DE758533C - Verfahren zur Kompensation der durch das Streufeld der elektro-magnetischen Vorabbildungsspulen hervorgerufenen Verzerrungen - Google Patents
Verfahren zur Kompensation der durch das Streufeld der elektro-magnetischen Vorabbildungsspulen hervorgerufenen VerzerrungenInfo
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J29/00—Details of cathode-ray tubes or of electron-beam tubes of the types covered by group H01J31/00
- H01J29/02—Electrodes; Screens; Mounting, supporting, spacing or insulating thereof
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Kompensation der diurch das Streufeld der elektromagnetischen
Vorabbildungsspulen hervorgerufenen Verzerrungen der vom Abtaststrahl
überstrichenen Rjasterfläche bei einseitig
speichernden Kathodenstrablbildabtastern mit
Vorabbildung.
Bei den für die Aufnahme von Fernsehsendungen verwendeten Bildspeicherröhren
wird zwecks "Steigerung der Lichtempfindlichkeit vielfach die sog. Vorabbildung verwendet.
Die Umsetzung der Lichtenergie in
elektrische Energie wird nicht mehr vom Mosaik, sondern von einer getrennten Photo·
kathode vorgenommen, die auf einer planparallelen Abschlußplatte des Röhrenkolibens
als durchsichtige Photokathode ausgebildet ist. Die dort ausgelösten Photoelektronen werden
zur Mosaikplatte hin beschleunigt und erzeugen dort Sekundärelektronen, die abgesaugt
wenden und so das Speicherbild hervorrufen. Dieses Speicherbild wird von einem
Elektronenstrahl abgetastet, der in einem besonderen S trahlerzeugungs system erzeugt
wird und mit Hilfe geeigneter Ablenkeinrichtungen zeilenweise ein Raster auf der Speicherelektrode-beschreibt.
Zur elektronenoptischen Abbildung der Photokathode auf die Mosaikplatte
wird eine magnetische Elektronenlinse verwendet.
Verwendet man für die Fernsehübertragungen Speicherröhren mit Vor abbildung, bei
denen die Speicherelektrode, auf welche die to Photokathode elektronenoptisch abgebildet
wird, von derselben Seite abgetastet wird, dann zeigen sich empfangsseitig die in Fig. ι
angedeuteten Verzerrungen des rechteckförmigen Bil'drasters. Bisher wurde vermutet,
daß diese Verzerrungen durch Unvollkomnienheiten
oder Fehler der elektronenoptischen Abbildung auf die Mosaikplatte entstehen. Doch alle Versuche, die elektronenoptische
Abbildung zu verbessern und ebenso alle Versuche durch entsprechende Abschirmung
das etwaige Eindringen störender Fremdfelder in den von Photoelektronen durchsetzten
Raum zu. verhindern, führte zu keinem befriedigenden Ergebnis.
Versucheliaben das überraschende Ergebnis gezeitigt, daß die Verzerrungen nicht durch
äußere Störfelder und auch nicht durch Fehler des elektronenoptischen Abbildungssystem bewirkt
werden, sondern daß diese Verzerrungen durch Streukraftlinien der Elektronenlinse
verursacht werden, welche in den vom abtastenden Kathodenstrahl durchsetzten Raum
eindringen.
Es bildet den Gegenstand der Erfindung, die obenerwähnten, am Mosaik auftretenden
Rasterverzerrungen zu beseitigen.
