DE755333C - Luftraumisoliertes Fernmeldekabel mit erhoehter Betriebssicherheit - Google Patents
Luftraumisoliertes Fernmeldekabel mit erhoehter BetriebssicherheitInfo
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- DE755333C DE755333C DES139260D DES0139260D DE755333C DE 755333 C DE755333 C DE 755333C DE S139260 D DES139260 D DE S139260D DE S0139260 D DES0139260 D DE S0139260D DE 755333 C DE755333 C DE 755333C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B7/00—Insulated conductors or cables characterised by their form
- H01B7/17—Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
- H01B7/28—Protection against damage caused by moisture, corrosion, chemical attack or weather
- H01B7/282—Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable
- H01B7/2825—Preventing penetration of fluid, e.g. water or humidity, into conductor or cable using a water impermeable sheath
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B11/00—Communication cables or conductors
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- Ropes Or Cables (AREA)
Description
- Luftraumisoliertes Fernmeldekabel mit erhöhter Betriebssicherheit Die Untersuchungen an mechanisch, z. B. durch mehrmalige selbsttragende Verlegung besonders hoch beanspruchten Fernmeldekabeln haben zu der Feststellung geführt, daß in vielen Fällen zwar die meistens aus Blei bestehenden Kabelmäntel und die meistens aus einer Runddrahtverseillage oder Flachbandwicklung oder auch aus beiden Schutzmitteln bestehenden Stahlpanzerungen zerstörtworden sind, die kupfernen Fernmeldeleiter dagegen als solche nicht gerissen sind. Solche Kabel sind trotzdem betriebsunfähig geworden, weil die in die zumeist aus Papierbespinnungen bestehende Aderisolation eingedrungene Feuchtigkeit die Aderisolation zerstört hat, so daß der dadurch herbeigeführte Erdschluß oder Kurzschluß keine Fernmeldezeichen mehr durchließ. Es besteht also ein Bedürfnis nach Fernmeldekabeln, die auch bei Zerstörung der Kabelumhüllungen noch so lange betriebsfähig bleiben, bis die` beschädigten Kabellängen entweder repariert oder ausgewechselt werden können.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verseilgruppen der mit Papier isolierten Fernmeldeadern als solche einzeln mit dünnen Schläuchen aus unhygroskopischen Isolierstoffen, deren Diffusionskoeffizient für Wasserdampf kleiner als i X io-a ist, umhüllt werden. Diese Schläuche sollen auf den Verseilelementen vorzugsweise im Bedeckungsv erfahren erzeugt werden. Hierfür hat sich unter anderem die Verwendung von Bedeckungsbändern bewährt, die aus Mischpolymerisaten von Isobutylen und Styrol bestehen.
- Bekannt ist bisher nur die Anordnung unhygroskopischer Schichten zusätzlich zur hygroskopischen Aderisolierung in der Form, daß die einzelnen Leiter zunächst mit einer Lack- oder Emailleisolation und hierauf mit der Papierhülle umgeben werden oder daß, und zwar nur behelfsmäßig während der Fertigstellung des Kabels, die Kabelseelen als Ganzes mit einem Feuchtigkeitsschutz aus einem Isolierstoff oder Metallmantel umhüllt werden. Ein metallischer Behelfsmantel ist auch schon für die Umhüllung der einzelnen in der Regel je viele Adergruppen enthaltenden Bündel bei sogenannten Bündelkabeln bekannt. Die günstige Wirkung der Umhüllung der einzelnen Adergruppen mit Schläuchen aus unhygroskopischen Isolierstoffen bei dem Fernmeldekabel gemäß der Erfindung ist dagegen bisher nicht erkannt worden. Sie besteht darin, daß einerseits das elektrische Feld der Adergruppe ungestört bleibt, auch wenn Feuchtigkeit in das Kabel eindringt, andererseits aber die Adern selbst nur mit Papier isoliert sind und damit ihre übliche geringe Betriebskapazität aufweisen, und schließlich die einzelnen Adergruppen bei einer Beschädigung des Kabels mit größerer Sicherheit ungestört bleiben als eine ganze Kabelseele oder viele Adergruppen enthaltende Bündel.
