DE844754C - Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Stromstossmusters bei einer gegebenen Rueckkehrfrequenz - Google Patents
Schaltungsanordnung zum Erzeugen eines Stromstossmusters bei einer gegebenen RueckkehrfrequenzInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Schaltanordnungen zum Erzeugen eines Stromstoßmusters bei einer gegebenen
Rückkehrfrequenz, die insbesondere bei der Erzeugung von Signalen, wie sie in Telephonsystemen
gebraucht werden, Anwendung finden soll, jedoch auch für weitere Anwendungsgebiete geeignet
ist.
Wenn bisher Signale dieser Art erzeugt werden, die einen unterbrochenen Wechselstrom aufweisen,
sind die Unterbrechungen mittels nockenbetätigter Kontakte, durch elektronische Kreise zeitlich gesteuerte
Relais oder andere mechanische oder elektromechanische Einrichtungen bewirkt worden. Es ist
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Mittel vorzusehen, um derartige Signale elektronisch zu
erzeugen, um die Notwendigkeit eines mechanischen Schaltens auszuschalten.
Gemäß einem Merkmal der Erfindung steuert bei Schaltanordnungen zum Erzeugen eines Stromstoßmusters
bei einer gegebenen Rückkehrfrequenz ein ao erster Multivibratorkreis, der bei der gegebenen
Rückkehrfrequenz arbeitet, die Arbeitsweise eines zweiten Multivibratorkreises, der eine höhere Frequenz
hat, wobei diese Steuerung durch eine Richtspannung bewirkt wird, die während eines der as
Alternativzustände des ersten Multivibrators an den zweiten Multivibrator gelegt wird, um ein Arbeiten
des zweiten Kreises zu verhindern.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung steuert bei Schaltanordnungen zum Erzeugen eines
Stromstoßmusters bei einer gegebenen Rückkehrfrequenz ein erster Multivibrator, der bei einer gegebenen
Rückkehrfrequenz arbeitet, mittels eines Gleichstromkreises die Betätigung eines zweiten
Multivibrators, der eine höhere Frequenz hat, während eine Synchronisierung zwischen den beiden
Kreisen durch einen Wechselstromkreis bewirkt wird, der sich von dem zweiten zu dem ersten Multivibrator
erstreckt.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung weisen die Schaltanordnungen zum Erzeugen eines
Musters von Wechselstrom-Stromstößen bei einer gegebenen Rückkehrfrequenz eine Schwingungsquelle
für die Signalfrequenz auf, einen Multivibrator zum Steuern dieser Quelle nach Maßgabe des Stromstoßmusters,
einen zweiten Multivibrator mit einer niedrigeren Frequenz als der erste Multivibrator, der
den ersteren steuert, um die Rückkehrfrequenz des Stromstoßmusters zu bestimmen, und Synchronisiermittel
zwischen dem ersten und dem zweiten Multivibrator.
Die Erfindung wird besser aus der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform verstanden
werden, die die Anwendung der Erfindung auf die Erzeugung von Anläutpotentialen verdeutlicht, die
in Telephonsystemen benutzt werden, wobei die Erfindung zusammen mit der Zeichnung verstanden
werden muß.
MVC ist ein Multivibrator, der symmetrisch mit i62/3 Hz schwingt. Multivibrator MVB schwingt
asymmetrisch, und zwar leitet die Röhre VD für 0,2 Sekunden und die Röhre VC für 0,4 Sekunden.
Wenn die Röhre VD leitet, fließt der Strom durch den Widerstand R 10. Infolgedessen wird das Potential
der Kathode der Röhre VE angehoben und die Röhre VE dadurch nichtleitend. Während daher
die Röhre VD Strom hindurchläßt, werden die Schwingungen des Multivibrators MVC unterbrochen.
Wenn die Röhre VC leitet und die Röhre VD gesperrt ist, fließt kein Strom durch den Widerstand
Rio, und die Kathode der Röhre VE nimmt
das Erdpotential an, und die Röhre VE wird leitend.
Multivibrator MVA ist ebenfalls asymmetrisch, und zwar leitet die Röhre VA für 1 Sekunde und die
Röhre VB für 2 Sekunden. Wenn die Röhre VB leitet, wiird die Röhre VC durch die am Widerstand
R 5 auftretende Richtspannung gesperrt.
Die Schwingungen des Multivibrators MVB werden daher periodisch jeweils nach 1 Sekunde für
2 Sekunden unterbrochen, ebenso werden die Schwingungen des Multivibrators MVC im Rhythmus
der Schwingungen des Multivibrators MVB nach 0,4 Sekunden für 0,2 Sekunden unterbrochen.
Die Ausgangsspannung des als Schwingungserzeuger dienenden Multivibrators MVC wird am
Anodenwiderstand R 12 abgegriffen und erscheint hier als ein ioVs-Hz-Signal von folgender Struktur:
0,4 Sekunden an, 0,2 Sekunden aus, 0,4 Sekunden an, 2 Sekunden aus, usw.