Erfindungsgemäß wird zur Kompensation der durch das Streufeld der elektromagnetischen
Vorabbildungsspulen hervorgerufenen Rasterverzerrungen bei einseitig speichernden
Kathodenstrahlabtastern mit Vorabbildung ein Verfahren verwendet, bei welchem in der
Nähe des Strahlerzeugungssystems für den abtastenden Kathodenstrahl Gleichstrom durchflossene Spulen angewendet sind, deren
Kraftfelder dem Streufeld des zur Abbildung der Photokathode auf die Mosaikplatte dienenden
Spulensystems derart in dem vom abtastenden Kathodenstrahl durchsetzten Raum entgegenwirken, daß die von dem Streufluß
hervorgerufenen störenden Rasterverzerrungen kompensiert werden. In gewissen Fällen ist es
zweckmäßig, die Spulen koaxial zu der die Photokathode abbildenden magnetischen Linsenspule anzuordnen. Es kann ferner vorteilhaft
sein, die das Hilfsfeld erzeugende Gleichstrom durchflossene Spule mit einem ferromagnetischen Kern zu versehen und zwischen
dem zur Erzeugung des Abtaststrahls dienenden System und der magnetischen Elektronenlinse
anzuordnen. Hierbei dient die Abschirmung der magnetischen Elektronenlinse als magnetischer Rückschluß für einen
Teil des Hilfsfeldes und verhindert so das Eindringen des von der Hilfsspule erzeugten
Kraftfeldes in den von den Photoelektronen durchsetzten Raum. Bei gewissen Ausführungsformen
der Vorabbilidungsspeicherröhre wird die entzerrende Wirkung des Hilfsfeldes
zweckmäßigerweise durch ein zweckentsprecbend geformtes besonderes Hilfsjoch verbessert.
Im nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden
Figuren näher erläutert. Es zeigt
Fig. ι die Rasterverzerrung durch das Streufeld der magnetischen Linse,
Fig. 2 eine Vorabbildungsspeicherröhre mit Kompensationsspule in Seitenansicht,
Fig. 3 die Vorderansicht hierzu,
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform der Kompensationsspule,
Fig. 5 eine entzerrende Jochanordnung. Fig. ι zeigt, wie bei den bisher benutzten
j Bildspeicherröhren mit Vorabbildung das rechteckige Raster verzerrt wurde. Die obersten
Zeilen des Rasters erscheinen nicht mehr als gerade Linie, sondern gekrümmt, etwa
nach Art eines liegenden S. Die mehr in der Mitte der Rasterfläche liegenden Zeilen werden
weniger stark verzerrt, und die am unteren Rande des Rasters liegenden Zeilen werden im
allgemeinen überhaupt nicht störend beeinflußt. Gleichzeitig mit dieser Krümmung der
Zeilen erfolgt auch eine seitliche Verschiebung der Rasterfläche, welche besonders im oberen
Teil des Rasters auffällig ist. Die stärksten Verzerrungen ergeben sich somit am oberen
Mosaikrand, und da das Mosaik in üblicher Weise von unten nach oben abgetastet wird,
erscheinen bei der Wiedergabe die größten Verzerrungen am Fuß des Bildes. Hierbei erfolgt
eine entsprechende LTmkehr der Verzerrungserscheinungen,
indem eine Dehnung der abgetasteten Rasterfläche in der Speicherröhre als Zusammendrückung der entsprechenden
Fläche im Empfangbild zum Ausdruck kommt.
Fig. 2 stellt schematisch eine Vorabbildungsspeicherröhre
dar, bei welcher das zu ül>ertragende Objekt 1 mit Hilfe der Optik 2
auf die an der vorderen Frontplatte der Röhre befindliche durchsichtige Photokathode 3 abgebildet
wird. Das Elektronenbild der Photokathode wird mit Hilfe der abgeschirmten
elektromagnetischen Linse 4 (Vergrößerungslinse) vergrößert auf dem Mosaik 5 abgebildet.
Auf dem Mosaik 5 wird das elektrische Ladungsbild gespeichert und das gespeicherte
Bild durch einen Kathodenstrahl zeilenweise abgetastet. Dieser Kathodenstrahl wird in
einem Strahlerzeugungssystein 6 in l>ekannter
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Weise erzeugt und mittels Ablenkplatten 7 in entsprechen der Weise über die Mosaikplatte bewegt.
