DE761843C - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Zahnersatz aus Kunststoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Zahnersatz aus Kunststoff

Info

Publication number
DE761843C
DE761843C DER110221D DER0110221D DE761843C DE 761843 C DE761843 C DE 761843C DE R110221 D DER110221 D DE R110221D DE R0110221 D DER0110221 D DE R0110221D DE 761843 C DE761843 C DE 761843C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic
teeth
production
cavity
filling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER110221D
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Schnebel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
REICHSVERBAND DEUTSCHER DENTIS
Original Assignee
REICHSVERBAND DEUTSCHER DENTIS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by REICHSVERBAND DEUTSCHER DENTIS filed Critical REICHSVERBAND DEUTSCHER DENTIS
Priority to DER110221D priority Critical patent/DE761843C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE761843C publication Critical patent/DE761843C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/08Artificial teeth; Making same
    • A61C13/09Composite teeth, e.g. front and back section; Multilayer teeth
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/884Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising natural or synthetic resins

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Plastic & Reconstructive Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Dental Prosthetics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von künstlichem Zahnersatz aus Kunststoff Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Zahnersatz aus Kunststoff.
  • Bei der Herstellung eines totalen Zahnersatzes ist es notwendig, die natürliche Okklusion und Artikulation der Kiefer eingehen zu berücksichtigen, was man bei Porzellanzähnen in der Weise zu erreichen suchte, daß man ihnen eine Form gab, die den Bewegungen des @ menschlichen Unterkiefers entsprach. Wohl erzielte man dadurch verhältnismäßig gute Ergebnisse, doch war ein Nacharbeiten im Munde des Patienten fast immer notwendig. Es mußten an den Zähnen häufig die Höcker beschliffen werden, wodurch, noch abgesehen von der dafür aufzuwendenden Zeit, dann die Zähne eine rauhe Oberfläche bekamen, was dem Träger der Prothese unangenehm war.
  • Diesen Mängeln hat man denn auch schon durch eine weitere Ausbildung der künstlichen Zähne abzuhelfen versucht, und zwar durch Hohlzähne aus Porzellan. Der Hohlraum, der dabei auch nach der Kaufläche zu konisch erweitert ist, wurde mit Kautschuk ausgestopft, um so dem Träger der Prothese ein angenehmes Kauen zu ermöglichen. Bei dieser Ausbildung verblieben aber immer noch erhebliche Nachteile. Die aus Kautschuk hergestellten Kauflächen waren unansehnlich; vor allen Dingen aber ging der Kautschuk der Füllung mit dem Porzellan der Hohlraumwandung keine innige Verbindung ein. was zur Folge hatte, daß das dem Kautschuk nur anliegende Porzellan bei starkem Kauen abplatzte, so daß eine Reparatur notwendig wurde.
  • Bekannt ist es auch bereits, bei der Herstellung von Zahnbrücken aus Metall auf der Oberseite des die Pfeilerzähne verbindenden Brückensteges eine Mulde anzuordnen, welche mit einem Amalgam ausgefüllt wird, vor dessen Erhärtung ein Eindruck seitens der Antagonisten vorgenommen wird, worauf die Brücke so lange aus dem Munde genommen wird, bis das Amalgam erhärtet ist. Dabei sind in der Mulde zum Festhalten des Amalgams dienende Querstangen, Erhöhungen.
  • Vertiefungen. Einschnitte oder Durchbrechungen vorgesehen, während die beiden Stirnwände der Mulde als den Metallkronen sich anpassende konkave Flächen ausgebildet sind. Dieses Erzeugnis leidet außer an den allgemeinen Nachteilen der Metallzähne auch gleich dem mit Kautschuk ausgestopften Hohlzahn aus Porzellan daran, daß seine Kaufläche schon im ästhetischen Sinn minderwertig ist und daß das Amalgam der Muldefüllung mit dem Metall der Krone und Muldestirnwände eine innige Verbindung nicht eingeht; dieser Mangel kann auch nicht durch die vorgeschenen Mittel für ein mechanisches Festhalten des Amalgams in der Mulde ausgeglichen werden.
  • Durch den Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Zahnersatz aus Kunststoff, als welcher insbesondere polymerisierbares Kunstharz verwendet wird, geschaffen, durch das die aufgezeigten Mängel und Übelstände beseitigt werden. Erfindungsgemäß liegt das Neue darin, daß eine Hohlform der zähne mit einer Gebißplatte fest verbunden und darauf in den Hohlraum ein verformbarer, beliebig gefärbter, plastischer Kunststoff eingefüllt wird, der durch Gegenbiß individuell gestaltet wird und seine individuelle Kaufläche erhält.
  • Dadurch wird bei durchgehend homogenem Massehestand von Hohlzahn und Füllung im Gegensatz zu den mit Kautschuk gestopften Porzellanzähnen, bei denen die Kautschukfüllung der Porzellanwandung nur mechanisch anliegt, was auch im Verhältnis der Amalgamfüllung zur Muldenmetallwandung der Fall ist, eine innige Verbindung der Füllung mit der Hohlzahnwandung und damit eine erheblich gesteigerte innere Verfestigung bei dem nach dem neuen Verfahren gewonnenen künstlichen Zahnersatz erreicht.
  • Es wird ferner durch die nunmehr auch geschaffene Möglichkeit, die Färbung der den Hohlraum füllenden Kunststoffmasse der jeweiligen Farbe der Hohlzahnflächen wählen zu können, erreicht, daß der neue Zahnersatz zu seiner erheblich gesteigerten inneren Verfestigung zugleich noch nach seiner äußeren Beschaffenheit hin ein natürliches Aussehen erhält, das zu erreichen bei dem Porzellanzahn mit Kautschukfüllung wie bei dem Metallzahn mit Amalgamfüllung einer Zahnbrückenmulde nicht möglich ist.
  • Schließlich wird durch den auf die aus plastischer Kunststoffmasse gebildete Füllung des mit der Gebißplatte fest verbundenen Hohlzahnes ausgeführten Gegenbiß im Gegensatz zur Kaufläche des bisherigen kautschukgefüllten Hohlzahnes oder der amalgamgefüllten Mulde bei Zahnbrücken aus Metall eine nach jeder Richtung vollkommene, u. a. keine Rauheiten aufweisende und individuelle Kaufläche erzielt.
  • In der Zeichnung ist das Erzeugnis des Verfahrens gemäß der Erfindung in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. 1 einen Längsschnitt.
  • Abb. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-B in der Abb. 1.
  • Das Herstellen des neuen Zahnersatzes geschieht in folgender Weise: Zunächst setzt man die Kunststoffzähne in der gewöhnlichen Weise in Wachs auf und füllt den Hohlraum c mit Wachs. Man kann dann beim Probieren im Mund den Patienten Bißbewegungen machen lassen, um so eine genaue, der natürlichen Gleitbahn entsprechende Funktion herzustellen.
  • Zur Fertigung der Prothese wird nun die Hohlform der Zähne mit einer Gebißplatte fest verbunden und darauf in den Hohlraum c mit der konisch erweiterten Bohrung b der verformbare, gefärbte, plastische Kunststoff eingefüllt.
  • Bei der Polymerisation des den Hohlraum c mit dem Hohlraum der konisch erweiterten Bohrung b ausfüllenden Kunststoffes geht dieser mit dem Kunststoffhohlzahnkörper a eine körperliche Verbindung ein. Nach dem Ausarbeiten und Polieren hat man dann einen der natürlichen Artikulation entsprechenden fertigen Zahn.
  • Weiterhin ist die Aufbeißfläche des Zahnes nicht so hart wie bei Porzellan und Metall, aber auch nicht so weich wie Kautschuk.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von künstlichem Zahnersatz aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine Hohl form der Zähne mit einer Gebißplatte fest verbunden und darauf in den Hohlraum ein Verformbarer, beliebig gefärbter, plastischer Kunststoff eingefüllt wird, der durch Gegenbiß individuell gestaltet wird und seine individuelle Kaufläche erhält.
DER110221D 1941-06-01 1941-06-01 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Zahnersatz aus Kunststoff Expired DE761843C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER110221D DE761843C (de) 1941-06-01 1941-06-01 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Zahnersatz aus Kunststoff

