DE756669C - Verfahren zur Erzeugung rechteckfoermiger, aus einem hochfrequenten Schwingungszug bestehender Impulse - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung rechteckfoermiger, aus einem hochfrequenten Schwingungszug bestehender ImpulseInfo
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K3/00—Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
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Description
- Verfahren zur Erzeugung rechteckförmiger, aus einem hochfrequenten Schwingungszug bestehender Impulse Es sind fremdgesteuerte Kippschaltungen bekannt, auf die Synchronisierimpulse gleicher Polarität periodisch einwirken und jeder Impuls den gleichen Vorgang (Kippschwingungseinsatz) auslöst. Es sind ferner Relaisschaltungen bekannt, welche durch zugeführte Impulse einer Richtung von einem stabilen Zustand in einen anderen stabilen Betriebszustand übergeführt werden. Dabei bleibt der neu erreichte Zustand auch nach Beendigung des auslösenden Impulses so lange bestehen, bis durch einen Impuls entgegengesetzter Polarität wieder der ursprüngliche Zustand herbeigeführt wird.
- Die Erfindung soll nun ebenfalls die Aufgabe lösen, eine Verstärkerröhre derart zu schalten und derart zu steuern, daß sie durch Steuerimpulse sprunghaft von einem stabilen Betriebszustand mit einer bestimmten zugehörigen Verstärkung in einen anderen Betriebszustand mit einer anderen zugehörigen Verstärkung umschaltbar ist. Dadurch können mit einer einzigen Mehrgitterröhre hochfrequente rechteckförmige Signale erzeugt werden, ohne daß die Röhre während der Dauer des Rechtecksignals oder während des Zwischenraumes zwischen den Signalen gesperrt ist. Die Erfindung kann z. B. dazu benutzt werden, um die photographische Aufnahme eines einzigen vollständigen Fernsehbildes bei der Zeilensprungübertragung auszulösen und zu beenden.
- Erfindungsgemäß werden zur Erzeugung solcher rechteckförmiger, aus einem hochfrequenten Sch-,vingungszug bestehender Impulse bestimmter Breite dem Steuergitter einer 1vIehrgitterröllre mit regelbarer Verstärkung hochfrequente Schwingungen zugeführt. Diese Schwingungen werden nach ihrer Verstärkung mit Hilfe einer Zweipolröhre gleichgerichtet, in deren Kreis eine Regelspannung entsteht, sobald ein den Beginn des rechteckigen Signals bestimmender Steuerimpuls bestimmter Polarität auf ein zweites Steuergitter der 1lehrgitterröhre einwirkt. Die entstehende Regelspannung wird auf dieses zweite Steuergitter der Mehrgitterröhre zurückgeführt; dadurch wird deren Verstärkung sprunghaft bis auf einen stabilen oberen Grenzwert gesteigert; dieser bleibt so lange bestehen, bis im Endzeitpunkt des zu erzeugenden Signals dem zweiten Steuergitter ein Steuerimpuls entgegengesetzter Polarität zugeführt wird. Durch diesen Steuerimpuls wird dann die Verstärkung sprungweise auf den ursprünglichen Wert zurückgeführt und der ursprüngliche Spannungszustand der Röhre wieder hergestellt.
- Es ist zweckmäßig, zur Durchführung des Verfahrens eine Anordnung zu verwenden, bei welcher dem von der Kathode aus gezählten ersten Steuergitter der verstärkenden Mehrgitterrörre die hochfrequenten Schwingungen und dem zweiten Steuergitter bzw. dem Verteilungsgitter die Steuerimpulse und die Regelspannung zugeführt werden, während die zu erzeugenden Rechtecksignale im Ausgangskreis abgenommen werden. In vielen Fällen wird es vorteilhaft sein, an den Ausgang der Mehrgitterröhre eine zusätzliche Zweipolröhre anzukoppeln, welche eine gleichgerichtete Spannung zur Steuerung anderer Steuer- bzw. Schaltelemente erzeugt.
- Durch die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist es nunmehr möglich, sprunghaft die Amplitude einer Trägerfrequenz zwischen zwei festgelegten Werten zu steuern, ohne daß es notwendig ist, den Träger zwischen den einzelnen Rechtecksiglialen vollständig zu unterdrücken. Bei den bisher bekannten Anordnungen, bei denen zu dieseln Zweck eine Wiedereinführung des Restträgers erfolgte, war hierzu ein erheblicher technischer Aufwand nötig. Es ist günstig, ah Mehrgitterröhre mit regelbarer Verstärkunf eine Achtpolröhre zu verwenden, deren Doppel System als Hochfrequenzgenerator arbeitet.