Das Streufeld der Vergrößerungslinse 4 durchsetzt, wie durch Eitizeichnung einiger
Kraftlinien schematisch !angedeutet ist, den Raum, den der abtastende Kathodenstrahl
durchfährt.' Dieses Streufeld bewirkt die in Fig. ι dargestellten eigenartigen S-förmigen
Verzerrungen. Zwischen der Elektronenlinse 4 und der Mosaikplatte S ist koaxial dazu eine
als Luftspule ausgebildete Hilfsspule 8 angeordnet, welche ein Feld erzeugt, das in dem
vom abtastenden Kathodenstrahl durchsetzten Raum die vorerwähnte verzerrende Wirkung
aufhebt. Durch entsprechende Bemessung der Spule 8 ist dafür Sorge getragen, daß das von
ihr erzeugte Feld die elektronenoptische Abbildung nicht nennenswert beeinflußt und
keine störende Wirkung auf diese ausübt. Die Lage der Spule 8 auf dem Röhrenhals 9 hängt
von den jeweils vorhandenen geometrischen Abmessungen der Röhre und des Abbilduugssystems
ab; insbesondere kann der Abstand zwischen den Spulen 4 und 8 auch etwas größer sein als in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 3 zeigt die Vorderansicht der in Fig. 2
■ in Seitenansicht dangestellten Vorabbildungsröhre.
Einander entsprechende Teile sind in beiden Figuren . mit den, gleichen Bezugszeichen
bezeichnet. Die eingezeichneten Pfeile zeigen schematisch die Richtung des Streufeldes
der abbildenden elektromagnetischen Linse.
Fig. 4 zeigt eine weitere Anordnung zur Kompensation der vom Streufluß der Elektronenlinse
4 „ hervorgerufenen Raster Verzerrungen.
Einander entsprechende Teile sind in Fig. 2 und 4 mit gleichen Nummern bezeichnet.
Zwischen der magnetischen Elektronenlinse 4 und dem das Strahlerzeugungssystem
enthaltenden Röhrenhals 11 ist eine Hilfsspule
10 angeordnet, welche das dem Spulenstreufeld (voll ausgezogen) entgegenwirkende
Hilfsfeld ('gestrichelt) erzeugt. Aus der rein schematischen Figur läßt sich ersehen, daß in
dem vom abtastenden Kathodenstrahl durchsetzten Raum auf diese Weise praktisch eine
völlige Kompensation des vorstehend erwähnten Streufeldes möglich ist. Die Hilfsspule i>o
enthält einen ferromagnetischen Kern. Die ferromagnetische Abschirmung der Spule 4
wirkt für einen Teil des von der Hilfsspule ίο erzeugten Feldes als magnetischer Rückschluß
und verhindert auf diese Weise eine störende Beeinflussung der Feldverhältnisse innerhalb
des Röhrenhalses 9.
Fig. 5 erläutert schematisch das Prinzip, die entzerrende Wirkung der Hilfsspule bzw.
Hilfsspulen durch die zusätzliche" Anordnung
eines Joches zu verbessern. Der das Strahlerzeugungssystem 6 und die Ablenkplatten 7
(der besseren Deutlichkeit halber nicht eingezeichnet) enthaltende Hals 11 der Speicherröhre
ist von einem geschlossenen ferromagnetischen Joch'12 umgeben. Dieses Joch
ist auf der einen Seite dem Röhrenhals derart genähert, daß dieser Teil des Joches als eine
Art Polschuh wirkt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Röhrenhalses ist das Joch
bogenförmig geformt, wobei die konkave Seite dem Röhrenbals zugewendet ist, dadurch
bildet sich in dem zwischen diesen beiden Teilen dieses Joches liegenden Röhrenbals ein
strahlenförmiger Kraftlinienverlauf entsprechend den gestrichelt eingezeichneten
Kraftlinien aus, sobald die auf dem Joch befindlichen
Spulen 13 von einem Gleichstrom durchflossen werden. Diese strahlenförmig
verlaufenden Kraftlinien wirken den in Fig. 1 dargestellten, im wesentlichen ebenfalls
strahlenförmig verlaufenden Kraftlinien entgegen. Ein derartig geschlossenes ferromagnetisches
Joch streut nach außen nur wenig, und die Gefahr ist nur sehr gering, daß Streukraftlinien
dieses Joches in den vom Vorabbildungssystem umschlossenen Raum der Bildfäingerröhre eindringen und den Photoelektronenstrom
störend beeinflussen können.
