrt der Hebel e im Uhrzeigersinn gedreht, und zwar bis zu der durch die strichpunktierte Mittellinie angegebenen Grenzstellung eIII. An den Hebel e sind durch die Verbindungsglieder f l und f- die Winkelhebel g1 und g2 angeschlossen, die in lt' und h:= an den Stellhebeln il und i2 gelagert sind; die Stellhebel dienen zum Einstellen der Maschinenleistung von Hand; sie sind in den Abbildungen in der Stellung für Volleistung gezeichnet. Die anderen Hebelarme der Winkelhebel g1, g2 sind durch die Verbindungsglieder lzl und h2 mit den Hebeln 11 und 12 verbunden. Mit diesen Hebeln wird die Leistung der Maschinen eingerückt; in der gezeichneten senkrechten Stellung der Hebel geben die Maschinen die normale Vollleistung ab; wenn die Hebel nach außen verstellt werden, nimmt die Leistung der Maschinen zu, werden sie nach innen verstellt, nimmt sie ab. Wenn die Maschine a2 gegenüber der Maschine a1 voreilt, nimmt der Hebel e die Lage eI ein und die ihm angegliederten übrigen Teile die durch gestrichelte Mittellinien angegebene Stellung. Dabei wird die Leistung der Maschine a1 vergrößert, die Leistung der Maschine a2 um ebensoviel verkleinert.
- Abb. 2, in der die Bezugszeichen die gleiche Bedeutung haben wie in Abb. i, zeigt eine erfindungsgemäße Umgestaltung der in Abb. i dargestellten Anordnung. Die kinematische Verbindung zwischen dem Hebel e und den Hebeln 11 und 12 ist so gestaltet, daß die Veränderungen der Maschinenleistungen den Drehwinkeln des Hebels e bei weitem nicht mehr proportional sind. Das ist hier durch eine solche Form der Winkelhebel g1 und g2 erreicht, daß das Getriebe für die Verbindung der Winkelhebel g1 und g2 mit den Hebeln 11 und 12 sich der Strecklage nähert, wenn die Winkelhebel gl, g2 im Sinne einer Vergrößerung der Maschinenleistung verdreht werden, während umgekehrt das Übersetzungsverhältnis zu den Hebeln 11 und 12 ansteigt, wenn die Winkelhebel im Sinne einer Verkleinerung der Maschinenleistung verdreht werden. Zur Erläuterung ist in Abb. 2 durch die gestrichelt gezeichneten Mittellinien die Stellung der Teile für den Fall angegeben, daß die Maschine a- die größte Voreilung gegenüber der Maschine a1 hat. Der Hebel 11 ist dabei nur wenig nach außen verdreht und stellt deswegen eineverhältnismäßiggeringeLeistungsvergrößerung der Maschine a1 ein; dafür ist der Hebel 12 um so stärker nach innen verdreht, so daß sich trotzdem der gleiche Leistungsunterschied der Maschinen ergibt wie bei der gleichen Stellung des Hebels e bei Ausführung nach Abb. i. Bei der vollkommen symmetrisch ausgebildeten Einrichtung stellt sich bei der Winkelabweichung nach der anderen Seite (Stellung eIll des Hebels e) eine zur ersten völlig symmetrische Verschiebung der einzelnen Getriebeteile ein. Die obengenannte Abweichung von der Proportionalität kann statt durch Schränkungen in den Hebelübertragungen auch durch ein anderes der vielen dafür bekannten Mittel erreicht werden.
- Zur genaueren Kennzeichnung der Verhältnisse ist in Abb.3 das Leistungsdiagramm für die bekannte Anordnung nach Abb. i angegeben. Die Höhe der Leistungslinien i und 2 über der Grundlinie gibt die abhängig vom Voreilwinkel eingestellte Leistung der betreffenden Maschinen an. Bei I hat die Maschine a2 die größte Voreilung, bei 1I ist die Winkelabweichung Null, und bei III hat die Maschine a1 die größte Groreilung. Die Leistungslinien sind gerade, die größte Überlastung der Maschinen, iil, ist gleich der Hälfte des größten Leistungsunterschiedes D.
- Bei dem für die erfindungsgemäße Ausführung (Abb. 2) geltenden Leistungsdiagramm (Abb. -.) sind die Leistungslinien gekrümmt; die größe Überlastung der Maschinen, ii2, ist erheblich kleiner als die Hälfte des größten Leistungsunterschiedes D. Dabei ist gleichwohl der Leistungsunterschied ungefähr proportional der Winkelabweichung, und der Leistungsunterschied in Abhängigkeit von der Winkelabweichung weist keine U nstetigkeiten auf. Beides ist in regeltechnischer Hinsicht günstig.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Aufrechterhalten des Synchronismus der beiden Antriebsmaschinen von Zweischraubenschiffen durch gleichzeitige Veränderung der Leistungen beider Maschinen in entgegengesetztem Sinne in Abhängigkeit von einer durch den Drehzahlunterschied der Maschinenwellen beeinflußten Regelvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Regelvorrichtung mit den Leistungsverstellorganen beider Maschinen durch Getriebe oder andere Vorrichtungen .so gestaltet ist, daß die Zunahme der Leistung der einen Maschine kleiner ist als die Abnahme der Leistung der anderen Maschine. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 5 r6 3.48.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV36399D DE764458C (de) | 1940-01-03 | 1940-01-03 | Einrichtung zum Aufrechterhalten des Synchronismus der beiden Antriebsmaschinen bei Zweischraubenschiffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV36399D DE764458C (de) | 1940-01-03 | 1940-01-03 | Einrichtung zum Aufrechterhalten des Synchronismus der beiden Antriebsmaschinen bei Zweischraubenschiffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE764458C true DE764458C (de) | 1954-11-22 |
Family
ID=7590122
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV36399D Expired DE764458C (de) | 1940-01-03 | 1940-01-03 | Einrichtung zum Aufrechterhalten des Synchronismus der beiden Antriebsmaschinen bei Zweischraubenschiffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE764458C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE516348C (de) * | 1929-09-28 | 1931-01-23 | Fried Krupp Germaniawerft Akt | Einrichtung zum Synchronisieren von zwei Brennkraftmaschinen, insbesondere Schiffsantriebsmaschinen |
-
1940
- 1940-01-03 DE DEV36399D patent/DE764458C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE516348C (de) * | 1929-09-28 | 1931-01-23 | Fried Krupp Germaniawerft Akt | Einrichtung zum Synchronisieren von zwei Brennkraftmaschinen, insbesondere Schiffsantriebsmaschinen |
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