- Nachfolgend wird die Erfindung an Hand der ein Ausführungsbeispiel darstellender Figuren beschrieben.
- Gemäß Fig. i wird über die Klemme i und ein aus dem Kopplungskondensator 2 und dem Widerstand 3 bestehendes RC-Glied eine hochfrequente Wechselspannung dem ersten Steuergitter q. einer Achtpolröhre 5 zugeführt. Deren Schirmgitter 6 und 7 sind in üblicher Weise über die Leitung 8 und die Klemme 9 an eine (nicht gezeichnete)- positive Spannungsquelle gelegt.
- Die an der Anode io abgenommenen verstärkten Hochfrequenzschwingungen werden über die Leitung i i und einen Kopplungstransformator 12 einer Zweipolröhre 13 zugeführt. Diese ist mit Hilfe einer Spannungsquelle 1:1 so@ weit negativ vorgespannt, daß erst bei Überschreiten einer bestimmten Amplitude der zugeführten Wechselspannung eine Gleichrichtung erfolgt und an dem aus dem Widerstand 15 und dem Parallelkondensator 16 bestehenden RC-Glied eine Regelspannung entsteht, die über eine Leitung 17 der Regelelektrode 18 der Röhre 5 zugeführt wird. An das RC-Glied der Röhre 13 ist eine zweckmäßigerweise einstellbare V orspannungsquelle i9 angeschlossen, deren positiver Pol geerdet ist.
- Die Schaltanordnung ist im Normalzustand derart eingestellt, daß die über die Klemme i zugeführte Hochfrequenz von z. B. 12 MHz infolge der Vorspannung der Zweipolröhre 13 keine zusätzliche Regelspannung am Widerstand 15 hervorruft. Wird nun der Regelelektrode 18 der Mehrgitterröhre in geeigneter Weise, z. B. über den Kopplungskondensator 2o, kurzzeitig ein positiver Impuls, z. B. von der Impulsform a gemäß Fig. 2, zugeführt und dadurch die Verstärkung des Systems'erhöht, so werden die nunmehr vergrößerten, der Röhre 13 zugeführten Weclrselspannungsamplituden die Gegenwirkung der Vörspannungsquelle 1.4 überwinden, und es wird eine Regelgleichspannung am Widerstand 15 entstehen. Diese Regelgleichspannung wird über die Leitung 17 der Regelelektrode 18 zugeführt und vergrößert dort zusätzlich die Verstärkung des Röhrensystems. Der Vorgang wiederholt sich also steigernd, so daß daher sehr rasch ein von den Röhrendaten und den vorhandenen Betriebsspannungen abhängiger stabiler oberer Grenzwert erreicht wird. Die durch das veränderte Potential der Regelelektrode 18 bewirkte Verstärkungserhöhung ist groß genug, um auch nach Aufhören des Auslöseimpulses a die Gewinnung der Regelgleichspannung und damit ein Beharren der Verstärkungsverhältnisse am oberen stabilen Grenzwert der Röhre zu gewährleisten.
- Eine Änderung dieses stabilen Betriebszustandes wird erst durch Zuführung eines weiteren, negativen Steuerimpulses hervorgerufen. Dieser Impuls, der z. B. einen zeitlichen Verlauf gemäß der Impulsform b in Fig. 2 besitzt, wird in geeigneter Weise, z. B. ebenfalls über den Kopplungskondensator 2o, der Steuerelektrode 18 zugeführt. Dadurch sinkt die Verstärkung des Röhrensystems plötzlich ab; infolge der hierdurch bedingten Verkleinerung der Wechselspannungsamplituide im Kre i s der Zweip;od@röhre,i 3 unterhalb des durch die Vorspannungsquedle 14 eingestellten kritischen Wertes hört die Gewinnung einer Regelspannung am Widerstand 15 sofort auf, die Regelspannung bricht also rasch zusammen. Es wird infolgedessen auch nach Aufhören des negativen Sperrimpulses b keine Regelspannung mehr erzeugt, und die Röhre beharrt im unteren stabilen Betriebszustand.