Um diese Periodizität aufrechtzuerhalten, ist es wesentlich, die beiden Multivibratoren MVA und
MVB zu synchronisieren. Dies wird erfindungsgemäß dadurch bewirkt, daß die Anode der Röhre
VC über eine Kapazität mit dem Gitter der Röhre VB verbunden wird. Jedesmal, wenn das Gitter der
Röhre VC die Sperrung bewirkt, hört der Strom durch den Anodenwiderstand R 6 zu fließen auf, und
das Potential an der Anode steigt an. Dadurch wird auch das Potential des Gitters der Röhre VB über
die Kapazität C 3 gehoben, und gleichzeitig wird das Potential der Kathode der Röhre VB vermindert,
da der Strom nicht langer durch den Widerstand R 5 fließt. Der erste positive Impuls gelangt an das
Gitter der Röhre VB 0,4 Sekunden, nachdem es einen wesentlich größeren negativen Impuls von der Anode
der Röhre VA empfangen hat, und reicht infolgedessen nicht aus, um das Gitterpotential derart anzuheben,
daß die Röhre VB leitend wird. Der negative Impuls, der von der Anode der Röhre VC
0,2 Sekunden später empfangen wird, wenn die Röhre VC zu leiten beginnt, gleicht im wesentlichen die
Wirkung des vorhergehenden positiven Impulses aus. Der zweite positive Impuls, der übermittelt wird,
wenn die Röhre VC wieder gesperrt wird, gelangt auf das Gitter der Röhre VB, nachdem das Potential
des Gitters fast auf den kritischen Wert gestiegen ist, und dieser Impuls hebt zusammen mit dem plötzlichen
Abfallen des Potentials der Kathode durch den Zusammenbruch der Spannung am Widerstand
R 5 das Potential des Gitters der Röhre VB auf einen genügend hohen Wert, um eine Leitung der
Röhre zu bewirken. Es ist vorgesehen, daß die normale Entladung der Kapazität C 1 über die Widerstände
Ri, R 4 und R 5 ein wenig länger als I Sekunde dauert, um zu vermeiden, daß die Röhre VB
zu leiten beginnt, bevor die Röhre VC zum zweiten Mal gesperrt wird, und so das Ende des zweiten
Signals in jedem Kreislauf abgeschnitten würde.
Da der Multivibrator MVA den Zeitraum des Kreislaufes des Ausgangssignals bestimmt und die
Betätigung sowohl des Multivibrators MVB als auch des Multivibrators MVC steuert, muß seine
Periodizität konstant bleiben. Um die Möglichkeit auszuschalten, daß der Strom durch die Röhre VB
durch ihren gemeinsamen Kathodenkreis mit der Röhre VC stark abnimmt, wenn die Röhre VC
leitet, ist vorgesehen, daß die Röhre VB beträchtlich mehr Strom als die Röhre VC durchläßt.
Zum Einbau in bestehende Umschaltstellen hat der Anläutgenerator vorzugsweise drei Ausgänge.
Das Signal wird von dem Potentiometer R 12 über die Kapazität C 8 und die Leitungen 10, 11 und 12
an drei Verstärker mit den Röhren VH, VK und VM geleitet. Diese speisen die drei Endröhren VG,
VJxma VL, und die Belastungskreise sind mit Transformatoren
angekoppelt. Man läßt die Ausgangsröhren in C-Schaltung arbeite.n, um den Leistungsverbrauch herabzusetzen, und um zu vermeiden, daß
diese drei Röhren ihren Höchststrom gleichzeitig aufnehmen, können Phasenschieber PCA und PCB
in die Leitungen n und 12 eingeschaltet werden. Diese sollen eine 1200 Phasendifferenz zwischen
Eingangsspannungen der drei Verstärker schaffen, und infolgedessen würden die Ausgänge der Leitungen
13, 14 und 15 ebenfalls um 1200 gegeneinander
versetzt sein.