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER110221D DE761843C (de) 1941-06-01 1941-06-01 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Zahnersatz aus Kunststoff

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE761843C true DE761843C (de) 1952-04-15

Family

ID=7421833

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER110221D Expired DE761843C (de) 1941-06-01 1941-06-01 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Zahnersatz aus Kunststoff

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE761843C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147710B (de) * 1957-03-04 1963-04-25 Dr Kurt Sieglaff Modellzahn

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147710B (de) * 1957-03-04 1963-04-25 Dr Kurt Sieglaff Modellzahn

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68925818T2 (de) Zahnärztliches erzeugnis und verfahren unter verwendung transparenten materials
DE2457164C2 (de) Schichtartiges Zahnerneuerungselement
DE3874190T2 (de) Huelse zur tragung einer zahnprothese.
DE69417007T2 (de) Zahnprothese
DE112015000144B4 (de) Pressformen eines Zahnersatzes aufweisend Keramik, wie Zirkoniumdioxid, mit einer aufgerauten Oberfläche
EP0161295B2 (de) Anordnung zum verbinden von zahnersatzteilen durch klebung
CH664488A5 (de) Isoliermittel zur trennung einer in einer kavitaet polymerisierten composite-zahnfuellung.
DE761843C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Zahnersatz aus Kunststoff
EP1901676B1 (de) Verfahren und materialsatz zum herstellen von zahnersatzteilen
DE3415653A1 (de) Verfahren zur herstellung einer aus patrize und matrize zweiteilig aufgebauten geschiebeverbindung zwischen einem verankerungsteil, sowie vorgefertigte wachsteile zur durchfuehrung des verfahrens
DE2008781C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Kronen- und Brücken-Zahnersatz aus Kunststoff und Mittel zur Durchführung des Verfahrens
DE833837C (de) Kuenstlicher Zahn und Mittel zu seiner Anpassung an die Endflaeche des Zahnstumpfes
DE19929441C2 (de) Künstliche Zahnkrone und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE954368C (de) Kunstharzvollkoerperzahn
DE1088188B (de) Vorrichtung zur unverdrehbaren und auswechselbaren Anbringung eines Tragstiftes fuer Einzelzahnersatz in einem Arbeitsmodell
DE922909C (de) Verfahren und Presse zum Befestigen von Stiftkronen
DE4334608A1 (de) System zur Restauration zerstörter Zähne
DE686547C (de) Zahnersatz
DE874058C (de) Jacketkrone und Zahnersatzkoerper mit aus Metall und Kunststoff kombiniertem Aufbau sowie Verfahren zu deren Herstellung
CH291665A (de) Verfahren zur Herstellung eines künstlichen Zahnes.
AT238370B (de) Facett- oder Verblendkrone und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1176314B (de) Kuenstliche Zahnkrone oder Brueckenglied sowie Verfahren und Geruestmodell zu ihrer Herstellung und Fertigteile zur Herstellung des Geruestmodells
AT96963B (de) Verfahren zur Herstellung eines Präparates zum provisorischen Füllen der Wurzelkanäle und Kronendefekte.
DE869677C (de) Verfahren zur Herstellung von Zahnkronen aus Kunststoff
DE3435918A1 (de) Zahnkrone aus metall