Claims (5)
1. Verfahren zur Kompensation der durch das Streufeld der elektromagnetischen
Vorabbildungs'spulen hervorgerufenen Verzerrungen der vom Abtaststrahl überstrichenen Rasterfläche bei
einseitigen speichernden Kathodenstrablbildabtastern
mit Vorabbildung, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe des Strahlerzeugungsisystems für den abtastenden
Kathodenstrahl Gleichstrom durchflossene Spulen angeordnet sind, deren Kraftfelder dem Streufeld des zur
Abbildung der Photokathode auf die Mosaikplatte dienenden Spulensystems derart in dem vom abtastenden Kathoden ·
strahl durchsetzten Raum entgegenwirken, daß die von dem Streufluß hervorgerufenen
störenden Rasterverzerrungen kompensiert werden.
2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch ge-
• kennzeichnet, daß eine Gleichstrom durchflossene Spule koaxial zu der die Photokathode
abbildenden Linsenspule in der Nähe dieser Linsenspule angeordnet ist.
3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine mit einem ferromagnetischen Kern versehene Gleichstrom durchflossene Spule derart zwischen dem
zur Erzeugung des Abtaststrahls dienenden System und der elektromagnetischenLinse
angeordnet ist, daß das von dieser Spule erzeugte Kraftfeld einerseits in dem vom
abtastenden Kathodenstrahl durchsetzten Raum die kompensierende Wirkung ausübt, andererseits das Eindringen des von
ihr erzeugten Kraftfeldes in den von den Photoelektronen durchsetzten Raum durch
die Abschirmung der elektromagnetischen Linse verhindert wird.
4. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der vom Streufeld sowie vom abtastenden Kathodenstrahl durchsetzte Raum von einem ferromagne-Hschen
Joch umgeben ist, auf dem Gleichstrom durchflossene Spulen angeordnet sind, und daß das Joch derart geformt ist,
daß die vom Joch herrührenden Kraftlinien in dem Raum, in welchem der die störenden Rasterverzerrungen verursachende
Streunuß kompensiert werden soll, diesem Streufluß entgegengerichtet
sind, und daß ferner die Stromstärke in den Gleichstrom durchflossenen Spulen
derart gewählt ist, daß die Intensität des Kompensationsfeldes in dem Gebiet, in
welchem die Kompensationswirkung auftreten soll, praktisch gleich der Intensität
des störenden Kraftfeldes ist.
5. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Linsenspule eisengekapselt,
die Gleichstrom durchflossene Kompensationsspule jedoch als Luftspule ausgebildet ist.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands
vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht
gezogen worden:
Französische Patentschrift Nr. 789 938.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5655 1.53
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF88198D DE758533C (de) | 1940-04-15 | 1940-04-16 | Verfahren zur Kompensation der durch das Streufeld der elektro-magnetischen Vorabbildungsspulen hervorgerufenen Verzerrungen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE220608X | 1940-04-15 | ||
| DEF88198D DE758533C (de) | 1940-04-15 | 1940-04-16 | Verfahren zur Kompensation der durch das Streufeld der elektro-magnetischen Vorabbildungsspulen hervorgerufenen Verzerrungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE758533C true DE758533C (de) | 1953-01-26 |
Family
ID=25762698
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF88198D Expired DE758533C (de) | 1940-04-15 | 1940-04-16 | Verfahren zur Kompensation der durch das Streufeld der elektro-magnetischen Vorabbildungsspulen hervorgerufenen Verzerrungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE758533C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR789938A (fr) * | 1934-05-12 | 1935-11-08 | Emi Ltd | Perfectionnements à la télévision |
-
1940
- 1940-04-16 DE DEF88198D patent/DE758533C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR789938A (fr) * | 1934-05-12 | 1935-11-08 | Emi Ltd | Perfectionnements à la télévision |
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