- Die Steilheit des in Fig.3 dargestellten Anstieges bzw. Abfalls der Regelspannung hängt von der Dämpfung des Kopplungstransformators 12 sowie von der Zeitkonstanten des im Kreis der Zweipolröhre 13 angeordneten RG-Gliedes ab. Je nach .dem gerade vorliegenden besonderen Verwendungszweck wird daher durch entsprechende Wahl der Größe dieser Schalteliemente die Schnelligkeit des Regelvorganges eingestellt.
- Es kann gegebenenfalls vorteilhaft sein (in Fig. i punktiert eingezeichnet), an dem Kopplungstransformator 1a .noch eine besondere Wicklung 2i vorzusehen und in bekannter Weise mit Hilfe einer weiteren Zweipolröhre 22 eine zusätzliche Regelgleichspannung zu gewinnen, welche an der Klemme 23 abgenommen wird. Diese Regelspannung kann z. B. einer Schaltanordnung zugeführt werden, die gleichzeitig mit den Steuerimpulsen eine Kontrolleinrichtung (Oszillographen u. dgl.) einschaltet, um bestimmte Vorgänge festzuhalten oder aufzuzeichnen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung rechteckförmiger, aus einem hochfrequenten Schwingungszug bestimmter Breite bestehender Impulse, dadurch gekennzeichnet, daß einem Steuergitter (4) einer Mehrgitterröhre (5) mit regelbarer Verstärkung hochfrequente Schwingungen zugeführt werden, die nach ihrer Verstärkung eine Gleichrichtung erfahren mit Hilfe einer Zweipolröhre, in deren Kreis immer dann, wenn ein den Beginn des rechteckigen Signals bestimmender Steuerimpuls bestimmter Polarität auf ein zweites Steuergitter (18) der Mehrgitterröhre einwirkt, eine Regelspannung entsteht, die auf dieses zweite Steuergitter der Mehrgitterröhre zurückgeführt wird und dadurch deren Verstärkung sprunghaft bis auf einen stabilen oberen Grenzwert steigert und diesen so lange bestehen läßt, bis im Zeitpunkt des Endes des zu erzeugenden Signals dem zweiten Steuergitter ein Steuerimpuls entgegengesetzter Polarität zugeführt wird, durch den die Verstärkung auf den ursprünglichen Wert sprungweise zurückgeführt und der ursprüngliche Spannungszustand der Röhre wieder hergestellt wird. 2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem von der Kathode aus gezählten ersten Steuergitter der verstärkenden Mehrgitterröhre die hochfrequentenSchwingungen und dem zweiten Steuergitter bzw. dem Verteilungsgitter die Steuerimpulse und die Regelspannung zugeführt werden, während die zu erzeugenden Rechtecksignale im Ausgangskreis abgenommen werden. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Mehrgitterröhre eine Achtpolröhre verwendet wird, deren Dreipolsystem als Hochfrequenzgenerator arbeitet. 4. Anordnung nach den Ansprüchen :2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Ausgang der Mehrgitterröhre eine zusätzliche (zweite) Zweipolröhre angekoppelt ist, welche eine gleichgerichtete Spannung zur Steuerung anderer Steuer- bzw. Schaltelemente erzeugt. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 573 633; schweizerische Patentschrift Nr. 169483; Goetsch, H. W., Taschenbuch für Fernmeldetechniker, Berlin 192 8, S. Zoo unten; Technische Mitteilungen der schweizerischen Telegraphen- und Telephonverwaltung, 1935 Nr.
- 2, S. 53 und 54.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF86101D DE756669C (de) | 1938-12-16 | 1938-12-16 | Verfahren zur Erzeugung rechteckfoermiger, aus einem hochfrequenten Schwingungszug bestehender Impulse |
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| DE756669C true DE756669C (de) | 1953-05-18 |
Family
ID=7114625
Family Applications (1)
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Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE573633C (de) * | 1932-02-19 | 1933-04-04 | Telefunken Gmbh | Anordnung zur Erzeugung von Wechselstroemen mit rechteckiger Kurvenform |
| CH169483A (de) * | 1932-03-17 | 1934-05-31 | Loewe Opta Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung gesteuerter Kippschwingungen. |
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1938
- 1938-12-16 DE DEF86101D patent/DE756669C/de not_active Expired
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