- Ein Ausführungsbeispiel eines Kabels gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Die Kabelseele besteht aus einem Kernvierer i und einer darüberliegenden Verseillage von sechs Sternvierern 2. Sämtliche Sternvierer haben mit Luftraumisolation aus Papierkordeln und -bandhüllen isolierte Adern und sind je mit einer geschlossenen unhygroskopischen Hülle 3 umgeben. Diese Hüllen sind aus im Bedeckungsverfahren aufgelegten Bändern aus einem Mischpolymerisat von Isobutylen und Styrol erzeugt. Es hat sich gegen alle Erwartung herausgestellt, daß die Sternvierer nicht mit Zwickeltrensen versehen werden müssen und dennoch die Anwendung des Bedeckungsverfahrens möglich ist. Es können sogar die in der normalen- Fabrikation mit Baumwollfäden od. dgl. in offenen Schraubenwindungen zwecks Drallsicherung versehenen Sternvierer verwendet werden. Man kann aber auch Sternvierer verwenden, auf die ein dünnes Gewebeband aufgewickelt ist. Es ist meist keine oder allenfalls nur eine mäßige Wärmezufuhr erforderlich, um die Ränder der Bedeckungsbänder miteinander fest zü verschweißen. Die Verseillage der Sternvierer 2 kann mit einem oder mehreren Papierbändern umwickelt sein, auf die dann ein nahtloser Kabelmantel aufgepreßt wird. Die erfindungsgemäße Umhüllung der Verseilgruppen kann aber auch bei Fernmeldekabeln angewendet werden, bei denen in der aus der Zeichnung ersichtlichen und bekannten Weise zum besseren Feuchtigkeitsschutz der Kabelseele eine Umhüllung 4 der Lagen bzw. Bündel aus einem unhygroskopischen Kunststoff vorgesehen ist, vorzugsweise aus einem gleichen Mischpolymerisat, aus dem schon die einzelnen Aderumhüllungen bestehen. Es ist zwar nicht notwendig, kann aber nützlich sein, die Außenflächen der Sternviererumhüllungen 3 mit Talkum od. dgl. zu pudern, damit sie nicht zusammenkleben, jedoch kann man durch Einlegen von Trensen besonders in den Zwickelräumen der äußeren Verseillage auch für ein Verschweißen der Sternviererhüllen mit der Kabelseelenhülle 4. sorgen. Die Kabelseele wird mechanisch durch einen nahtlosen Mantel 5 aus Blei, Aluminium oder auch einem der in neuerer Zeit entwickelten Kunststoffe geschützt. Über dem Kabelmantel kann eine Panzerung liegen, die aus asphaltierten festen Papierbändern 6, einer Stahldraht- oder Stahlbandpanzerung 7 und einer dichtgetränkten Jutelage 8 besteht.
- Um das erfindungsgemäße Kabel besonders sicher zu gestalten, kann für die Aderisolierung ein Papier verwendet werden, das in bekannter Weise teilweise verestert oder veräthert und damit gegen Feuchtigkeitsaufnahme verbessert worden ist. Ferner können im Bedarfsfall die erfindungsgemäß vorgesehenen Schläuche um die Adergruppen, Lagen oder Bündel der Kabel aus einer solchen Mischung hergestellt werden, die außer dem Isolierstoff auch leitfähige Stoffe, z. B. Metallpulver, Ruß u. dgl., enthält und damit zugleich eine gewisse elektrische oder magnetische Abschirmung bewirkt.
- Die Erfindung läßt sich mit besonderem Vorteil bei den selbsttragenden Fernmeldekabeln anwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Luftraumisoliertes Fernmeldekabel mit erhöhter Betriebssicherheit infolge Anordnung zusätzlicher unhygroskopischer Schichten über der hygroskopischen Aderisolierung, dadurch gekennzeichnet, daß die Verseilgruppen der mit Papier isolierten Fernmeldeadern als solche einzeln mit dünnen Schläuchen aus unhygroskopischen Isolierstoffen, deren Diffusionskoeffizient für Wasserdampf kleiner als i X io-g ist, umhüllt sind. Zur Abgrenzung &s Erfindungsgegenstands vom Stand. der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 295 616; französische Patentschriften Nr. 654 158, 37 805 ; britische Patentschrift Nr. 16 311 vom Jahre 1899; USA.-Patentschrift Nr. 508 295.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES139260D DE755333C (de) | 1939-11-21 | 1939-11-21 | Luftraumisoliertes Fernmeldekabel mit erhoehter Betriebssicherheit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES139260D DE755333C (de) | 1939-11-21 | 1939-11-21 | Luftraumisoliertes Fernmeldekabel mit erhoehter Betriebssicherheit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE755333C true DE755333C (de) | 1953-06-01 |
Family
ID=7541056
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES139260D Expired DE755333C (de) | 1939-11-21 | 1939-11-21 | Luftraumisoliertes Fernmeldekabel mit erhoehter Betriebssicherheit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE755333C (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE295616A (de) * | ||||
| US508295A (en) * | 1893-11-07 | Henry w | ||
| GB189916311A (en) * | 1899-08-10 | 1900-06-30 | Henleys Telegraph Works Co Ltd | Improvements in or connected with Dry Core Electrical Cables. |
| FR654158A (fr) * | 1927-08-19 | 1929-04-03 | Câbles multiples ou sections de lignes analogues avec conducteurs disposés parallèlement en couches et croisés pour constituer des lignes doubles ou quadruples exemptes d'induction | |
| FR37805E (fr) * | 1929-12-11 | 1931-01-24 | Siemens Ag | Câble téléphonique |
-
1939
- 1939-11-21 DE DES139260D patent/DE755333C/de not_active Expired
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE295616A (de) * | ||||
| US508295A (en) * | 1893-11-07 | Henry w | ||
| GB189916311A (en) * | 1899-08-10 | 1900-06-30 | Henleys Telegraph Works Co Ltd | Improvements in or connected with Dry Core Electrical Cables. |
| FR654158A (fr) * | 1927-08-19 | 1929-04-03 | Câbles multiples ou sections de lignes analogues avec conducteurs disposés parallèlement en couches et croisés pour constituer des lignes doubles ou quadruples exemptes d'induction | |
| FR37805E (fr) * | 1929-12-11 | 1931-01-24 | Siemens Ag | Câble téléphonique |
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