Obwohl das Zusammenwirken der Multivibratoren MVB und MVC dem Zusammenwirken der
Multivibratoren MVA und MVB ähnlich ist, da MVC während der Zeit schwingt, wo VD abgesperrt
ist, brauchen die Multivibratoren MVB und MVC nicht in der gleichen Weise wie MVA und MVB
Claims (8)
- synchronisiert zu werden, da die Frequenz der Schwingung von MVC beträchtlich höher liegt.als diejenige von M['Ii und da für die Erzeugung von Anläutpotentialen das Fehlen des Synchronismus kaum etwas ausmacht. Die Erfindung sollte jedoch nicht nur auf den Fall beschränkt werden, wo nur die ersten beiden Stufen synchronisiert sind, da Bedingungen auftreten können, wo es wünschenswert ist, alle drei Stufen zu synchronisieren. ίο Es versteht sich, daß die Erfindung auch zur Erzeugung von anderen Signalen, z. B. einem Besetztzeichen, benutzt werden kann, in welchem Falle nur zwei Stufen benutzt werden, nämlich die zweite und die dritte. Weiterhin werden für die Erzeugung von Gleichstromtelegraphensignalen, die beispielsweise einen Fünfer-Code benutzen, nur die ersten beiden Stufen benutzt. Im Falle einer V.T.Telegraphen-Übertragung jedoch würden alle drei Stufen l>enutzt werden.Die Schaltanordnung kann auch zum Schlüsselsenden in automatischen Telephonsystemen benutzt werden, wobei die Arbeitsweise eines Schlüssels dazu dient, um den entsprechend bemessenen Kondensator Ci im Multivibrator MVA zu beeinflussen, um die Rückkehrfrequenz von MVA zu verändern, um MVB zu ermöglichen, die erforderliche Anzahl von Stromstößen zu erzeugen.Als Schwingungsquelle für die Signalfrequenz kann auch eine andere Vorrichtung als der Multivibrator MVC benutzt werden. Ein Multivibrator ist für gewisse Zwecke wegen der rechteckigen Form der Ausgangswelle zweckmäßig. Es gibt aber Umstände, wo es wünschenswert ist, einen üblichen Schwingungserzeuger, z. B. von dem RC-Typ, zu benutzen. In diesem Falle würde eine zweckmäßige Anordnung darin bestehen, daß der Schwingungserzeuger kontinuierlich arbeitet, während die Ausgangsspannung auf einen Verstärker gegeben wird, dessen Steuergitter durch die an R 10 erzeugte Spannung gesteuert wird.Es ist natürlich zu betonen, daß mehr als zweiStufen von Steuermultivibratoren benutzt werden können. Dies würde z. B. wünschenswert sein, wenn das Signal unregelmäßig im Abstand angeordnete Stromstöße oder Stromstoßreihen aufwiese.Die Erfindung ist weder auf die beschriebenen spezifischen Ausführungsformen noch auf die Anwendung auf Anläutstromgeneratoren in Telephonumschaltstationen beschränkt. Die Erfindung hat viele Anwendungsformen auf dem Signalgebiete, insbesondere bei der Erzeugung von gecodeten Wechselstromsignalen in der Telephonie und in der Telegraphic, beim Signalgeben und Fernschalten über Kraftleitungen, beim Fernmessen ti. dgl.PaTEXTANSI' P, C CHE:ι . Schaltanordnung zum Erzeugen eines Stromstoßmusters bei einer gegebenen Rückkehrfrequenz, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Multivibrator (MVA oder MVB) die Arbeitsweise eines zweiten mit einer höheren Frequenz schwingenden Multivibrators (MVB oder MVC) steuert, wobei diese Steuerung durch eine an einem Widerstand (R 5 oder R 10) erzeugte Richtspannung erfolgt, die während des einen Arbeitszustandes des ersten Multivibrators (MVA oder MVB) die Schwingungen des zweiten Multivibrators (MVB oder MVC) verhindert.
- 2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel zur Synchronisierung zwischen zwei Multivibratoren vorgesehen sind, die eine Kapazität (C 3) enthalten.
- 3. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemeinsamer Kathodenwiderstand (R 5, R 10) für je zwei Röhren (VB und VC oder VD und VE) aus zwei zusammenwirkenden Multivibratoren vorgesehen ist, und daß die daran erzeugte Richtspannung, während die in dem mit der niedrigeren Frequenz schwingenden Multivibrator enthaltene Röhre (Fßoder VD) leitet, den nachfolgenden Multivibrator außer Betrieb setzt.
- 4. Schaltanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhre (VB) des Multivibrators mit der niedrigeren Frequenz beträchtlich mehr Strom durchläßt als die Röhre (VC) des Multivibrators mit der höheren Frequenz, damit die Steuerung nicht in entgegengesetzter Richtung wirkt. go
- 5. Schaltanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazität (C 3) die Anode der Röhre (VC) des zweiten Multivibrators (MVB) mit dem Gitter der Röhre (VB) des ersten Multivibrators (MVA) verbindet.
- 6. Schaltanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein dritter Multivibrator (MVC) als Schwingungserzeuger dient, der mit dem ersten und zweiten Multivibrator (MVA, MVB) in Reihe geschaltet ist, die diesem Gene- ioo rator das Impulsmuster aufdrücken.
- 7. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein i?C-Generator als Schwingungsquelle dient und einen Verstärker speist, der durch den ersten und zweiten Multivibrator (MVA, MVB) gesteuert wird.
- 8. Schaltanordnung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der Schwingungsquelle oder des von ihr gespeisten Verstärkers über mehrere parallele Anschlüsse (10, 11, 12), die alle, außer einem (10), einen Phasenschieber (PCA, PCB) enthalten, eine entsprechende Anzahl getrennter Ausgangsverstärker (VH, VK, VM) speisen, die dadurch das Strommaximum zu verschiedenen Zeiten aufnehmen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen5236 7.
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